Detlef´s Tagebuch 31.8.2018

Heute war wieder so ein Tag wo wieder die Rente kam und es wurde wieder viel Geld von Konto zu Konto geschaufelt. Achja ist ja kein Geld sondern nur eine Zahl.

Gestern Abend hatte ich noch ein sehe nettes Gespäch über Funk mit Wolfram PY2BND. Das ist Brasilien. Ein dDeutscher der schon 20 Jahre  da lebt. Wir haben uns in DMR digital Amateurfunk unterhalten. Heute morgen hatte ich schon Post in meinen Emailfach. Wir waren über die Betriebstechnik auf der Talkgruppen 262 einer Meinung .

Heute war mein Sohn da und wir haben einen Hullunderstrauch abgesägt und viele andere Hölzer passend für den Kamin gesägt.

Teste gerade Live Bild und Ton senden auf Facebook und Younow

Detlef`s Tagebuch 29.08.2019

Heute Morgen bekam ich besuch von zwei Funkamateuren die 30 Jahre nicht gesehen habe. Sie wollten etwas über digitalen Amateurfunk wissen. Ich habe es vorgeführt und beide hatten ihre Liezensdabei und ich habe für sie eine ID Nummer für DMR beantragt. Natürlich hatten wir und sehr viel zu erzählen. Sie waren von 10 bis 13 Uhr hier. Dann ging es zum Mittagsschlaf. Nach dem Mittagschlaf habe ichbei dem Videoportal Younow einen 31 jährigen Mann getroffen der in Namibia geboren ist. Das war mal in der Kaiserzeit eine deutsche Kolonie.  Das Land ist sehr größ. 2,5 Mal größer als Deutschland. Die Sprache ist immer noch deutsch und englisch. Alle sprechen deutch und es gibt mehrere deutsche Sender. Hier ein Beispiel

http://www.hitradio.com.na/empfangen/livestream

Ich war total überascht über das Programm das auch im Land über mehrere UKW Sender verbreitet wird. Das Land Namibia liegt weit im südenwesten am Atlantik. Das Wasser ist kalt und der nambia Doller sehr stabiel. Die meisten Menschen haben eine helle Hautfarbe. Es scheint wohl immer die Sonne aber die Temeraturen steigen auch im Sommer nich über 25 Grad. Das Atlantikwasser ist kalt und kommt aus der Antartis. Ich habe sehr viel mich informiert hierüber und sollte es mal zu einer Übername der AFD im Parlament geben werde ich dahin auswandern. Das meine ich ernst. Es gibt noch mehrere Sender in diesem Land die deutsch sind. Auf der Staße sprechen alle deutsch.

Ach noch was am Nachmittag habe ich DB6EV in DMR gehört ich war total überrascht. Bei den deutsch niederländischen Amateurfunktagen hat er sich ein digitale Handfunkgerät geholt.

AlleEreignisse waren sehr anstrengent für mich und ich mache für Heute schluß

Detlef`s Tagebuch 28.8.2018

Boh es srömt warem Luft ein. Hatte mich viel zu warm angezogen. Ich war mit Ursula und den Hunden in Wesel . Es war sehr wenig los dort und es war schön warm. Heute soll es ja noch mal 24 Grad geben.

Kurz vor Mittag habe ich  einen Menschen beo Youknow kennengelernt. Er mischt Songs zusammen. Ich habe es hier mal zum hören ewingespielt. Ich kannte die Seite nicht. Auch schön das man es als ifame so einbinden kann.

 

Gestern war icj ja mächtig fleissig. Viele neue Beiträge in RADIO

Heute muste ich wieder 5000€ umbuchen. Keine Angst ich bin nicht Reich. Ich bin nur Arm auf hohen Level. Ausserdem sin 5000€ nur eine Zahl und kein Geld. Wenn ich ein Schmuckstück habe das diese Wert als Zahl hat dann habe ich etwas. Aber die Zahl 5000 ist nur eine Zahl.

Das habe ich schon einige Zeit gelernt. Der Wert eines Bildes  auch das du selber gemalt hast oder wenn du etwas gebastelt hast ist mehr Wert.

Hallo Nachmittag

Einen Schritt vorwärts

Die Sonne dürfte jetzt für Sie scheinen. Sie wissen, was Sie wollen, treten selbstbewusst auf und haben entsprechend Erfolg. Nutzen Sie diesen Tag, um Entscheidungen zu treffen!

Aha das war mein Tageshoroskop für mich

Die Sonne scheint ja

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Mal sehen erst mal Kaffee machen

 

 

Mächtig und vergessen

Mächtig und vergessen

„The Mighty KBC“ auf 9400 kHz

Weitgehend vergessen zu sein scheint in Deutschland das Kurzwellenprogramm von „The Mighty KBC“, seit 2016 dessen regelmäßige Ausstrahlung im 49-Meterband entfiel. Von den erneuten, 2017 auf einer anderen Frequenz gestarteten Sendungen wird, zumindest den Foren im Internet nach zu urteilen, keine Notiz mehr genommen.

Kostinbrod
Kostinbrod (Foto: Kiril Kapustin, imagesfrombulgaria.com)

Diese Sendungen kommen jeweils am Sonnabend von 17.00 bis 18.00 Uhr MESZ auf 9400 kHz. Genutzt wird dafür die Sendestation Kostinbrod bei Sofia.
 

„The Mighty KBC“ ist das Produkt des Enthusiasmus eines niederländischen Unternehmers. Zielgruppe sind die Fans der einstigen Seepiraten.

Auf Kurzwelle erschien „The Mighty KBC“ erstmals 2006 aus Sitkūnai bei Kaunas. 2008 entfielen die Übertragungen von dieser Sendestation (sie wurde 2017 endgültig stillgelegt) wieder.

 
 
Sender Sitkūnai
Sender Sitkūnai | © „Vilensija“, CC-BY-SA
 

Aus den Niederlanden selbst sendete „The Mighty KBC“ ab 2005 auf der Mittelwelle 1395 kHz. Der hier eingesetzte Sender stand auf dem Deich zwischen Ijssel- und Markermeer; er wurde ursprünglich ab 2001 von BNR Nieuws Radio, 2003/2004 dann von Radio 10 bespielt.

Zunächst teilte „The Mighty KBC“ sich diese Mittelwelle mit „Big L“, einem britischen Seepiraten-Nostalgieprojekt, das 2008 verschwand. Allein konnte „The Mighty KBC“ den Sender auf Dauer nicht finanzieren; er wurde Anfang 2011 stillgelegt und kurz danach demontiert.
 

Aufgeben war für diesen Enthusiasten indes keine Option, und so gab es im Sommer 2011 Versuchssendungen aus Burg bei Magdeburg. Dort war, als Relikt gescheiterter deutscher Mittelwellenprojekte, noch ein 10 kW starker Sender für die Frequenz 531 kHz vorhanden.

Wie die Sendeversuche zeigten, war diese Leistung aber zu gering, um auch außerhalb der Region einen brauchbaren – selbst für die geringen Ansprüche einer Seepiratennostalgie – Empfang zu liefern. Der Ansatz wurde daher nicht weiter verfolgt.

 
Sender Burg
Sendestation Burg bei Magdeburg, 2005 noch vollständig mit allen Antennen | © Kai Ludwig
 

Die so hergestellte Zusammenarbeit mit der Media Broadcast mündete dafür in eine andere Lösung: Regelmäßige Ausstrahlungen im 49-Meterband der Kurzwelle, und zwar auf 6095 kHz, zuvor die letzte Frequenz, die RTL in Luxemburg hier genutzt hatte.

Diese Sendungen begannen im Herbst 2011 auf der seinerzeit noch existierenden Großanlage Wertachtal bei Buchloe. Nach deren Abschaltung übernahm die Sendestation Nauen die Ausstrahlungen auf 6095 kHz.

Zu besonderer Popularität kam dadurch die „dreh- und schwenkbare“ Antenne aus dem Jahre 1964, die nach der Schließung von Radio Berlin International noch bis 2000 von der Deutschen Welle genutzt wurde. Seit 2006 gibt es mit verhältnismäßig modernen, vom geschlossenen Standort Jülich umgesetzten Sendern erneut Ausstrahlungen über diese Antenne.

 
Als Prunkstück des DDR-Rundfunks wurde die „DuS“-Antenne in Nauen 1970 zum Motiv einer Briefmarke
 

In ihrer Glanzzeit liefen die Ausstrahlungen auf 6095 kHz täglich. Sonnabends und sonntags sendete „The Mighty KBC“ hier nicht weniger als jeweils sieben Stunden.

An Arbeitstagen kam für jeweils zwei Stunden „Transportradio“, ein Format für Lkw-Fahrer, das zuvor unter dem Titel „Onderweg“ bei Radio Nederland Wereldomroep lief. 2012 wurde der niederländische „Weltrundfunk“ radikal auf ein Restportal im Internet zusammengekürzt und war binnen kürzester Zeit vergessen.

 
Onderweg
2008: Studio 5 von RNW, das als solches nach einer Entkernung des Gebäudes ebenfalls nicht mehr existiert | © Nadori, CC
 

2015 verschwand „Transportradio“ wieder von der Kurzwelle. Die regelmäßigen Ausstrahlungen von „The Mighty KBC“ auf 6095 kHz folgten 2016. Danach sollte es hier noch einzelne Sondersendungen geben. Dies geschah im Mai 2017 wohl letztmals.

Das bedeutete allerdings keinen Abschied aus Nauen. „The Mighty KBC“ sendet von hier aus weiterhin für Nordamerika und ließ sich auch nicht von einschlägiger Lobbyarbeit dafür begeistern, doch lieber auf die Dienste von Kurzwellenstationen in den USA zurückzugreifen.

Bei diesen Sendungen nach Nordamerika kommt es zwischen Sommer- und Wintersaison zu Frequenzwechseln. Derzeit läuft die Ausstrahlung (sie ist in Europa nur schwach oder überhaupt nicht zu empfangen) in den Nächten zu Sonntag von 2.00 bis 4.00 Uhr MESZ auf 9925 kHz.

 

Autor: Kai Ludwig; Stand vom 14.04.2018

Hintergründe zur Sendeanlage Wertachtal

Hintergründe zur Sendeanlage Wertachtal

Vorhangantennen der Sendeanlage Wertachtal (Foto: Andreas Volk)

Eine kurz nach 1990 veröffentlichte Ausarbeitung vermittelt weitere Hintergründe zur vor dem Abbruch stehenden Sendeanlage Wertachtal.

Demnach begannen 1962 die Planungen für eine neue Sendestation der Deutschen Welle. Sie sollte über zunächst acht Sender mit jeweils 500 kW und eine Antennenanlage für Abstrahlungen in alle Himmelsrichtungen verfügen, wobei gefordert war, sowohl ein Programm gleichzeitig in mehrere Zielgebiete als auch mehrere Programme gleichzeitig in ein Zielgebiet senden zu können. Damit waren rund 70 Antennen zu errichten, die eine gute Leitfähigkeit des Erdbodens und ein auf 500 Meter hin freies Vorfeld benötigten.

Die Suche nach einem ausreichend großen, den Anforderungen entsprechenden Grundstück blieb über Jahre erfolglos. Der ursprüngliche Wunsch, wie schon die Sendestation Jülich auch die neue Sendeanlage in nicht allzu großer Entfernung vom Studiostandort Köln aufzubauen, ließ sich nicht mehr durchhalten. In den Vordergrund rückten damit auch die besonderen Bedingungen von Sendungen nach Nordamerika und Fernost, für die ein möglichst weit im Süden liegender Standort vorteilhaft war.

Bei der Untersuchung von rund 50 möglichen Standorten kristallisierte sich zunächst ein Gelände im Illertal bei Memmingen heraus. Eine als „sehr aktiv“ beschriebene Bürgerinitiative verhinderte jedoch den Kauf des Grundstücks durch die Deutsche Bundespost.

Erst 1968 gelang es der Bundespost, den letztlich genutzten, 187 Hektar großen „Pisterhof“ zu erwerben. Mit weiteren Zukäufen in dessen Umgebung konnte der für die Antennen benötigte Platz gewonnen werden.

Zu einem Politikum entwickelte sich die Bezeichnung der Sendestation. Ursprünglich wollte die Deutsche Bundespost wie üblich den Namen der nächsten größeren Stadt verwenden und die Anlage unter „Mindelheim“ führen. Dies wurde von den umliegenden Gemeinden jedoch nicht akzeptiert.

Man einigte sich schließlich auf den heute bei der Bildung von Großgemeinden allgegenwärtigen Weg, auf den Namen eines in der Nähe verlaufenden Flusses zurückzugreifen. Somit erhielt die Sendeanlage die Bezeichnung „Wertachtal“. Ihr Grundstein wurde am 26. August 1969 gelegt, dem 40. Jahrestag des deutschen Kurzwellenrundfunks.

In der Mitte des Grundstücks entstand auf einer Fläche mit 300 Meter Durchmesser das Betriebsgebäude mit zwei jeweils 1000 Quadratmeter großen Sälen, die zum Einbau von jeweils sechs Sendern vorgesehen waren, und dem Antennenwahlschalter. Die Antennen wurden, wie es schon auf der (1945 von der sowjetischen Besatzungsmacht vernichteten) Sendestation Zeesen der Fall war, in drei von den Gebäuden ausgehenden Armen errichtet.

Diese Antennenarme sind nach Norden 1,3, nach Südosten 1,9 und nach Südwesten 1,0 km lang. Die Umzäunung des gesamten Geländes hat eine Länge von 10 km.

Nach dem Erwerb des Grundstücks gab die Bundespost bei der Firma Telefunken umgehend neun Sender in Auftrag. Gefordert wurde dabei eine automatische Abstimmung, was eine völlige Neuentwicklung nach sich zog. Eine besondere Herausforderung war dies durch den ursprünglich nicht eingeplanten Zeitdruck, die Anlage zu den Olympischen Spielen in München in Betrieb zu nehmen, wie es analog auch schon 1936 bei der Sendestation Zeesen der Fall war.

Es gelang Telefunken, den ersten der neuartigen Sender bereits im Mai 1971 zu liefern, kurz darauf auch den zweiten. Nach deren Aufbau begann im April 1972 der Probebetrieb, dem am 12. Juni 1972 die offizielle Einweihung der Sendestation folgte. Im einzelnen in Betrieb genommen wurden die ersten fünf Sender am 11. April, 12. April, 8. Juli, 24. Juli und 7. August 1972, gefolgt von weiteren vier Sendern am 24. Mai, 11. Juni, 25. September und 6. November 1974.

In den Sendersälen wurden in einer Reihe die Hochfrequenz- und Modulationsverstärkerteile und dahinter die Stromversorgungsteile der Sender aufgebaut. Die Hochspannungs- und Modulationstransformatoren, Siebmittel und Kühleinrichtungen fanden ihren Platz in Nebenräumen. Die anodenmodulierten Endstufen arbeiteten mit jeweils zwei siedegekühlten Tetroden in Metallkeramiktechnik, ihre Schwingkreise waren aus wassergekühlten Variometern mit 1,4 Meter Durchmesser aufgebaut.

Die automatische Einstellung der Sender auf die jeweilige Frequenz lief in vier Schritten ab: Grobabstimmung der Induktivität ohne Leistung; Feinabstimmung des variablen Vakuumkondensators; nochmaliger Abstimmschritt bei voll aufgeschalteter Leistung; Zuschaltung der Modulation. Der gesamte Vorgang nahm nicht mehr als 10 bis 60 Sekunden (abhängig davon, wie groß der Unterschied zur vorher eingestellten Frequenz war) in Anspruch.

Dieser sich bei jedem Sender täglich bis zu 20 Mal wiederholende Vorgang sowie die Anschaltung der jeweiligen Modulationsleitung und Antenne wurden von einer rechnerbasierten Anlagensteuerung automatisch angestoßen. Dadurch konnte ein Techniker den Betrieb der neun Sender allein regeln.

Zur Anschaltung der Antennen wurde eigens ein neues, mit Druckluft gefülltes Koaxialkabel mit 25 cm Durchmesser entwickelt. Die längste Verbindung zu einer Antenne beläuft sich auf 1,9 km, die Gesamtlänge der verlegten Koaxialkabel auf 53 km. Die Forderung, möglichst jeden der neun Sender mit jeder der 74 Antennen verbinden zu können, realisierte eine acht Meter hohe, über zwei Stockwerke reichende Schaltermatrix; in dieser ersten Ausbaustufe mit 600 Schaltelementen.

Der ursprünglich in Jülich aufgebaute Antennentyp mit umschaltbarer Abstrahlrichtung genügte den an die neue Sendeanlage gestellten Anforderungen nicht mehr. Vorgesehen wurden daher Antennen mit Mittenreflektoren und getrennten, beiderseitigen Dipolwänden, die zur Erzielung einer großen Bandbreite in Reusenform ausgeführt sind.

Diese beiden Seiten einer Vorhangantenne konnten, sofern ein ausreichend großer Frequenzabstand eingehalten wurde, gleichzeitig betrieben werden. Für zusätzliche Flexibilität sorgten Schielschalter, mit denen die Abstrahlrichtung in beide Richtungen um 15 oder 30 Grad geschwenkt werden konnte.

Als Träger dieser Antennen der ersten Ausbaustufe entstanden 25 Fachwerktürme mit Höhen zwischen 26 und 123 Meter. Die Antennenvorhänge wurden an Seilen über Rollen mit Gegengewichten und Seilwinden geführt. Auf diese Weise konnten sie herabgelassen und so Zerstörungen bei Sturm und Eisansatz verhütet werden.

Im einzelnen handelte es sich in dieser ersten Ausbaustufe um 52 Antennen für Fernsendungen (davon 24 Dreiband- und 28 Zweibandantennen) sowie 11 ebenfalls als Zweibandantenne ausgeführte Dipolzeilen für nähere Zielgebiete. Lieferant war die Mannheimer Filiale der damaligen Schweizer Firma BBC.

Neben den Vorhangantennen entstanden fünf logarithmisch-periodische Antennen mit ebenfalls horizontaler Polarisation, die aus jeweils zwei nebeneinander aufgebauten Strahlern mit jeweils 26 Dipolen bestehen. Diese von Telefunken gelieferten Antennen wurden ebenfalls mit Schielschaltungen, hier um +/- 20 Grad, ausgerüstet und waren für Sendungen in bis zu 2000 km entfernte Zielgebiete bestimmt.

Für Rundstrahlsendungen in noch nähere Zielgebiete wurden sechs wiederum von BBC gelieferte Quadrantantennen aufgebaut. Sie bestehen aus jeweils einem Reusendipol für jeweils zwei benachbarte Frequenzbänder, dessen beide Schenkel um 90 Grad gegeneinander abgeknickt sind.

Von den neun Sendern der ersten Ausbaustufe wurden acht der Deutschen Welle zur ständigen Nutzung überlassen. Der neunte Sender blieb als Reserve reserviert, er kam bei Wartungen und Reparaturen zum Einsatz. Auf diese Weise konnte eine Verfügbarkeit von 99 Prozent erreicht werden, obwohl die einzelnen Sender täglich mehr als 20 Stunden in Betrieb waren. Wegen des großen Programmvolumens der Deutschen Welle, das sich schon 1967 auf wöchentlich 600 Stunden in 34 Sprachen belief, wurde 1982 noch ein zusätzlicher Sender als neunter Betriebssender eingebaut.

Zu einem unerwarteten weiteren Ausbau der Sendestation kam es Mitte der 80er Jahre. Die Voice of America trat mit dem Wunsch an die deutsche Seite heran, die noch von 1941/1942 stammenden Kurzwellensender auf der Sendestation des Bayerischen Rundfunks in Ismaning durch eine Mitnutzung der Sendeanlage Wertachtal abzulösen.

Dort wären zwar nur noch zwei der ursprünglich konzipierten Senderplätze verfügbar gewesen. Eine Lösung bot hier jedoch der inzwischen von Telefunken entwickelte neue Sendertyp mit Pulsdauermodulation (Typbezeichnung, bezogen auf die Kurzwellenvariante mit 500 kW, S 4005), der deutlich kompakter als die vorherige, anodenmodulierte Generation (Typbezeichnung SV 2500) war.

Somit konnten in den vorhandenen Räumen fünf Sender des neuen Typs eingebaut werden, von denen vier als Betriebssender und einer als weiterer Reservesender vorgesehen waren. Für die Ausstrahlungen der Voice of America, die sich auf die Zielgebiete Osteuropa (im politischen Sinne) und Nordafrika konzentrierten, war auch eine entsprechende Erweiterung der Antennenanlage erforderlich.

Die amerikanische Seite wünschte eigentlich, wie schon in Ismaning auch im Wertachtal vier Sender in ihre alleinige Verfügung übergeben zu bekommen. Dieses Ansinnen lehnte die Deutsche Bundespost jedoch ab, da flexible Ersatzschaltungen bei Arbeiten und Störungen so unmöglich gewesen wären. Stattdessen wurde ein Vertrag über den Betrieb von jeweils vier Frequenzen abgeschlossen, der die tatsächliche, gegenüber dem Ganztagsbetrieb der Deutschen Welle deutlich eingeschränkte Sendezeit einbezog.

Auf dieser Grundlage wurden die Kurzwellensendungen der Voice of America von 1987 bis 1989 aus Ismaning schrittweise zur Sendestation Wertachtal übernommen. Hiervon ausgenommen blieb die Frequenz 3980 kHz; sie wurde zunächst noch weiter aus Ismaning abgestrahlt und schließlich (möglicherweise erst 1994) zur Sendestation von Radio Free Europe / Radio Liberty in Biblis umgezogen.

Abschließend bemerkt die Ausarbeitung, die Sendeanlage Wertachtal habe nach ihrer Errichtung „viele Fachbesucher aus der ganzen Welt, insbesondere aus China, angelockt“.

Dies erinnert den Beobachter an die Bestrebungen Ende der 90er Jahre, einen Sendezeittausch zwischen Deutscher Welle und China Radio International zu arrangieren. Damit wollte die chinesische Seite die verlorene Sendemöglichkeit aus der Schweiz (Sender Lenk auf 3985 und 6165 kHz; 1998 stillgelegt) ersetzen. Nachdem es bereits technische Planungen für entsprechende Sendeplätze im Wertachtal gab (dabei wären die Sendungen aus Peking u.a. auf 3995 kHz übertragen worden), schreckte die Deutsche Welle schließlich doch vor einer derartigen Kooperation zurück.

Die beigefügten, 2002 aufgenommenen Fotos zeigen die Sendeanlage im bis hierher dargestellten Zustand. Die anschließenden weiteren Umbauten sind in der Meldung über den bevorstehenden Abbruch beschrieben.

(Mit Recherchen von Wolfgang Büschel; Stand vom 16.07.2014)

 
 
Einer der Antennenarme der Sendeanlage Wertachtal (Foto: Andreas Volk)
 
Infoschild aus den 90er Jahren an der Sendeanlage Wertachtal (Foto: Andreas Volk)
 
„Roter Knopf“ der Einweihung Wertachtal; DW-Intendant Walter Steigner, Bundespostminister Georg Leber (Foto: A. Volk)
 
Blick aus den Technikgebäuden der Sendeanlage Wertachtal auf eine Vorhangantenne (Foto: Andreas Volk)
 
Schaltbild der Antennenanlage Wertachtal (Foto: Andreas Volk; 2002)
 
Leitplatz der Sendestation Wertachtal (Foto: Andreas Volk; 2002)
 
Detail des Leitplatzes der Sendeanlage Wertachtal (Foto: Andreas Volk; 2002)
 
Sendezentrum Wertachtal im Sommer 2002 noch mit umfangreichen Ausstrahlungen der Deutschen Welle (Foto: Andreas Volk)
 
Prozeßrechner der Anlagensteuerung Wertachtal (Foto: Andreas Volk; 2002)
 
Frequenzerzeugung der Kurzwellenanlage Wertachtal (Foto: Andreas Volk; 2002)
 
Zwei Sender der ersten Generation (SV 2500) im Wertachtal (Foto: Andreas Volk)
 
Aufgeschnittenes Muster des in der ersten Sendergeneration im Wertachtal eingesetzten Röhrentyps YL 1490 (Foto: Andreas Volk)
 
Senderöhre YL 1490 geheizt im Sender (Foto: Andreas Volk)
 
Sender der zweiten Generation (S 4005) in der Station Wertachtal (Foto: Andreas Volk)
 
Blick auf fünf Sender der zweiten Generation im Wertachtal (Foto: Andreas Volk)
 
Antennenwahlschalter der Sendeanlage Wertachtal (Foto: Andreas Volk)
 
Detail des Antennenwahlschalters der Sendeanlage Wertachtal (Foto: Andreas Volk)
 
Muster der auf der Sendestation Wertachtal eingebauten Antennenkabel (Foto: Andreas Volk)
 
Sender Wertachtal; Abgang der Speiseleitungen zu den Antennen (Foto: Andreas Volk)

Rundfunkgeschichte

Videos zur Rundfunkgeschichte

Sender Sines
Beitrag von 1993 über die Sendeanlage Sines auf Euscreen.eu

Im Internet abrufbar ist jetzt auch ein 2003 fertiggestellter Dokumentarfilm, der sich mit der Berliner Firma Telefunken und deren Untergang beschäftigt.

Näher vorgestellt wird in diesem Film die Sendeanlage Nauen. Bei deren Modernisierung in den 90er Jahren hatte sich dem Vernehmen nach der damalige Stationsleiter besonders für die Firma Telefunken eingesetzt. Nur dadurch durfte sie wenigstens noch die Sender beistellen, nachdem bereits eine Entscheidung für die Lösung des französischen, mehrfach umfirmierten Wettbewerbers gefallen war.

Von diesen neu entwickelten Sendern konnte Telefunken nur noch ein einziges weiteres Exemplar verkaufen (für die inzwischen eliminierte Sendeanlage Sveio in Norwegen). Konzeptionen für komplette Sendeanlagen, wie auch für Nauen vorgeschlagen (nach Vorstellungen von Telefunken als flexible Lösung mit zentralem Aufbau der Sender im vorhandenen, jetzt nutzlosen großen Gebäude), blieben von vornherein chancenlos.

Die Darstellungen des Films sind von den subjektiven Auffassungen des porträtierten Telefunken-Mitarbeiters geprägt. Dies äußert sich vor allem in der anmaßenden Beschreibung der Firma Continental als „kleines Senderunternehmen in den USA“, aber auch in der unreflektierten Übernahme der Behauptung, Nauen sei „zweitgrößter Sender des Ostblocks“ gewesen. Diese Meinung widerspiegelt die von der Redewendung „wir waren die größte DDR der Welt“ beschriebene Attitüde.

Der Film zeigt (bei 2’15 im ersten Teil des unten als letzte Ergänzung der Linksammlung zu findenden Youtube-Uploads) auch einen Blick in die einstigen UHF-Sender am Standort Schäferberg in Berlin-Wannsee. Nach dem Ende des analogen Fernsehbetriebs werden auf dieser Sendeanlage nur noch drei UKW-Frequenzen betrieben, was sich künftig in einer massiven Preiserhöhung niederschlägt.

Die in dem Film abschließend erwähnte Nachfolgefirma verfügt inzwischen nicht mehr über die Rechte an der Marke Telefunken. Sie verlegte sich deshalb auf den ebenfalls aus der Nauener Funkgeschichte stammenden Namen Transradio.

(Stand vom 05.05.2015)

 

Die Deutsche Welle stellt von ihrem Fernsehen, eingeschlossen den Vorgänger RIAS-TV, produzierte Beiträge für das von der Europäischen Union finanzierte Portal „EUscreen“ zur Verfügung.

Da diese Plattform nur schlecht erschlossen ist, sei hier auf einige der sonst kaum auffindbaren Beiträge hingewiesen. Sie erinnern an einst auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin mit großer Selbstsicherheit präsentierte, dann jedoch völlig gescheiterte Projekte wie die MAC-Fernsehnorm.

Besonders grotesk ist dabei die 1991 gegebene Behauptung, es würden auf der IFA bereits in größerem Umfang Fernsehsendungen in hochauflösender Form produziert. Hier kann von einem reinen Versuchsaufbau gesprochen werden. Die eigentlichen, seinerzeit noch in großem Stil auf der IFA veranstalteten Fernsehsendungen wurden hingegen größtenteils mit Kameratechnik aus den 70er Jahren aufgenommen.

Zwei weitere Beiträge aus dem Jahre 1993 beschäftigen sich mit dem Kurzwellenbetrieb der Deutschen Welle. Ein genereller Überblick enthält verschiedene Schnittbilder der inzwischen nicht mehr existierenden Sendeanlagen Jülich und Wertachtal. Im Detail vorgestellt wird die bis zu ihrer Ablösung im Jahre 2000 auf der Sendeanlage Sines in Portugal betriebene Technik der englischen Firma Marconi.

Ebenfalls präsentiert wird der einst umfangreichere, später wieder beendete Satellitenbetrieb auf der Sendestation Berlin-Britz.

(Autor: Kai Ludwig; Stand vom 26.04.2015)

Das Ende von Radio Berlin International

Das Ende von Radio Berlin International

Radio Berlin International
Sendekomplex von Radio Berlin International, jetzt mit Studioeinbauten im früheren Ausspielraum (Foto: Kai Ludwig)

Mit Ablauf des 2. Oktober 1990 endete der Auslandsdienst des Rundfunks der DDR, Radio Berlin International.

Einen plastischen Eindruck davon, in welcher Art und Weise mit dem Sender und seiner Belegschaft umgegangen wurde, vermittelt das nebenstehend verlinkte Interview. Von der vollständigen „Abwicklung“ ausgenommen blieben lediglich einige wenige Mitarbeiter, mit denen die Deutsche Welle vorübergehend ein Redaktionsbüro weiterbetrieb.

Dabei wurde eines der Nachrichtenstudios im bisherigen Sendekomplex von Radio Berlin International genutzt, um über eine einzige Übertragungsleitung der Deutschen Welle in Köln zuzuarbeiten. Es handelte sich um reine Überspielungen; Livesendungen der Deutschen Welle aus dem Funkhaus in der Berliner Nalepastraße gab es nicht.

Wie lange dieser Außenposten bestand, ist nicht bekannt. Seine Auflösung dürfte aber spätestens mit der Übernahme von RIAS-TV und dessen Einrichtungen in der Voltastraße im Frühjahr 1992 erfolgt sein.

Weitere Einblicke vermittelt das Schriftgut, das auf der Sendestation Wiederau aufbewahrt wurde. Eine Notiz vom 25. September 1990 hielt eine telefonische Information von der Sendestation Nauen „über erfolgte Abstimmung mit der Deutschen Welle über Abstrahlung von Programmen“ fest, die selbst zu diesem Zeitpunkt noch unverbindlich war. Demnach sollten ab dem 3. Oktober 1990, 0.00 Uhr, DW-Programme aus Wiederau auf 13610 und 21465 kHz gesendet werden.

Am nächsten Tag fand in Nauen eine „Beratung zu Fragen des Rundfunkbetriebes auf Kurzwelle“ statt. Auch deren Niederschrift, mittlerweile nur noch sechs Tage vor der Schließung von Radio Berlin International, konstatierte noch immer: „Über die Fortsetzung des Sendebetriebes nach dem 3. 10. 90, 00.00 Uhr, gibt es für die Sendestellen Nauen, KWh und Leipzig-Wiederau keine Anweisung.“

Am Tag nach dieser Konferenz sollte die Sendestation Nauen der Deutschen Bundespost detaillierte Angaben über die Kurzwellenanlagen der Deutschen Post übergeben. Benannt wird außerdem ein „Rundfunkdienstbüro“, das in der Sendestation Jülich anscheinend eigens dafür eingerichtet wurde, die Mitarbeiter der bisherigen Deutschen Post bei den Ausstrahlungen der Deutschen Welle und des Deutschlandfunks anzuleiten.

Für den 4. Oktober 1990 wurde, diesmal nach Berlin-Köpenick, erneut zur „Beratung zu organisatorischen Fragen des Rundfunkbetriebes auf Kurzwelle“ geladen. Wie der Niederschrift zu entnehmen ist, legten verantwortliche Mitarbeiter der drei „Rundfunksendestellen (RfSSt)“ ihre Sendepläne vor: „Entsprechend diesen Plänen wurde in den genannten RfSSt ab 2. 10. 1990 um 23.00 Uhr UTC der Sendebetrieb für die Deutsche Welle aufgenommen.“

Am 23. Oktober 1990 vermerkte die Sendestation Wiederau handschriftlich eine Änderung beim Betrieb ihres Kurzwellensenders. Neu sollten von 20.00 bis 22.30 Uhr auf 5960 kHz über die Ostasien-Antenne Sendungen in polnischer und tschechischer Sprache ausgestrahlt werden. Dies ist insofern besonders bemerkenswert, als es sich bei diesen Sendungen um Produktionen des Deutschlandfunks handelte.

Notwendige Ersatzschaltungen sollten die ostdeutschen Sendestationen weiterhin nur untereinander regeln. Ein Problem ergab sich dabei für die Sendestation Wiederau, die auch im Frequenzbereich bei 21 MHz arbeitete, was dem Reservesender in Nauen nicht möglich war.

Von der weiterhin „externen“ Behandlung der ostdeutschen Sendestationen kündet die dazu getroffene Festlegung, die Sendestation Wiederau „reicht beim Rundfunkdienstbüro über das Referat Rundfunkdienste einen Plan über 1990 gewünschte Reserveschaltungen für Wartungen ein“. Ob es tatsächlich schon 1990 zu Ersatzschaltungen aus Jülich kam, ist dem hinterlassenen Schriftgut nicht zu entnehmen.

Gegenstand der Übergangsregelungen für den Auslandsrundfunk waren auch die Ausstrahlungen von Radio Moskau auf der Mittelwelle 1323 kHz, für die erst im September 1989 neue Sendetechnik in Wachenbrunn bei Themar in Betrieb gegangen war. Am 28. Juni 1991 informierte der Funkdispatcher in Berlin mit einem Fernschreiben: „Wachenbrunn 1323 kHz: Auf Weisung des Rundfunkdienstbüros Jülich vom 26.6. ist bei Ausfällen des Senders kein Ersatzbetrieb von Leipzig durchzuführen.“

Einzelheiten über die Heranführung der DW-Programme in das Gebiet der einstigen DDR sind dem Schriftgut mit Stand vom Herbst 1991 zu entnehmen. Demnach waren von Köln nach Berlin die Übertragungsleitungen „BLN1“ bis „BLN5“ eingerichtet worden, davon die erstere als „einzige Leitung nach Leipzig“.

Die abrupte, von Technikern der Sendeanlagen als gespenstisch empfundene Umschaltung auf die Programmsignale aus Köln in der Nacht zum 3. Oktober 1990 erfolgte in einer Schalteinrichtung der Deutschen Post, wahrscheinlich in Berlin-Lichtenberg. Das Funkhaus in der Nalepastraße hatte, wie es ein dortiger Schaltmeister formulierte, „damit schon nichts mehr zu tun“.

Die Mittelwellenfrequenzen von Radio Berlin International wurden ab dem 3. Oktober 1990 vom Deutschlandfunk bespielt, möglicherweise auch mit seinen Fremdsprachensendungen. Ein interessantes Detail vermittelt dazu ein Frequenzplan vom Frühjahr 1992; der älteste, der sich im Wiederauer Schriftgut noch fand.

Dort eingetragen ist neben den RBI-Mittelwellen Berlin-Köpenick 1359 kHz und Burg (bei Magdeburg) 1575 kHz auch die leistungsstärkste DDR-Mittelwelle Burg 783 kHz. Sie übertrug das Programm von Stimme der DDR, nach dessen Einstellung dann Radio Aktuell (vorm. Radio DDR 1), bis der Sender auf Anordnung des „Rundfunkbeauftragten“ Rudolf Mühlfenzl im Mai 1991 abgeschaltet wurde.

Der Eintrag ist besonders bemerkenswert, weil die Frequenz 783 kHz zum Jahresbeginn 1992 vom neu gegründeten Mitteldeutschen Rundfunk übernommen worden war. Ein Höchstleistungsbetrieb mit 1000 kW fand dabei jedoch nicht mehr statt. Zunächst ließ der MDR die Frequenz tagsüber noch mit 250 kW abstrahlen. Von Beginn an abends und nachts, spätestens ab 1993 dann ganztags kam in Burg für den MDR nur noch der fahrbare Sender mit 20 kW Leistung zum Einsatz, der bis 1990 Radio DDR 1 auf 1089 kHz übertragen hatte.

Anzuführen sind in diesem Zusammenhang auch die damaligen Bestrebungen des Deutschlandfunks, die Langwelle Zehlendorf 177 kHz zu übernehmen, da auch sie der Auslandsversorgung diene. Dieses Ansinnen konnte vom Rundfunk in der Nalepastraße nur mit Mühe abgewehrt und die Frequenz weiterhin für das Programm des Deutschlandsenders Kultur genutzt werden.

Auch nach der Gründung des Deutschlandradios ist dem Wunsch des Deutschlandfunks nicht entsprochen worden. Bis zur Abkündigung des Senders zum Jahresende 2014 blieb es bei der Ausstrahlung des Berliner Deutschlandradio-Programms, das durch Fusion von Deutschlandsender Kultur und RIAS Berlin entstanden war.

Die Übergangsregelungen für die einstigen Sendeanlagen von Radio Berlin International endeten 1993. Damit entfielen alle Ausstrahlungen des Deutschlandfunks über die Mittelwellen 1359 und 1575 kHz wie auch der Deutschen Welle über die Kurzwellensender in Königs Wusterhausen und Wiederau. Diese Sendeanlagen wurden stillgelegt und sind inzwischen weitgehend von der Bildfläche verschwunden.

Einzig am Standort Nauen wollte die Deutsche Welle weiter festhalten, was ebenfalls als vordergründig politische Entscheidung anzusehen sein dürfte. Ab 1995 errichtete die Deutsche Telekom in Nauen vier völlig neue Kurzwellen-Sendeeinheiten. Sie ersetzten 1997 die Altanlagen, die größtenteils stillgelegt und demontiert wurden. Ausgenommen blieb lediglich eine dreh- und schwenkbare Antenne, über die mit dem zugeordneten Sender noch bis 2000 Programme der Deutschen Welle und ihres damaligen Kooperationspartners Radio Nederland Wereldomroep liefen.

Grundlage für den Bau der neuen Sendeeinheiten war ein bis 2016 verbindlicher Ausstrahlungsvertrag. Aus diesem Vertrag ließ sich die Deutsche Welle jedoch 2007 gegen eine Abstandszahlung von 14 Millionen Euro entlassen, da sie keine Kurzwellen-Dienstleistungen der Media Broadcast mehr in Anspruch nehmen wollte und stattdessen den privatisierten Senderbetrieb des BBC World Service (heute Babcock International) beauftragte. Beobachter bezweifeln die Wirtschaftlichkeit dieses Vorgehens, da auch die nach Großbritannien vergebenen Ausstrahlungen 2011 größtenteils entfielen.

Mittlerweile ist Nauen der einzige noch aktive Kurzwellenstandort des deutschen Auslandsrundfunks, nachdem auch die einstigen Sendeanlagen der Deutschen Welle in Jülich und bei Buchloe (Wertachtal) inzwischen stillgelegt und abgerissen wurden. Absoluter Schwerpunkt des Sendegeschehens sind dabei mittlerweile Programme internationaler Missionsgesellschaften.

Auch die Studios des ostdeutschen Auslandsrundfunks werden noch existieren, wenn das Funkhaus der Deutschen Welle in Köln vollständig abgerissen ist. Der frühere Sendekomplex von Radio Berlin International gehört zu den Räumen im Funkhaus Nalepastraße, in denen sich seit 2013 die britische Musikschule dBs niedergelassen hat. Bei den hierfür vorgenommenen Einbauten blieb die Struktur der Räume bis hin zur vorhandenen Beleuchtung unangetastet.

(Autor: Kai Ludwig; Stand vom 02.10.2015)

 
 
„Abstimmung mit der Deutschen Welle“
Notiz zu unverbindlichen Abstimmungen mit der DW vom 25.09.1990
 
„Ab 2.10.1990 um 23.00 UTC Sendebetrieb für die Deutsche Welle aufgenommen“
Beratungsniederschrift vom 04.10.2015
 
„Es entfällt 13610 kHz, neu dafür 5960 kHz“
Notiz zur Frequenz-/Programmänderung vom 23.10.1990
 
„Wachenbrunn 1323 kHz – kein Ersatzbetrieb von Leipzig“
Fernschreiben vom 28.06.1991
 
„Senderbelegung ab 29. 3. 92“
Belegungsplan der früheren RBI-Sender im Frühjahr 1992

Zur Geschichte des Funkhauses Potsdam

Zur Geschichte des Funkhauses Potsdam

Funkhaus Potsdam
Funkhaus Potsdam, Technikraum der „Baustufe I“ von 1946

Der 25. Jahrestag des Sendestarts von Antenne Brandenburg sei zur Veranlassung genommen, auf die Geschichte der Funkhäuser in Potsdam sowie (auf einer separaten Seite) in Cottbus und Frankfurt (Oder) einzugehen. Diese Funkhäuser existieren als solche heute nicht mehr, sie wurden inzwischen durch das Radiohaus am RBB-Sitz Potsdam-Babelsberg bzw. neue Studiostandorte in Cottbus und Frankfurt (Oder) ersetzt.

Nachfolgend wiedergegeben sind Auszüge aus einer anonymen Ausarbeitung der damaligen Struktureinheit „Studiotechnik Rundfunk“ von 1988, die auf Entwicklungen bis 1967 eingeht. Dieses Material war nur für den internen Gebrauch bestimmt und unterlag damit nicht den Restriktionen für Veröffentlichungen. Aus diesen internen Sammlungen stammen auch die beigefügten Fotos.

(Stand vom 06.05.2015)

 

„[…] „Hier ist der Landessender Potsdam. Sie hören uns auf der Wellenlänge 531,9 Meter gleich 564 kHz.“ Mit dieser Ansage meldete sich am 20. Juni 1946 um 6.20 Uhr früh erstmalig ein Sender, dessen Existenz ein gänzlich neues Stück Geschichte der einst berühmt-berüchtigten preußischen Garnisonsstadt einleiten half. […]

Die technische Grundlage bildete die Einrichtung des Stadtfunkstudios, das in einer Villa der Kapellenbergstraße 4 (spätere Puschkinallee) untergebracht war. Diese im Oktober 1945 durch Befehl 78 der SMAD geschaffene Groß-Lautsprecher-Zentrale verfügte im Stadtgebiet über 30 Lautsprecher.

Personell setzten sich Technik und Redaktion aus Mitarbeitern der Stadtwerke und des Informationsamtes der Provinzialverwaltung zusammen. […] Als Sender standen ein 1,5 kW-Strahler (0,4 kW modulierte Trägerleistung) und ein Drahtfunksender im Gebäude der Hauptpost Potsdam zur Verfügung.

Die Technik-Studioräume, bestehend aus einer Sprecherkabine und einem kombinierten „Regie-, Kontroll- und Schaltraum“, waren im eigens dazu ausgebauten Dachgeschoß des Hauses untergebracht. Die gesamte Einrichtung, später Baustufe I genannt, bestand aus folgenden Geräten:

Zwei Dorffunkanlagen (Kraftverstärker) als Tonsignalverstärker; ein Empfänger für den Ballempfang des Programms des Berliner Rundfunks; ein Drahtfunkempfänger; zwei Plattenspieler mit Umblendglied; ein Reglerfeld mit drei Danner-Reglern (ähnlich W 13); ein Tonmesser, Eigenbau, und ein bescheidener Anfang eines Kreuzschienenverteilers.

Sprecher und Techniker waren darauf angewiesen, als ein gut eingespieltes Kollektiv zu arbeiten, da weder Lichtzeichen noch Kommandomikrofone vorhanden waren. Eine Rand-Episode verdeutlicht die Selbstverständlichkeit dieser Arbeitsweise. Der Gesprächspartner der Landfunkfrühsendung, Kaninchenzüchter Karl, ein freischaffender Journalist mit gänzlich anderem Namen, hatte auf dem Wege zum Potsdamer Funkhaus mit seinem Fahrrad Reifenschaden. Kurz entschlossen übernahm der ungeduldig wartende Techniker – er hieß tatsächlich Karl – die Rolle seines Journalistenkollegen. Er ahnte nicht, daß der Oberingenieur daheim schon wach war, den Sender Potsdam hörte und verwundert seinen Mitarbeiter an der Stimme erkannte.

Die Baustufe II des Landessenders Potsdam wurde im Januar 1947 in Betrieb genommen und dehnte sich im Verlaufe der Jahre 1947/48 über folgende Komplexe aus: Technische Zentrale mit Verstärker und Schaltgestell und einem sich anschließenden kleinen Regieraum für Ein-Mann-Betrieb bei Früh- und Spätsendungen. Hinzu kamen am 2. Februar 1947 ein kleiner Sendesaal mit ca. 400 m³ Rauminhalt, ein Hauptregieraum, eine kleine Schallaufnahme (15. April 1947), zwei Sprecherkabinen, zwei Cutterräume und eine mechanische Werkstatt im Hintergebäude. Das Schaltungsprinzip der neuen Anlage zeigte zentralisierten Aufbau, d.h. alle Aufnahmen, Umschnitte usw. mußten von der technischen Zentrale aus geschaltet werden.

Das neue Baustadium bedeutete einen enormen Fortschritt gegenüber der Baustufe I. Die Eigenbau- und Dorffunkanlagen waren Normverstärkern vom Typ V 63, V 41 und V 42 (Loewe-Opta) und die Danner-Regler den Profilreglern gewichen. Endlich standen für Schallaufnahme und Regieraum auch Magnettonlaufwerke zur Verfügung. Den Anfang machten einige „Dora“-Geräte mit Gleichstrom-Vormagnetisierung. Bereits im Verlaufe des Jahres 1947 kamen HF-Geräte vom Typ „Dora“ und „Berta 2“ hinzu.

Zur besseren Wahrnehmung politischer und kultureller Ereignisse im Stadtgebiet entstanden im Landtagsgebäude und im Nicolaisaal, als gemietetem großem Produktionsraum, am 3. Dezember 1946 feste Übertragungsstellen. 1947 wurde ein alter Citroen-Pkw als Ü-Wagen ausgebaut […]. Dieser Wagen wurde 1951 dem Studio Cottbus zur Verfügung gestellt. Während des Umbaues 1948/49 stand für ein halbes Jahr ein kleiner Opel-Lkw von 1,5 t […] als Übertragungswagen zur Verfügung. 1948 wurde dann ein weiterer alter Fiat-Pkw als Ü-Wagen ausgebaut und in Betrieb genommen. […]

Die Ausführung der Baustufe III der technischen Einrichtung wurde zeitlich parallel mit den Vorarbeiten zur Inbetriebnahme des Senders ausgeführt und abgeschlossen. Sie umfaßte die Erweiterung und Modernisierung der technischen Zentrale, die Einrichtung eines zweiten Regieraumes, eines Meßraumes und den Aufbau einer Pausenzeichen-Maschine. Das Pausenzeichen des Landessenders Potsdam bestand aus dem ersten Takt des ersten Brandenburgischen Konzerts von Johann Sebastian Bach.

[…] Neben Archivproduktionen bestritt das kleine Potsdamer Rundfunk-Orchester tägliche Original-Vormittagskonzerte aus dem kleinen Sendesaal des Funkhauses.

Am 1. Mai 1948 war es soweit, daß ein 20 kW-Sender, dessen Antenne auf einem 98 m hohen Holzmast montiert worden war, das Programm des Landessenders Potsdam abstrahlen konnte. […] Kurz vor Sendebeginn, am Morgen des 1. Mai, verließ der diensthabende Tontechniker des Funkhauses seinen Arbeitsplatz und setzte sich nach Westberlin ab, wo er bereits einen Anstellungsvertrag beim RIAS hatte. […]

Die Wirksamkeit der Rundfunkarbeit erhöhte sich mit der Inbetriebnahme des neuen Senders zusehends; jetzt war das Programm auch an den Schwerpunkten der Reportagetätigkeit wie im Oderbruch, im Lausitzer Braunkohlengebiet, in den Stahlwerken Brandenburg und Hennigsdorf, im Chemiefaserwerk Premnitz usw. hörbar.

[…] Inzwischen gehörten jene Jahre der Vergangenheit an, da zeitweilig ein Drittel der Technikmitarbeiter wegen ständigen „Eifo“-Genusses (Eifo war eines der damaligen zahlreichen Ersatz-Lebensmittel) an Verdauungsstörungen erkrankt war, oder da die Deutsche Post wegen Lötkolbenmangels die Übertragungsleitungen an der Rangierverteilung nicht löten konnte.

Im September 1952 wurden […] in der DDR Bezirke gebildet. […] Das Funkhaus Potsdam hatte die Aufgabe, das Studio Frankfurt/Oder mit aufzubauen. Nach Aufteilung der Geräte und Einrichtungen zwischen den „Potsdamern“ und den „Frankfurtern“ verblieben für das Studio Potsdam […] ein Regieraum […], ein Sprecherraum, ein Cutterraum sowie die Technische Zentrale von nur noch untergeordneter Bedeutung […]; außerdem der Ü-Wagen Ford V 8. Aus allen übrigen Räumen, wie dem kleinen Saal, dem Regieraum, den Außenstellen usw. wurden die technischen Einrichtungen ausgebaut. Das hintere Gebäude des Funkhauses Potsdam wurde an die GST bzw. an eine DHZ vermietet.

[…] Zweimal wöchentlich wurde eine einstündige Sendung produziert und dem zentralen Programm überspielt. Über die Stundensendungen hinaus sind umfangreiche Aufträge per Ü-Wagen und als Studioproduktionen für Berliner Redaktionen verwirklicht worden, so daß keineswegs Arbeitsmangel eintrat. Da die Babelsberger Fußballer noch in der Oberliga spielten, mußte der Ü-Wagen auch sonntags fast immer im Einsatz sein.

[…] Im September 1955 – bis dahin waren die Aufgaben unverändert geblieben – wurde das Studio Potsdam als Bezirksredaktion dem Studio Cottbus angegliedert. An der Programmstruktur änderte sich nichts, nur wurden die Beiträge des Funkhauses Potsdam im Rahmen des Cottbuser Eigenprogramms gesendet, und die Potsdamer Kollegen hatten Gelegenheit, endlich wieder einmal „am Hahn zu sitzen“, um die sorbische Sonntagssendung über den Potsdamer Strahler zu geben.

Doch die Zeit war schellebig […]. Im Mai 1956 erhielten ein Ingenieur und ein Mechaniker aus Cottbus den Auftrag, schnellstmöglich in Potsdam Bedingungen zu schaffen, die die Wiederaufnahme eines täglichen zwei- bis vierstündigen Programms ermöglichten. […] Als Studio-Filiale des Berliner Rundfunks sollte Potsdam mit einer speziellen Sendereihe Einfluß auf die Randgebiete Berlins nehmen. Unter Einsatz einiger neuer Geräte und in etlichen Stunden Nachtarbeit konnten innerhalb von drei Wochen ein Regieraum und ein Sprecherraum, technisch modernisiert, den Sendebetrieb aufnehmen.

Das Eigenprogramm begann mit einer einstündigen Mittagssendung und erweiterte sich bis Ende 1956 um eine Abendsendung auf rund drei Stunden täglich. Personell ergaben sich jedoch große Probleme, denn von insgesamt sieben [technischen] Mitarbeitern waren nur drei in der Lage, die Sendung zu fahren. Hinzu kamen besondere Programmwünsche, darunter technisch aufwendige Originalsendungen, Telefonwunschsendungen usw., die mit dieser Technik einfach nicht mehr lösbar waren.

Darüber hinaus lag eine neue Programmperspektive mit folgenden Aufgaben vor: 1.) Durchführung von täglich drei Eigensendungen von insgesamt fünf Stunden Sendezeit, 2.) Zubringerdienste für das zentrale Programm, 3.) ständige Modulationsüberwachung des Senders. Dies gab den energischen Anstoß für eine neue Aufgabenstellung zur Erweiterung und Modernisierung der studiotechnischen Anlagen.

Im Juli 1957 lag der […] Plan des Investvorhabens „Modernisierung Funkhaus Potsdam“ vor. Gleichzeitig […] Ausweichräume […], um das Programm auch während der Dauer des Umbaus voll aufrecht zu erhalten. Am 14. Februar 1958 konnte der Sendebetrieb […] im inzwischen wieder freigewordenen Hintergebäude aufgenommen werden. Am 1. April 1958 […] begannen die Umbauarbeiten im Hauptgebäude.

In den folgenden zwei Jahren wurde mit Hilfe dieses Provisoriums täglich ein drei- bis vierstündiges Programm abgewickelt, zu dem im Rahmen der Sendereihe „Rund um Berlin“ auch umfangreiche Konferenzschaltungen gehörten. Zwecks ständiger Überwachung des Senders, wozu auch die Einblendung von auf Band gesprochenen Entschuldigungstexten bei Störungen gehörte, war der Regie-Kontrollraum im Schichtbetrieb durchgehend besetzt.

[…] Aufnahme des Sendebetriebes mit der neuen Anlage am 20. Juni 1960, die folgende Komplexe umfaßte: ein Kontrollraum mit Sprecherraum; eine Schallaufnahme mit Sprecherraum; ein Schalt- und Überwachungsraum; zwei Cutterräume. Die Jahre bis 1965 brachten keine wesentlichen Veränderungen der täglichen Sendezeit, jedoch […] über zweihundert Original-Konferenzschaltungen mit oft mehr als fünf Sprechstellen […], nicht selten aus den entlegensten Dörfchen des Bezirkes.

[…] Der Ü-Wagen-Park des Funkhauses Potsdam umfaßte […] zehn Fahrzeugtypen, die inzwischen längst verschrottet sind, ganz zu schweigen von der geradezu sagenhaften technischen Ausrüstung dieser Fahrzeuge. Aber selbst nach der Inbetriebnahme der Standardfahrzeuge Ü 21 (1953) und „Barkas“ B 1000 (1964) bilden neben der anderen Technik auch die individuellen Fähigkeiten der Kollegen und das Bastelprinzip „1000 m Z-Draht“ noch immer entscheidende Faktoren, um die ständig steigenden Anforderungen zu meistern.“

 
 
Sender Potsdam
Ü-Wagen Opel 1,5 t des Landessenders Potsdam (1948)
 
Sender Potsdam
Ü-Wagen Horch des Senders Potsdam, 1958
 
Funkhaus Potsdam
1960 in Betrieb genommener Schaltraum des Funkhauses Potsdam
 
Funkhaus Potsdam, 1990
Funkhaus Potsdam, 1990
 
Funkhaus Potsdam, 1990
Funkhaus Potsdam, 1990
 
Funkhaus Potsdam, 1990
Funkhaus Potsdam, 1990
 
Funkhaus Potsdam, 1990
Funkhaus Potsdam, 1990
 
Funkhaus Potsdam, 1990
Funkhaus Potsdam, 1990
 
Funkhaus Potsdam, 1990
Funkhaus Potsdam, 1990

Zur Geschichte der Funkhäuser Cottbus und Frankfurt (Oder)

Zur Geschichte der Funkhäuser Cottbus und Frankfurt (Oder)

Funkhaus Cottbus
Funkhaus Cottbus, Zustand 2002 (Foto: Kai Ludwig)

Zur Quelle der nachfolgenden Texte vgl. die gesonderte Seite zum Funkhaus Potsdam.

Das Funkhaus in Cottbus stand nach dem Auszug des damaligen Ostdeutschen Rundfunks Brandenburg über längere Zeit leer; an der rückseitigen Einfahrt war seinerzeit ein Firmenschild zurückgeblieben, das im Laufe der Jahre immer weiter ausblich. Soweit es sich vor wenigen Tagen bei einem Rundgang in den Nachtstunden erkennen ließ, scheint das Gebäude inzwischen zum Wohnhaus umgebaut und teilweise bezogen zu sein.

(Stand vom 06.05.2015)

 

Frankfurt (Oder)

„Die ersten Vorbereitungen zum Aufbau eines Bezirksstudios in Frankfurt/Oder begannen im September 1952. Arbeitskräfte und technische Einrichtungen […] mußten vom Landessender Potsdam gestellt werden. Die spätere „Exilbesetzung“ […] fand sich vorerst in einer Etage des Potsdamer Studios zusammen und unternahm von hier aus Vorstöße nach Frankfurt zur Erkundung geeigneter lokaler Studioräumlichkeiten.

Die Angebote reichten vom ausrangierten Tanzsaal bis zu einer nicht mehr genutzten Eisdiele. Schließlich entschied man sich für einige Räume in der Bezirksdirektion der Deutschen Post, die zwar nicht der Idealvorstellung entsprachen, sich aber aus der Reihe der Angebote günstig abhoben. Nach Aufteilung der Geräte […] rollte am 4. November 1952 ein vollbeladener Lkw mit Anhänger nach Frankfurt/Oder.

[…] Die technischen Räume besaßen zwergenhafte Ausmaße. Berliner Experten schlugen ahnungsvoll die Hände über dem Kopf zusammen und sprachen ironisch von einer Liliput-Technik. Schließlich wurde die letzte Variante akzeptiert. Auf der 24 m² großen – besser: kleinen – Grundfläche eines einzigen Raumes wurde der Aufbau eines P-Raumes, eines Sprecherraumes (!) und eines C-Raumes (!!) begonnen.

Da inzwischen jedoch schon Sendungen gefahren werden mußten, wurde während der Bauzeit ein Redaktionszimmer in einen Sprecherraum verwandelt, und ein flurähnlicher Raum bildete das Zentrum allen übrigen Geschehens. Hier wurde produziert, gebaut, gefrühstückt und in den Pausen entspannt und gewitzelt. Auch der Feierabend bot in dieser Zeit, da Wohnraum und Arbeitsstätte für die meisten Mitarbeiter noch ein und dasselbe waren, keinen Unterschied zur Arbeitszeit. […]

Die materielle Unterstützung und Hilfe aus dem Funkhaus Berlin erwies sich oftmals als außerordentlich dürftig. Das „Prachtstück“, einen Opel-Pkw, der nach vielem Hin und Her dem Frankfurter Studio überlassen worden war, verglichen die Frankfurter Kollegen mit dem bekannten Trojanischen Pferd. Sie konnten es der Ü-Stelle Berlin lange nicht verzeihen, daß man für sie nur eine Art Viehtransportwagen übrig hatte, der schon während der Überführung zu seinem künftigen Standort den Namen „Schweinekiste“ erhielt.

[…] Anläßlich eines deutsch-polnischen Freundschaftstreffens auf der neu errichteten Oderbrücke sollte der Wagen seine Feuertaufe bestehen. […] Jedoch wurde der Wagen zur Wahrung des allgemeinen Festbildes unter die Brücke verwiesen.

[…] schritten die Delegationen beider Länder der Brückenmitte zu […] sich der Treffpunkt wesentlich zur polnischen Seite hin verschob. Der Reporter […] zog anfangs mit zarter, dann mit stärkerer Gewalt am Mikrofonkabel. Mit freundlicher Unterstützung von Delegationsmitgliedern gelang es ihm schließlich, den mechanischen Widerstand des Kabels zu brechen. […] Es soll eine gute Reportage gewesen sein, das konnte die Ü-Besatzung vom strahlenden Gesicht des Reporters ablesen. Die anschließend nicht sehr rücksichtsvoll geführte „Auswertung“ änderte nichts mehr daran, daß der erste Einsatz aufnahmetechnisch schiefgegangen war.

Bemüht, den Fehlschlag schnellstens zu kompensieren […] pünktlich in der Stadthalle den offiziellen Empfang der Gäste wahrzunehmen. In flottem Tempo näherte sich der Ü-Wagen dem Reportageort. Ein vor dem Ü-Wagen plötzlich scharf bremsender Bus zwang den Wagen ebenfalls zum Bremsen. Es blieb beim Versuch, und nur der zum Glück menschenleere Gehsteig […]. Dem hinzueilenden Genossen der Volkspolizei versicherte der Fahrer: „Mit der Schweinekiste fahre ich keinen Meter mehr.“ Er hielt sein Versprechen.

[…] Noch vor Abschluß aller Bauarbeiten wurden dem Studio die ersten größeren Aufgaben übertragen. Am 7. Mai 1953 wurde der Staatsakt anläßlich der Namensgebung von Stalinstadt (jetzt Eisenhüttenstadt) vom Studio original übertragen. Ein feierliches Rahmenprogramm (Musik und Rezitationen) wurde ebenfalls vom Studio aus gesendet. Große Sorge bereitete dabei der akustisch noch nicht hergerichtete Sprecherraum. So mußten, wie in alten Rundfunkzeiten, zur Dämpfung des Nachhalls einige Schlafdecken drapiert werden.

[…] Überraschend kam die Mitteilung, daß ab 27. Mai 1963 ein täglich halbstündiges Eigenprogramm gesendet werden sollte. […] Also begann nach einigen Sicherheitsvorkehrungen das Eigenprogramm noch mit der alten Einrichtung. Es waren für das relativ kleine Kollektiv angespannte Wochen und Monate, vielfach gleichzeitig Sendungen zu fahren, zu produzieren und jede Pause für die Fortführung der Bauarbeiten zu nutzen. Im Februar 1964 konnte endlich das Kontrollpult eingebaut werden. Für die Zeit von zwei Monaten übernahm der Ü 21 den Sende- und Produktionsablauf.

[…] Angaben zur Programmzugehörigkeit des Studios Frankfurt/Oder: September 1952 bis September 1955 Bezirksstudio, Zubringer für das zentrale Programm; Oktober 1955 bis Mitte 1956 Bezirksredaktion des Studios Cottbus; Mitte 1956 bis Mitte 1958 Studio des Funkhauses Potsdam; Mitte 1958 bis Anfang 1963 Studio des Funkhauses Cottbus; ab 1963 Studio des Berliner Rundfunks.

Im Zeitraum 1952 bis 1955 verließen die ehemaligen Potsdamer Mitarbeiter, bis auf einen, das Studio Frankfurt/Oder. Drei ehemalige Mitbegründer des Studios Frankfurt/Oder [waren ab] 1956 wieder in ihrem „Stamm“-Funkhaus Potsdam tätig.“

 

Cottbus

„[…] Kulturell war dieses Gebiet bemerkenswert rückständig. […] Hier hatte es niemals ein Rundfunkstudio oder einen Sender gegeben.

Es war der Initiative des damaligen Oberbürgermeisters der Stadt Cottbus zu verdanken, daß […] am 9. Juni 1948 400.000 Mark für den Aufbau eines Studios bewilligt wurden. Den Auftrag erhielt das Ingenieurbüro Busch in West-Berlin. Dieser Betrieb installierte eine Loewe-Opta-Studioanlage in der neuen Messehalle am Cottbuser Spreeufer. […] Nach Abschluß der Landwirtschaftsausstellung […] wurde die Anlage demontiert, im „Haus des Kulturbundes“ in der Wilhelm-Külz-Straße wieder aufgestellt und am 1. Februar 1949 endgültig in Betrieb genommen. Die Montagearbeiten erledigte wiederum die Firma Busch.

Im Studio standen folgende Räume zur Verfügung: Ein Zimmer für den Studioleiter; ein Zimmer für Redakteure; ein Zimmer für den Betriebsingenieur; ein Werkstattraum; ein Lagerraum; ein Regieraum in der Größe von 6 x 6 x 4 m; ein Sprecherraum mit den Maßen 6 x 4 x 4 m sowie ein kleiner Sendesaal mit einem Volumen von 8 x 15 x 6,5 m. Die technische Anlage bestand aus einem Verstärkergestell […], einem Regietisch […], zwei Plattenlaufwerken, zwei Tonbandgeräten, einem Abhörschrank.

Über eine Empfangsleitung erhielt das Studio das Programm des Berliner Rundfunks. Der Studioausgang wurde niederfrequent in das Fernsprechnetz der Stadt eingespeist. Dazu wurden ungenutzte Adern dieses Netzes benutzt, die zu den Lautsprechern im Stadtgebiet führten. Die Rundfunkteilnehmer der Stadt konnten sich einen Drahtfunkanschluß durch die Post installieren lassen.

Diese Betriebsart führte zu häufigen Auseinandersetzungen zwischen den Mitarbeitern des Studios und des Fernmeldewesens. Da der von der Deutschen Post zugelassene Höchstpegel überschritten werden mußte, um alle Drahtfunkteilnehmer ausreichend zu versorgen, [kam] [e]in großer Teil der Fernsprechteilnehmer ungewollt in den Genuß des Stadtfunkprogramms. Um dieses Problem aus der Welt zu schaffen, wurden im Fernmeldeamt Cottbus-Madlow zwei Drahtfunkverstärker als Sender in Betrieb genommen, die auf je einer Langwellenfrequenz arbeiteten.

[…] das Studio dem Deutschen Demokratischen Rundfunk anzugliedern. Der Vertrag, der […] am 1. Oktober 1948 unterzeichnet wurde, legte fest, daß das Studio Eigentum der Stadt Cottbus bleibt und als Außenstelle des Landessenders Potsdam fungiert. Die Lohnkosten übernahm der Rundfunk, die Stadtverwaltung steuerte 5.000 Mark für weitere Kosten bei. […] Das Studio Cottbus nahm damit eine Zwitterstellung ein, die oft zu Kompetenzüberschneidungen zwischen der Stadtverwaltung und dem Rundfunk führte. […]

[…] zunächst weniger der […] Rundfunk an der Übernahme des Studios interessiert war, als vielmehr die Initiative der Mitarbeiter des Studios die endgültige Übernahme bewirkte. So kam es u.a. vor, daß ein Cottbuser Stadtrat dem Studio im Winter die Heizung abstellen ließ. Dennoch blieben die Mitarbeiter am Arbeitsplatz und arbeiteten im Studio im Mantel und mit Handschuhen weiter. Durch den Vertrag vom 8. Februar 1950 wurde das Studio endgültig dem […] Rundfunk unterstellt. […]

In Cottbus-Gaglow [= Groß Gaglow] stand der erste Mittelwellensender, der 1958 durch einen fahrbaren Sender in Hermsdorf ersetzt wurde [so im Original, Zuordnung dieser Angabe unklar, ist vermutl. auf Sendeanlage Hoyerswerda-Zeißig zu beziehen; Anm. d. A.].

Anfangs standen […] Probleme der Umgestaltung der Landwirtschaft und der Gleichberechtigung der Frau im Mittelpunkt, vereinzelt auch schon Probleme der Braunkohlenindustrie. Bereits 1950 wurden einige sorbische Beiträge in das Programm aufgenommen und eine sorbische Mitarbeiterin eingestellt. 1953 führte die neu gegründete sorbische Redaktion im Studio Görlitz für diese Beiträge Regie. 1957 übersiedelte die sorbische Redaktion in das Funkhaus Cottbus […].

Die Musikproduktion des Hauses orientierte sich überwiegend auf sorbische Kompositionen. Ein weiterer Schwerpunkt […] bestand in Produktionen des Stabsmusikkorps der Luftstreitkräfte der NVA für das zentrale Programm. Während kleine Ensembles und Gruppen im Saal (450 m³) des Studios produzieren konnten, wurden die größeren Klangkörper in geeigneten Sälen der Stadt aufgenommen.

[…] kein Ruhmesblatt in der Geschichte der Technik des Studios Cottbus, daß die Mehrzahl der Mitarbeiter während der ersten Jahre republikflüchtig wurde oder wegen Spionage inhaftiert werden mußte. Ein typisches Beispiel soll für viele stehen: Eine Technikerin hatte das einzige Mikrofon […] entwendet, um damit in Westberlin aufwarten zu können. Tatsächlich war es ihr damit gelungen, das Studio Cottbus für einige Tage nahezu zu blockieren, weil keine Wortbeiträge mehr gesendet werden konnten. […]

[…] Beim Umbau des Studios wurde die alte Loewe-Opta-Anlage in der damaligen Pförtnerloge aufgestellt, um wenigstens Überspiele und Umschnitte durchführen zu können. Aufnahmen sollten in dieser Zeit nur mit Ü-Wagen erfolgen. Es ergab sich jedoch, daß Heinz-Florian Oertel, damals noch Reporter im Studio Cottbus, unbedingt einen Beitrag vervollständigen mußte. Das Haus war aber ein einziger Bauplatz, nirgends war ein ruhiger Platz zu finden. Da entsann man sich des an die Pförtnerloge angrenzenden Raumes. Schnell wurde ein Mikro-Kabel gezogen und der Reporter konnte sein Schneidkommando geben. Daß der angrenzende Raum jedoch eine Toilette war, ist den Hörern hoffentlich nicht aufgefallen.

[…] 1963 wurde der Studio-Stützpunkt Bautzen im „Haus der Sorben“ zunächst provisorisch eingerichtet. 1965 konnte die aus dem Studio Frankfurt/Oder stammende Truhe Z 11 umgebaut und im Stützpunkt aufgestellt werden. […]

1963 war an der Holzkonstruktion des Dachstuhls starker Schädlingsbefall festgestellt worden. Dies betraf auch die Zwischendecken über den Studios. Es bestand Einsturzgefahr. Aus erster Sicht erschien es günstiger, einen Neubau zu errichten, als zu rekonstruieren. Entsprechende Vorbereitungen liefen bei der Plankommission. Innerhalb des vorgesehenen Kulturzentrums der Stadt sollte ein Studioneubau erfolgen. Doch es gelang mit einer intensiven Schädlingsbekämpfung, diesem Übel erstmal beizukommen. Anfang der 70er Jahre wurde die Holzkonstruktion mit vielen Erschwernissen für den Betriebsablauf erneuert.“

 
 
Funkhaus Cottbus
Technikraum im Funkhaus Cottbus (undatiert, vermutlich 60er Jahre)

Zur Entwicklung des Rundfunks in Dresden von 1945 bis 1967

Zur Entwicklung des Rundfunks in Dresden von 1945 bis 1967

Funkhaus Dresden, Hygiene-Museum
Hygiene-Museum Dresden mit Unterbringung des Rundfunkstudios Dresden im linken Seitenflügel

Nachfolgend mit geringen Kürzungen wiedergegeben sind Ausarbeitungen aus dem Rundfunk der DDR (Studiotechnik Rundfunk) von 1988. Die beigefügten Abbildungen stammen aus der Sammlung des Tontechnikers Gerhard Steinke.

» Durch die grausame Bombardierung am 13. Februar 1945 waren in Dresden nach dem Zusammenbruch Hitlerdeutschlands weder Studioeinrichtungen noch Sendeanlagen vorhanden. Die alten Sendeanlagen der RRG im Dresdner Rathaus einschließlich der Antenne, die einmal zwischen Rathausturm und Kreuzkirche gespannt war, sowie das Funkhaus in der Beuststraße, Ecke Wiener Straße, waren zerstört.

Max Rauschenbach, der ehemalige Aufsichtsingenieur, der 1939 nach Schließung der Sendestelle Dresden zuerst nach Leipzig und dann nach Berlin versetzt worden war, kehrte nach Dresden zurück. Neben dem ehemaligen NSDAP-Funkstellenleiter Jockusch, dem einstigen SS-Untersturmführer Thiele, den vermutlich nominellen NSDAP-Mitgliedern Hiller und Hübler und dem scheinbar antifaschistisch orientierten Grawert, dem der schriftliche Auftrag zum Aufbau des Senders gegeben wurde, arbeitete mit dem Kollegen Rauschenbach im Grunde genommen nur ein einziger Nicht-Nazi mit.

Zu diesem Zeitpunkt fehlte jede klare Konzeption für das Programm, und das Interesse der Baugruppe konzentrierte sich lediglich auf die Fertigstellung der technischen Einrichtungen für einen einfachen Sendebetrieb.

So entstand mit Hilfe eines in einem Omnibuswrack eingebauten Whrmachtssenders und der noch vorhandenen großen Masten der Nachrichtenkaserne (nachdem am 26. Mai ein zweiter Sender aus Lauenstein im Erzgebirge herangeschafft worden war) eine Anlage, die am 2. Juni 1945 den Probebetrieb aufnahm. Dabei wurden zunächst Schallplatten abgespielt. Das Programm lief ohne Stationsangabe. Am 7. Juni wurde der Sendebetrieb wieder eingestellt.

Für die Niederfrequenz-Technik standen zu dieser Zeit eine Stahltonband-Maschine Bautyp C. Lorenz AG, ein Doppel-Aufnahme/Abspielgerät für Schallfolien, ein Schallplattenabspielgerät und Kondensatormikrofone zur Verfügung. Anodenbatterien und Meßgeräte fehlten.

Ende Juni 1945, also etwa drei Wochen nach dem technischen Probebetrieb, bildete sich eine Art demokratischer Ausschuß, der sich mit der Ausarbeitung eines Sendeprogramms befaßte. Als Hauptrichtlinie galt die Losung: „Der Sender Dresden im Dienste des Wiederaufbaus auf allen Gebieten.“

Am 15. Juli 1945 wurde den Technikern am Sender Dresden durch den stellvertretenden Stadtkommandanten, Oberstleutnant Solojew, mitgeteilt, daß „der Sender an Kapitan Matern übergeht“. Damit wurden die Belange des Senders in die Hände der Kommunistischen Partei Deutschlands und der Landesverwaltung unter Hermann Matern gelegt.

Mit Alfred Althus wurde im August 1945 ein politisch klar orientierter Antifaschist als Technischer Leiter eingesetzt. Gleichzeitig wurde der Rundfunk-Ingenieur Berthod Präg, der als Kommunist bekannt war, beim Senderaufbau eingesetzt. Gegen Grawert, der sich strafbar gemacht hatte, lief ein polizeiliches Ermittlungsverfahren.

Am 3. September 1945 kam der Intendant des Berliner Rundfunks, Hans Mahle, mit dem sowjetischen Major Nikolaj Mulin nach Dresden und erteilte für die Sender Dresden und Leipzig offiziell die Sendeerlaubnis.

Am 6. September erfolgte innerhalb eines Tages mit Hilfe mehrerer Lastkraftwagen die Umsetzung der Sendeanlagen von Dresden-Übigau (Nachrichtenkaserne) in die Gebäude der Polizeikaserne Dresden-Trachau und der Studiogeräte in die Gebäude der ehemaligen „Boehner Film AG“ in Dresden-Obergorbitz, Kesselsdorfer Straße 128 (Gasthof Reichsschmied).

Bereits am 12. September um 8.00 Uhr früh konnte der Sender auf der Frequenz 519 kHz mit dem Programm des Berliner Rundfunks in Betrieb genommen werden. Die erhalten gebliebenen drei Stahlgittermasten auf dem Gebäude an der Neuländer Straße trugen die Antenne. Es handelte sich um einen weiteren Probebetrieb, der nach wenigen Tagen auf Anweisung der Sowjetischen Militäradministration abgebrochen wurde.

Im Obergorbitzer Studio wurden die ehemaligen Filmatelier-Räume unter großen Schwierigkeiten für Rundfunkzwecke hergerichtet. Die Redaktionsräume lagen im selben Haus in einer geräumigen 5-Zimmer-Wohnung. Da allen Beteiligten klar war, daß auch dies nur eine Übergangslösung sein konnte, suchte man weiter nach geeigneten Räumlichkeiten.

Am 20. November 1945 wurde in das Handelsregister beim Amtsgericht Dresden die „Mitteldeutsche Rundfunkgesellschaft m. b. H.“ eingetragen. Als Gesellschafter zeichneten verantwortliche Vertreter des Landes Thüringen und der Provinz Sachsen.

Beratungen, die im November 1945 in Leipzig zwischen Vertretern der Sowjetischen Militäradministration, des Berliner Rundfunks und der Mitteldeutschen Rundfunk GmbH stattfanden, galten der sofortigen Inbetriebnahme des Mitteldeutschen Rundfunks. Auf Grund fehlender Kontroll- und Zensuroffiziere der Sowjetischen Militäradministration verlegte man als Übergangsregelung den Sitz der Redaktion nach Dresden. Als Termin des Sendebeginns galt der 5. Dezember 1945, 7.00 Uhr früh.

Nachdem im November 1945 die studiotechnischen Voraussetzungen für den Sendebetrieb bestanden, ging versuchsweise ein eigenes Programm aus Dresden in den Äther. Ein Exemplar der „Sächsischen Volkszeitung“ vom 6. Dezember 1945 trägt den handschriftlichen Vermerk von Max Rauschenbach:

„7. XII. 1945, 1. Sdg. von Dresden, Obergorbitz Reichsschmied, Präsident Friedrichs spricht zur Einführung. Schallaufnahme in Lzg. geht 12.45-13.00 Uhr über Sender Leipzig und Dresden.“

Auch spätere Veröffentlichungen nennen den 7. Dezember 1945 als den Tag des Beginns des Dresdner Programms. Mit dem in mühevoller Arbeit in Betrieb genommenen 1,5 kW-Strahler war der Landessender Dresden nach Berlin der zweite Sender auf dem Gebiet der damaligen Sowjetischen Besatzungszone, der sich mit einem eigenen Programm vorstellte.

Am 13. Januar 1946 zog das Dresdner Studio in eine größere Villa in der Tiergartenstraße 36 um, von wo schon tags darauf die erste Sendung abgewickelt wurde. Aus der zunächst 16 Kollegen zählenden Belegschaft waren inzwischen 48 Mitarbeiter geworden. Die Technik besaß bereits ein Magnettonlaufwerk. Aus zwei Ortsübertragungsleitungen waren sechs geworden, und ein kleiner Sendesaal bot die Möglichkeit, gestaltete Wortprogramme zu produzieren.

Als Intendant fungierte inzwischen ein Dr. Mauthner, der jedoch eine höchst zwielichtige Rolle spielte und sich im August 1947 in die Westzone absetzte. Hier wurde sehr früh deutlich, daß neben den Aktivisten der ersten Stunde auch mit politischen Hochstaplern zu rechnen war.

Die einstige Villa eines Dresdner Kaufhausbesitzers erwies sich schon bald als den Anforderungen nicht gewachsen. Im wesentlichen waren aus dem ehemaligen Speisezimmer ein Senderaum für musikalische Sendungen, aus dem vormaligen Schlafgemach ein Sprecherraum und aus dem Wintergarten ein Regieraum entstanden.

Am 1. Februar 1947 fand der Landessender Dresden endlich sein endgültiges Quartier. Er bezog den linken Flügel des Deutschen Hygiene-Museums am Lingnerplatz 1, dessen Räume zu diesem Zeitpunkt ausreichend Platz boten.

In drei Sendesälen und, wie es in einem Artikel der „Sächsischen Zeitung“ hieß, „mit allen neuesten technischen Errungenschaften versehen“, konnte hier mit größerer Betriebssicherheit und höheren Qualitätsansprüchen Rundfunkarbeit geleistet werden. Die „Sächsische Zeitung“ lobte das „mit fanatischem Idealismus aus dem Nichts entstandene“ als „bewunderungswert“ und als „die modernste Sendeanlage in Deutschland überhaupt“.

Die Belegschaft zählte inzwischen 54 Mitarbeiter, von denen 17 zur Technik gehörten. Mit Wirkung vom 1. Januar 1947 wurden alle Mitarbeiter des Landessenders Dresden aus einem vorläufigen in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen.

Welche Ansichten damals Probleme schufen, zeigt folgender Vorfall: Der Dresdner Rundfunksprecher Willi Witkowski lehnte seine Gehaltseinstufung ab, da die an seiner Seite arbeitende Sprecherin ebenfalls nach der gleichen Tarifgruppe entlohnt werden sollte. Außerdem erhob Witkowski dagegen Protest, einer Sendeleitung unterstellt zu werden, die zu diesem Zeitpunkt von einer Frau geleitet wurde. Witkowski reichte seine Kündigung ein. Geduldige Versuche, ihn zu überzeugen, scheiterten am Starrsinn dieses früheren Parteigängers ders NSDAP.

Die Notzeit dieser Jahre wird u.a. dadurch gekennzeichnet, daß am 5. Februar 1947 der Antrag erging, für acht Mitarbeiter der Technik die Lebensmittelkarte für Schwerarbeiter zu gewähren. 13 Mitarbeiter des Hauses pachteten je 50 bis 100 Quadratmeter Brachland in der Nähe des Funkhauses, um Gemüse anzubauen.

Die Musikabteilung begann in den beiden kleineren Sälen des Hauses und im Steinsaal des Hygiene-Museums mit der Musikproduktion. Nach Wiederherstellung des „Großen Hauses der Staatstheater“ wurden dort in Bühnennähe eine Übertragungsstelle (mit V 35) eingerichtet und Dauerleitungen zum Funkhaus gemietet.

Der Sender befand sich noch in der Neuländer Straße im Norden Dresdens und strahlte auf der Gemeinschaftswelle 1484 kHz.

Zum Programm sei nachgetragen, daß bereits am 18. Januar 1946 die erste Übertragung eines Konzertes der Dresdner Philharmonie aus dem Gemeindesaal Dresden-Strehlen stattfand. Kurz darauf, am 6. April 1946, erfolgte die Übernahme einer Aufführung der Staatsoper Dresden mit Jaques Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“. Am 17. März 1946 wurde auch das erste Hörspiel unter dem Titel „Der Thomaskantor“ unter der Regie des Dramaturgen Ulli Busch [Künstlername] gesendet.

Im Steinsaal des Hygiene-Museums – der Kongreßsaal war ausgebrannt – begann eine Periode schöpferischer Neuproduktionen von Opern und Aufnahmen bekannter Solisten der Dresdner Staatsoper. Hierbei arbeitete Genosse Probst in dem kleinen Regieraum an der Rückseite des Saales als Toningenieur.

Die Ausstrahlung dieser Werke geschah nicht nur im Eigenprogramm oder dem mitteldeutschen Programm über Leipzig, sondern auch über das ständig angeschlossene Drahtfunknetz, das in den ersten Jahren nach 1945 eine große Bedeutung besaß.

Schon in der Tiergartenstraße gelang es den Technikern im Februar 1946, die Aufnahme von Reportagen zu ermöglichen. Mit einem alten Pkw, der im wesentlichen ein batteriebetriebenes „Dora“-Magnettonlaufwerk (AEG) enthielt, wurde z.B. die Wiederingangsetzung der Kohleförderung im Zwickauer Revier aufgenommen.

Überhaupt galt der Reportage in jener Zeit große Aufmerksamkeit. Für die Techniker begann die Zeit des Aufbaus von Reportagewagen, aber auch zugleich die für Techniker und Kraftfahrer so schwere Zeit der nur mit vielen kräftezehrenden Überstunden zu bewältigenden Fahrten und Einsätze in ganz Sachsen.

Bald wurde an den Aufbau eines großen Übertragungswagens gegangen. Ein omnibusähnliches Fahrzeug vom Typ „Praga“ beschäftigte vor allem die Mitarbeiter der Meßtechnik und Werkstatt über längere Zeit. Mit der Verwandlung [d.h. Degradierung] des Landessenders Dresden in ein Studio wurde der für die Dresdner Kollegen geradezu legendäre Wagen in halbfertigem Zustand mit reichlich Zubehör am 30. Oktober 1952 dem Funkhaus Berlin übergeben und dort fertiggestellt. Er wurde später von den Mitarbeitern der Mechanischen Werkstatt zu einem Wohnwagen umgebaut.

Die studiotechnischen Anlagen befanden sich bis 1952 im ersten Stockwerk des Hauses und boten – im Gegensatz zu den 60er Jahren – genügend Raum. Eine mechanische Werkstatt, in der ständig vier bis fünf Kollegen tätig waren, sowie eine Tischlerei konnten sich über mangelnde Beschäftigung nicht beklagen, um das umfangreiche Bauvorhaben zu realisieren.

Das Kernstück der Technik war der Schaltraum mit seiner Gestellfront, die in A-, B- und C/D-Verteilern unterteilt nach dem Kreuzschienenprinzip ausgerüstet war. Am Bedienungspult wurden vor dem Umbau lediglich Sendungen aus anderen Räumen des Hauses und die Übernahme des laufenden Programms aus Leipzig koordiniert.

Anfangs wurden die Sendungen meist in Ein-Mann-Bedienung gefahren, wobei die Musik häufig von Schallplatten kam. Der diensthabende Techniker hatte das Laufwerk gleich neben seiner Reglerwanne stehen und setzte den Tonarm selbst auf. Eine Besonderheit war die tägliche halbstündige Originalsendung während des Abendprogramms aus dem Sendesaal II.

1949 gab es Anzeichen dafür, daß sich unter dem Fußboden des Saales ein Blindgänger befinden müsse. Der Hausmeister stand erst allein mit seiner Meinung, bis sich ein Suchkommando der Sache annahm. Tatsächlich wurde eine Luftmine gefunden, entschärft und abtransportiert. Noch oft dachten Musiker und Rundfunkmitarbeiter mit Schaudern daran, daß sie unmittelbar über dieser gefährlichen Mine, die ganze Häuserblöcke in Schutt legen konnte, vier Jahre lang nichtsahnend gearbeitet, geübt, sich versammelt oder bei Betriebsfeierlichkeiten ausgelassen amüsiert hatten.

1951 wurden der Saal sowie der dazugehörige Regie- und Sprecherraum vollkommen umgebaut, wobei umfangreiche Ausschachtungsarbeiten notwendig waren. Der Saal erhielt eine Orgel; eine kostspielige Investition, die keinerlei Nutzen hatte, da die werkgerechte Aufnahme von Orgelwerken in Kirchen vorgenommen wurde. Die Orgel wurde 1966 ausgebaut und verkauft.

Ab 1952 wurden außer einer kurzen sorbischen Sendung keine Eigenprogramme mehr ausgestrahlt. Die Rundfunkarbeit beschränkte sich fortan auf Produktionen für die zentralen Programme. Da die Anzahl der Mitarbeiter jetzt zu groß war, wurden eine Rolle von Kollegen entweder versetzt oder mit anderen Arbeitsplätzen versorgt.

Als folgenschwer erwies sich die Aufgabe der technischen Räume im ersten Stockwerk und die Umsetzung der technischen Anlagen in wenige kleine Räume des Erdgeschosses; eine Maßnahme, die sehr bald bitter bereut wurde, da die Aufgaben des Studios in den nächsten Jahren wieder wuchsen. Schon im Oktober 1953 gab es erneut ein Eigenprogramm, das montags bis freitags von 19.00 bis 19.30 Uhr über die Frequenzen 910 [Reichenbach] und 1016 kHz ausgestrahlt wurde.

Die unzweckmäßige Unterbringung des Studios und die Abhängigkeit vom Eigentümer des Hygiene-Museums – die 1952 aufgegebenen Räume konnten nie wieder zurückerlangt werden – zwangen die Technische Leitung, schon frühzeitig den Bau eines eigenen Objektes zu planen. Anfangs dachte man an einen Neubau innerhalb des Großen Gartens, später wurde ein Objekt zwischen Beuststraße, Wiener Straße und Bürgerwiese in Erwägung gezogen. Schließlich wurde die Variante eines gemeinsamen Fernseh- und Rundfunkstudios projektiert und 1960 durch eine Aufgabenstellung begründet. Als Standort war der Ortsteil Gruna vorgesehen.

Das Eigenprogramm ab Oktober 1953 entfiel bald wieder, wurde aber am 11. September 1955 erneut aufgenommen. Die Sendezeit betrug werktags zwei Stunden. Zusätzlich wurden bei besonderen Anlässen Originalsendungen vom Funkhaus aus gestaltet, so z.B. 1955 anläßlich des 10. Jahrestages der Zerstörung Dresdens die Kundgebung auf dem Theaterplatz.

Ab September 1955 gehörte das Studio Gera mit einer Bezirksredaktion zum Funkhaus Dresden, wurde aber schon im Februar 1956 wieder ausgegliedert.

Im Monatsbericht des Technischen Leiters vom Januar 1956 liegt als Hinweis auf die Raumnot der Vermerk vor, daß Aufnahmen oft in Redaktionsräumen gemacht werden mußten, da die Regieräume nicht ausreichten. Im gleichen Jahr wurden deshalb der Ausbau eines neuen Kontroll-Regieraums, eine Schallaufnahme und ein zweiter C-Raum in Angriff genommen. Ein Schaltgestell konnte bereits im April fertiggestellt und der Kontrollraum am 12. Oktober 1956 in Betrieb genommen werden.

Ein besonderer Schwerpunkt des Jahres 1956 war die 750-Jahrfeier der Stadt Dresden. In dieser Zeit häuften sich die Klagen über die schlechte Qualität des MW-Senders 1043 kHz infolge Überlagerungen und störender nichtlinearer Verzerrungen. Hinzu kamen oft Fehler in den Unterämtern des Fernkabels 211, da im Rundfunk-Verstärkergestell 52 die Röhrenfassungen der EF 12 schlechten Kontakt gaben. Diese Kontaktstörungen wurden meist durch mehrmaliges Klopfen oder Herausziehen und Wiedereinsetzen der Röhren „beseitigt“.

Ebenfalls im Jahre 1956 war es im Funkhaus Dresden notwendig geworden, den gesamten Regiekomplex II neu zu verkabeln, da durch mangelhafte Isolation der Gestellverdrahtung Prasselerscheinungen auftraten. Schwierigkeiten gab es auch mit dem Mikrofon M 14, das häufig prasselte. Abhilfe brachte meist das Austrocknen der Kapsel.

Eine Rätselsendung, bei der die Hörer telefonisch antworten sollten, mußte im Januar 1957 wieder eingestellt werden, da die zahlreichen Anrufe im Fern- und Schnellamt große Betriebsschwierigkeiten brachten.

Ab 1. Februar 1957 erfolgte die ganztägige Besetzung des Kontrollraumes und damit die lückenlose Überwachung des MW-Senders Wilsdruff (1043 kHz).

1958 wurde mit Hochdruck an der endgültigen Fertigstellung des Kongreßsaales im Hygiene-Museum gearbeitet, wobei neben den Kollegen des Anlagenbaus für Rundfunk und Fernsehen die Mitarbeiter des Funkhauses Dresden in erhöhtem Maße die Bauaufsicht führten. Eine Festveranstaltung am 2. Juni war zugleich der Prüfstein für die technischen Einrichtungen. Die Probeaufnahmen befriedigten nicht, so daß am 2. und 10. Juli weitere Produktionen mit der Dresdner Philharmonie durchgeführt und Erfahrungen vor allem im Hinblick auf die Akustik gesammelt wurden. Die erste Originalsendung aus diesem Saal fand am 10. August 1958 statt.

Weitere besondere Ereignisse im gleichen Jahr waren die Übernahme des bisher in Görlitz stationierten Übertragungswagens Ü 17 am 1. März nach Dresden und die nochmalige Besetzung des Studios Görlitz anläßlich der Internationalen Friedensfahrt. Wesentlich war auch die Fertigstellung eines Hallraumes im März 1958.

Schwierigkeiten besonderer Art galt es zu meistern, als Anfang Juli 1958 infolge der im Osterzgebirge niedergegangenen starken Wolkenbrüche die Weißeritz enormes Hochwasser führte und über ihre Ufer trat. Dabei wurden auch Kabelschächte in Dresden unter Wasser gesetzt, so daß die Sendeleitungen vom Funkhaus zum Sender Wilsdruff tagelang außer Betrieb waren. Der Sendebetrieb wurde mit einem unmittelbar am Strahler aufgestellten Ü-Wagen und einem Behelfs-Sprecherraum notdürftig in Gang gehalten, wobei es vor allem galt, mit den starken HF-Einstreuungen des Strahlers auf die Ü-Wagen-Anlage fertigzuwerden.

Das Jahr 1960 brachte bedeutende Aufgaben, u.a. die Übertragung der Weltmeisterschaften im Radrennen in Karl-Marx-Stadt und Hohenstein-Ernstthal oder die Aufnahmetätigkeit anläßlich der 400-Jahrfeiern der Dresdner Kunstsammlungen. Am 31. Oktober 1960 begannen die Originalsendungen aus dem Gobelinsaal der Sempergalerie in Dresden, die seitdem in jedem Winterhalbjahr als Galeriekonzerte im Programm des Deutschlandsenders erschienen.

Durch die Beendigung des Umbaus des Regiepultes im Regieraum II am 5. Januar 1960 standen leistungsfähigere studiotechnische Anlagen zur Verfügung. Hier wurden im Dezember 1960 zwei Kinderhörspiele und im Februar 1961 ein Hörspiel produziert.

Am 24. Mai 1961 mußte der durchgehende Überwachungsdienst im Kontrollraum wegen Personalmangel eingestellt werden.

In den Jahren 1966/1967 mußte der Verbleib des Funkhauses Dresden im Hygiene-Museum nunmehr als sicher gelten. Damit war der Zeitpunkt gekommen, unaufschiebbare Rekonstruktionen von Anlagen, die bisher wegen des in Aussicht gestellten Umzuges unterblieben waren, durchzuführen. Eine seit langem bestehende Lücke konnte im III. Quartal 1966 durch den Ausbau des ehemaligen, nie genutzten Fremdsprachen-Regieraums zu einem hochwertigen Musikabhörraum geschlossen werden.

1967 wurden unter anderem durchgeführt: Rekonstruktion des Kontroll-Regieraumes, wobei das Regiepult von der Mechanischen Werkstatt Berlin gefertigt und eingebaut wurde; Einbau eines neuen Gerätelagers in einen Raum, der durch Tausch des zum Steinsaal gehörenden kleinen Regieraumes mit dem Hygiene-Museum gewonnen wurde; neues Kabel für Starkstrom-Haupteinspeisung; Rekonstruktion des Regieraumes II.

Auf zentrale Weisung übergab das Funkhaus Dresden am 6. Dezember 1966 den großen Übertragungswagen Ü 35 vom Typ „Skoda“ der Ü-Technik des Funkhauses Berlin und erhielt dafür einen mittleren Ü-Wagen (Ü 21), der allerdings gleich zur Generalreparatur gegeben werden mußte. Entscheidend für diese Maßnahme waren die für das Funkhaus schwierig gewordene Haltung der Einsatzbereitschaft (häufig große Reparaturen) und die geringe Auslastung. Der Ü 21 konnte schließlich am 7. September 1967 generalrepariert in Betrieb genommen werden.

Durch das Ausscheiden von insgesamt fünf Mitarbeitern traten einige Schwierigkeiten auf, zumal zwei Kolleginnen nur noch halbtags arbeiteten. Um die Sendung des Regionalprogramms zu gewährleisten, war es notwendig, ingenieurtechnisches Personal aus dem Produktions- oder Ü-Dienst einzusetzen, was wiederum zu Überstunden führte. Große Bereitschschaft zeigten die Mitarbeiter, als versuchsweise der Ein-Mann-Betrieb ab 11. Dezember 1967 eingeführt wurde.

In diesem Zeitraum erhielt das Kollektiv die Aufgabe, in Zusammenarbeit mit dem Funkamt Dresden ausländische Techniker aus dem Irak, aus Burma, Ghana, der VAR und Südafrika auszubilden.

Ab 5. Juli 1966 wurde über UKW Görlitz IV das Regionalprogramm in der Zeit von 6.00 bis 9.30 Uhr ausgestrahlt.

Im IV. Quartal 1966 begann das RFZ mit Empfangsversuchen stereofoner Sendungen. Am 22. April 1967 begannen regelmäßige stereofone Versuchssendungen über UKW Dresden IV. Die Programmzuführung erfolgte vom Sender Leipzig über Ballempfang. Für die Überwachung dieser Sendungen fand der neue Abhörraum im Hygiene-Museum Verwendung.

Der „Dresdner Abend“, eine fünfstündige Abendsendung für das zentrale Programm DDR II, erlebte am 19. Januar 1967 seine Premiere. Seitdem wird diese Sendung vom Funkhaus Dresden regelmäßig alle vier Wochen gestaltet. «

 
 
„Dresdner Sender wieder in Betrieb“
Presseartikel zum Sender Dresden vom 15. September 1945
 
„Besuch beim Dresdner Rundfunksender“
Presseartikel zum Sender Dresden vom 23. Oktober 1945
 
Funkhaus Dresden, Tiergartenstraße
Dresden 1946, K-Raum Funkhaus Tiergartenstraße mit Techniker Max Rauschenbach
 
Funkhaus Dresden, Tiergartenstraße
Dresden 1946, Funkhaus Tiergartenstraße, sogenannter Sendesaal
 
Funkhaus Dresden, Tiergartenstraße
Dresden 1946, Telefonzentrale Funkhaus Tiergartenstraße, eingerichtet im Bad der Villa
 
Dresden, Sender Neuländer Straße
Dresden 1946, erster MW-Sender 1,5 kW der Sendeanlage Neuländer Straße
 
Funkhaus Dresden, Hygiene-Museum
1952 stillgelegter und geräumter K-Raum im Funkhaus Dresden
 
Funkhaus Dresden, Hygiene-Museum
Funkhaus Dresden, Regie II, Musikproduktion mit Toning. Haupt; 1963
 
Ü-Wagen Dresden
Mischeinrichtung im Ü-Wagen „Adler“, in Betrieb 1947-1950
 
Ü-Wagen Dresden
Früher Übertragungswagen des Senders Dresden (Kfz „Horch“)
 
Ü-Wagen Dresden
Ü-Wagen (Spitzname „Hochzeitskutsche“) des Senders Dresden mit Reporter Fred Küngel; 1950

Stunde Null in Berlin

Stunde Null in Berlin

Ü 1
Im Hintergrund der Übertragungswagen Ü 1, aus dem am 13. Mai 1945 die erste Nachkriegssendung gefahren wurde

Nachfolgend weitgehend im Original wiedergegeben ist ein Ausschnitt aus einer anonymen Ausarbeitung der Studiotechnik Rundfunk im Funkhaus Nalepastraße aus dem Jahre 1988. Ohne Kennzeichnung herausgekürzt sind einige politische Floskeln, ohne die zum Zeitpunkt der Erarbeitung auch eine solche interne Unterlage nicht auskam.

» Ende April 1945 vollzog sich unter dem Generalangriff der sowjetischen Truppen auf Berlin der vollständige Zusammenbruch des Hitlerfaschismus. In den letzten Apriltagen war der sogenannte Reichssender Berlin verstummt.

Am 2. Mai hatten die Einheiten der Sowjetarmee das Funkhaus in Berlin-Charlottenburg, Masurenallee, erreicht. Im Haus und seinen Kellern hatten sich Hunderte von Flüchtlingen einquartiert. Da sich unter ihnen auch viele demoralisierte Ausländer befanden, die für den Auslandsdienst des Nazi-Rundfunks gearbeitet hatten, herrschten chaotische Zustände.

Die letzte SS-Bewachung hatte vor ihrer überstürzten Flucht noch sinnlos-wütend gehaust. Wichtige technische Anlagenteile waren demontiert und auf dem Dachboden sowie in den Schächten der Klimaanlage versteckt oder gänzlich zerstört worden. Fast alle Übertragungswagen hatten die SS-Banditen als willkommene Transportmittel für ihre Flucht benutzt.

Der Hochbunker, ein Betonbau auf dem Gelände des Funkhauses, aus dessen Studioräumen während der Kriegsjahre bei Fliegeralarm und ab 1944 alle Sendungen gefahren worden waren, diente zwanzig Mitarbeitern der damaligen Reichsrundfunk-Gesellschaft als Zuflucht. Hierunter befanden sich auch einige Techniker, die von sowjetischen Offizieren den Auftrag erhielten, unverzüglich die technischen Voraussetzungen zur Wiederinbetriebnahme der Sendestudios zu schaffen.

Es war der 6. Mai. Noch lagerte Brandgeruch über Berlin. Vereinzelt versuchten SS-Banden oder der „Werwolf“ aus dem Hinterhalt zu schießen. Das Funkhaus wies äußerlich nur wenige Beschädigungen durch Bombentreffer und Granateneinschläge auf. Die erste Überprüfung ergab jedoch, daß keinerlei funktionsfähige Kabelverbindungen zum Sender bestanden. Alle Telefon- und sonstigen Leitungen waren zerstört.

Das Kabel zum Sender in Tegel war an zahlreichen Stellen zerrissen. Seine Wiederherstellung stieß auf enorme Schwierigkeiten. Der Sender selbst war durch die Kampfhandlungen nur leicht beschädigt worden. Die Wiederaufnahme des Sendebetriebs bedeutete jedoch insgesamt eine äußerst schwierige Aufgabe.

Da keine Aussicht bestand, die Kabelverbindung zwischen dem Funkhaus und dem Sender in absehbarer Zeit wieder instand zu setzen – die Schloßbrücke in Charlottenburg war gesprengt und das darüber führende Kabel infolgedessen mehrfach zerrissen – mußte ein Übertragungswagen einsatzbereit gemacht werden. Der Ü-Wagen war ein ausrangiertes Fahrzeug, das als erste Aufbauleistung von einer Gruppe Techniker zum Einsatz hergerichtet wurde.

In Tegel selbst hatten sowjetische und deutsche Techniker den Sender so weit repariert und eine Notsprechstelle eingerichtet, daß der Sendebetrieb stundenweise möglich war. Aus dem Ü-Wagen wurde die erste Sendung direkt am Sender gefahren. Erst einige Tage später begannen Pioniere der Sowjetarmee mit der Verlegung eines Feldtelefonkabels zwischen Funkhaus und Sender.

Im Funkhaus wurden unterdessen die Aufräumungsarbeiten aufgenommen. Die Techniker richteten mit Hilfe der im Bunker stationierten Geräte das Studio „Sprecher 1“ wieder betriebsfähig her. Dieser Raum lag in der Schallaufnahme des Funkhauses und umfaßte Regie- und Sprecherraum, die beide eine Grundfläche von nicht mehr als 12 m² hatten. In bescheidenem Umfang konnte begonnen werden, wichtige Programmteile, insbesondere Kommentare usw., zu produzieren.

Am 13. Mai startete der Übertragungswagen nach Tegel zu einer langen Fahrt, da alle Brücken über Spree und Schiffahrtskanal gesprengt waren. Der Ü-Wagen-Techniker, der die erste Sendung abends um 20.00 Uhr in Tegel technisch leitete, war Bruno Dörge, ein Mitarbeiter, der noch lange Jahre in den Funkhäusern Berlin und Potsdam tätig war. Die erste Sendung, die etwa eine Stunde dauerte, war der Befreiung des deutschen Volkes vom Faschismus gewidmet.

Eine Postenkette von Soldaten der Sowjetarmee sorgte für Ruhe rings um den sogenannten Sprecherraum, dessen Fenster keine Scheiben besaß und dessen Türfüllung mit Pappe vernagelt war. Die ersten Manuskripte, Schallplatten und Bänder für die Sendung wurden zu Fuß und per Fahrrad über Trümmerberge hinweg von der Masurenallee nach Tegel transportiert. Mit dem Kahn wurden die Wasserwege überquert.

Sofort nach Inbetriebnahme einer behelfsmäßigen Tonsignalleitung wurde die Sendezeit zügig ausgedehnt. Innerhalb von sieben Tagen wurde das Programm von anfangs einer Stunde auf neunzehn Stunden täglich erweitert. Ab dem 20. Mai 1945 sendete der Berliner Rundfunk von morgens 6.00 Uhr bis nachts um 1.00 Uhr.

Am 18. Mai wurde aus dem provisorisch hergerichteten großen Sendesaal des Funkhauses in der Masurenallee ein öffentliches Konzert unter der musikalischen Leitung von Leopold Ludwig übertragen. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt, und viele Besucher konnten keinen Einlaß mehr finden. Dieses festliche Konzert wirkte auf Besucher, Mitwirkende und Techniker nach den vielem Bombennächten und Kriegserlebnissen wie eine Erlösung aus einem Bann des Schreckens.

In jenen Tagen verkehrten weder S-Bahn, Omnibus, U-Bahn noch Straßenbahn. So waren viele Mitarbeiter auf längere Unterkunft im Funkhaus angewiesen, auf eine freiwillige Art von Kasernierung. Die Verpflegung erfolgte unter Mithilfe des sowjetischen Kommandanten durch den Kantinenwirt. So ist es auch nicht verwunderlich, wenn Prämien für hervorragende Arbeitsleistungen damals in Form höchst begehrenswerter Naturalien an die Mitarbeiter vergeben wurden. General Bersarin hatte eigens dazu ein großes Lebensmittellager aus der Deutschlandhalle in das Funkhaus transportieren lassen.

Technische Unterbrechungen der Sendungen waren damals keine Seltenheit. Das Tonsignalkabel, eilig über Trümmer und Ruinen verlegt, scheuerte sich durch oder wurde von einstürzenden Ruinen beschädigt. Mehrfach gelangten Sendungen gar nicht bis zum Sender. Immer waren es die sowjetischen Pioniere, die diese Störungen unverzüglich beseitigten. Sie waren eigens hierfür als Entstörungstrupp im Funkhaus stationiert.

Bereits in der zweiten Maihälfte 1945 begann eine systematische personelle Erweiterung. Viele gutwillige, loyale ehemalige Mitarbeiter der Reichsrundfunk-Gesellschaft fanden sich wieder im Funkhaus ein und boten sich zur Mitarbeit an. Aber auch karrieristische Elemente und politisch Belastete, die sich tarnen wollten, versuchten, hier einen Unterschlupf zu finden. Es war eine äußerst komplizierte und sehr verantwortungsvolle Aufgabe, in dieser Zeit politisch und fachlich geeignete Mitarbeiter für die Aufbauarbeit zu gewinnen.

Nach der Wiederaufnahme des Sendebetriebes war es notwendig, Reportagen auch außerhalb des Funkhauses durchzuführen. Die geringe Zahl der einsatzfähigen Übertragungswagen reichte hierzu kaum aus. Intakt waren zudem lediglich Übertragungsverstärker des Typs V 35, eine Geräteart, die zehn Jahre vorher entwickelt worden war. Die Reichsrundfunk-Gesellschaft hatte einen Teil dieser Verstärker im Keller der Deutschlandhalle gelagert. Zerstörung und Diebstahl hatten diese Bestände jedoch zusammenschrumpfen lassen.

Dieser schmale Gerätepark wurde durch Tornistergeräte V 39 der Wehrmacht und selbstgebaute Mikrofonmischverstärker ergänzt. Als Magnettongerät wurde die für militärische Propagandazwecke entwickelte „Dora“-Maschine verwendet. Ferner befanden sich im Lager der Ü-Technik noch einige Laufwerke vom Typ „Berta“ und Typ „Cäsar“ aus Wehrmachtsbeständen.

Auch in einem Kali-Bergwerk lagerte eine Anzahl von Geräten aus dem Besitz der Reichsrundfunk-Gesellschaft. Nach mühevoller Suche wurden sie abgeholt und für den Aufbau der Studios und Ü-Wagen verwendet. Teile hiervon und aus anderen Anlagen des Funkhauses mußten jedoch auch als Reparationsleistung abgeliefert werden (HTS mit V 5 und V 7).

In großer Eile betrieb man den Ü-Wagen-Bau, für den die Sowjetarmee die Fahrzeuge bereitgestellt hatte. Reporter waren schon im Sommer 1945 im Stadtgebiet von Berlin unterwegs, um von den ersten Versammlungen der inzwischen zugelassenen demokratischen Parteien zu berichten oder Eindrücke von der Kartoffelversorgung, der Inbetriebnahme der Osthafenmühle und schließlich von der Potsdamer Konferenz zu vermitteln.

Von besonderem Interesse ist noch heute das Prinzipschaltbild des Übertragungswagens Nr. 1, der von 1945 bis 1952 in Betrieb war. Der Aufbaukasten mit den technischen Geräten des Ü 1 wurde später abgewrackt; das Fahrzeug selbst war noch Ende der 60er Jahre als Abschleppwagen der Kfz-Werkstatt Berlin im Einsatz.

Mikrofone waren zu dieser Zeit besonders kostbar. Jeden Abend nach Aufnahmeschluß wurden sie in einem Stahlschrank im Schaltraum eingeschlossen. Hauptsächlich wurde mit Kondensatormikrofonen M 1/1, den sogenannten „Neumann-Flaschen“, gearbeitet. Außerdem wurden einige „scharfe Kapseln“ und Kapseln mit Nieren-Charakteristik des Typs M 7 verwendet.

Den Batteriekoffer B 5 mußte ein Mitarbeiter neben dem Reporter hertragen. Bei der schlechten Ernährungslage bedeutete das Schwerarbeit. Dynamische Mikrofone M 19 gab es nur in geringer Stückzahl. Die Kabeltrommeln waren in rechteckigen Kästen eingebaut, an deren Seite sich eine Kurbel zum Aufhaspeln befand. Das Kabel selbst besaß meist keine Abschirmung und die Einstreuungen bereiteten viel Ärger.

Am 5. Juni 1945 kamen die westlichen Alliierten nach Berlin. Die Vier-Sektoren-Stadt entstand. Mit einem Schlage wurde die Arbeitssituation äußerst kompliziert. Das Funkhaus lag im (westlichen) britischen Sektor, der Sender Tegel im (nördlichen) französischen Sektor und das Verstärkeramt Winterfeldtstraße im (südlichen) amerikanischen Sektor der Stadt.

Ein Schwerpunkt der Arbeit bestand darin, die technischen Voraussetzungen für die Nachrichtenerfassung zu verbessern. In der ersten Zeit hörte der Abhördienst die Sendungen von Moskau, London, Paris usw. und leitete hieraus die politischen Informationen ab. Erst mit Hilfe eines Kurierdienstes zum Magistrat von Groß-Berlin in der Parochialstraße – zunächst zu Fuß oder per Fahrrad – war es allmählich möglich, auch lokale Nachrichten aufzunehmen.

Durch die sich entwickelnde Reporter-Tätigkeit und nach Instandsetzung einiger Telefonleitungen zu den größeren Städten konnte die aktuell-politische Berichterstattung weiter verbessert werden. Es war ein wesentlicher Fortschritt, als es gelang, aus alten Beständen der Nachrichtenagenturen einen Hellschreiber in Betrieb zu nehmen.

Dem Monatsbericht vom Oktober 1945 des Technischen Direktors ist zu entnehmen, daß zur Verbesserung der Situation bei den Reportageverstärkern von der Betriebsüberwachung ein kleiner Batterieverstärker entwickelt und als Muster gebaut worden war. Die Materialien, so wird bescheiden vermerkt, würden noch für zwei weitere Verstärker ausreichen. «

 
 
Ü 1
Blockschaltbild des Übertragungswagens Ü 1 (1945-1952)
 
Matheus Klein
Matheus Klein, Sprecher der Sendung vom 13. Mai 1945, im Jahre 1965
 
Ü-Wagen 1945
Provisorischer Übertragungswagen 1945, beachte das sowjetische Kfz-Kennzeichen
 
Ü-Wagen 1945
Provisorischer Übertragungswagen 1945, hier mit Rundfunktechnik im Anhänger
 
Außenübertragung 1945
Außenübertragung der unmittelbaren Nachkriegszeit mit Mischverstärker V 39 und Wehrmachts-Bandmaschine Dora
 
Michael Wolff
Funkhaus Masurenallee, vermutl. erstes wieder hergerichtetes Studio „Sprecher 1“; Kommentator Michael Wolff
 
Schaltraum Masurenallee
Funkhaus Masurenallee, Schaltraum in den Nachkriegsjahren
 
K-Raum Masurenallee
Funkhaus Masurenallee, Sendekontrollraum in den Nachkriegsjahren

Der Aufbau des Rundfunks in Leipzig

Der Aufbau des Rundfunks in Leipzig

Funkhaus Leipzig
Funkhaus Leipzig mit einem Übertragungswagen, ca. 1946

Gekürzte Wiedergabe von Ausarbeitungen des Rundfunks der DDR, Studiotechnik Rundfunk, von 1988; die Umstände der Übernahme des Gebäudes Springerstraße 24 dürften hier in eher beschönigender Weise beschrieben sein:

» Einige Monate nach der Inbetriebnahme des ersten deutschen Rundfunksenders in Berlin erhielt auch Mitteldeutschland einen Rundfunksender. Am 1. März 1924, zu Beginn der Frühjahrsmesse, nahm in Leipzig ein kleiner Sender mit einer Leistung von zunächst nur 0,25 kW den Betrieb auf.

Das 17 Jahre bestehende MIRAG-Haus (Mitteldeutsche Rundfunk AG) in Leipzig, Am Markt 8, fiel am 4. Dezember 1943 einem Großangriff angloamerikanischer Bomber zum Opfer. In einer Schule im Südosten von Leipzig und in einem unterirdischen Verstärkeramt der Post wurden provisorische Nachrichtensprechstellen aufgebaut, in denen auch Schallplattenwiedergabe und Tonbandabspiel möglich waren. 1944 ereilte die Schule jedoch das gleiche Schicksal wie das MIRAG-Haus am Markt.

Die letzte Zuflucht der faschistischen Rundfunkpropaganda in Leipzig war ein Raum im Völkerschlachtdenkmal. Zur Aufnahme des Sendebetriebs kam es hier jedoch nicht mehr. Am 19. April 1945 besetzten amerikanische und belgische Truppen die Stadt Leipzig.

Die amerikanischen Nachrichtenoffiziere interessierten sich speziell für die Sendestelle im unterirdischen Verstärkeramt in Probstheida. Besondere Aufmerksamkeit widmeten sie den hier aufgestellten Magnetbandgeräten, da sie selbst keine Hochfrequenz-Magnetophone besaßen. Es handelte sich um AEG-Maschinen des Typs HTS mit HF-Vormagnetisierung und -Löschung. Die US-Offiziere ließen sich die Funktionsweise sehr genau erklären und beschlagnahmten die Geräte sowie alle technischen Unterlagen.

In Großbuch bei Bad Lausick hatte die Reichsrundfunkgesellschaft technische Geräte ausgelagert. Die amerikanischen Offiziere kontrollierten auch hier die ansehnlichen Bestände, fanden jedoch keine Magnettonlaufwerke. Die übrigen Geräte waren für sie ohne Interesse. Diese bereits vor dem Großangriff auf Leipzig ausgelagerten Materialbestände bildeten die Grundlage für die technische Ausstattung eines neuen Funkhauses in Leipzig.

Der Vereinbarung zwischen den alliierten Siegermächten entsprechend lösten im Juni 1945 sowjetische Truppen die amerikanischen und belgischen Einheiten im mitteldeutschen Raum ab. Ein Befehl der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland vom 11. Juni lenkte die Initiative auf den Aufbau eines demokratischen Rundfunks.

Die vordringliche Aufgabe bestand zunächst in der Versorgung der Bevölkerung der Stadt Leipzig mit wichtigen Nachrichten und Bekanntmachungen. Die Ausstrahlung über einen Sender war zunächst nicht möglich, zumal in größeren Gebieten auch noch die Stromversorgung gestört war.

Deshalb errichteten Mitarbeiter der Rundfunktechnik in enger Zusammenarbeit mit dem Fernmeldewesen der Post in Leipzig eine Großlautsprecheranlage. Gleichzeitig bemühten sie sich darum, die provisorische Sendestelle in Propstheida wieder betriebsfertig zu machen, um von hier die Lautsprecheranlage zu versorgen.

Leitende Mitarbeiter und ein sowjetischer Offizier sprachen offiziell beim Direktor der Versicherungsgesellschaft Barmenia vor, um einen Tausch mit den am Markt noch erhalten gebliebenen Räumen des alten MIRAG-Hauses zu veranlassen. Nach langem Sträuben gab der Barmenia-Vertreter schließlich nach und übergab das bisherige Versicherungsgebäude in der Springerstraße 24, ein ziegelroter Klinkerbau im späten Bauhausstil der zwanziger Jahre, an den Rundfunk.

Trotz verschiedenartiger Schwierigkeiten, die sich im neuen Haus in der Springerstraße ergaben, gingen die Bauarbeiten zügig voran. Am 22. September 1945 erfolgte die offizielle Gründung der „Außenstelle Leipzig des Berliner Rundfunks“.

Beim Sender Wiederau wurde eine Empfangsstelle errichtet, um das Moskauer und das Berliner Programm zu empfangen. Über das instandgesetzte Zubringerkabel, das in den letzten Kriegstagen durch eine Brückensprengung in Wiederau schwer beschädigt worden war, konnten die Programme zum Schaltraum in der Leipziger Springerstraße weitergeleitet werden.

Nach einer Probeübertragung am 29. August nahm am 15. September 1945 der Sender Wiederau seine Tätigkeit auf. Das Programm erhielt er zunächst noch über die provisorische Sendestelle in Probstheida direkt aus dem Berliner Funkhaus Masurenallee. Der Sendestelle kam inzwischen eine neue Aufgabe zu: Bei Ausfall der Übertragungsleitung aus dem Berliner Funkhaus mußte sie die Leitung zum Sender selbständig mit einem Ersatzprogramm (Musik von Schallplatten oder Tonbändern) versorgen.

Am 12. April 1946 erfolgte die Demontage der provisorischen Sendestelle in Probstheida. Die Anlage wurde im Schaltraum des neu entstehenden Funkhauses in der Springerstraße installiert. Auch ein Studio und ein Sprecherraum waren bereits fertig. Das Funkhaus konnte damit die Aufgaben der Sendestelle übernehmen. Bald darauf wurden auch die Leitungen von den Landessendern Weimar und Dresden, später auch von Halle, geschaltet.

Obwohl die Gründungsversammlung am 27. Oktober 1945 beschlossen hatte, daß der Sender Leipzig ein eigenes Programm ausstrahlen würde, blieb das Funkhaus Leipzig bis Mitte Mai 1946 eine Außenstelle des Berliner Rundfunks, die auch Beiträge für das Berliner Programm lieferte. Nun wurde der „Mitteldeutsche Rundfunk, Sender Leipzig“ eine programmseitig selbständige Institution und meldete sich erstmalig am 4. Juni 1946.

Das erste Hörspiel, „Michael Kohlhaas“, wurde im Dezember 1946 wie in den zwanziger Jahren live aus einem Sprecherraum gesendet. Erst 1947 war der Hörspielkomplex (Raum 3) fertig; er bestand aus einem großen Raum mit unterschiedlicher Akustik, einem schalltoten Raum und einem Hallraum. Im Bedarfsfall konnte ein weiterer Raum (Raum 4) hinzugeschaltet werden. Die technische Einrichtung war zunächst primitiv. Dennoch wurden 1947 insgesamt 14 Hörspiele gesendet.

Gegen Ende des Jahres 1945 fand sich das Rundfunk-Sinfonieorchester wieder zusammen und gab am 27. August 1946 ein erstes öffentliches Konzert. Für Proben und Aufnahmen war dringend ein Saal erforderlich, und man beschloß, einen großen Sendesaal von 3800 m³ zu bauen. Gleichzeitig sollten zwei weitere Regiekomplexe entstehen. Dies war überhaupt das erste größere Bauvorhaben in der damaligen Sowjetischen Besatzungszone. Baubeginn war am 24. Juni 1946.

Aus historischem Abstand läßt sich nur schwer ermessen, was dieses Vorhaben damals bedeutete. Angesichts eines völlig zerrütteten Transportwesens mußten alle Baustoffe aus den verschiedensten Gegenden der Sowjetischen Besatzungszone zum Teil mit Hand- und Pferdewagen herangeschafft werden.

Jeder Stein und jeder Sack Zement waren „bezugsscheinpflichtig“. Der Treibstoff für die wenigen zivilen Kraftwagen reichte nicht einmal aus, um die notwendigen Lebensmitteltransporte für die Bauleute und Rundfunkmitarbeiter zu sichern. Und doch wurde gebaut. Selbst das Holz für die akustisch so wichtige Täfelung und der Parkettfußboden wurden beschafft.

Auch die Arbeitskräfte waren knapp, so daß alle Mitarbeiter selbst Hand anlegten. In unzähligen freiwilligen Aufbaustunden leisteten sie Schachtarbeiten, putzten Trümmerziegel und rührten Mörtel an. Der Ingenieur stand neben dem Hilfsarbeiter, der Direktor neben der Putzfrau.

Am 2. September 1947, dem Eröffnungstag der Leipziger Herbstmesse, konnte der Sendesaal übergeben werden. Der zu diesem Saal gehörende Regieraum befand sich im zweiten Stockwerk des Altbaus und war mit dem Saal durch eine Treppe verbunden. Die Technik bestand zunächst provisorisch aus Verstärkern V 35.

Ab Dezember 1946 sendete der Mitteldeutsche Rundfunk gemeinsam mit seinen Landessendern täglich vier bis sechs Stunden Eigenprogramm. Das Programm gliederte sich in Wirtschaftsreportagen, Kommentierung der Beschlüsse des FDGB, Nachrichten, Kammermusik, Kinderfunk, Volksmusik und Hörspiele. Kinderfunk und Hörspiele wurden sämtlich live gesendet.

Am 17. Februar 1947 erhielt Leipzig ein neues Pausenzeichen. Die erste ganztägige Außenübertragung fand am 31. Juli 1947 aus Bad Elster statt.

Die tägliche Sendezeit nahm inzwischen rasch zu; ab 29. Oktober 1948 wurden täglich 17 Programmstunden gesendet. Im Leipziger Funkhaus waren zu dieser Zeit 645 Mitarbeiter tätig. Der Sendealltag begann um 4.58 Uhr mit einem Morgenlied und endete um 24.00 Uhr. Die einzige Sendepause lag zwischen 10.00 und 11.55 Uhr.

Täglich, außer dienstags, waren die Landessender mit Programmbeiträgen vertreten. Auch das Studio Chemnitz, das zum Sender Leipzig gehörte, beteiligte sich einmal wöchentlich mit Früh- oder Nachmittagskonzerten an der Programmgestaltung. Neue Sendungen kamen hinzu. Der Leipziger Thomanerchor sang im Speiseraum des Funkhauses, der damals im dritten Stockwerk lag; auch die Leipziger „Kinderstunde“ wurde von hier live gesendet.

Erste Rekonstruktionsmaßnahmen sahen vor, die Provisorien im Funkhaus durch feste Einbauten zu ersetzen. Die Inbetriebnahme des Sendekomplexes 2 im Dezember 1948 gestattete es, den täglichen Sendebetrieb in diese Räume zu verlegen. Im Funkhaus Leipzig standen damit vier Sendekomplexe, ein weiterer Sendekomplex für Kammermusik, ein Hörspielkomplex und die Saalregie zur Verfügung.

Im Jahre 1949 kamen die ersten nach dem Kriege entwickelten und gebauten Magnettonlaufwerke R 28 mit Kulissenschaltung und dazugehörigen Verstärkern V 47 zum Einsatz. Im Verlauf der weiteren Rekonstruktion konnten bis 1952 alle alten Magnettongeräte (HTS, K 7, „Berta“) ersetzt werden.

Durch die Einführung der R 28a mit Drucktastenbedienung ergab sich erstmals die Möglichkeit eines Fernstarts für das Bandabspiel. Die ersten Versuche erfolgten im Sendekomplex 2, im Juli 1952 im Regieraum 4. Der Fernstart brachte wesentliche Vorteile im Sendeablauf und bei der Produktion. «

 
 
Funkhaus Leipzig
Funkhaus Leipzig 1946, Teilansicht des ersten Regieraums
 
Funkhaus Leipzig
Funkhaus Leipzig 1949, Regieraum 2
 
Sendestart des MDR
Ausschnitt „Sächsische Volkszeitung“ vom 6. Dezember 1945

Tag des offenen Denkmals 2018

Tag des offenen Denkmals 2018

Seit 25 Jahren veranstaltet die Deutsche Stiftung Denkmalschutz jeweils am zweiten Sonntag im September den „Tag des offenen Denkmals“. An dieser Stelle sei mit Augenmerk auf den Rundfunk ein Blick in das Programm für den 9. September 2018 geworfen.

Sender Wiederau
Mittelwellensender aus dem Jahre 1939 in Wiederau, 2010 noch mit Senderöhren (Foto: Kai Ludwig)

Nicht unter tag-des-offenen-denkmals.de zu finden ist diesmal die Sendestation in Wiederau bei Leipzig. Weitere Informationen zum Stand der Dinge sind aus der Ferne nicht zu beschaffen.

2013 startete eine Initiative zum musealen Erhalt der alten Mittelwellenanlagen in Wiederau, die zuvor über mehr als ein Jahrzehnt sich selbst überlassen blieben. Tiefpunkt war ein offensichtlich gezielter Einbruch von „Liebhabern“, die sämtliche Senderöhren mitgehen ließen.

 
 
Senderöhre in Wiederau
Eine der gestohlenen Senderöhren in Wiederau (Foto: Kai Ludwig; 2010)
 
Sender Wiederau
Beim Diebstahl der Röhren beschädigter Sender in Wiederau (Foto: Kai Ludwig; 2015)
 
Sender Wiederau
Dieser 1963 eingebaute Sender wurde ebenfalls geplündert. (Foto: Kai Ludwig; 2015)
 

Aus Nauen gibt diese PDF-Datei eine Ankündigung ausdrücklich „außerhalb des offiziellen Programms“: Die Media Broadcast werde am 9. September 2018 zwischen 10.00 und 16.00 Uhr ihre Kurzwellen-Sendestation präsentieren.

 
Sender Nauen
Sendestation Nauen (Foto: Christian Schubert)
 

Keine Möglichkeit zur Besichtigung geben wird es beim Sender Wilsdruff. Als Alternative bietet der hier engagierte Verein an, seinen Stützpunkt in der Dresdner Straße / Rosenstraße zu besuchen (siehe hier).

Im Saarland kann hingegen zwischen 14.00 und 17.00 Uhr die Halle des Langwellensenders Felsberg besichtigt werden. Die dort stehenden Röhrensender waren 2015 durch neue Technik in einem kleinen Neubau abgelöst worden. Den völlig überdimensionierten Altbau übernahm die Gemeinde Überherrn zur musealen Erhaltung.

 
Sender Felsberg
Sendersaal Felsberg, Zustand 2016 (Quelle: SR)
 

Keine Beteiligung am Programm des „Tags des offenen Denkmals“ vorgesehen ist beim Rundfunkgelände in der Berliner Nalepastraße. Hier hatte die Veranstaltung des Jahres 2007 einstige Beteiligte unterschiedlichster Art dazu gebracht, den Ort nach mehr als einem Jahrzehnt erstmals wieder aufzusuchen.

Ein regelmäßiges Besichtigungsprogramm für Interessenten, die das Objekt bislang nicht kennen, wird unter ddr-funkhaustour.de angeboten.

Regelmäßige Führungen gibt es auch im Funkhaus in der Berliner Masurenallee. Dazu siehe das Angebot des rbb-Besucherservice.

 

Autor: Kai Ludwig; Stand vom 25.08.2018

Detlef`´s Tagebuch 27.08.2018

Der Landregen über Voerde.

Schon am frühen morgen, Kalt und Nass. Ich werde wohl meine Kakteen reinholen. Bin auf Younow und erzähle was über Funkausbreitungen .

Nach dem Mittagschlaf in die Stralenklinik  in Dinslaken. Nix besonderes. Muß nächstest Jahr wieder hin. Das sind alles so Nachuntersuchungen. Wegen dem scheiß Wetter war ich sonst immer vor den Rechner

 

Die einzelnen Amateurfunkbänder in Deutschland.

00000.1357 Mhz – 00000.1378 Mhz 2200 meter

00001.8100 Mhz – 00002.0000 Mhz 160 meter

00003.5000 Mhz – 00003.8000 Mhz 80 meter

00007.0000 Mhz – 00007.2000 Mhz 40 meter

00010.1000 Mhz – 00010.1500 Mhz 30 meter

00014.0000 Mhz – 00014.3500 Mhz 20 meter

00018.0680 Mhz – 00018.1680 Mhz 17 meter

00021.0000 Mhz – 00021.4500 Mhz 15 meter

00024.8900 Mhz – 00024.9900 Mhz 12 meter

00028.0000 Mhz – 00029.7000 Mhz 10 meter

00050.0800 Mhz – 00051.0000 Mhz 6 meter

00144.0000 Mhz – 00146.0000 Mhz 2 meter

00430.0000 Mhz – 00440.0000 Mhz 70 cm

01240.0000 Mhz – 01300.0000 Mhz 23 cm

02320.0000 Mhz – 02450.0000 Mhz 13 cm

03400.0000 Mhz – 03475.0000 Mhz 9 cm

05650.0000 Mhz – 05850.0000 Mhz 6 cm

10000.0000 Mhz – 10500.0000 Mhz 3 cm

24000.0000 Mhz – 24250.0000 Mhz 1,2 cm

 

Das 2m Band 145Mhz

Frequenzbereich Nutzung
144,000–144,150 MHz CW
144,150–144,400 MHz CW und SSB (internationale Anruffrequenz SSB: 144,300 MHz)
144,400–144,490 MHz CW-Baken (kein Sendebetrieb)
144,500–144,794 MHz alle Betriebsarten
144,800–144,9875 MHz Digitale Betriebsarten

  • 144,800 MHz für APRS
  • Packet-Radio-Kanäle haben ein Kanalraster von 12,5 kHz
145,000–145,1875 MHz FM-Relais-Eingabe (+600 kHz Shift)

  • FM-Relaiskanäle haben einen Kanalabstand von 12,5 kHz
  • FM-Relais-Ausgaben sind mit ihren entsprechenden -Eingaben gekoppelt
145,2125–145,5625 MHz FM simplex

  • Kanalabstand: 12,5 kHz
145,575–145,7875 MHz FM-Relais-Ausgabe (-600 kHz Shift)

  • FM-Relaiskanäle haben einen Kanalabstand von 12,5 kHz
  • FM-Relais-Eingaben sind mit ihren entsprechenden -Ausgaben gekoppelt
145,800–146,000 MHz Amateurfunksatelliten

Das 2-Meter-Band ist Teil des UKW-Spektrums und wird vielfach für die lokale Kommunikation genutzt. Die Reichweite fester Funkstellen ist stark von der individuellen Ausstattung und verwendeten Betriebsarten abhängig. Sie beträgt für einfache Stationen mit Rundstrahlantennen bis etwa 50 km, die eines Handfunkgerätes etwa 5 bis 10 km. Diese Entfernung kann man durch Nutzung von Relaisstationen vergrößern. Gut ausgerüstete Stationen verfügen über Richtantennen und Sendeleistungen bis zu mehreren hundert Watt (Deutschland: bis zu 750 W). Damit können regelmäßig über die Bodenwelle bis zu 300 km, mit Hilfe von Reflexionen an Flugzeugen bis zu 800 km, über Meteorscatter bis über 2.000 km und über Moon Bounce bis zu 18.000 km überbrückt werden. Verwendung finden dabei vorzugsweise schmalbandige Betriebsarten wie Telegrafie oder FSK441 bzw. JT65 (beide digital), aber unter günstigen Umständen auch Einseitenband-Modulation (SSB). Bei besonderen Ausbreitungsbedingungen (z. B. Inversionswetterlagen, Sporadic-E) treten im 2-m-Band kurzzeitig Überreichweiten von mehreren hundert bis teilweise mehreren tausend Kilometern auf.

Das 2-Meter-Band erlaubt, kurze und kompakte Antennen zu benutzen; auch Richtantennen (insbesondere Yagi- und Quadantennen) lassen sich mit wenig Aufwand bauen. Für Handfunksprechgeräte werden vielfach Gummiwendelantennen („Gummiwurst“, elektrisch verkürzte Viertelwellenstrahler) eingesetzt, wobei man zugunsten der Handlichkeit Verluste bei der Abstrahlung in Kauf nimmt

Lizenzfreier Funk, Frequenzen und Kanäle.

Lizenzfreier Funk, Frequenzen und Kanäle.

Auch ohne eine Amateurfunklizenz kann man am Funkgeschehen teilnehmen. Hierfür stehen Frequenzbereiche im oberen Kurzwellenbereich (CB-Funk) und im VHF/UHF Bereich (Freenet und PMR) zur Verfügung. In diesen Frequenzbereichen für lizenzfreien Funk sind allerdings nur speziell dafür genehmigte Geräte zugelassen. Nachfolgend einige Informationen und Frequenzen sowie Kanäle für den CB-Funk sowie den PMR und Freenet Bereich.

Lizenzfreier Funk, CB-Funk, PMR und Freenet.

CB-Funk – Kanäle und Frequenzen.

 

Änderung in der CB-Allgemeinzuteilung, ab dem 07.12.2011 gelten neue nachfolgende Richtlinien:

 

80 Kanäle FM mit 4 Watt

40 Kanäle AM mit 4 Watt

40 Kanäle SSB mit 12 Watt

 

Im CB-Funk sind Funkgeräte mit max. 4 Watt Sendeleistung in den Modulationsarten AM und FM sowie 12 Watt Sendeleistung in der Modulationsart SSB als Handfunkgerät, Mobilfunkgerät und Feststation zugelassen. Es dürfen externe Antennen verwendet werden, auch Richtantennen sind im CB-Funk erlaubt. Die Wellenlänge des CB-Funks beträgt 11 meter.

 

Kanal 1 26.965 Mhz FM/AM/SSB Kanal 41 26.565 Mhz FM
Kanal 2 26.975 Mhz FM/AM/SSB Kanal 42 26.575 Mhz FM
Kanal 3 26.985 Mhz FM/AM/SSB Kanal 43 26.585 Mhz FM
Kanal 4 27.005 Mhz FM/AM/SSB Kanal 44 26.595 Mhz FM
Kanal 5 27.015 Mhz FM/AM/SSB Kanal 45 26.605 Mhz FM
Kanal 6 27.025 Mhz FM/AM/SSB Kanal 46 26.615 Mhz FM
Kanal 7 27.035 Mhz FM/AM/SSB Kanal 47 26.625 Mhz FM
Kanal 8 27.055 Mhz FM/AM/SSB Kanal 48 26.635 Mhz FM
Kanal 9 27.065 Mhz FM/AM/SSB Kanal 49 26.645 Mhz FM
Kanal 10 27.075 Mhz FM/AM/SSB Kanal 50 26.655 Mhz FM
Kanal 11 27.085 Mhz FM/AM/SSB Kanal 51 26.665 Mhz FM
Kanal 12 27.105 Mhz FM/AM/SSB Kanal 52 26.675 Mhz FM
Kanal 13 27.115 Mhz FM/AM/SSB Kanal 53 26.685 Mhz FM
Kanal 14 27.125 Mhz FM/AM/SSB Kanal 54 26.695 Mhz FM
Kanal 15 27.135 Mhz FM/AM/SSB Kanal 55 26.705 Mhz FM
Kanal 16 27.155 Mhz FM/AM/SSB Kanal 56 26.715 Mhz FM
Kanal 17 27.165 Mhz FM/AM/SSB Kanal 57 26.725 Mhz FM
Kanal 18 27.175 Mhz FM/AM/SSB Kanal 58 26.735 Mhz FM
Kanal 19 27.185 Mhz FM/AM/SSB Kanal 59 26.745 Mhz FM
Kanal 20 27.205 Mhz FM/AM/SSB Kanal 60 26.755 Mhz FM
Kanal 21 27.215 Mhz FM/AM/SSB Kanal 61 26.765 Mhz FM
Kanal 22 27.225 Mhz FM/AM/SSB Kanal 62 26.775 Mhz FM
Kanal 23 27.255 Mhz FM/AM/SSB Kanal 63 26.785 Mhz FM
Kanal 24 27.235 Mhz FM/AM/SSB Kanal 64 26.795 Mhz FM
Kanal 25 27.245 Mhz FM/AM/SSB Kanal 65 26.805 Mhz FM
Kanal 26 27.265 Mhz FM/AM/SSB Kanal 66 26.815 Mhz FM
Kanal 27 27.275 Mhz FM/AM/SSB Kanal 67 26.825 Mhz FM
Kanal 28 27.285 Mhz FM/AM/SSB Kanal 68 26.835 Mhz FM
Kanal 29 27.295 Mhz FM/AM/SSB Kanal 69 26.845 Mhz FM
Kanal 30 27.305 Mhz FM/AM/SSB Kanal 70 26.855 Mhz FM
Kanal 31 27.315 Mhz FM/AM/SSB Kanal 71 26.865 Mhz FM
Kanal 32 27.325 Mhz FM/AM/SSB Kanal 72 26.875 Mhz FM
Kanal 33 27.335 Mhz FM/AM/SSB Kanal 73 26.885 Mhz FM
Kanal 34 27.345 Mhz FM/AM/SSB Kanal 74 26.895 Mhz FM
Kanal 35 27.355 Mhz FM/AM/SSB Kanal 75 26.905 Mhz FM
Kanal 36 27.365 Mhz FM/AM/SSB Kanal 76 26.915 Mhz FM
Kanal 37 27.375 Mhz FM/AM/SSB Kanal 77 26.925 Mhz FM
Kanal 38 27.385 Mhz FM/AM/SSB Kanal 78 26.935 Mhz FM
Kanal 39 27.395 Mhz FM/AM/SSB Kanal 79 26.945 Mhz FM
Kanal 40 27.405 Mhz FM/AM/SSB Kanal 80 26.955 Mhz FM

 

 

 

Freenet – Kanäle und Frequenzen.

 

Im Freenet Bereich bei 149 Mhz sind nur Handfunkgeräte mit fest montierter Antenne zugelassen. Die max. Sendeleistung im Freenet Bereich beträgt 0.5 Watt. Es ist nicht erlaubt mit erweiterten Amateurfunkgeräten diesen Bereich sendeseitig zu nutzen. Die Wellenlänge im Freenet Bereich bei 149 Mhz beträgt 2 meter.

 

Kanal 1 – 149.0250 Mhz – FM  
Kanal 2 – 149.0375 Mhz – FM  
Kanal 3 – 149.0500 Mhz – FM  
Kanal 4 – 149.0875 Mhz – FM  
Kanal 5 – 149.1000 Mhz – FM  
Kanal 6 – 149.1125 Mhz – FM  

 

PMR – Kanäle und Frequenzen.

 

Im PMR Bereich sind ebenfalls nur Geräte mit fest angeschlossener Antenne zugelassen mit einer max. Sendeleistung von 0.5 Watt. Die Wellenlänge im PMR Bereich bei 446 Mhz beträgt 70 cm. Auch im PMR Bereich bei 446 Mhz ist der Sendebetrieb mit erweiterten Amateurfunkgeräten nicht erlaubt.

 

Kanal 1 – 446.00625 Mhz – FM  
Kanal 2 – 446.01875 Mhz – FM  
Kanal 3 – 446.03125 Mhz – FM  
Kanal 4 – 446.04375 Mhz – FM  
Kanal 5 – 446.05625 Mhz – FM  
Kanal 6 – 446.06875 Mhz – FM  
Kanal 7 – 446.08125 Mhz – FM  
Kanal 8 – 446.09375 Mhz – FM  

 

 

Auch wenn im Internet immer wieder in diversen Foren geschrieben wird das Sendebetrieb mit frequenzerweiterten Amateurfunkgeräten auf diesen Bändern erlaubt sei wenn die Sendeleistung entsprechend angepasst wird so ist das ein Aberglaube. Der Sendebetrieb mit Amateurfunkgeräten ist nur Lizenzierten Funkamateuren erlaubt und das nur in den Amateurfunkbändern.
 

Funkbetrieb in den Lizenzfreien Bändern CB-Funk, Freenet und PMR ist nur mit entsprechend zugelassenen Funkgeräten erlaubt die für die jeweilige Funkanwendung zugelassen wurden.

 

Amateurfunk auf der ISS.

Amateurfunk auf der Internationalen Raumstation ISS.

 
Internationale Raumstation ISS.

Internationale Raumstation ISS. 

Die Internationale Raumstation ISS fliegt mit einer Geschwindigkeit von etwa 28.000 Km/H in einer Höhe von ca 350 Km um die Erde, für einen Umlauf braucht die ISS etwa 91 Minuten. Je nach dem welchen Bereich der Erde die ISS gerade überfliegt sind verschiedene Amateurfunkanwendungen aktiv. In der IARU Region 1 (Europa) sind folgende Up und Downlink Frequenzen zeitweise aktiv:

 

Uplink Sprache 145.200 Mhz
Downlink Sprache und Packet Radio 145.800 Mhz
Up/Downlink Packet Radio/APRS 145.825 Mhz
Crossbandrepeater Uplink 437.800 Mhz
Crossbandrepeater Downlink 145.800 Mhz
Kommando Frequenz (Kein Amateurfunk) 143.625 Mhz

 

Die Rufzeichen der ISS sind DP0ISS, RZ3DZR, NA1SS, OR4ISS, für APRS RS0ISS-11 und für Packet Radio RS0ISS-3. Die Frequenz 143.625 Mhz kann zur Beobachtung genutzt werden um die Hörbarkeit der ISS zu testen, dieses ist allerdings keine Amateurfunkfrequenz, daher ist dort kein Sendebetrieb gestattet.
 

Gelegentlich finden Amateurfunkaktivitäten an Schulen statt wobei Schüler unter der Aufsicht von Funkamateuren mit einem Ausbildungsrufzeichen Funkkontakt zu der Raumstation ISS aufnehmen. In der Regel werden solche Aktivitäten in den Medien rechtzeitig angekündigt. Eine sehr gute Informationsseite zum Amateurfunkbetrieb von der ISS gibt es hier.

4m Band Amateurfunk

Das 70 Mhz Band ist derzeit noch etwas ganz besonderes, in diesem Amateurfunkband dürfen derzeit nur wenige Länder Funkbetrieb machen. In Deutschland ist das 4 meter Amateurfunkband noch nicht für den Sendebetrieb freigegeben, der Empfang im 4 meter Band bei 70 Mhz ist natürlich erlaubt. Hier sind die Sommermonate von etwa Mai bis September interessant, hier kommt es auch im 4 meter Amateurfunkband recht oft zu sporadischen Überreichweiten auch Sporadic-E oder Es genannt. In diesem Fall sind in dem Frequenzbereich bei 70 Mhz Amateurfunkstationen aus ganz Europa (wo es erlaubt ist) und darüber hinaus zu hören.

In Deutschland gab bzw gibt es ganz selten auf Antrag bei der zuständigen Behörde (BnetzA) Sondergenehmigungen für z.B. die Frequenz 69.950 Mhz, diese Frequenz liegt allerdings etwas unterhalb von dem eigentlichem Amateurfunkband wodurch dann Splittbetrieb mit den DX-Stationen durchgeführt wird, die DX-Stationen arbeiten dann meist in dem Bereich bei 70.200 Mhz in SSB/CW oder Digimods.

Das 4 meter Amateurfunkband erstreckt sich von 70.000 Mhz – 70.500 Mhz und ist in den meisten Ländern unterteilt, nur wenige Länder haben das gesamte Band für den Amateurfunk freigegeben, eindeutige Bandpläne gibt es bislang noch nicht oder nur ungenau da das 4 meter Band noch in den Kinderschuhen steckt. Als Richtwert haben sich aber die 70.200 Mhz als SSB Anruffrequenz und die 70.450 Mhz als FM Anruffrequenz etabliert. In England zum Beispiel ist das 4 meter Band schon seit längerem etabliert, bei entsprechenden Ausbreitungsbedingungen ist hier reger FM Funkbetrieb im Bereich 70.400 Mhz empfangbar.

Was gerade passiert auf dem 4m Band seht Ihr auf diesem Link

https://www.dxfuncluster.com/?b=4

Ausrüstung für das 70 Mhz Band.

 

Kommerzielle Amateurfunk Allmodegeräte für das 4 meter Band sind selten zu bekommen, ein Amateurfunkgerät das im 70 Mhz Bereich in allen Betriebsarten senden kann ist das Yaesu FT-847 (nach Erweiterung). Wer dort erstmal nur in SSB empfangen möchte hat mehr Glück, hier gibt es einige Geräte u.A. Icom IC-706. Wer erstmal nur den FM Funkbetrieb beobachten möchte kann sich mit einem handelsüblichem Funk-Scanner begnügen. Bei Sporadic-E oder Tropo-Bedingungen sind die Signale im 4 meter Band sehr oft schon an einer kurzen Gummiantenne gut verständlich. Die Firma Wouxun bietet ebenfalls preisgünstige Handfunkgeräte für das 4 meter Band an, z.B. das Wouxun KG-689, KG-699, KG-816, KG-818 usw.

 

 

 
Wouxun KG-818 mit Kathrein Miniflex K5139419 BNC.

Wouxun KG-818 4 meter Handfunkgerät 66-88 Mhz mit Kathrein Miniflex BNC 4 meter Aufsteckantenne 68-75 Mhz K5139419.

70 Mhz Empfang mit DVB-T Stick und SDR-Sharp.

 

 
SDR-Sharp mit USB DVB-T Stick als 70 Mhz RX.

 

 

Die kostenlose Software SDR-Sharp verwandelt einen einfachen USB DVB-T Stick in einen allmode Empfänger für den Frequenzbereich von etwa 52 Mhz bis 2200 Mhz. Der nutzbare Frequenzbereich hängt vom verwendeten DVB-T Stick ab. Der DVB-T Stick sollte über einen RTL2832U Chipsatz sowie E4000 Tuner verfügen damit er als Empfänger mit SDR-Sharp nutzbar ist. Bei mir kommt ein Terratec Cinergy Tstick-RC zum Einsatz der sehr gute Empfangseigenschaften an einer 4 meter Antenne bietet.

 

Webseiten zum Thema Amateurfunk im 4 meter Band.

 

Nachfolgend einige Webseiten mit Informationen zum derzeitigen Status sowie neuer Freigaben für das 4 meter Amateurfunkband und Bauanleitungen für 70 Mhz Antennen.

 

Webseite mit Informationen über das 4 meter Band.

Wikipedia zum 4 meter Band.

Linksammlung von Bauanleitungen für 70 Mhz Antennen.

Ausbreitungsvorhersage für VHF und UHF sowie Anzeige der MUF.

DI2AW – 70 Mhz Experimentalstation.

DI2AI – 70 Mhz Experimentalstation.

 

Detlef`s Tagebuch – 26.08.2018

Mh . Ich warte auf die Radio DARC Sendung. Sie ist ja schon auf Kurzwelle aber laserstarradio.de überträgt sie noch nicht und es ist schon 11:09 Komisch.

Naja Gestern nacht war es etwas länger. Die Nacht war kurz. Ich mußte ein Handy suchen. Ok es war nicht meins. Alles was mit Technik zu tun hat klebt an mir.

Bo ich habe den Fehler gefunden

was fürn mist kommt gleich schon 15 Min nach.

Heute morgen fing alles gut an. Blauer Himmel und die Sonne ist wieder da.

Ich wollte nicht viel machen aber war schon wieder mit der Programmverteilung beschäftigt. Nun erst mal das Funkgerät anmachen.

Auf Fm läuft der Rundsruch. Ah 17 Munuten verspätet Radio DARC läuft auf laserstarradio

Ich muß noch was berichten der kleine Sender den ich vor einigen Montaten gekauft hat ist soetwas von Frequenzstbil. Die digitale Anzeige weicht nur um -10 Herz ab. Das Gerät ist als Steuerstender im Amateurfunk aber je nach Land und Bestimmungen auch als Seuerstender für Langenwellen , Mittelwellen und Kurzwellensender in der Modulation Amplitudenmodulation zu verwenden. Im Amateurfunk auf Kurzwelle für Telegraphie.

M ittag ist auch schon wieder und am Nachmittag habe ich was in der Sonne im Garten gesessen. Lange Hose Unterhend, irgenwie mag ich es lieber bei 30 Grad. Am Nachmittag habe ich etwas mit Videochats getestet und bin nun unter Stefan Kramer bei Younow.com noch bis 20 Uhr zu sehen. Wie auf allen selbstdarstellenden Plattformen sind da schon komische Menschen. Manche gehen da ganz drin auf

 

Digital Mobile Radio – DMR: Basiswissen

Digitaler Sprechfunk für Veranstaltungen

DMR mache ich im Amateurfunk und bin total begeistert. Hier aber DMR  und Digitalfunk BOS Funk und Kommerziellen Funk

Digital Mobile Radio – DMR: Basiswissen

Als Alternative (oder gar Nachfolger) zu den weit verbreiteten FM-Funkgeräten einerseits und dem bisher eher auf Großveranstaltungen anzutreffenden TETRA-Digitalfunk könnte sich für mittelgroße oder gar kleinere Veranstaltungen Digital Mobile Radio anbieten.

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Eine gute technische Kommunikation ist für die Durchführung einer Veranstaltung unerlässlich. Häufig kommen hier noch FM-Funkgeräten zum Einsatz. Bei Großveranstaltungen dagegen ist man sehr häufig schon digital aufgestellt und TETRA wird genutzt. TETRA-Digitalfunk (Terrestrial Trunked Radio) ist jedoch nicht unbedingt optimal auf den Bedarf mittelgroßer oder gar kleiner Veranstaltungen (und deren Budgets) abgestimmt. Dennoch möchte so mancher Veranstalter und Verleiher aber gerne die Vorteile des Digitalfunks nutzen. Eine mögliche Lösung stellt Digital Mobile Radio dar – eigentlich keine neue Erfindung, oft aber noch unbekannt.

Die Basis von DMR: ETSI-Standard

Der Vorteil bei DMR ist, wie übrigens auch bei TETRA, dass es sich um einen Standard handelt, der vom European Telecommunications Standards Institute veröffentlicht und mit der Industrie zusammen entwickelt wurde sowie allgemein zugänglich ist. Es handelt sich also um einen offenen, keinen Firmenstandard. Er ist in fünf Dokumenten definiert (TS 102 361-1 bis -4 und TR 102 398) und wurde bereits 2005 vorgestellt. Mittlerweile sind viele Geräte am Markt und die Technik ist einige Jahre praxiserprobt. Mit der DMR Association wurde eine Organisation gegründet, die firmen- übergreifend Interessen vertritt und sich auch dem Thema Interoperabilität widmet. So hat die DMR Association bereits 2010 die ersten firmenübergreifenden Kompatibilitätstests durchgeführt.

Der Standard wird in drei Anwendungsstufen unterteilt: Tier I für private Anwendungen, Tier II für den Betriebsfunk und Tier III Trunked-Anwendungen für große Netze ähnlich TETRA. Wir möchten uns also daher hier ausschließlich mit DMR Tier II beschäftigen, der als digitaler Nachfolger des analogen FM-basierenden Betriebsfunks gehandelt wird.

Vorteile gegenüber dem analogen FM-Funkbetrieb

Wo liegen überhaupt die Vorteile einer digitalen Übertragung beim Betriebsfunk? Ein wesentlicher Punkt ist, dass die Übertragung durch Einsatz von hocheffektiven Audiocodecs frequenzökonomischer erfolgt. So gibt es bereits Länder – wie beispielsweise die Volksrepublik China – in denen bald kein analoger Betriebsfunk mehr erlaubt ist.

Weiter lassen sich Zusatzdaten übertragen und gezielt Stationen ansprechen. Dafür gibt es auch im analogen Funk Möglichkeiten, die aber funktionell weit hinter denen des Digitalfunks bleiben. So lassen sich via DMR auch Kurznachrichten und Statusinformationen sowie GPS-Koordinaten versenden. Weiter lässt sich ein digitaler Betriebsfunk leichter in IP-Infrastrukturen einbetten. Und dass dies nicht nur ein theoretischer Vorteil ist, werden wir gleich sehen.

Hytera RD985 – Repeater im Rack
Hytera RD985 – Repeater im Rack (Bild: Peter Kaminski)

DMR-Technik

Die Übertragung beim Digital Mobile Radio erfolgt im Zeitmultiplex-Verfahren mit 4- FSK-Modulation. Man belegt eine Frequenz von 12,5 kHz, wobei aber zwei Zeitschlitze übertragen werden. In jedem dieser Zeitschlitze lässt sich ein Sprachkanal übertragen. Gegenüber analoger Technik wird also eine Halbierung des in Anspruch genommenen Frequenzspektrums erzielt. Man belegt zwar immer 12,5 kHz Bandbreite, aber es sind zwei unabhängige Übertragungen plus Zusatzdaten möglich.

Es ist sowohl eine direkte Verbindung zwischen zwei Funkgeräten möglich als auch eine Verbindung über einen Repeater. Die übertragenen Kurznachrichten können maximal 1.130 Byte lang sein. Es sind verschiedene Rufarten möglich, also auch z. B. Broadcast-Rufe und Gruppen. Wir gehen später im Abschnitt der Geräteprogrammierung detaillierter darauf ein. Der Standard sieht selbst keine Verschlüsselung vor. Man hat sich in der DMR Association aber Gedanken dazu gemacht und es wurden Empfehlungen erarbeitet. Viele Hersteller implementieren daher auch die vorgeschlagene ARC-4 (40 Bit) Verschlüsselung, so dass auch dem Sicherheitsaspekt Rechnung getragen wird. Diese funktioniert auch herstellerübergreifend. Einige Hersteller, wie Hytera, bieten auch alternativ eine AES-256-Bit-Verschlüsselung an, die aber nicht im Mischbetrieb (also zwischen Geräten verschiedener Hersteller) genutzt werden kann.

Kompaktes DMR-Mobilgerät mit Display-Mikrofon
Kompaktes DMR-Mobilgerät mit Display-Mikrofon (Bild: Peter Kaminski)

TETRA vs. DMR

Warum aber ausgerechnet DMR – europäische behördliche Funkdienste setzen doch mehrheitlich auf TETRA? Das liegt einmaldaran, dass die Standardisierung von TETRA bereits 1990 begann und der DMR-Standard vergleichsweise jung ist: Als die Entscheidung für TETRA bei vielen Behörden fiel, gab es DMR noch gar nicht. In Asien ist aber auch schon Tier III DMR bei den Behörden im Einsatz und selbst Tier II, z. B. bei der Polizei in der Tschechischen Republik, um nur ein Beispiel zu nennen.

Die Einstellungen für die einzelnen Kanäle sind komplex und umfangreich, wie auch der Rest der Programmierung
Die Einstellungen für die einzelnen Kanäle sind komplex und umfangreich, wie auch der Rest der Programmierung

Ein wesentlicher Unterschied zwischen TETRA und DMR sind die Systemkosten zugunsten von DMR und zudem die technisch einfache Realisierung von Funkstrukturen. Außerdem ist TETRA für UHF vorgesehen, DMR kann aber sowohl im VHF- als auch UHF-Betrieb genutzt werden (und auch noch – was für den Betriebsfunk nicht so relevant ist, im 4-m-Band). Bei TETRA belegt man 25 kHz pro Kanal und es stehen vier Zeitschlitze zur Verfügung, wobei einer aber Steuerdaten etc. vorbehalten ist; für den Anwender stehen nur drei Zeitschlitze bereit. Die Übertragungsrate ist bei TETRA (DQPSK-Modulation) mit 36 kBit/s gegenüber DMR mit 9,6 kBit/s deutlich höher. Man kann daraus richtig schließen, dass DMR im Gesamtvergleich eine höhere Reichweite als TETRA hat. Dazu tragen auch die ausgewählten Fehlererkennungs- und Korrekturverfahren bei.

DMR bietet übrigens auch eine kürzere Aufbauzeit der Verbindungen deutlich unter 300 Millisekunden, während diese bei TETRA unter 500 Millisekunden liegt. TETRA ist eigentlich für Netze mit hoher Nutzerdichte optimiert, DMR zielt eher auf eine geringe Nutzerdichte ab. Ein wesentlicher praktischer Aspekt ist noch, dass DMR-Funkgeräte – im Gegensatz zu TETRA-Funkgeräten – auch für die Übertragung von analogem FM-Betriebsfunk ausgerüstet sind. So ist also auch ein Mischbetrieb möglich und eine einfache Migration bestehender Infrastrukturen wird gewährleistet. Zudem ist bei DMR auch ein Gleichwellenbetrieb von Repeatern realisierbar.

DMR Frequenzen

Der Vorteil bei DMR ist, dass Funkgeräte sowohl für VHF als auch für den UHF-Bereich angeboten und betrieben werden können. Der UHF-Bereich ist in vielen Regionen gut gefüllt und Nutzer müssen sich Frequenzen teilen. Jedoch gibt es im VHF-Bereich auch viele zugewiesene Frequenzen. 2014 hat die Bundesnetzagentur dem Vormarsch von DMR Rechnung getragen, denn in der aktuellen „Verwaltungsvorschrift für Frequenzzuweisungen im nicht öffentlichen Landfunk“ gibt es nun ausgewiesene Frequenzen für digitalen Betriebsfunk, die bundesweit exklusiv vergeben werden. Vorgesehen für den digitalen Betriebsfunk in Deutschland sind Frequenzen im Bereich 148 bis 163 MHz (VHF) mit 2,5 W ERP (Handfunkgeräte), bzw. 6 W ERP (ortsfeste und mobile Stationen) sowie 450 bis 461 MHz (UHF) mit 2,5 W ERP (Handfunkgeräte), bzw. 12 W ERP (ortsfeste und mobile Stationen).

Erfreulich ist, dass eine Kurznutzung möglich ist, die auch relativ kurzfristig beantragt werden kann und auch kurzfristig genehmigt wird. Geregelt ist das Ganze in den Verwaltungsvorschriften für Frequenzzuteilungen im Rahmen von Kurzzeitnutzungen (VVKuNz). Antragsteller mit Firmensitz in Deutschland müssen sich für die Kurzzuteilungen an die jeweilige, zuständige regionale Außenstelle der Bundesnetzagentur wenden.

Die Einstellungen für die einzelnen Kanäle sind komplex und umfangreich, wie auch der Rest der Programmierung

Ein wesentlicher Unterschied zwischen TETRA und DMR sind die Systemkosten zugunsten von DMR und zudem die technisch einfache Realisierung von Funkstrukturen. Außerdem ist TETRA für UHF vorgesehen, DMR kann aber sowohl im VHF- als auch UHF-Betrieb genutzt werden (und auch noch – was für den Betriebsfunk nicht so relevant ist, im 4-m-Band). Bei TETRA belegt man 25 kHz pro Kanal und es stehen vier Zeitschlitze zur Verfügung, wobei einer aber Steuerdaten etc. vorbehalten ist; für den Anwender stehen nur drei Zeitschlitze bereit. Die Übertragungsrate ist bei TETRA (DQPSK-Modulation) mit 36 kBit/s gegenüber DMR mit 9,6 kBit/s deutlich höher. Man kann daraus richtig schließen, dass DMR im Gesamtvergleich eine höhere Reichweite als TETRA hat. Dazu tragen auch die ausgewählten Fehlererkennungs- und Korrekturverfahren bei.

DMR bietet übrigens auch eine kürzere Aufbauzeit der Verbindungen deutlich unter 300 Millisekunden, während diese bei TETRA unter 500 Millisekunden liegt. TETRA ist eigentlich für Netze mit hoher Nutzerdichte optimiert, DMR zielt eher auf eine geringe Nutzerdichte ab. Ein wesentlicher praktischer Aspekt ist noch, dass DMR-Funkgeräte – im Gegensatz zu TETRA-Funkgeräten – auch für die Übertragung von analogem FM-Betriebsfunk ausgerüstet sind. So ist also auch ein Mischbetrieb möglich und eine einfache Migration bestehender Infrastrukturen wird gewährleistet. Zudem ist bei DMR auch ein Gleichwellenbetrieb von Repeatern realisierbar.

Hytera PD365: DMR für die Hosentasche im Smartphone-Design
Hytera PD365: DMR für die Hosentasche im Smartphone-Design 

DMR-Funkgeräte

Das Angebot von DMR-TIER II-Funkgeräten ist riesig und auch Produkte zu Dumping Preisen aus Fernost werden angeboten, wobei man hier eventuell Abstriche was Sprachqualität und Verarbeitung angeht hinnehmen muss. Zu den Anbietern von hochprofessionellen DMR-Funkgeräten zählen Motorola sowie seit kurzem auch Kenwood. Bei Motorola nutzt man statt der Bezeichnung DMR den Markennamen MOTOTRBO

DMR-Funkgeräte

Das Angebot von DMR-TIER II-Funkgeräten ist riesig und auch Produkte zu Dumping Preisen aus Fernost werden angeboten, wobei man hier eventuell Abstriche was Sprachqualität und Verarbeitung angeht hinnehmen muss. Zu den Anbietern von hochprofessionellen DMR-Funkgeräten zählen Motorola sowie seit kurzem auch Kenwood. Bei Motorola nutzt man statt der Bezeichnung DMR den Markennamen MOTOTRBO.

Alle Funkgeräte aller Hersteller vorzustellen würde bereits diesen Rahmen sprengen. Beispielhaft sei mit der Firma HYTERA ein relativ neuer Wettbewerber genannt, der ebenfalls hochprofessionelle DMR Funkgeräte für verschiedenste Applikationen anbietet. Da ist einmal die klassische Betriebsfunkgeräteserie der 700er-Reihe mit dem PD705 ohne Display über das PD785 mit Farbdisplay bis zum PD795 Ex mit Kunststoffverkapselung, welches auch ATEX- und IEC-Richtlinien erfüllt (und sich so in potenziell gefährlichen Umgebungsbedingungen einsetzen lässt). Mit der neuen 600er-Serie mit Aluminiumrahmen werden Geräte ohne (PD605) und mit Display (PD665 und PD685) angeboten. Mit den Modellen PD505 (ohne Display) und PD565 gibt es auch noch preiswertere Geräte. X1p und X1e sind sehr flache Geräte für den unauffälligen Einsatz, z. B. im Sicherheitsbereich.

Eine ganz neue Serie und auch DMR-Geräteklasse ist die sehr kompakte 3er Serie: DMR-Funkgeräte im Smartphone-Design. Sie ist aber – entgegen den anderen Modellen – ausschließlich für den UHF-Bereich zu haben, unterstützt aber auch, wie alle anderen DMR-Geräte von Hytera, analogen FM-Funk. Wir haben beispielhaft das PD365 ausprobiert, und es steht – was Reichweite und Sprachqualität angeht – der 600er- und 700er-Serie in nichts nach. Funktionell ist es, was die Anzahl von Zonen etc. an geht, natürlich gegenüber den anderen Serien eingeschränkt. Die Preise der 300er-Serie liegen unter 250 Euro. Eine weitere DMR-Geräteklasse sind bei Hytera die Geräte für den mobilen Einsatz im KFZ oder einen stationären Betrieb. Hier gibt es das MD785 sowie das MD785G mit GPS, welches als klassisches Funkgerät mit Farbdisplay, Drehgeber und Funktionstasten ausgestattet ist, sowie das kompakte MD655 und MD655G mit nur einem Kanalwahlschalter an der Gerätefront und einem Handmikrofon mit Display und Bedientasten.

Die Frequenzwahl erfolgt bei den HyteraGeräten, außer der 3er-Serie, über einen Drehschalter mit 16 möglichen anwählbaren Kanälen. Es sind aber auch mehrere sogenannter Zonen möglich, wobei jede Zone eben bis zu 16 Kanäle bietet. Geräte ohne Display bieten hier bei der Zonenwahl eingeschränkte Möglichkeiten. Für die Geräte wird reichlich Zubehör angeboten, wie Mikrofone und Headsets, welche sich über professionelle und verriegelbare Anschlüssen anbinden lassen. Auch Schutztaschen und Tragewesten etc. befinden sind im Zubehörprogramm. Außer der 3erSerie sind die meisten Geräte auch in einer G-Version mit eingebautem GPS erhältlich. Interessant sind auch die Repeater. Hier werden drei Typen angeboten, und zwar der kompakte DMR-Repeater RD625 für die Wandmontage, der RD985 im 19-Zoll-Rackformat und der relativ neue, robuste RD965 für den Außeneinsatz, der auch über GPS verfügt sowie Schutzklasse IP67 bietet und neben DMR auch die analoge FM-Betriebsart beherrscht. Neu sind auch die ersten lizenzfrei betreibbaren freien Geräte (digitales PMR446) nach dem Standard Tier I, wie von Hytera das PD505LF, PD335LF oder PD365LF. Hier greifen natürlich Einschränkungen bezüglich Tier I, da dort z. B. kein Repeater-Betrieb möglich ist.

Programmierung mit CPS

Die Hytera-Geräte lassen sich mit der Customer Programming Software sehr individuell anpassen, man bekommt sie über die Händler oder zertifizierten Partner. Für die Geräte der neuen 300er-Serie gibt es eine eigene CPS-Software-Version. Die Geräte der anderen Serien lassen sich mit der „Standard“-CPS-Version konfigurieren. In ihr legt man einen Code Plug an, in dem die Netzparameter gespeichert sind, wie

Frequenzen, Zonen und Kontakte. Dabei stellen auch größere Netzinfrastrukturen kein Problem dar: Es können bis zu 1.024 Kontakte in den Geräten definiert und mit einem Namen bezeichnet werden. In einem Netz können aber auch mehr als 1.024 User teilnehmen, diese werden dann nur an dem Gerät nicht mit einem Namen im Display angezeigt sondern mit einer numerischen Radio-ID, die in den Geräten eingetragen werden muss. Mit dem Code Plug für ein Netz lassen sich die einzelnen Geräte nun individualisieren oder man erstellt für bestimmte Arbeitsbereiche Sub-Code Plugs. Für kleinere Netze mit ein paar Dutzend Teilnehmern und ein Dutzend Frequenzen ist ein Code Plug mit etwas Erfahrung dank der CPS problemlos in einer halben Stunde erstellt.

Ein paar Dinge wie den einzelnen Im- und Export von Kontakten, Kanälen, Zonen etc. würde man sich allerding bei der Software noch wünschen, um die geräteübergreifende Programmierung zu vereinfachen.

Umfangreichste Kanal-Scan-Funktionalität lässt sich mit der CPS programmieren
Umfangreichste Kanal-Scan-Funktionalität lässt sich mit der CPS programmieren 

Praktischer Funkbetrieb

In mehreren Wochen Praxistest konnten wir verschiedenste Modelle von Hytera in Betrieb nehmen. Viele der Erfahrungen gelten natürlich systembedingt auch für Geräte anderer Hersteller. In der Funkabwicklung kann ein Teilnehmer über einen Direktruf mit einer bestimmten Radio-ID direkt kontaktet werden. Definierte Alarmrufe lassen sich auf bestimmte Tasten legen. Zur Definition von Gruppenrufen gibt es bei DMR sogenannte Talkgroups, die in der CPS angelegt werden. Ein in der CPS definierter Channel wird nicht nur durch die Frequenz definiert, sondern auch durch die zugewiesene Talkgroup. Aber man kann auch unabhängig davon definieren, welche Talkgroup man mithören kann. So lassen sich auch Kanäle definieren, auf denen bestimmte Talkgroups mitgehört werden, in denen man aber nicht senden kann. Weiter lassen sich auch umfangreiche Scan-Funktionen programmieren, bei der auf einem angewählten Kanal auf dem Funkgerät mehrere Frequenzen und Talkgroups gescannt werden. Was dann bei der Detektion eines Signals passiert, lässt sich ebenfalls umfangreich individuell festlegen. Sprachqualität und Verständlichkeit waren bei DMR ausgezeichnet. Im Vergleich zu analogem FM konnten wir sogar eine merklich größere Reichweite feststellen.

Die Verbindungen via DMR waren zudem sehr robust. Da, wo es mit FM schon stark angerauscht und unverständlich war, ging es mit DMR noch deutlich weiter, bevor dann auch dort die ersten Codec-Artefakte hörbar wurden. Dank des eingesetzten „Advance Multi Band Excitation Vocoder Multi Rate“-Codecs ist auch bei den ersten auftretenden Artefakten noch eine gute Verständlichkeit gegeben, bevor das Signal dann ganz wegbricht und unverständlich wird. Die Firmware der Hytera-Funkgeräte lief sehr zuverlässig und Probleme, die auf die Funkgeräte zurückzuführen gewesen wären, konnten wir im Betrieb nicht feststellen.

Bei den Geräten der 700er-Serie war auffällig, dass der GPS-Kaltstart länger brauchte als bei den Geräten der neueren Serien (wie den 600er-Modellen), da hier offenbar neuere und empfindlichere Chipsätze verbaut wurden. Eine sehr interessante Funktion für ein DMR-Netz mit mehreren Repeatern an verschiedenen Standorten ist das Roaming: Die Repeater senden ein Baken-Signal aus, mit deren Hilfe das Funkgerät feststellen kann, welcher Kanal bzw. Repeater gerade die höchste Feldstärke bietet und am geeignetsten für die Kommunikation ist und wählt diesen dann automatisch aus. Welche Kanäle für die Roaming-Auswertung herangezogen werden, lässt sich ebenfalls in der CPS sagen. Die Repeater sind über IP-Verbindungen auch zusammenschaltbar: Wir der Veranstaltungsort mit dem Firmenstandort vernetzt, kann man den DMR-Sprechfunk auch zwischen den Standorten nutzen. Es ist auch möglich, einen Repeater direkt mit einer SIP-Telefonanlage zu verbinden.

Auch die GPS-Funktionalität der Hytera-Funkgeräte lässt nichts vermissen: GPS-Daten lassen sich sowohl manuell per Tastendruck am Funkgerät aussenden als auch automatisiert
Auch die GPS-Funktionalität der Hytera-Funkgeräte lässt nichts vermissen: GPS-Daten lassen
sich sowohl manuell per Tastendruck am Funkgerät aussenden als auch automatisiert

Zugeschnittene DMR-Applikationen

DMR lässt viele individuelle Applikationen zu, die man im Netz über Software und Netzrechner realisieren kann. Hier ist es aber so, dass diese Implementierungen über den Standard hinausgehen und dann nicht nur netzabhängig sind, sondern auch zum Teil firmenspezifisch umgesetzt werden müssen. Ist also eine bestimmte Funktion realisiert worden – wie GPS- oder Telemetriedienste – kann es sein, dass die- se dann nur auf Hytera- oder Motorola- Geräten funktioniert. Umso individueller man solche Zusatzfunktionen mit eigener Software-Umgebungen realisiert, umso gerätespezifischer werden diese dann natürlich auch.

Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang ein Seitenblick auf die wohl größten DMR Tier II Netzwerke, die es derzeit gibt, nämlich zwei auf Motorola- und Hytera Produkten basierenden und wiederum untereinander vernetzten DMR-Amateurfunknetzen. Der Name ist vielleicht etwas irreführend – es handelt sich um technisch experimentelle Funkdienste für Privatpersonen mit einer entsprechenden Lizenz und nachgewiesenen technischen Fertigkeiten. Zusammen sind hier mehrere tausend Teilnehmer mit weit über hundert weltweit eingebundenen Repeatern aktiv.

Dazu wurden eigene Software-Lösungen entwickelt, die zeigen, was alles mit DMR möglich ist. Die Repeater hängen via Internet oder eigenen Richtfunkstrecken an Master-Rechnern, die bestimmte Regionen zusammenführen. Über „Reflektoren“ lassen sich Repeater individuell und überregional nach Bedarf zusammenschalten oder individuelle virtuelle Chat Rooms aktivieren. Auch wird das Aussenden von GPS-Koordinaten im Netz weitervermittelt und an einen zentralen Rechner weitergeleitet. Dieser stellt einen Web-Service bereit, der die Positionen der Teilnehmer im Netz, die GPS-Daten gesendet haben, auf eine Karte mit Zusatzdaten wie Geschwindigkeit und Höhe etc. projiziert. Diese Karte lässt sich über das Internet mit einem Browser auf – rufen.

DMR – ebenbürtiger Nachfolger des FM-Betriebsfunks

Die neuen Funktionen, die der digitale Dienst bietet, sind praxisgerecht und eröffnen völlig neue Möglichkeiten für die Funkanwender. Zudem gibt es über die Anbindung der Repeater und deren IP-Fähigkeit und Software-Schnittstellen viele Möglichkeiten der Einbindung in bestehende Infrastrukturen – nicht nur Telefonanlagen, sondern auch Intercom-Systeme. So hat Riedel – Motorola-Vertriebspartner – schon einige Projekte mit DMR Tier II realisiert, wie z. B. im Stadionbetrieb „An der Alten Försterei“ (FC Union Berlin), wo auch zwei Repeater (Motorola DR3000) eingesetzt werden. Die Anbindung von DMR Geräten an das Riedel-Intercom erfolgt über das Riface. Weiter hat Riedel die Umrüstung des Sicherheitsdienstes Steinberger auf DMR durchgeführt.

Auch DELEC beschäftigt sich schon mit dem Thema DMR, denn so ist das Oratis Funkinterface schon DMR-Ready für die Kenwood-DMR-Funkgeräte. Es gibt aber derzeit noch kein Mobilfunkgerät von Kenwood, sondern ausschließlich Handfunkgeräte. Im nächsten Jahr sollen dann auch diese bereitstehen und dann lassen sich die DELEC Oratis Interfaces nicht nur mit Kenwood NEXEDGE-, sondern auch mit Kennwood DMR-Funkgeräten nutzen. Erst seit einigen Jahren im Markt, wird sich DMR auch auf lange Sicht behaupten und Investitionen in diese Technik sind daher ohne Frage auch lohnenswert.

Neues aus dem DMR-Netzverbund Nord, dem NorthStar-Netz

Neues aus dem DMR-Netzverbund Nord, dem NorthStar-Netz

Gerne veröffentlichen wir die Meldung von Andreas, DL6EAT:

 

„DMR goes D-Star“ könnte die Überschrift heißen. In Schleswig-Holstein, Hamburg und im Großraum Bremen haben wir bereits 2012 angefangen ein gut ausgebautes D-Star Netz mit eigener Serverlandschaft aufzubauen und dies stets modernisiert. Heute umfasst es ca. 20 Relaisfunkstellen. Seit knapp 2 Jahren nutzen wir die Multiprotocol-XLX Software von Luc’s Team in Luxemburg, LX1IQ.

Seit vergangener Woche ist unser D-Star Netz „XLX787“ nun permanent an das Brandmeister-Netz angeschlossen und wird in 2 TGs transcoded. Eingesetzt wird ein 4-Kanal Transcoding Board am USV-gestützten Serverstandort Tellingstedt, der nun auch über eine feste IP verfügt. Somit ist es fortan möglich im beliebten Raum „DCS787C“ ohne weitere Maßnahmen mit DMR-Teilnehmern in der TG 26226 zu sprechen. Oder anders ausgedrückt, jedes DMR-Relais weltweit im BM-Netz erreicht uns nun auch im D-Star Verbund Nord!

Die Audioqualität des Transcoding kann als recht gut bezeichnet werden – wenngleich DMR-Teilnehmer ein wenig dumpfer und D-Star Teilnehmer ein wenig höhenbetont übertragen werden. Das Transcoding selber funktionierte in der Testphase bislang ohne Paketverluste und somit beeindruckend störungsfrei.

Die zusätzliche TG 26227 dient vor allem der Möglichkeit längere QSOs mit Transcoding in einem freien Raum “XLX787 F” testen zu können. Hier sind auch alle unsere MMDVM-Repeater statisch zugeschaltet.

Neu hinzugekommen ist in der Stadt Lübeck DB0DWL auf der Frequenz 439.950 -9,4, wie SysOp Jan, DL2HBJ berichtet. Neben dem schon bekannten D-Star Repeater gibt es nun auf den Drägerwerken im Herzen Lübecks auch ein MMDVM-Relais welches DMR und D-Star unterstützt. Erste Tests zeigen sehr gute Ergebnisse. Congrats Jan!

Unsere DMR-fähigen Repeater sind über die TG8 zusammenschaltbar, von außerhalb ist das regionale Cluster über die TG26227 zu erreichen.

An dieser Stelle einen ganz besonderen Dank an Torben, DH6MBT, der in unermüdlichem Einsatz geholfen hat seitens Brandmeister das Notwendige zu schalten. Das empfinden wir sicher nicht als selbstverständlich! Danke an das ganze BM-Team dafür!

 

Info zu DMR-Netzverbund Nord – NorthStar-Netz:

Info DB0BUX, Buxtehude 

Neu hinzugekommen ist auch DB0BUX auf der Frequenz 438.5875 -7,6. Der neue MMDVM Repeater befindet sich im oberen Teil der Stadt in ca. 50m über Elb-Niveau und überschaut von hier sehr schön den Hamburger Süden, den Hafen und den Elbverlauf bis hinunter nach Brunsbüttel. Er ist verlinkt mit TG2622 (SH) in TS2 und mit XLX787C (D-Star) – alles andere kann natürlich jederzeit dynamisch gebucht werden.

 

DB0BUX ist Teil des „DMR Netzverbundes Nord“ und über die TG8 zusammenschaltbar (TG26227) mit allen anderen. Über die TG26226 ist auch hier unser D-Star Netz XLX787C direkt erreichbar.

 

Soweit die Info von Andreas, DL6EAT.

 

Wir von BM262 freuen uns sehr über das Engagement der Relaisbetreiber, die unermüdlich daran arbeiten, die Versorgung zu verbessern, durch Erschließen neuer Regionen und Nachverdichten in bereits versorgten Gebieten.

Tagebuch – Detlef Meis 25,08,2015

Also wenn ich Gestern geschrieben habe es ist Winter dann denke ich das nun die Eiszeit ist. Heute estawas füher um 8 Uhr aufgestanden. Aber daran kann es nicht gelegen haben. Nun erst mal Frühstück. Oh der Besuch in der Küche wie im Gefrierschrank. Ulla kommt gerade vom Einkaufen. Die Küche hat rinen direkten Zugang  vor die Garageund stand natürlich auf, Was praktisch ist ist jetzt aber Kalt. Da habe ich doch in der Küche die Heitzung angemacht. Ein geschrei es ist doch noch Sommer. Nach dem Frühstück geht es auf die Hundwiese. Lange Hose angezogem und noch eine Jacke. Dann war es windig und Kalt. Dort am Rhein ist es immer eher windig. Es war auch extrem kein anderer da. Aber die Hunde hatten Spaß. Nun noch mal ewas zu Hause aufwärmen. Top 100 Germany braucht zwischen 10 bis 11 ein paar 80er 90er Musik. Da muß ich mal eben  was in den Server laden. Mal eben www.top100germany.de hören. Da hat sich doch ein Schlager drin verirrt. Manchmal ist das was draufsteht nicht der Inhalt. Man kann doch nicht in alles reinhören. 3000 Songs passen auf diesen Server. Ungefähr ein Driitel habe ich so gemacht das sie sich nach einer bestimmten Zeit löschen. Dadurch kommt es zu mehr Abwechselung in der Musik. Jetz noch das Tagesprogramm  mit Schlager auf www.laserstarradio.de schaun. Die Bimmel ging und ich hatte gerade ein nettes Gespräch mit jemanden aus Xanten auf Fm Wesel. Jetzt nach dem Mittagssnack muß ich erst mal Mittagschlaf machen. So Nach dem Kaffetrinken um ca 15:00 Uhr habe ich mich und Einspielungen der beiden Radiosender www.laserstarradio und www.top100germany.de gekümmert. Das ist gerade sehr schwierig bei Top100 weil  das über Radionomy betrieben wird und da der Nachteil bestehtdas die Dateien eine bestimmte MP3 Länge nicht überschreiten dürfen. Mit einem Programm habe ich die Teile auf je 500Sec automatisch gestückelt. Das sind 8.333 Min. Die Einspielungen liegen mir aber in 20Min Stückelungen vor. Sie sind extra für den Betrieb auf der Plattform so gemacht. Das macht man nicht mal soeben. Nun  muss ich die Sendung vom Deutschen Amateuradioclub die Morgen um 11:00 Uhr auf www.laserstarradio läuft machen. Dazu muß ich sie komplett anhören. Dann zwqischendurch noch mit meinem Hund Cindy draußen Ball spielen.

Oh Ich konnte die Sendung herunterladen an einem Stück aber nur in Mono.

Ah gesten hat mich jemand angerufen in der Nähe von Münster. Er hatte mich gefunden auf der Seite dmr-ruhrgebiet.de

Es wollte Funkamateur werden.  Ich habe vom OV Münster eine Seite gefunden.

http://www.dk0mu.de/

vieleicht von Interesse. Ich wuste nicht das es mitlerweile auch einen HamNet Knoten dort gibt. Drausen ist Kalt war eben im Garten.

Habe gerade eine interessante Seite eines Funkamateurs gefunden. https://do5fox.darc.de/amateurfunk.htm

Ich suche ja gerne im Netz. Für Menschen die die Amateurfunkprüfung machen wollen ich hier was gefunden

Ablauf der Amateurfunkprüfung

Eben noch ein Beitag über DMR digital eingeplegt

Nach den Essen werde ich mal es gut sein lassen !!!!!

Gleich gibt es Essen

 

Bis dann

Erweitertes Skelett (Projekt Bento)

Erweitertes Skelett (Projekt Bento)


Erweitertes Skelett (Projekt Bento)

In anderen Sprachen

 

Hinweis: Da Projekt Bento Änderungen am Skelett von Second Life-Avataren vornimmt, sehen Einwohner, die nicht mit dem Release Candidate Viewer für Projekt Bento arbeiten, bestimmte Avatare (besonders solche, die die in Projekt Bento eingeführten neuen Gelenke, Knochen und Animationen nutzen) verzerrt.

Das ist während des Release-Candidate-Zeitraums zu erwarten und wird sich von selbst lösen, wenn Projekt Bento die Release-Candidate-Phase verlässt.

Wenn Sie mit dem Release Candidate Viewer arbeiten und immer noch einen verzerrten Avatar sehen, können Sie Ihre Ansicht des Avatarskeletts zurücksetzen. Klicken Sie hierzu mit der rechten Maustaste auf den Avatar und wählen Sie Skelett zurücksetzen.  Dadurch wird das Skelett nur für Sie zurückgesetzt. Andere Einwohner in der Nähe (einschließlich der Eigentümer des verzerrt erscheinenden Avatars) sehen keine Änderung.

Was ist Projekt Bento?

Projekt Bento ist eine Erweiterung des vorhandenen Avatarskeletts, das eine Vielzahl neuer Knochen, Gelenke und Anhängepunkte bietet.  Diese neuen Knochen unterstützen Rigging und Animation. Dadurch werden in Second Life wesentlich mehr Körperformen, Gesichtsausdrücke und Animationen möglich.

Der Classic-Avatar, der in Second Life als Standard verwendet wird, ändert sich durch Einführung von Projekt Bento nicht. Keines der existierenden Gelenke im Avatarskelett wurde geändert.  Die bedeutet, dass alle vorhandenen Avatare und Anhänge auch weiterhin wie beabsichtigt funktionieren und nicht aktualisiert werden müssen.  Neue Gitternetzavatare und -anhänge können die neuen Gelenke und Anhängepunkte voll nutzen.

Neue Knochen, Gelenke und Anhängepunkte

Eine komplette Auflistung der neuen Knochen und Anhängepunkte ist im Second Life-Wiki im Project Bento Skeleton Guide zu finden.

Projekt Bento bietet folgende neuen Knochen und Anhängepunkte:

  • Neue Gliedmaßenknochen – für Flügel, zusätzliche Arme oder zusätzliche Beine.
  • Schwanzknochen – zum Animieren des Schwanzes.
  • Neue Handknochen – für präzisere Kontrolle über Handanimationen.
  • Neue Gesichtsknochen – für komplexe Gesichtsausdrücke und zum Animieren von Ohren und Fühlern.
  • Neue Anhängepunkte – im Zusammenhang mit den neuen Knochen.  Schmücken Sie Ihre neuen Gliedmaßen mit Accessoires!

Einstieg in Projekt Bento

Zum Einstieg müssen Sie den Release Candidate Viewer für Projekt Bento von der Seite Alternate Viewers im Second Life-Wiki herunterladen.

Unterstützung für Projekt Bento in Drittanbieter-Viewer wird erst dann verfügbar sein, wenn Projekt Bento die Release-Candidate-Phase verlassen hat und öffentlich freigegeben ist.

Melden Sie sich nach der Installation bei Second Life an, um Inhalte mit dem erweiterten Avatarskelett hochzuladen und zu testen.

Tipp: Zum Anzeigen der Avatarknochen im Second Life Viewer gibt es eine neue Option im Menü „Entwickler“: Entwickler > Avatar > Knochen anzeigen.

Erstellen von Inhalten für Projekt Bento

Die Erstellung von Inhalten für Projekt Bento ist dem gegenwärtigen Verfahren zum Erstellen von geriggten Gitternetzinhalten sehr ähnlich.  Aufgrund der zusätzlichen Gelenke bestehen aber einige neue Einschränkungen und Unterschiede:

Erstellen von Gitternetzinhalten

Wie bei allen Gitternetzinhalten in Second Life müssen Gitternetze für Projekt Bento in einem externen Modellierprogramm wie Maya oder Blender erstellt werden.  Zum Hochladen in Second Life müssen diese Gitternetze als Collada-Dateien (.dae) exportiert werden.

Gitternetze können an beliebige Knochen oder Kollisionsvolumen des Avatarskeletts angebunden („geriggt“) werden, aber nicht an Anhängepunkte.  Gitternetze können an maximal 110 Gelenke geriggt werden. Dieser Wert ist niedriger als die Gesamtzahl von Gelenken im neuen erweiterten Avatarskelett; Sie müssen also sicherstellen, dass Ihr Gitternetz nicht mehr Gelenke auflistet, als auch tatsächlich geriggt werden.  Wenn Sie mehr als 110 Gelenke riggen müssen, müssen Sie zusätzliche Teile zum Modell hinzufügen, damit keines davon dieses Limit überschreitet.

Gitternetze können Overrides für die Positionen mancher oder aller verwendeter Gelenke aufweisen, um die Form des Avatars zu ändern.  Wenn Sie mehrere Gitternetze mit unterschiedlichen Gelenkpositions-Overrides tragen, wird nur ein Gitternetz gewählt, um den Wert für den Gelenkversatz anzugeben.  Um Konflikte zu minimieren, sollten Sie nur so viele Gelenkpositions-Overrides definieren, wie auch tatsächlich für das jeweilige Gitternetz erforderlich sind.

Beim Hochladen können Sie angeben, ob verfügbare Skingewichte und Gelenkpositions-Overrides auf das hochgeladene Gitternetz angewendet werden sollen.  Wenn die Informationen zu Skingewichten und Gelenkpositions-Overrides fehlen oder ungültig sind, werden diese Optionen ignoriert.

Erstellen von Animationen

Die Erstellung von Animationen für das neue Skelett in Projekt Bento ist dem Verfahren zum Erstellen von Animationen für vorhandene Avatare sehr ähnlich. Es gibt aber mehr Gelenke und einige Einschränkungen:

  • Animationen können im Format .bvh oder .anim hochgeladen werden.
  • Animationen können nur auf bekannte Avatargelenke und Anhängepunkte angewendet werden, die in „avatar_skeleton.xml“ definiert sind.  Wir empfehlen, Anhängepunkte bis auf Gitternetz-Overrides unverändert zu lassen, damit nichtgeriggte Anhänge sich wie erwartet verhalten.
  • Die Gesamtgröße der hochgeladenen Animationen darf 120 KB nicht überschreiten.

Weitere Informationen zum Erstellen und Hochladen von Animationen für Second Life finden Sie in diesem Artikel in der Knowledge Base und in der von der Community gemanagten Wiki-Seite unter How to create animations.

Häufig gestellte Fragen

Was brauche ich, um die neuen Gelenke verwenden zu können?

Projekt Bento ist gegenwärtig nur im Second Life Main Grid (Agni) verfügbar und erfordert den Project Bento Release Candidate Viewer.

Welche Inhalte können die neuen Gelenke nutzen?

Gitternetzavatare und -anhänge können die neuen Gelenke nutzen und durch neu hochgeladene Animationen bewegt werden.

Ich verwende einen Classic-Avatar (ohne Gitternetz).  Kann ich die neuen Gelenke nutzen?

Classic-Avatare selbst verwenden die neuen Gelenke nicht, aber sie stehen zur Nutzung durch Anhänge zur Verfügung.  Obwohl Classic-Avatare nicht plötzlich neue Gliedmaßen oder komplexe Gesichtsanimationen aufweisen werden, können sie sehr wohl gitternetzbasierte Anhänge tragen, die die neuen Gelenke und Animationen nutzen, wie z. B. Flügel, einen Schwanz oder animierte Masken.

Wie wirkt sich Projekt Bento auf meine alten Inhalte aus?

Projekt Bento wirkt sich nicht auf existierende Inhalte in Second Life aus.  Alle vorhandenen Avatare und Animationen funktionieren weiterhin wie erwartet.

Welche Systemanforderungen hat Projekt Bento?

Manche älteren Grafikkarten und -treiber haben Probleme, die höhere Anzahl von Gelenken darzustellen. Dadurch kann sich die Bildfrequenz ändern.  Wenn möglich sollten Sie das Betriebssystem oder den Treiber auf die neueste Version aktualisieren.

Weitere Informationen über Projekt Bento

Folgen Sie der Diskussion in unserem Creation Forum oder lesen Sie unsere ursprüngliche Ankündigung im Second Life-Blog.

Weitere Informationen zum Testen von Projekt Bento und zum Einreichen von Feedback finden Sie im Second Life-Wiki unter Project Bento Testing.

Eine komplette Auflistung der im Rahmen von Projekt Bento eingeführten Knochen und Anhängepunkte ist im Second Life-Wiki im Bento Skeleton Guidezu finden.

Avatar-Darstellungskomplexität

Avatar-Darstellungskomplexität


Was ist die Avatar-Darstellungskomplexität?

In anderen Sprachen

Die Avatar-Darstellungskomplexität ist ein numerischer Wert, der angibt, wie schwer es ist, einen Avatar zu zeichnen. Der Wert reicht von wenigen Hundert bis zu Hunderttausenden und richtet sich nach Form, Kleidung und Anhängen Ihres Avatars. Da Avatare zu den visuell detailliertesten Objekten in Second Life zählen, können sich Avatare mit einem extrem hohen Komplexitätswert stark auf die Leistung des Second Life Viewers auswirken. Achten Sie auf die Komplexität Ihres eigenen Avatars und der Avatare in Ihrer Nähe. Auf diese Weise können Sie die Leistung Ihres Viewers besser managen und verstehen, welche Auswirkung Ihr Avatar auf andere Einwohner in Second Life hat.

 

Wie kann ich die Komplexität meines Avatars ermitteln?

Jedes Mal, wenn Sie die Kleidung Ihres Avatars wechseln oder einen Anhang hinzufügen oder entfernen, erscheint oben rechts auf dem Bildschirm ein kleiner Hinweis mit dem neuen Komplexitätswerts Ihres Avatars.

Wenn Sie diesen Hinweis nicht mehr sehen möchten und es Ihnen nichts ausmacht, dass Ihr Avatar für andere Einwohner u. U. nicht mehr sichtbar ist, können Sie die Meldung Warnen, falls Avatarkomplexität zu hoch ist in der Registerkarte „Benachrichtigungen“ im Fenster „Einstellungen“ (Ich > Einstellungen) deaktivieren.

Warum erscheinen manche Avatare einfarbig und was ist eine JellyDoll?

Avatare können als einfarbige Silhouetten dargestellt werden (eine besondere Form eines vereinfacht dargestellten Avatars, die wir JellyDoll nennen), wenn sie die durch den Schieber Maximale Avatarkomplexität im Fenster „Erweiterte Grafikeinstellungen“ festgelegte Komplexitätsschwelle überschreiten.  Dadurch braucht Ihr Computer zur Darstellung komplexer Avatare wesentlich weniger Berechnungen durchzuführen, wodurch sich die Leistung verbessert.  

Der Standardwert für „Maximale Komplexität“ richtet sich nach den Spezifikationen Ihres Computers und der ausgewählten Grafikebene, kann aber im Fenster „Erweiterte Grafikeinstellungen“ manuell eingestellt werden:

  1. Öffnen Sie das Fenster „Einstellungen“, indem Sie in der oberen Menüleiste Ich > Einstellungen auswählen.
  2. Klicken Sie im Fenster „Einstellungen“ auf die Registerkarte Grafik.
  3. Klicken Sie auf die Schaltfläche Erweiterte Einstellungen, um das Fenster „Erweiterte Grafikeinstellungen“ zu öffnen.
  4. Ziehen Sie im Fenster „Erweiterte Grafikeinstellungen“ unter „Avatar“ den Schieber Maximale Avatarkomplexität auf den gewünschten Schwellenwert.  Wenn Sie den Schieber ganz nach rechts ziehen, ist der Schwellenwert unbegrenzt.

Es gibt noch andere Gründe, aus denen ein Avatar als JellyDoll dargestellt wird. Diese treten aber eher selten auf (siehe Wo finde ich die Komplexitätswerte?).

Wenn ein bestimmter Avatar immer komplett dargestellt werden soll, auch wenn er den festgelegten Schwellenwert für die Komplexität überschreitet, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den betreffenden Avatar und wählen Sie Komplett darstellen aus. Diese Einstellung ist nur für die jeweilige Second Life-Session gültig und muss jedes Mal neu ausgewählt werden.

Ihr eigener Avatar wird immer komplett dargestellt, auch wenn er Ihre Komplexitätsschwelle überschreitet.

Wie kann herausfinden, ob mein Avatar zu komplex ist?

Wenn andere Einwohner in Ihrer Nähe Ihren Avatar als JellyDoll sehen, leitet ihr Viewer diese Informationen an die Server von Second Life weiter. Die Server senden Ihnen dann eine Nachricht, damit Sie wissen, ob Ihr Avatar für die Einwohner in Ihrer Nähe komplett dargestellt wird oder nicht. Diese Benachrichtigung enthält auch den Komplexitätswert Ihres Avatars und wird aktualisiert, wenn sich einer der Faktoren stark ändert.

Sie werden nicht darüber informiert, für welche Einwohner Ihr Avatar komplett dargestellt wird und welche Komplexitätsschwelle sie eingestellt haben.

Wo finde ich die Komplexitätswerte?

Wenn Sie die Komplexitätswerte der Avatare in Ihrer Nähe sehen möchten, wählen Sie in der oberen Menüleiste Erweitert > Performance Tools > Informationen zur Avatarkomplexität anzeigen aus.

Nach Aktivierung dieser Funktion werden über jedem Avatar drei Werte als schwebender Text angezeigt:

  • Komplexität – der numerische Komplexitätswert des Avatars.
  • Rang – wie weit der Avatar von Ihrer Kamera entfernt ist: 1 = am nächsten, 2 = am zweitnächsten usw.
  • Anhangsfläche in m² – In seltenen Fällen kann dieser Wert dazu führen, dass ein Avatar als JellyDoll dargestellt wird.

Jeder Wert ist farbcodiert von grün bis rot und gibt an, wie weit er von Ihrer eigenen Komplexitätsschwelle entfernt ist (Werte weit unter Ihrer Schwelle sind grün, Werte an oder über Ihrer Schwelle erscheinen rot und u. U. auch in Fettschrift). Für graue Werte (wie z. B. die Komplexität Ihres eigenen Avatars) ist keine Schwelle festgelegt.

Diese Funktion zeigt Ihnen nicht, in welcher Beziehung die Komplexität Ihres eigenen Avatars zu den von den Einwohnern in Ihrer Nähe festgelegten Schwellenwerten steht. Absolut gesehen gibt es keinen „guten“ oder „schlechten“ Wert für die Komplexität, sondern nur eine Beziehung zwischen der Komplexität eines jeden Avatars und den Schwellenwerten der Einwohner, die ihn sehen.

Wie kann ich Leistungseinbußen reduzieren, ohne die Darstellung anderer Avatare zu beeinträchtigen?

Sie können die Auswirkung, die komplexe Avatare auf die Leistung haben, reduzieren, ohne auf JellyDolls zurückgreifen zu müssen. Die Einstellung Max. Anzahl an voll dargestellten Avataren bestimmt, wie viele Avatare in Kameranähe voll dargestellt werden. Alle anderen werden vereinfacht dargestellt, d. h. mit weniger Beleuchtungs- und Textureffekten, sodass sie eher wie Pappfiguren aussehen – also weniger realistisch. Vereinfacht dargestellte Avatare werden weniger häufig aktualisiert, erscheinen also nicht so nahtlos animiert wie voll dargestellte Avatare.

Durch die vereinfachte Darstellung weiter entfernter Avatare lässt sich die Leistung nicht so stark verbessern wie über den Schwellenwert für die maximale Komplexität, aber es ergibt sich ein attraktiveres allgemeines Erscheinungsbild, da die vereinfacht dargestellten Avatare nicht einfach als einfarbige JellyDolls erscheinen. Sie können beide Methoden zusammen einsetzen, indem Sie den Schwellenwert für die maximale Komplexität relativ hoch ansetzen, damit er sich nur auf die komplexesten Avatare auswirkt, und für „Max. Anzahl an voll dargestellten Avataren“ einen niedrigen Wert wählen, damit nur die Avatare in unmittelbarer Nähe mit vollen 3D-Details dargestellt werden.

So verwenden Sie den Schieber Max. Anzahl an voll dargestellten Avataren:

  1. Wählen Sie in der oberen Menüleiste Ich > Einstellungen aus.
  2. Klicken Sie im Fenster „Einstellungen“ auf die Registerkarte Grafik.
  3. Klicken Sie auf die Schaltfläche Erweiterte Einstellungen, um das Fenster „Erweiterte Grafikeinstellungen“ zu öffnen.
  4. Stellen Sie im Abschnitt „Avatar“ den Schieber Max. Anzahl an voll dargestellten Avataren wie gewünscht ein.

Anpassen eines „klassischen“ Avatars

Anpassen eines „klassischen“ Avatars


In anderen Sprachen

Sie können fast jeden Aspekt des Erscheinungsbild Ihres Avatars auf kreative Weise anpassen und eine nahezu unbegrenzte Anzahl an Stilen und Formen erzeugen.

Kleidung und Körperteile aus Ihrem Inventar tragen

Die einfachste Möglichkeit, das Aussehen Ihres Avatars zu verändern, ist das Tragen eines neuen Kleidungsstücks oder Körperteils aus Ihrem Inventar.

  1. Klicken Sie auf der linken Seite des Viewer-Fensters auf die Schaltfläche Aussehen Mein Aussehen. Das Fenster AUSSEHEN wird geöffnet.
  2. Klicken Sie auf die Registerkarte KLEIDUNG, um Ihr aktuelles Outfit anzuzeigen.
  3. Klicken Sie im oberen Fensterbereich auf die Schaltfläche Bearbeitungswerkzeug edit_wrench.png, um in den Bearbeitungsmodus für das Aussehen zu gelangen.
  4. Klicken Sie auf die Schaltfläche Mehr hinzufügen…, um eine Liste der verfügbaren Kleidung in Ihrem Inventar zu öffnen.
  5. Sie können das Dropdown-Menü Kleidung verwenden, um nach dem Kleidungstyp zu filtern, oder mithilfe der Schaltfläche Suchen Suchen nach dem Kleidungsnamen filtern.
  6. Wählen Sie ein Kleidungsstück aus und klicken Sie auf die Schaltfläche Objekt anziehen, um es Ihrem Avatar hinzuzufügen. Hierdurch wird jegliche bereits vorhandene Kleidung des gleichen Typs ersetzt.
KBtip.png Tipp: Eine schnelle Möglichkeit, alle momentan getragenen Objekte anzuzeigen, ist das Durchsuchen Ihres Inventars nach dem Suchbegriff „(GETRAGEN„. (Die offene Klammer ist wichtig, da verschiedene Objekte an unterschiedlichen Orten angehängt sind, die hierdurch vollständig in die Suche eingeschlossen werden.) Sie können ebenfalls einen Rechtsklick auf Ihren Avatar ausführen und Mein Outfit bearbeiten auswählen, um die von Ihnen getragenen Objekte nach Kategorien anzuzeigen: KleidungAnhänge und Körperteile

Um ein Kleidungsstück oder einen Anhang zu entfernen, wählen Sie das jeweilige Objekt im Outfit-Editor aus und klicken Sie auf das Symbol Schließen Schließen, das neben ihm erscheint.

In gleicher Weise können Sie die Körperteile (Augen, Haare, Form und Haut) oder Anhänge Ihres Avatars ändern. Erweitern Sie einfach die Liste Anhängeoder Körperteile anstelle der Liste Kleidung.

KBnote.png Hinweis: Manche Körperteile, wie die Form Ihres Avatars, können niemals entfernt, jedoch ersetzt werden.

Mehrere Kleidungsebenen tragen

Es ist möglich, mehrere Ebenen des gleichen Kleidungstyps gleichzeitig zu tragen, beispielsweise drei verschiedene Shirts oder zwei Paar Handschuhe. Um eine neue Ebene über Ihrem bereits vorhandenen Kleidungsstück zu erstellen,  klicken Sie auf Mehr hinzufügen…, klicken Sie anschließend mit der rechten Maustaste auf das neue Kleidungsstück und wählen Sie Objekt anziehen. Das neue Kleidungsstück überlagert dann die bestehende Kleidung, ohne sie zu ersetzen.

Informationen darüber, wie Sie mehrere Anhänge an derselben Anhangposition tragen, finden Sie unter Avatar-Anhänge.

Kleidung und Körperteile bearbeiten

Sie können jegliche gegenwärtig getragene Kleidung oder Körperteile Ihres Avatars bearbeiten, sofern Sie über die erforderlichen Berechtigungen für das ausgewählte Objekt verfügen. Um ein Kleidungsstück oder einen Körperteil zu bearbeiten:

  1. Klicken Sie auf der linken Seite des Viewer-Fensters auf die Schaltfläche Aussehen Mein Aussehen. Das Fenster AUSSEHEN wird geöffnet.
  2. Klicken Sie auf die Registerkarte KLEIDUNG, um Ihr aktuell getragenes Outfit anzuzeigen.
  3. Klicken Sie im oberen Fensterbereich auf das Bearbeitungswerkzeug edit_wrench.png, um in den Bearbeitungsmodus für das Aussehen zu gelangen.
  4. Wählen Sie ein Kleidungsstück oder einen Ihrer Körperteile und klicken Sie auf das entsprechende Bearbeitungswerkzeug edit_wrench.png, um mit der Bearbeitung dieses Objekts zu beginnen.
  5. Verwenden Sie die Schieberegler, um die physikalischen Parameter des Objekts nach Ihren Wünschen anzupassen. Wenn verfügbar, wählen Sie eine Textur für den Stoff aus Ihrem Inventar oder eine/n Farbe/Ton aus der verfügbaren Farbpalette. Wenn Sie die Form Ihres Avatars bearbeiten (unter Körperteile aufgeführt), können Sie dessen Geschlecht mithilfe der Optionsschaltflächen im oberen Fensterbereich auswählen.
KBtip.png Tipp: Mit dem Editor für das Aussehen können lediglich Kleidung und Körperteile bearbeitet werden. Um Anhänge zur bearbeiten, müssen Sie die Bauwerkzeuge verwenden.

Sie können auch Ihre eigene Originalkleidung erstellen.

Steuerung der Avatar-Physik

Stellen Sie die Eigenschaften der Körperphysik ein, um anzupassen, wie die die Brüste, der Bauch und der Po Ihres Avatars reagieren, wenn er sich bewegt. Sie können diesen Effekt dezent und realistisch oder wild und verrückt gestalten – wie auch immer Sie es wünschen.  Diese Funktion wird gelegentlich als erweiterte Avatar-Physik bezeichnet.

Im folgenden Video werden identische Avatare gezeigt, welche die erweiterte Avatar-Physik in unterschiedlichen Stufen nutzen – niedrig/mittel (links), hoch (mittel) und aus (rechts):

Wenn Sie diese Funktion für Ihren Avatar nicht wünschen, brauchen Sie nichts zu unternehmen, sondern können Ihren Avatar einfach unverändert lassen. Ihr Avatar bewegt sich nicht anders, so lange Sie kein tragbares Objekt mit physikalischen Eigenschaften verwenden, wie nachstehend beschrieben.

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Einstellen der Körperphysik des Avatars

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So fügen Sie die erweiterte Avatar-Physik hinzu:

  1. Öffnen Sie in der Seitenleiste die Registerkarte Mein Aussehen.
  2. Klicken Sie im unteren Bereich auf das Kleidungssymbol  Icon_Gear_Foreground.png.
  3. Wählen Sie Neue Kleider Neue Physik.
  4. Editing_physics_butt_bounce.pngKlicken Sie auf den Körperteil-Parameter, den Sie ändern möchten. Hinweis: Wenn Ihr Avatar männlich ist, können Sie lediglich die Eigenschaften für den Bauch und den Po ändern.
  5. Verwenden Sie die Schieberegler, um die Parameter für den Körperteil zu ändern.
    TippKlicken Sie oben rechts auf das ?, um mehr über die Funktionen der einzelnen Schieberegler zu erfahren.
  6. Wiederholen Sie die Schritte 4 und 5 für jeden Körperteil-Parameter, den Sie ändern möchten.
  7. Geben Sie im oberen Bereich einen Namen für diese Kombination aus physikalischen Parametern ein.
  8. Klicken Sie im oberen Bereich auf die Schaltfläche Speichern, wenn Sie alle Einstellungen abgeschlossen haben.

Sie tragen nun ein Objekt mit erweiterter Avatar-Physik. Wenn Sie springen, kauern, tanzen oder laufen, bewegen siech die Brüste, der Bauch und der Po Ihres Avatars so, wie Sie es festgelegt haben.

Tipp: Wenn Sie einen Tanz beginnen, bevor Sie Ihr Physik erstellen oder bearbeiten, setzt Ihr Avatar den Tanz fort, während Sie die Einstellungen vornehmen und Sie können die Auswirkungen Ihrer Änderungen verfolgen.

Sie können Physik-Objekte anziehen, ausziehen und bearbeiten wie jedes andere Kleidungsobjekt, allerdings können Sie nicht mehr als ein Physik-Objekt gleichzeitig tragen. Mehr über die Verwendung von Kleidungsobjekten erfahren Sie unter Ihr Aussehen bearbeiten.

Verbergen oder Abschalten der physikalischen Körperbewegungen des Avatars

Wenn Sie keine physikalischen Körperbewegungen von Avataren, inklusive Ihres eigenen, wünschen, können Sie diese in Ihrem Viewer deaktivieren:

  1. Öffnen Sie die Registerkarte Ich > Einstellungen > Grafik.
  2. Klicken Sie auf Erweitert.
  3. Setzen Sie den Schieberegler für die Avatar-Physik auf die niedrigste Einstellung.

Dies bewirkt lediglich, dass Ihr Viewer keine Körperphysik-Bewegungen der Avatare anzeigt. Wenn Sie die Avatar-Physik in Ihrem Viewer deaktivieren, Ihr Avatar jedoch ein Physik-Objekt verwendet, können wird anderen Nutzern weiterhin dessen Körperphysik angezeigt.

Wenn Sie nicht möchten, dass andere Nutzer Ihre Körperphysik angezeigt wird:

  • Tragen Sie kein Physik-Objekt oder
  • Tragen Sie ein Physik-Objekt und setzen alle Schieberegler-Einstellung für den Max. Effekt auf 0.

Häufig gestellte Fragen

Können andere Menschen meine Körperteile schwingen lassen?

Nein, selbstverständlich nicht. Dies ist einer der größten Vorteile dieser Funktion: Sie können vollständig selbst steuern, wie Sie für andere Nutzer aussehen.

Wenn Sie nicht möchten, dass Ihre Körperteile schwingen, brauchen Sie nichts weiter zu tun, als die Funktion auszuschalten. So lange Sie kein Physik-Objekt tragen, sehen Sie aus wie gewohnt.

Wie kann ich sicherstellen, dass die erweiterte Avatar-Physik meinen Computer nicht verlangsamt?

Wenn Sie denken, dass Ihre erweiterte Avatar-Physik Verzögerungen verursacht, können Sie die Aktualisierungsrate für die Avatar-Physik einstellen:

  1. Öffnen Sie die Registerkarte Ich > Einstellungen > Grafik.
  2. Klicken Sie auf Erweitert.
  3. Setzen Sie den Schieberegler für die Avatar-Physik auf die gewünschte Einstellung.
    Eine niedrigere Einstellung senkt die Aktualisierungsrate, so dass die Avatar-Physik ruckelnder dargestellt wird. Eine höhere Einstellung bewirkt reibungslosere Bewegungen, kann jedoch die Leistung beeinträchtigen. In der niedrigsten Einstellung ist die erweiterte Avatar-Physik ausgeschaltet.

Ich kann meinen Avatar nicht so aussehen lassen, wie ich möchte. Gibt es empfohlene Einstellungen?

Wir können Ihnen keine Einstellungen empfehlen, da die Avatar-Physik ausschließlich für das benutzerspezifische Erscheinungsbild gedacht ist, das Sie persönlich wünschen. Da es sich bei der erweiterten Avatar-Physik jedoch um ein tragbares Objekt handelt, besteht für Kleidungs-Designer die Möglichkeit, Kleidung mit benutzerspezifischen physikalischen Einstellungen und Eigenschaften zu erstellen. Besuchen Sie den Marktplatz, um nach Kleidung mit erweiterter Avatar-Physik zu suchen.

Warum bewegen sich meine Anhänge nicht gemeinsam mit meinen Brüsten, meinem Bauch oder meinem Po?

Hierbei handelt es sich um eine technische Einschränkung. Momentan besteht keine Möglichkeit, eine Anhangposition zu erstellen, die sich gemeinsam mit Ihren Brüsten, Ihrem Bauch oder Ihrem Po bewegt. Daher können sich Anhänge nur gemeinsam mit dem Innenskelett Ihres Avatars bewegen.

Welche Kleidung passt zu welchen Avatar-Typen?

Welche Kleidung passt zu welchen Avatar-Typen?


In anderen Sprachen

Mit der Entwicklung von Second Life haben sich auch die Avatare entwickelt, welche die Second Life-Welt bewohnen.  Mit der Einführung der geformten Netztechnologie für Avatare wurde es schwieriger zu bestimmen, ob ein Kleidungsstück an Ihrem Avatar korrekt angezeigt wird.  Dieser Artikel erleichtert Ihnen die Bestimmung, ob es sich bei Ihrem Avatar um einen klassischen Avatareinen Standard-Netz-Avatar oder einen benutzerdefinierten bzw. Marken-Avatar handelt und welche Kleidungsstücke jeweils geeignet sind.

Avatar-Typen

Um die geeignete Passform zu ermitteln, können die Avatare in drei Kategorien eingeteilt werden:

  • Klassisch – Klassische Avatare sind die ursprünglichen Standard-Avatare in Second Life.  Sie besitzen eine veränderbare menschliche Form und können Kleidung in Form von Texturen und hinzugefügten Anhängen tragen. Das Aussehen und die Kleidung der meisten klassischen Avatare können verändert werden, indem Sie im Second Life Viewer die Schaltfläche  Aussehen anklicken. Neuere Grafikfunktionen wie Normal Mapping und Specular Mapping zu nutzen.
  • Standard-Netz – Ein Standard-Netz-Avatar ist ein klassischer Avatar, der einen geriggten Netzanhang trägt, üblicherweise ein Ganzkörper-Avatar, dessen klassischer Körper von einer Ganzkörper-Alphamaske verborgen wird.  Er wird als „Standard“ klassifiziert, wenn er mithilfe des im Second Life-Wiki verfügbaren Standard-Formnetz-Modells erstellt wurde.
  • Benutzerdefiniert/Marke– Ein benutzerdefinierter Avatar ist ein klassischer Avatar, von einer Ganzkörper-Alphamaske verborgen wird und einen benutzerdefinierten geriggten Netzanhang oder andere Anhänge trägt, die den klassischen Avatar-Körper ersetzen.  Diese Avatare können eine Vielzahl an Formen und Größen aufweisen, und jedes Modell benötigt üblicherweise speziell für diesen Avatar entwickelte Kleidung.

Welche Kleidung passt zu welchen Avatar-Typen?

Die Kleidung kann auf eine der folgenden Weisen gekennzeichnet sein, um die wahrscheinliche Kompatibilität mit den geeigneten Avatar-Typen anzuzeigen:

  • Nur klassisch – Die „ebenenbasierte“ texturierte Kleidung zur direkten Anwendung für klassische Avatare.  Dieser Kleidungstyp wird nur an klassischen Avataren angezeigt und wird vollständig durch die von den meisten Netz-Avataren getragene Alphamaske verborgen.
  • Nur Netz – Ein Anhang, der zur Anzeige als Kleidung an einem Standard-Netz-Avatar entwickelt wurde.  Dieser kann erscheinen wie eine ebenenbasierte Textur, funktioniert bei klassischen Avataren jedoch nicht korrekt. Reine Netzkleidung muss außerhalb von Second Life mit einem 3D-Modellierungs-Tool erstellt werden.
  • Klassisch/Netz – Primär für Standard-Netz-Avatare entwickelte Anhänge, deren Funktionsfähigkeit für einen klassischen Avatar hergestellt werden kann.  Zur Klassifizierung als klassisch/Netz muss die Kleidung eine geeignete Alphamaske enthalten, welche die betroffenen Bereiche eines klassischen Avatars verdeckt.
  • Marke – Ein Sammelbegriff, der die zahlreichen Möglichkeiten benutzerdefinierter Avatar-Designs umfasst.  Solche Avatare können üblicherweise speziell für diesen bestimmten Avatar entworfene Kleidung tragen. Daher können jeder benutzerdefinierte Avatar und dessen kompatible Kleidung als „Marke“ angesehen werden.  Ebenfalls ist für eine benutzerdefinierte Avatar-Form entwickelte Kleidung nicht vollständig für klassische oder Standard-Netz-Avataren geeignet.

Ihren Avatar-Typ bestimmen

Wenn Sie noch nicht mit Second Life oder geriggten Netz-Avataren vertraut sind, kann die Bestimmung Ihres aktuell verwendeten Avatar-Typs schwierig sein.  Hier finden Sie einige Tipps zur Bestimmung, ob Sie einen klassischen Avatar, einen Standard-Netz-Avatar oder einen benutzerdefinierten Avatar verwenden:

Allgemeine Empfehlungen:

  • Überprüfen Sie den Namen Ihres Avatars oder sämtliche mit dem Avatar gelieferten Notizkarten, um weitere Details darüber zu erfahren, wie er erstellt wurde und welche Art von Kleidung am besten geeignet ist.
  • Fragen Sie den Händler, von dem Sie den Avatar gekauft haben, welche Art von Kleidung am besten geeignet ist.

Probieren Sie ein klassisches Avatar-Kleidungsstück an, um zu sehen, ob es korrekt dargestellt wird.

Sind diese Maßnahmen nicht erfolgreich, können Sie mithilfe einiger weiterer Verfahrensweisen bestimmen, welchen Avatar-Typ Sie besitzen.  Jeder Avatar in Second Life hat Zugriff auf eine gemeinsame Bibliothek mit Artikeln. Bei manchen dieser Artikel handelt es sich um Outfits, die aus Kleidungsstücken für klassische Avatare bestehen.  Indem Sie einige klassische Kleidungsstücke anprobieren und die Ergebnisse betrachten, können Sie herausfinden, ob Sie über einen klassischen Avatar verfügen:

  1. Melden Sie sich bei Second Life an und öffnen Sie Ihr Inventar, indem Sie auf die Schaltfläche Inventar klicken.
  2. Suchen Sie den Ordner Bibliothekim Inventarfenster und erweitern Sie ihn, indem Sie daneben auf den dreieckigen Pfeil klicken.
  3. Erweitern Sie den Ordner Kleidung in der Bibliothek.
  4. Erweitern Sie den Ordner Männliche Form & Outfit im Kleidungsordner.
  5. Klicken Sie auf den Eintrag Nachbarsjungen-Hemd und anschließend auf die Schaltfläche Anziehen im unteren Bereich des Inventarfensters.
  6. Das Hemd wird nun auf Ihren klassischen Avatar angewendet. Wenn Sie einen klassischen Avatar besitzen, erscheint ein graues Hemd mit blauen Streifen an Ihrem Avatar. Wenn Sie einen Netz-Avatar oder einen benutzerdefinierten Avatar besitzen, erscheint das Hemd nicht an Ihrem Avatar oder wird teilweise vom Netzkörper Ihres Avatars verdeckt.

Die Bestimmung, ob es sich bei Ihrem Avatar um einen Netz-Avatar oder einen benutzerdefinierten Avatar handelt, kann schwieriger sein, da beide aus 3D-Modellen bestehen, die außerhalb von Second Life erstellt wurden und ähnliche Techniken zum Verbergen des klassischen Standard-Avatars nutzen.  Wenn Standard-Netz-Avatare in der Inventarbibliothek verfügbar sind, können Sie die Kleidung aus diesen Outfits auf ähnliche Weise wie oben beschrieben nutzen, um zu bestimmen, ob Sie einen klassischen Avatar besitzen.

Informationen für Händler

Kennzeichnung Ihrer Kleidung für den Verkauf

Um den Käufern die Suche nach passender Kleidung für ihren Avatar zu erleichtern, können Händler ihre Ware wie obenstehend unter  Welche Kleidung passt zu welchen Avatar-Typen? beschrieben, kennzeichnen.  Um dies zu vereinfachen, bieten wir Kennzeichnungsbilder für klassische Avatare und Netz-Avatare an, die mit der entsprechenden Werbung genutzt werden können.  Kleidung für benutzerdefinierte Avatare sollte vom Verkäufer auf ähnliche Weise als mit einer bestimmten Avatar-Marke kompatibel gekennzeichnet werden.

Um diese Bilder mithilfe Ihres Web-Browsers herunterzuladen, klicken Sie darauf, um das Bild in voller Größe anzuzeigen. Öffnen Sie nun mit einem Rechtsklick auf das Bild das Kontextmenü und wählen Sie die Option Bild speichern unter… aus.
Badges-3-Mesh.pngBadges-3-Mesh.png

Anweisungen für den Marktplatz

 Im Second Life-Marktplatz stehen für Händler Felder zur Verfügung, um Kleidung als kompatibel mit klassischen, Netz- oder Marken-Avataren zu kennzeichnen.  Um diese Felder als Marktplatz-Händler zu bearbeiten:

  1. Klicken Sie auf Mein Marktplatz und wählen Sie Händler-Startseite.
  2. Klicken Sie im linken Seitenbereich auf Auflistungen verwalten.
  3. Klicken Sie bei jedem Bekleidungs- oder Zubehörartikel, den Sie verkaufen, unter Auflistungen verwalten auf Aktionen und wählen Sie anschließend Bearbeiten.
  4. Auf der Seite „Artikelauflistung bearbeiten“ können Sie unter Kleidung geeignet für auswählen, ob die Kleidung für klassische Avatare oder Netz-Avatare geeignet ist.
  5. Wenn Sie einen benutzerdefinierten Avatar oder Kleidung für einen bestimmten benutzerdefinierten Avatar verkaufen, können Sie den Markennamen des Avatars unter Benutzerspezifische Avatar-Marke sowie eine URL mit Markeninformationen unter Marken-URL angeben.

Warum eine Marke erstellen, um Kleidung für Ihren benutzerdefinierten Avatar zu unterstützen?

Netz-Avatare, die nicht mit dem von Linden Lab zur Verfügung gestellten Standard-Netz-Modell erstellt wurden, können üblicherweise nur Kleidung tragen, die speziell für diesen benutzerdefinierten Avatar erstellt wurde.  Indem Sie einen bekannten Markennamen für jeden benutzerdefinierten Avatar erstellen, den Sie verkaufen, können Sie Ihren Kunden die Bestimmung passender Kleidung und geeigneter Zubehörartikel für Ihre Produkte erleichtern.  Die Erstellung einer Marke lässt sich als eine Möglichkeit beschreiben, benutzerdefinierte Avatare und für diese geeignetes Zubehör zu gruppieren, um Verwirrungen bei den Kunden zu vermeiden, welche Kleidung für ihre Avatare geeignet ist.

Wenn ein Händler beispielsweise einen benutzerdefinierten Avatar mit dem Namen Paper Panda verkauft, sollten Kunden nach Kleidung und Zubehörartikeln suchen, die für die Marke Paper Panda geeignet sind.  Der Versuch, Kleidung zu tragen, die für klassische, Standard-Netz- oder andere benutzerdefinierte Avatare entwickelt wurde, führt in den meisten Fällen zu enttäuschenden Resultaten und einer unnötigen Verschwendung von Linden-Dollars (L$).

Beispielsituationen für Bekleidungshändler

Die folgenden Beispiele beschreiben einige mögliche Situationen für Händler beim Verkauf eines Bekleidungsartikels in Second Life und bieten Empfehlungen, wie für jeden Avatar-Typ verdeutlicht werden kann, welche Kleidung für ihn geeignet ist.

Wenn die Kleidung inworld durch Anklicken von Mein Outfit bearbeiten erstellt wurde:

  1. Kennzeichnen Sie diese Kleidung im Marktplatz als Nur für klassische Avatare.
  2. Verdeutlichen Sie inworld, dass die Kleidung nur für klassische Avatare geeignet ist.
  3. Fügen Sie dem Bekleidungs-Ordnernamen die Worte „nur für klassische Avatare“ oder ähnliche Formulierungen hinzu. Linden Lab empfiehlt diese Vorgehensweise, um Kunden die Suche nach geeigneten Artikeln in ihrem Inventar zu erleichtern.

Wenn die Kleidung für die Standard-Netzform entworfen wurde und Sie nicht möchten, dass sie für klassische Avatare geeignet ist oder Sie nicht die erforderlichen Alphamasken erstellen möchten:

  1. Kennzeichnen Sie die Kleidung im Second Life-Marktplatz als Nur für Netz-Avatare.
  2. Verdeutlichen Sie inworld, dass die Kleidung nur für Netz-Avatare geeignet ist.
  3. Fügen Sie dem Bekleidungs-Ordnernamen die Worte „nur für Netz-Avatare“ hinzu. Linden Lab empfiehlt diese Vorgehensweise, um Kunden die Suche nach geeigneten Artikeln in ihrem Inventar zu erleichtern.

Wenn die Kleidung für die Standard-Netzform entworfen wurde und ebenfalls für klassische Avatare mit den geeigneten Alphamasken für eine korrekte Darstellung getestet wurde:

  1. Kennzeichnen Sie die Kleidung im Second Life-Marktplatz als Für Klassische und Netz-Avatare.
  2. Informieren Sie inworld darüber, dass diese Kleidung sowohl für Netz-Avatare als auch für klassische Avatare geeignet ist, sofern die klassischen Avatare die enthaltene Alphamaske verwenden.
  3. Fügen Sie dem Bekleidungs-Ordnernamen die Worte „für klassische und Netz-Avatare“ hinzu. Linden Lab empfiehlt diese Vorgehensweise, um Kunden die Suche nach geeigneten Artikeln in ihrem Inventar zu erleichtern. Wir raten von der Verwendung der Formulierung „für alle Avatare“ ab, da diese Kleidung nicht zwingenderweise für benutzerdefinierte Avatare geeignet ist und möglicherweise nicht mit zukünftig von Linden Lab eingeführten Avataren kompatibel ist.

Wenn es sich um Netzkleidung handelt, die jedoch nicht für die Standard-Netzform entworfen wurde und in vorgefertigten Größen für die verschiedenen Größen klassischer Avatare sowie inklusive Alphamasken verkauft wird, sofern erforderlich:

  1. Verschiedene geriggte Netz-Kleidungsstücke wurden vor der Netzform-Funktion in Second Life entworfen und haben spezielle Größenanforderungen. Händler sollten alle ihrer Ansicht nach erforderlichen Schritte unternehmen, um die für diesen Kleidungstyp geeignete Passform zu verdeutlichen. Häufig wurde dieser Kleidungstyp ausschließlich für klassische Avatare entworfen.
  2. Kennzeichnen Sie diese Kleidung im Second Life-Marktplatz als Nur für klassische Avatare.
  3. Verdeutlichen Sie inworld, dass die Kleidung nur für klassische Avatare geeignet ist.
  4. Fügen Sie dem Bekleidungs-Ordnernamen die Worte „nur für klassische Avatare“ hinzu. Linden Lab empfiehlt diese Vorgehensweise, um Kunden die Suche nach geeigneten Artikeln in ihrem Inventar zu erleichtern.

Wenn die Kleidung für einen speziellen benutzerdefinierten Avatar entworfen wurde:

  1. Kennzeichnen Sie diese Kleidung im Second Life-Marktplatz als Benutzerdefiniert und teilen Sie mit, für welche Marke diese Kleidung vorgesehen ist.
  2. Informieren Sie inworld darüber, für welche Marke diese Kleidung entwickelt wurde.
  3. Fügen Sie dem Bekleidungs-Ordnernamen und/oder der Notizkarte die Informationen hinzu, die der Kunde benötigt, um den Marken-Avatar zu finden.

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Das Aussehen Ihres Avatars in Secondlife ändern

Das Aussehen Ihres Avatars ändern


In anderen Sprachen

Einführung in Avatare in Second Life

Ihr Avatar ist Ihr Stellvertreter in Second Life.  Mit ihm können Sie Second Life erforschen, mit der virtuellen Welt interagieren und mit den Avataren anderer Second Life-Benutzer kommunizieren.

Da Ihr Avatar Sie vertritt, ist er ein wichtiges Mittel zur kreativen Selbstdarstellung. Viele neue Benutzer passen in Second Life als Erstes das Aussehen ihres Avatars an.  Es gibt viele unterschiedliche Optionen zum Anpassen Ihres Looks. Im Marktplatz finden Sie unzählige von anderen Benutzern erstellte Artikel: Körperformen, Kleidungsstücke, Makeup, Frisuren, Zubehör und sogar komplette Avatare.  Dieser Artikel hilft Ihnen, einen Stil für Ihren Avatar zu finden, der Ihnen genau entspricht und Ihnen gefällt.

Auswählen eines vordefinierten Avatars mit der Avatar-Auswahl

Wenn Sie mit den Bearbeitungswerkzeugen von Second Life noch nicht vertraut sind oder noch keine Zeit hatten, im Markplatz nach einem Avatar zu suchen, können Sie über die Avatar-Auswahl einen hochwertigen, professionell entworfenen Avatar auswählen.  Diese Avatare werden von Linden Lab, dem Anbieter von Second Life, kostenlos zur Verfügung gestellt. Sie können so viele Avatare ausprobieren, wie Sie möchten!  Gehen Sie hierzu wie folgt vor:

  1. Wählen Sie in der oberen Menüleiste im Second Life-Fenster die Option Ich > Avatar auswählen.
  2. Klicken Sie im sich öffnenden Avatar-Fenster auf die Registerkarte einer Kategorie, um eine Vorschau aller Avatare in dieser Kategorie zu sehen. Gegenwärtig sind folgende Kategorien verfügbar:  Leute,  Vampire und  Klassiker.
  3. Klicken Sie auf den gewünschten Avatar, um ihn sofort zu übernehmen.

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Benutzerdefinierte Animationsüberschreibung und vorgefertigte Avatare

Manche Avatare in der Avatar-Auswahl verwenden einen ScriptAnhang, ein so genanntes Animations-Override (abgekürzt AO) zum Ersetzen der Standard-Animationen für Bewegen, Sitzen und Stehen.  In den meisten Fällen ist keine Interaktion mit diesem Anhang erforderlich. Es handelt sich um einen kleinen unsichtbaren Würfel der an der Brust Ihres Avatars angebracht ist und dessen Animationen automatisch überschreibt.

Wenn Sie beginnen, Ihren Avatar mit neuer Kleidung und Anhängen anzupassen, kann es vorkommen, dass das AO Ihres Avatars durch einen neuen Brust-Anhang ersetzt wurde, wodurch Ihr Avatar wieder die Standardanimationen von Second Life nutzt.

Sie können ein Drittanbieter-AO von einem der zahlreichen Händler bei Second Life erwerben, entweder einzeln oder als Teil eines größeren Pakets.  Wenn mehrere Animations-Overrides an Ihrem Avatar angebracht sind, können Konflikte zwischen den Skripten und Animationen auftreten, die zu unerwünschten Bewegungen Ihres Avatars führen.  

Wenn Sie ein Drittanbieter-AO oder die Standard-Animationen von Second Life nutzen möchten, können Sie einen vorgefertigtes AO Ihres Avatars folgendermaßen entfernen:

  1. Klicken Sie im Second Live Viewer auf die Schaltfläche Aussehen.
  2. Klicken Sie im angezeigten Fenster „Aussehen“ auf die Registerkarte Kleidung.
  3. Suchen Sie den AO-Anhang in der Liste. Der Name kann abhängig vom ausgewählten Avatar variieren.  Der Name könnte sein: Animations-Override – WeiblichAnimations-Override – Männlich, oder Animations-Override – Zombie.
  4. Führen Sie einen Rechtsklick auf das Animations-Override durch und wählen Sie Abnehmen, um das AO zu entfernen.

Anpassen eines „klassischen“ Avatars

Die Anpassung eines „klassischen“ Avatars funktioniert in Second Life etwas anders als bei anderen Avatartypen.  Ein klassischer Avatar ist ein menschenähnlicher Avatar, der unter Verwendung von eingebauten Körperteil-Schieberntexturbasierten Kleidungsstücken und Avatar-Anhängen erstellt und angepasst wurde.  Klassische Avatare bieten viel Kontrolle über die Details des Aussehens, sind aber nicht in der Lage, neuere technologische Entwicklungen im Bereich Computergrafik zu nutzen, wie beispielsweise geriggtes Netz (Rigged Mesh) oder Normal Mapping und Specular Mapping.

Ausführlichere Informationen zum Bearbeiten der zahlreichen Körperteile und Elemente eines klassischen Avatars finden Sie im Artikel  Anpassen eines klassischen Avatars.

Customizing a classic avatar.png

 

Anpassen eines geriggten Netz-Avatars

Neben diesen „klassischen“ Avataren können Sie auch einen der neueren geriggten Netz-Avatare auswählen. Diese bestehen aus einem angepassten 3D-Netz-Figurenmodell, das als Anhang über dem Skelett eines klassischen Avatars getragen wird.  Der klassische Avatar selbst wird in der Regel durch eine Alphamaske verdeckt, aber das hochgeladene 3D-Modell verwendet nach wie vor die Gelenke und Animationen des klassischen Avatars.

Dieser Avatartyp ermöglicht es Erstellern von 3D-Inhalten, Modelle in einem Drittanbieter-Tool wie Maya oder Blender zu entwerfen. Auf diese Weise können sie die Vorteile der neuesten Grafikupdates in Second Life nutzen und äußerst detaillierte menschliche und nichtmenschliche Avatare entwickeln.  Da ein Netz-Avatar ein Overlay über einem verdeckten klassischen Avatar ist, kann er die texturbasierte Kleidung klassischer Avatare nicht tragen.  Netz-Avatare haben möglicherweise auch Probleme bei der Interaktion mit Anhängen, Zubehör oder Animationen, die ursprünglich für klassische Avatare erstellt wurden. Wenn Sie Hilfe benötigen, passende Kleidung zu finden, lesen Sie den Artikel Kaufen von Kleidung, die Ihrem Avatar passt.

customizing a rigged avatar.png

Erwerben eines geriggten Netz-Avatars im Second Life-Marktplatz

Da Netz-Avatare von den unterschiedlichsten Anbietern entwickelt werden, hängt es vom Händler ab, wie ein Netz-Avatar erworben und getragen wird. Im Folgenden wird ein allgemeines Szenario beschrieben:

  1. Kaufen Sie im Second Life-Marktplatz einen Netz-Avatar.  Stellen Sie sicher, dass in der Auflistung rechts unterhalb der Berechtigungen der Vermerk „Netz: 100 % Netz“ zu sehen ist.
  2. Wenn Ihr Avatar verpackt ist, öffnen Sie die Box und packen Sie sie aus, wie unter Öffnen einer Box beschrieben.  Wenn Ihr Kauf nicht verpackt ist, können Sie diesen Schritt überspringen.
  3. Gehen Sie in Ihrem Inventar zum neuen Ordner mit Ihrem Kauf und lesen Sie die mitgelieferten Notizkarten.  Die meisten Händler legen Anweisungen zum Tragen, Anpassen und Verwenden ihrer Avatare bei.
  4. Wenn keine Anweisungen enthalten sind, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Ordner und wählen Sie Aktuelles Outfit ersetzen.  Dadurch werden alle Anhänge entfernt, die Ihr Avatar im Moment trägt, und alle Teile des Avatars werden durch den gesamten Inhalt des Ordners ersetzt.

    Beachten Sie, dass viele Netz-Avatare mit austauschbaren Teilen geliefert werden, die nicht gleichzeitig getragen werden sollten. Wenn Sie Aktuelles Outfit ersetzen auswählen, müssen Sie also möglicherweise doppelte Anhänge manuell entfernen.

KBtip.png Tipp: Wenn Sie mit den vorgenommenen Änderungen nicht zufrieden sind, können Sie jederzeit in der Avatar-Auswahl einen neuen Standardavatar auswählen und von vorne beginnen.

 


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Second Life-Kurzanleitung – So meldet man sich Kostenlos in der 3D Welt an

Second Life-Kurzanleitung


Inhalt

 

 

Vor Beginn

KBcaution.png Wichtig: Um die interaktiven 3D-Inhalte von Second Life nutzen zu können, müssen Sie ein eigenständiges Programm, den Second Life Viewer, installieren.Die Installation ist schnell und einfach, aber Ihr Computer muss die Systemanforderungenerfüllen. Second Life läuft nicht auf Systemen, die diese Anforderungen nicht erfüllen.

Für Second Life registrieren und Software installieren

Führen Sie die folgenden vier Schritte durch, um sich für Second Life zu registrieren und die Software zu installieren.

1. Avatar auswählen 

SLQS Choose Avatar.png

So erscheinen SIE in Second Life. Zur Auswahl steht eine breite Palette an Avataren: Menschen, Tiere, Roboter und sogar Fahrzeuge.  

Wenn Sie es sich später anders überlegen, können Sie problemlos einen anderen Avatar auswählen.  Wenn Sie mit Second Life vertraut sind, können Sie Ihren Avatar nach Ihren Wünschen anpassen oder aus der reichhaltigen Auswahl im Second Life-Marktplatz einen anderen aussuchen.

2. Benutzernamen erstellen

SLQS Create a Username.png

Ihr Benutzername ist der Kontoname, mit dem Sie sich bei Second Life anmelden.  Der Benutzername muss eindeutig sein; es ist also durchaus möglich, dass einfache oder gängige Namen schon vergeben sind.

Später können Sie auch einen Anzeigenamen auswählen, der zusätzlich zu Ihrem Benutzernamen erscheint.

Weitere Informationen finden Sie unter  Benutzernamen und Anzeigenamen.

 

KBwarning.png Warnung: Wählen Sie Ihren Benutzernamen sorgfältig! Er kann nicht nachträglich geändert werden. Obwohl Sie zusätzlich einen Anzeigenamen festlegen können, ist Ihr Benutzername weiterhin sichtbar und kann von anderen verwendet werden, um auf Sie Bezug zu nehmen.

3. Angabe der Kontodetails

SLQS Set Up Account Info.png

Geben Sie Ihre Kontodetails inklusive E-Mail-Adresse, Geburtsdatum und Passwort ein.  Vergewissern Sie sich, dass Sie eine Sicherheitsfrage verwenden, die Sie sich gut merken können, falls Sie Ihr Passwort vergessen!  Hier können Sie ebenfalls Ihr Konto mit Facebook verbinden, um Fotos und Statusaktualisierungen einfacher teilen zu können.

4. Kontotyp auswählen

SLQS Select Account Type.png

Wählen Sie ein kostenloses Basis-Konto oder registrieren Sie sich für ein Premium-Konto (Monatsgebühren ab 6 US$).  

Premium-Mitglieder erhalten ein eigenes privates Linden Home (Sie müssen mindestens 18 Jahre alt sein), Prämien in virtueller Währung, exklusive virtuelle Waren und viele andere Vorteile.Weitere Informationen zum Premium-Konto finden Sie in der Second Life Knowledge Base unter Premium-Mitgliedschaft.

Auch wenn Sie anfänglich ein Basis-Konto wählen, können Sie später jederzeit Premium-Mitglied werden.

5. Second Life herunterladen

image17.png

Um die interaktiven 3D-Inhalte von Second Life nutzen zu können, müssen Sie den Second Life Viewer herunterladen und installieren. Diese Anwendung ist für Windows, Mac OS und Linux verfügbar.  Die meisten Webbrowser laden das Installationsprogramm automatisch herunter; wenn nicht, klicken Sie einfach auf Second Life herunterladen und installieren.

Möglicherweise müssen Sie das Installationsprogramm nach dem Herunterladen manuell starten.

 

Erste Schritte inworld

Nachdem Sie sich für Second Life registriert und den Second Life Viewer installiert haben, können Sie Ihr Abenteuer in der virtuellen Welt – oder „inworld“, wie wir sagen – beginnen.

Anmelden

Starten Sie den Second Life Viewer und melden Sie sich dann bei Second Life an, indem Sie Ihren Benutzernamen und das bei der Registrierung festgelegte Kennwort eingeben. Bei Problemen mit der Anmeldung lesen Sie bitte den Artikel Anmeldefehler in der Second Life Knowledge Base.

Logging in - German.jpg

Wenn Sie sich das erste Mal anmelden, landen Sie in einem Bereich namens Learning Island, der speziell für neue Benutzer gedacht ist. Befolgen Sie die Schilder und die einfachen Anweisungen, um sich mit den Grundfunktionen von Second Life vertraut zu machen.
In den folgenden Abschnitten werden die wichtigsten Teile des Viewers beschrieben und Sie erfahren, wie Sie ihn optimal nutzen können.
Zuerst erhalten Sie einen Überblick über den Second Life Viewer, d. h. das Programm, über das Sie auf Second Life zugreifen.
 

 
 
 

Annotated UI - German.png

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Grundfunktionen

Nachfolgend die wichtigsten Grundfunktionen, die Sie erlernen sollten:

Gehen

Es gibt drei Möglichkeiten, Ihren Avatar zum Gehen zu bringen:

  • Zum Gehen klicken. Klicken Sie einfach an die Stelle auf dem Boden, zu der Sie gehen möchten.  Wenn sich der Mauszeiger anstelle eines Pfeils in eine Hand verwandelt, interagieren Sie mit einem Objekt, statt sich zu bewegen.  Siehe Abschnitt Mit Objekten interagieren.
  • Pfeiltasten verwenden. Mit den Tasten Pfeil aufwärts ↑ und Pfeil abwärts ↓ bewegen Sie sich vorwärts bzw. rückwärts.  Mit den Tasten Pfeil links ← und Pfeil rechts → gehen Sie nach links bzw. rechts.
  • Verwendung der Tasten W, S, A, und D. Mit den Tasten W und S bewegen Sie sich vorwärts und rückwärts. Mit den Taste A und D gehen Sie nach links bzw. rechts.  Klicken Sie vor Verwendung dieser Tasten zunächst auf eine Inworld-Stelle, damit sich der Fokus nicht im Chat-Feld befindet.  Wenn sich der Fokus im Chat-Feld befindet, geben Sie Chat-Text ein, statt zu gehen.
  • Klicken Sie auf die Schaltfläche Gehen/Laufen/Fliegen, um die Bewegungssteuerungen zu öffnen.  Sie klicken, um die Richtung auszuwählen, in die sich Ihr Avatar bewegen soll und darüber hinaus zwischen Gehen, Laufen und Fliegen umschalten.

Laufen

Um vorwärts zu laufen, drücken Sie zweimal hintereinander die Taste W oder Pfeil aufwärts ↑ . Um rückwärts zu laufen, drücken Sie zweimal hintereinander die Taste S oder Pfeil abwärts ↓.

SLQS Jumping-Running.jpg

Fliegen

SLQS Flying.jpg

In Second Life zu fliegen, macht Spaß und ermöglicht es Ihnen, sich erheblich schneller zu bewegen als durch Gehen oder Laufen.

Halten Sie die Taste Bild auf oder E gedrückt, um zu fliegen.Halten Sie die Taste Bild ab oder C gedrückt, um zu landen.

In der Luft können Sie die gleichen Tasten wie zum Gehen verwenden, um sich in verschiedene Richtungen zu bewegen.

KBnote.png Hinweis: In manchen Regionen ist das Fliegen nicht möglich. In diesen Bereichen sehen Sie in der Standortleiste das Symbol no flying.png und können nicht fliegen.  

Tastaturkürzel 

Eine Kurzanleitung finden Sie unter Tastaturkürzel.

Ansicht ändern

SLQS Camera Controls.png

Standmäßig betrachten Sie die Welt von einem Blickpunkt direkt hinter und etwas über Ihrem Avatar aus.  In manchen Fällen ist es jedoch sinnvoll, die Perspektive zu wechseln!

Es gibt mehrere verschiedene Methoden, die Ansicht zu ändern:

  • Um Ihre Ansicht zu drehen, klicken und ziehen Sie an einer beliebigen Inworld-Stelle. HINWEIS: Wenn sich der Mauszeiger in eine Hand verwandelt, bevor Sie klicken, interagieren Sie mit dem Objekt, statt die Ansicht zu drehen.
  • Um zu zoomen, halten Sie die Alt-Taste gedrückt und klicken und ziehen Sie dann mit der Maus. Sie können auch das Mausrad verwenden.
  • Um zu kreisen, halten Sie die Alt– und Strg-Taste gedrückt und klicken und ziehen Sie dann mit der Maus. 
  • Klicken Sie auf die Schaltfläche Ansicht und verwenden Sie die links abgebildeten Steuerungen. 

Um zur Standardansicht zurückzukehren, drücken Sie die Esc-Taste.

Text-Chat

SLQS Chat Box.png

.

Klicken Sie auf die Schaltfläche „Chat“ (standardmäßig in der unteren Symbolleiste), um einen Text-Chat mit anderen Mitgliedern in der Nähe zu führen. Alle Mitglieder, die sich in einem Umkreis von 20 m aufhalten, können sehen, was Sie eingeben.

Um Ihre Nachricht laut auszurufen, drücken Sie Strg-Eingabe statt Eingabe, nachdem Sie Ihren Chat-Text eingegeben haben.  Alle Mitglieder in einem Umkreis von 100 m sehen dann, was Sie eingeben.

Klicken Sie im Chat-Feld auf das Dreiecksymbol, um den Chatverlauf anzuzeigen. 

Bewegen Sie den Mauszeiger im Chatverlauf über einen Namen und klicken Sie auf das Symbol i icon.png für weitere Optionen. 

Avatar ändern

Klicken Sie auf  Avatar avatar button.png , um Ihren Avatar in einen der kostenlos zur Verfügung stehenden Avatare zu ändern.  Sie können aus einer Reiher kostenloser Avatare wählen, darunter Menschen, Roboter, Tiere und sogar Fahrzeuge.  Weitere Informationen zum Anpassen Ihres Avatars finden Sie unter Bearbeiten des Aussehens

Mit Objekten interagieren

sit here.png

Um mit Objekten, denen Sie begegnen, zu interagieren, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf ein Objekt und wählen Sie im Aktions- bzw. Werkzeugmenü die gewünschte Option aus, wie im obenstehenden Beispiel gezeigt.  

sit icon.png

Bei manchen Objekten (wie z. B. bei Möbeln) erscheint automatisch ein Sitzsymbol, wenn Sie den Mauszeiger darüber bewegen.  Klicken Sie einfach auf das Objekt, um sich zu setzen. Um wieder aufzustehen, klicken Sie auf die Schaltfläche Stehen, die weiter unten im Fenster erscheint.

Wenn sich der Mauszeiger über einem Objekt in eine Hand verwandelt, können Sie durch Anklicken mit dem Objekt interagieren.  In manchen Fällen wird beim Anklicken eine Aktion durchgeführt (z. B. Lichtschalter einschalten); manchmal erscheint ein Sondermenü, in dem eine Reihe von Aktionen zur Auswahl steht.

flower vase.png

Wenn Sie den Mauszeiger auf ein Objekt setzen, sehen Sie möglicherweise auch ein Informationsfeld, wie im Beispiel links dargestellt.  Klicken Sie auf das Symbol i icon.png für weitere Optionen.

Mehr über Leute in der Nähe erfahren

SLQS More Info Button.png

Um mehr über Personen in der Nähe zu erfahren, bewegen Sie den Mauscursor über ihre Avatare und klicken Sie auf das erscheinende Symbol i icon.png .

SLQS View Full Profile.png

Es erscheint ein Informationsfeld mit Folgendem:

  • Avatarname dieser Person und Angabe, wie lange sie bereits Mitglied bei Second Life ist.
  • Biografische Angaben (sofern von der Person hinzugefügt).
  • Spezieller Lautstärkeregler für Voice-Chats mit dieser Person.
  • Ein Link Vollständiges Profil anzeigen zur Anzeige weiterer Optionen und Informationen,  Siehe Abschnitt Profile Verwenden.

Inworld-Medien steuern

SLQS Volume Controls.png

 

In vielen Bereichen in Second Life hören Sie Musik als Teil des Ambientes oder sehen Videos, die auf eine Oberfläche projiziert werden.  Mit den Steuerungen oben rechts im Viewer-Fenster können Sie die Lautstärke wie gewünscht einstellen oder den Ton vollständig abschalten, indem Sie das Kontrollfeld auf der rechten Seite deaktivieren.

Mit der Schaltfläche Pause an der linken Seite der Schaltfläche für die Lautstärkeregelung können Sie das Streaming von Videos oder anderen Median starten und anhalten.  Bewegen Sie den Mauszeiger über ein beliebiges Streaming-Medium, das inworld wiedergegeben wird, um weitere Steuerungen einzublenden.

Bewegen Sie den Mauszeiger über eine Fläche, auf der Videos oder andere Medien abgespielt werden, um spezielle Mediensteuerungen einzublenden.

Coole Ziele und Aktivitäten suchen

SLQS Destination Guide.png

Klicken Sie auf Ziele, um zum Second Life-Reiseführer zu gelangen.  Klicken Sie auf eine Kategorie und dann auf ein Ziel in dieser Kategorie, um sich sofort dorthin teleportieren zu lassen.

Unter  http://secondlife.com/destinations/ finden Sie weitere Kategorien und Ziele. 

Fortgeschrittene Funktionen

Sobald Sie mit den Grundfunktionen wie Gehen und Fliegen vertraut sind, können Sie fortgeschrittene Funktionen ausprobieren:

Voice-Chat verwenden

Keine Lust mehr zu tippen?  Per Voice-Chat können Sie mit anderen Personen in der Nähe sprechen.  Sie müssen zunächst Ihr Headset bzw. Ihre Lautsprecher und Ihr Mikrofon einrichten.  Wir empfehlen die Verwendung eines Headsets (Sprechgarnitur), da hierbei keine störenden Echos Ihrer eigenen Stimme auftreten.

Speak - German.png

 

Sie sollten Ihre Audiogeräte vor dem Start von Second Life anschließen.  Nach Anschluss Ihres Headsets (bzw. Ihrer Lautsprecher und Ihres Mikrofons) müssen Sie ggf. Ihre Audiogeräte konfigurieren.  Wählen Sie hierzu Ich > Einstellungen > Sound & Medien.  Sie können Ihre Ein- und Ausgabegeräte auswählen und die Lautstärke ändern.

Klicken Sie nach Konfiguration Ihrer Audiogeräte einfach auf Sprechen, um mit Personen in der Nähe zu reden.  Klicken Sie erneut auf Sprechen, um das Mikrofon auszuschalten.

Wenn Sie Probleme mit dem Voice-Chat haben, lesen Sie den Artikel Häufig gestellte Fragen zum Voice-Chat.

KBnote.png Hinweis: In manchen Regionen in der Voice-Chat deaktiviert.  In diesen Bereichen ist die Schaltfläche Sprechen deaktiviert und Sie können sich nicht per Voice-Chat mit anderen Mitgliedern unterhalten.

Voice-Punkte

SLQS Voice Dot.png

 

Wenn Voice aktiviert ist und ordnungsgemäß funktioniert, sehen Sie einen kleinen weißen Punkt über Ihrem Avatarnamen, wie nachstehend dargestellt. Wenn andere Mitglieder Voice aktiviert haben, verfügen auch sie über Voice-Punkte.

 

Freundschaften schließen

SLQS Add FriendGovernor Linden.png

Um eine andere Person als Freund hinzuzufügen, bewegen Sie den Mauszeiger über ihren Avatar, klicken auf  i icon.png und wählen Komplettes Profil anzeigen. Klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche Freund hinzufügen .  Diese Person erhält ein Freundschaftsangebot: Wird sie akzeptiert, erscheinen beide Mitglieder gegenseitig auf ihrer Freundesliste.

Freundschaftsangebot annehmen oder ablehnen

image07.png

Wenn Sie ein Freundschaftsangebot erhalten, wird in der unteren rechten Ecke des Bildschirms ein Dialogfeld angezeigt.

Wenn Sie auf Akzeptieren klicken, wird Ihrem neuen Freund eine Benachrichtigung auf dem Bildschirm angezeigt, dass Sie das Freundschaftsangebot akzeptiert haben.

Wenn Sie auf Ablehnen klicken, um das Angebot abzubrechen, erhält die andere Person eine Benachrichtigung, dass Sie das Freundschaftsangebot abgelehnt haben.

KBtip.png Tipp: Bevor Sie jemandem ein Freundschaftsangebot senden, sollten Sie sich mit der Person unterhalten oder mit ihr interagieren – dies ist eine Frage der Höflichkeit!

Personen und Freunde in der Nähe finden

People Floater.png

Klicken Sie auf die Schaltfläche Leute, um das Personenfenster zu öffnen, das vier Registerkarten aufweist:

  • IN DER NÄHE:  Hier erscheinen alle Mitglieder im Umkreis von 100 m.
  • MEINE FREUNDE:  Hier sehen Sie Ihre Freundesliste. Die Freunde, die gegenwärtig online sind, erscheinen oben in der Liste.
  • MEINE GRUPPEN: Hier erscheinen Ihre Second Life-Gruppen.  Weitere Informationen finden Sie unter Übersicht über Gruppen.
  • AKTUELL:  Hier erscheinen die Personen, mit denen Sie sich kürzlich über Instant Message oder Gruppen-Chat unterhalten haben.

Wenn der Name einer Person in einer dieser Listen abgedunkelt erscheint, ist die Person gegenwärtig nicht online.

Bewegen Sie den Mauszeiger über einen Namen, um zusätzliche Optionen einzublenden:

  • Klicken Sie auf  i icon.png, um weitere Informationen über die Person anzuzeigen. Klicken Sie anschließend auf Komplettes Profil anzeigen für weitere Optionen.

In der Minikarte der Registerkarte IN DER NÄHE sehen Sie den Bereich, in dem Sie sich gerade befinden, aus der Vogelperspektive. Der gelbe Punkt sind Sie; die grünen Punkte sind andere Personen. 

Mit dem Mausrad können Sie größer und kleiner zoomen oder klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Karte, um weitere Optionen einzublenden.

Profile verwenden

SLQS Full Profile Page.png

Klicken Sie auf Ich > Profil, um Ihr Profil zu bearbeiten.  In Ihrem Profil können Sie Ihre persönliche Informationen und Interessen angeben.  Ähnlich wie bei einem sozialen Netzwerk können Sie auch Nachrichten mit Ihren Freunden teilen und sehen, was diese mit Ihnen teilen.  Sie können Ihr Second Life-Profil sogar mit Ihrem Konto bei Facebook, Twitter, LinkedIn und anderen beliebten sozialen Netzwerken verknüpfen.

Um das Profil einer anderen Person zu sehen, bewegen Sie den Mauszeiger über ihren Avatar und  i icon.pngklicken Sie auf Komplettes Profil anzeigen.  Sie sehen die Informationen, die der andere Nutzer in seinen Datenschutzeinstellungen zugelassen hat.

So konfigurieren Sie Ihre eigenen Datenschutzeinstellungen:

  • Klicken Sie auf Ich > Profil
  • Klicken Sie auf  Profil bearbeiten, um Ihre Profileinstellungen anzupassen.
  • Öffnen Sie die Registerkarte Datenschutz.

 

KBtip.png Tipp: Möchten Sie ein Profilbild hinzufügen?  Sie müssen zunächst ein Bild auf Ihrem PC erstellen oder ein bestehendes Bild hochladen.  Das Hinzufügen eines Profilbilds ist eine gute Möglichkeit, Ihren Avatar darzustellen.  (Bedenken Sie, dass Profilbilder eine allgemeine Alterseinstufung besitzen müssen!)

 

Weiterführende Informationen

Wenn Sie alle in diesem Artikel beschriebenen Grundfunktionen beherrschen, können Sie das vollständige Funktionsspektrum von Second Life erlernen.  Werfen Sie einen Blick in das Second Life Benutzerhandbuch.

Und vor allem, haben Sie viel Spaß!

 


Weitere Informationen in 3D Welten

Secondlife – Vorteile einer Prämienmitgliedschaft

Premium-Mitgliedschaft


Premium-Mitgliedschaft

In anderen Sprachen

Vorteile der Premium-Mitgliedschaft

Die Premium-Mitgliedschaft bietet folgende Vorteile:

Upgraden auf ein Premium-Konto

Zum Upgrade von Basis- auf Premium-Mitgliedschaft:

  1. Melden Sie sich auf der Second Life-Website an.
  2. Klicken Sie auf der linken Seite des Bildschirms auf Premium-Mitgliedschaft.
  3. Der Bildschirmdialog Mitgliedsplan ändern wird geöffnet und eine Tabelle der Mitgliedspläne und Preise wird angezeigt.
  4. Wählen Sie Premium (sowie zwischen den Zahlungsoptionen MonatlichVierteljährlich oder Jährlich ).
  5. Klicken Sie auf Änderungen speichern. Ihr neuer Plan wird zum nächsten Abrechnungsdatum aktiv.
KBnote.png Hinweis: Als Premium-Mitglied erhalten Sie einen einmaligen Bonus in Höhe von 1000 L$ und eine wöchentliche Gutschrift in Höhe von 300 L$ sowie einen 512 Quadratmeter Premium-Parzellenbonus.  Der Upgrade-Bonus von 1000 L$ wird nur einmal je Konto gewährt.

Linden Homes

Ein Linden Home ist ein schlüsselfertiges Zuhause, das zu einer Themen-Community gehört und nur Premium-Mitgliedern zur Verfügung steht.

KBnote.png Hinweis: Linden Homes sind nur für Benutzer erhältlich, die mindestens 18 Jahre alt sind.

Weitere Informationen zu Linden Homes finden Sie hier:

Linden-Dollar-Prämien

Als Premium-Mitglied erhalten Sie einen Registrierungsbonus sowie eine wöchentliche Linden-Dollar-Gutschrift (Stipendium).

Registrierungsbonus

Wenn Sie sich für ein Premium-Konto registrieren, erhalten Sie einen Registrierungsbonus in Höhe von 1.000 L$, der direkt Ihrem Second-Life-Konto gutgeschrieben wird, nachdem Ihre Premium-Mitgliedschaft 45 aufeinanderfolgende Tage lang aktiv war.

Wöchentliche Linden-Dollar-Gutschriften (Stipendium)

Als Premium-Mitglied erhalten Sie eine wöchentliche Gutschrift in Höhe von 300 L$, unabhängig davon, ob Sie sich einloggen oder nicht. Stipendien werden wöchentlich dienstags (PT) durch einen automatisierten Prozess ausgezahlt.

Die Zahlungen werden auf Grundlage von Datenbankinformationen des vorhergehenden Montags berechnet. Zum Beispiel:

  • Wenn Sie am Montag, 14. April ein Premium-Konto einrichten, erhalten Sie Ihre erste Gutschrift am Dienstag, 15. April.
  • Wenn Sie am Dienstag, 15. April ein Premium-Konto einrichten, erhalten Sie Ihre erste Gutschrift am Dienstag, 22. April.
KBnote.png Hinweis:Die Gutschrift von Stipendien wird möglicherweise erst dienstags abends oder mittwochs angezeigt.

Stipendien für alte Konten

Die Höhe der Gutschrift für ältere Konten hängt vom jeweiligen Kontotyp und dessen Alter ab.

Neu oder durch Upgrade von Basis-Konten eingerichtete Premium-Konten, die:

  • Am oder nach dem 1. November 2016 erstellt wurden, erhalten 300 L$ pro Woche.
  • Zwischen dem 21. Juli 2006 und dem 31. Oktober 2006 erstellt wurden, erhalten 400 L$ pro Woche.
  • Vor dem 21. Juli 2006 erstellt wurden, erhalten 500 L$.

Bestimmte ältere Basis-Konten erhalten ein Stipendium; Basis-Konten, die:

  • Vor dem 6. Juni 2006 erstellt wurden, erhalten eine Gutschrift in Höhe von 50 L$ pro Woche, wenn innerhalb dieser Woche ein Login erfolgt.
  • Basis-Konten, die nach dem 6. Juni 2006 erstellt wurden, erhalten kein wöchentliches Stipendium.

Virtuelle Premium-Waren (Geschenke)

Als Premium-Mitglied erhalten Sie regelmäßig einen virtuellen Artikel als Zusatzleistung. Die virtuellen Premium-Waren wurden im Auftrag von Linden Lab durch Einwohner erstellt. 

So erhalten Sie virtuelle Premium-Waren

Um Ihre virtuelle Premium-Ware zu erhalten, gehen Sie zu einem der Inworld-Verkaufskioske, die im Second Life-Reiseführer aufgelistet sind: http://secondlife.com/destinations/premium/gifts.  Wenn Sie auf der Website angemeldet sind, wechseln Sie stattdessen zuhttps://secondlife.com/destinations/premium/gifts

Um einen der Kioske zu benutzen:

  1. Führen Sie einen Rechtsklick auf den Kiosk aus.
  2. Wählen Sie Kaufen. HINWEIS: Ihnen entstehen keine Kosten – die Ware ist für Premium-Mitglieder kostenlos.

Der Artikel wird anschließend in Ihr Inventar übertragen.

Die Inworld-Verkaufskioske bieten nur den neuesten virtuellen Premium-Artikel an. Ältere Artikel stehen nicht zur Verfügung.

Objektberechtigungen für virtuelle Premium-Waren

Virtuelle Premium-Waren können nicht bearbeitetund nicht übertragen, sondern lediglich kopiert werden werden. Dies bedeutet, Sie können Kopien erstellen, die Objekte jedoch weder bearbeiten noch übertragen.

Allgemeine Informationen zu Objektberechtigungen finden Sie unter Objektberechtigungen.

Hilfe zu virtuellen Premium-Waren

Virtuelle Premium-Waren wurden im Auftrag von Linden Lab durch Einwohner erstellt.  Bitte kontaktieren Sie nicht den Einwohner, der den Artikel erstellt hat, wenn Sie Unterstützung benötigen.  Jeder virtuelle Premium-Artikel beinhaltet eine Notizkarte mit häufig gestellten Fragen und den wichtigsten Antworten, um Sie bei der Verwendung des Artikels zu unterstützen.  

Sollte Ihre Frage dennoch unbeantwortet bleiben, senden Sie bitte eine E-Mail an premium_feedback@lindenlab.com. Wir werden die Notzikarte aktualisieren, wenn erforderlich, können jedoch keine individuellen Antworten zur Verfügung stellen.

Häufig gestellte Fragen

Ich habe die vorherige virtuelle Ware nicht erhalten und im Kiosk ist nur die neueste erhältlich. Kann ich die Ware bekommen, die ich verpasst habe?

Nein, die Inworld-Verkaufskioske bieten nur den neuesten virtuellen Premium-Artikel an. 

Kann ich mehrere Kopien einer Ware im Kiosk erhalten?

Ja! Als Premium-Mitglied können Sie beliebig viele Kopien der virtuellen Premium-Ware erstellen.

Ich habe meine virtuelle Premium-Ware versehentlich gelöscht. Kann ich sie wiederherstellen?

Ja. Solange der nächste virtuelle Premium-Artikel nicht erhältlich ist, können Sie Ihre Ware an einem Inworld-Kiosk erneut erhalten.

Premium-Sandboxen

Eine Sandbox ist ein separater Übungsbereich. Ähnlich wie in einer echten Sandbox und bei konzeptionellen Sandbox-Spielen ist dies ein Bereich für Kreativität und Unordnung.  Weitere Informationen zu Sandboxen finden Sie unter Bautipps.

Es existieren verschiedene Sandboxen für bestimmte Anwendungszwecke – wie zum Beispiel die Sandbox für Waffentests – die meisten jedoch dienen gewöhnlichen Bauzwecken. Jeder Sandbox-Bereich enthält Schilder, die darauf hinweisen, welche Aktivitäten dort gestattet sind.

In Sandboxen ist üblicherweise eine automatische Rückgabefunktion aktiv, mit deren Hilfe sie mehrmals täglich aufgeräumt werden; informieren Sie sich vor dem Bauen über die automatische Rückgabefunktion, um unerwünschte Überraschungen zu vermeiden. Sandboxen sind experimentell und können somit auch instabil sein – erstellen Sie daher regelmäßige Inventar-Backups aller wichtigen Inhalte.

Premium-Sandboxen sind nur für Einwohner mit einer Premium-Mitgliedschaft zugänglich.  Jede Sandbox besteht aus vier Bereichen. Grundsätzlich existiert eine Sandbox pro Linden Home-Kontinent.  

Die Premium-Sandboxen finden Sie mithilfe des Second Life-Reiseführers: http://secondlife.com/destinations/premium/sandboxes.

Andere Premium-Vorteile

Premium-Mitgliedschaften bieten darüber hinaus weitere Vorteile!

Live-Chat-Support

Einwohner mit Premium-Konten können über das Support-Portal einen Live Chat für Support-Anfragen starten. Für Basis-Konten steht diese Support-Möglichkeit nicht zur Verfügung.

Anspruch auf Land in beliebten Mainland-Regionen

Einwohner mit einem Premium-Konto können Mainland-Parzellen kaufen und müssen eine monatliche Pacht bezahlen, wenn ihr Land eine Fläche von 512 m² übersteigt. Weitere Informationen finden Sie unter Landnutzungsgebühren.  

Das Mainland ist die größte zusammenhängende Landmasse in Second Life. Es besteht aus Hunderten von Regionen, die durch Straßen, Eisenbahnen und das offene Meer miteinander verbunden sind.  Eine Premium-Mitgliedschaft ist Voraussetzung für den Besitz von Mainland-Parzellen.

Sofortiger Zugang zu Adult-Bereichen

Linden Homes und bestimmte Adult-Bereiche sind nur für Einwohner ab 18 Jahren zugänglich. Wenn Sie bei der Registrierung für eine Premium-Mitgliedschaft 18 Jahre oder älter sind, erhalten Sie automatisch Zugang zu diesen Bereichen. Weitere Informationen finden Sie unter Inhalte mit Altersbeschränkung und Zugang zu Adult-Land und -Inhalten.

Höhere Anzahl an Gruppenmitgliedschaften

Einwohner mit einem Premium-Konto können gleichzeitig Mitglied in bis zu 60 Gruppen sein.  Inhaber von Basis-Konten können lediglich 42 Gruppen beitreten.

Bevorzugter Zugang zu dicht besiedelten Regionen

Die Regionen in Second Life verfügen über eine Zusatzkapazität, um Regionseigentümern, Gutsverwaltern und Einwohnern mit einem Premium-Konto den Zugang zu bereits belegten Regionen zu ermöglichen. Das Standard-Limit für die Anzahl der in einer Region zulässigen Avatare ist Folgendes:

  • Vollständige Regionen unterstützen zusätzliche 10 % (100 bis 110)
  • Homesteads unterstützen zusätzliche 25 % (20 bis 25)
  • Open Spaces unterstützen zusätzliche 20 % (10 bis 12)

Alle Details über den Zugang zu zusätzlichen Regionskapazitäten finden Sie unter Erhöhte Regionskapazität und Zugang im Second Life-Blog.

Downgraden oder Stornieren Ihrer Premium-Mitgliedschaft

Downgraden von Premium- auf Basis-Mitgliedschaft

Um ein Downgrade Ihres Premium- oder Concierge-Kontos durchzuführen, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Melden Sie sich auf der Second Life-Website an.
  2. Wählen Sie auf der linken Seite des Bildschirms Premium-Mitgliedschaft. 
  3. Der Bildschirmdialog Mitgliedsplan ändern wird geöffnet und eine Tabelle der Mitgliedspläne und Preise wird angezeigt.
  4. Wählen Sie Basis-Konto.
  5. Klicken Sie auf Änderungen speichern. Ihr neuer Plan wird zum nächsten Abrechnungsdatum aktiv.
KBwarning.png Warnung: Wenn Sie ein Downgrade auf ein Basis-Konto durchführen, verlieren Sie sämtlichen Landbesitz, erhalten keine wöchentliche Linden Dollar-Gutschrift mehr und können den Live Chat-Support nicht länger nutzen.

Vergewissern Sie sich, dass Sie vor dem Downgrade sämtlichen Landbesitz verkaufen.

Außerdem möchten Sie vielleicht Ihre Gruppenlandbeiträge überprüfen und Vereinbarungen treffen, um positive Erträge Ihres Gruppenlandbesitzes aufrecht zu erhalten.

KBnote.png Hinweis: Wenn Sie Mitglied in mehr als 42 Gruppen sind, verlieren Sie beim Downgrade keine Gruppenmitgliedschaft.  Sie können mit einem Basis-Konto jedoch keiner neuen Gruppe beitreten, bis Sie die Anzahl Ihrer Gruppenmitgliedschaften auf weniger als 42 reduziert haben.

Stornieren Ihres Premium-Kontos

Wenn Sie Ihr Konto stornieren möchten, sollten Sie in Erwägung ziehen, es in Form einer kostenlosen Basis-Mitgliedschaft zu erhalten. Hierdurch stehen Ihnen Ihr Avatar und Ihr Inventar wieder zur Verfügung, wenn Sie Second Life zu einem späteren Zeitpunkt erneut besuchen.

Sie können Ihren Mitgliedsplan nach der Anmeldung mit Ihrem Second Life-Benutzernamen und -Passwort jederzeit auf der Seite Konto kündigen aktualisieren oder kündigen. Dieser Link ist ebenfalls über den Bereich Kontoauf der linken Seite Ihres Dashboards erreichbar.

Nach der Anmeldung finden Sie am Ende der Seite die Schaltfläche Konto kündigen. Ihr Konto bleibt bis zum Ende des Abrechnungszeitraums geöffnet, da die Verwaltungsgebühren im Voraus entrichtet wurden.

KBtip.png Tipp: Wenn Sie Ihren Namen für die zukünftige Nutzung behalten möchten, ohne 9,95 US$ Reaktivierungsgebühr zu bezahlen, führen Sie einfach ein Downgrade auf ein Basiskonto durch.

Landgebühren fallen möglicherweise auch weiterhin an

Wenn Sie Ihr Premium-Konto kündigen oder ein Downgrade durchführen, können weiterhin monatliche Gebühren für Ihren gegenwärtigen Landbesitz anfallen.

Wie auf der Seite Landpreise und Landnutzungsgebühren  angegeben:

Die Höhe der Landnutzungsgebühr richtet sich nach der maximalen Größe Ihres Landbesitzes während des vorangegangenen 30-tägigen Abrechnungszeitraums. Hierzu gehören von Ihnen gehaltene Parzellen sowie Landschenkungen an Gruppen… Die maximale Nutzung wird anhand der größten Landfläche bemessen, die Sie – innerhalb eines beliebig langen Zeitraums – während des Abrechnungszyklus besitzen.

Daher werden Ihnen jeweils Ihre Premium-Mitgliedschaft sowie die maximale Landfläche berechnet, die Sie während des aktuellen Abrechnungszyklus besessen haben, unabhängig davon, ob Sie Ihr Konto vor dem Ende des Monats gekündigt haben.

KBnote.png Hinweis: Wenn Sie Ihr Konto kündigen, bleibt es bis zum Ende des Abrechnungszeitraums aktiv. Sie können sich während dieser Zeit weiterhin einloggen und Second Life nutzen. Wenn Sie beispielsweise eine Second Life-Jahresmitgliedschaft erwerben und sie am nächsten Tag kündigen, bleiben Sie bis zum Ablauf dieses Jahres weiterhin als Premium-Mitglied eingestuft!

Second Life Pic of the Day 08.23.2018

Second Life Pic of the Day 08.23.2018

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Xiola Linden

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Today’s Second Life pic of the day is „I wanna get.. Tropical!“ by Ary McAuley. Style credits can be viewed here

To submit your image for Second Life Pic of the Day consideration, login to Second Life, snap some pics and add them to the Official Second Life Flickr Group.

Detlefs Tagebuch -Der Tag 24.06.2018

Als ich heute morgen aufgestandem bin war alles bewölkt. Nach der Morgemtolette und den Gang ins Anziehzimmer habe ich schon vorsorglich ein Unterhemd angezogen. Ach das auch noch lange Socken. Dann ging es runter zum Frühstück der Hunde. Die drängeln jeden Morgen schon. Dann ging es raus in den Garten mit Wotan. Da merkte ich es. Der Winter ist ausgebrochen . Manno war das kalt. Jetzt weiß ich aus warum Australier unter 22 Grad frieren. Mir ging es irgendwie auch so. Am frühstücktisch waren alle außer alle begeistert. Ich mag es wenn esw trocken und 30 Grad ist. In unserer WG is neben meiner Frau Ulla DG5EAH noch Elise meine Pflegerin und Tobias. Tobias ist richtig aufgeblüht seitdem er regelmässig mit uns ist. Seit dem Schluß der RadioWG qvor 5 Jahren wurde seit einigen Tagen wieder die Schifferglocke nun vor den Mahlzeiten wieder geläutet.   Iegendwie wurde rs dann kurzfristih etwas sonniger. Die Luftfeuchtigkeit hat zugenommen. Nun  schwitzt man wieder trotz niedriger Temperaturen. Die Temperaturen im Haus sind 25 Grad und 39% Luftfeuchte. Draußen geht mein Funksender zum Messen det Außentemperatur nicht

Dann das ewige Thema ich habe schlechtes Internet. Jetzt habe ich schon für alle Mieter kostenloses Internet , leider nur 2 Anschlüsser a 25000/5000 Leitung. Am Freitag kommt immer mein Sohn und ist am Internet. Er hat mit mir eine extra Leitung. Aber alleine die Tatsache das er da ist verursacht alle Probleme des Internets alleine im Kopf. Er sitzt immer im Keller neben der Kellerdisco die auch schon Jahre nicht mehr in Betrieb war. Aber dieser kleine Keller nimmt Formen an. Zwei riesen Tische und ein kleiner alter Lehrerschreibtischt ist aufgebaut. Ein Router steht auf dem Tisch . Ein Rechner und ein Fernseher und ein Bildschirm für den Rechner. Über dem Fernseher der nur ein Monitor ist steckt ein Amazon Stick an HDMI angeschlossen ist und nur Wlan kann. Ein Wlan Sendeempfänger ist auch am Rozrer angeschlossen und versorgt Ihn mit einem guten Signal. Hier kann man alle Sehen wie im Wohnzimmer und im Fernsehraum. Einzige Einschränkung es gibt alles nur als TV. Da ich in der Schweiz uber VPN ein Konto bei  Zatto habe habe ich für 9 Franken im Monat ein riesen Paket an Programmen. Also auch alle privaten Sender in Deutschland in HD und auch zum aufnemen in einer Cloud. Hier kann man auch die Reklame vorspulen. WEiterhin gibt es die Östereichischen Programme. Dann ist die Schweiz noch dabei mit ihren allen Sprachen und Italien Fragnkreich Spanien und ein riesiges Paket von englischen Programme. Da es immer über eine VPN Leitung geht ist man dann immer in der Schweiz.  Für alles anderen gibt es 4 mal gleichzeitig Zugang zu  zu Netflix. Das geht über den Stick und im Netz auch über Handy und Tablet. Im Sommer ist der Garten auch mit Wlan versorgt. Mit Waipu TV da habe ich das große Paket gebucht ist alles ebenso zu sehen. Im Wohnzimmer gibt es Das alles auch aber noch Satempfang mit Sky Abo. Das gibt es auch im TV Zimmer. an Ullas Computerplatz hat sie über 1und1.de das Entertain Paket von der Telecom. Das hat in HD eine extrem gute Qualität in IPTV und verbraucht alleine 7000 von einer 25000 Leitung. Wenn Sie dann noch aufnimmt wird es extrem. Ach über die Satanlage Speise ich auich in den Router ein und kann alle unverschlüsselten Programme im Netz sehen. Mit allem drum und drann gibt es schon eine erhebliche Netzlast. Es kommen nur gute inteligente Router und keine Wlan Repeater zum Einsatz. Nur verschieden abgesetze Wlan  access points zum Einsatz. Das einzigste was noch an Repeatern geht sind Verfahren wie Mesh. Das geht erstaunlich gut und teste ich schon mit zwei Repeatern. Ich schreibe das nur um zu zeigen wie umfangreich hier das Thema mein Internet geht nicht.

Ach ich habe noch was vergessen. Ich betreibe noch einen Freifunkknoten. Die Antenne befindet sich am Mast und versorge einen großen Teil der Straße im Herzogring.

Amateurfunk XXL

 

Seit dem 22. März 2015 sendet RADIO DARC seine Hauptsendung immer Sonntags ab 11 Uhr MESZ (9 Uhr UTC) auf 6070 kHz AM im 49-m-Rundfunkband. Radio DARC ist in dieser lockeren Magazinform praktisch einzigartig weltweit und mittlerweile das letzte noch verbliebene Lang- Mittel- oder Kurzwellenprogramm überhaupt, welches in Deutschland produziert wird.

Ich über übertrage die Radio DARC Sendung zeitgleich in Indernet über www.laserstarradio.de

 

Funkamateur DJ8OT gestorben

Trauer um Ehrenmitglied Eberhard Warnecke, DJ8OT

Unser Ehrenmitglied und engagierter Funkamateur Eberhard Warnecke, DJ8OT, ist am 19. August gestorben. Er wurde 82 Jahre alt. Amateurfunk war sein Leben, die Diplome seine große Leidenschaft. Im In- und Ausland war er mit seinem Rufzeichen und seiner stets freundlichen und zuvorkommenden Art bekannt, beliebt und geschätzt. Ihm lag sehr viel an der Völkerverständigung, insbesondere die enge Beziehung zu Israel und 4X1AT ließ ihn Grenzen überwinden

DJ8OT sk

– dafür wurde er auch im Jahr 2001 ausgezeichnet: Für seine Verdienste um das Allgemeinwohl und sein weltweites Engagement als Funkamateur hat Bundespräsident Johannes Rau ihm das Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen. DARC-Vorstandsmitglied Hans Jörg Unglaub, DL4EBK, würdigte damals den Beitrag Eberhards zur Aussöhnung von Deutschen und Israelis und sein Engagement in der internationalen Diplom-Interessen-Gruppe der Funkamateure. 

Seit 1969 war er bei der DIG in der Redaktion und als Sprecher der über 1500 DIG-Rundsprüche engagiert. Er gilt als einer der Gründungsväter der DIG und hat das Zepter nach mehr als vier Jahrzehnten ehrenamtlichen Einsatzes Ende 2009 an seinen Nachfolger übergeben. In der DIG galt er als „Herz, Seele und Motor“, der sich für sein „Lebenswerk“ unermüdlich einsetzte. „Für einen Funkamateur wie ihn gilt das Aufgehobensein in einer großen Gemeinschaft mehr als die offizielle Anerkennung, aber auch ihr ist Eberhard würdig“, beschreibt die DIG das Lebenswerk Warneckes auf den eigenen Seiten. 

In seinem Verband der Funkamateure, unserem DARC e.V., hatte DJ8OT viele Ämter und scheute sich auch dort nicht vor der Arbeit für die Gemeinschaft: Ortsverbandsvorsitzender von Velbert (R15, 1963-1973), Distriktsvorsitzender von Nordrhein (R, 1976-1986; 1996-1998), zehn Jahre Stellvertreter, über 20 Jahre Verbindungsbeauftagter zur OPD/BAPT/RegTP/BNetzA, Mitarbeiter im DX-Referat (1990-2007), Autor für die Diplomseiten in der CQ DL 1992-2009), um nur einige seiner ehrenamtlichen Tätigkeiten zu nennen. 

Auf vielen Veranstaltungen traf man ihn an der Seite seiner Frau Hannelore, DH5JR. Bereits 1968 erhielt er die Goldene Ehrennadel des DARC e.V. und wurde für seine Verdienste um den Amateurfunk in Deutschland im Juli 2008 zum Ehrenmitglied ernannt. Eberhard Warnecke, DJ8OT, war ein Funkamateur, der sehr viel bewegte und einen großen Beitrag für die Gemeinschaft der Funkamateure weltweit leistete – Er wird uns sehr fehlen! Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Hannelore, DH5JR, und seinen Angehörigen. 

Für den DARC e.V., der Vorsitzende Steffen Schöppe, DL7ATE 

 

 

  

  

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Es sieht doch ganz toll aus.  Ob wirklich die Töpfe dabei sind. Als ich es bestellt habe waren es runde graue Töpfe.  Aber warscheinlich kommen drei Pfanzen in so kleinen Plastik töpfen. Irgendwie Irreführend. Ich warte mal was ankommt. Ich habe auch was in das Forum geschrieben. Ursprünglich kam die Email von www.ibood.com.

Man wird dann nach Outspot weitergeleitet

Ich halte euch auf dem Laufenden

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Vielen Dank für Ihre Bestellung, Detlef.

Wir haben die Zahlung für Set, bestehend aus 3 XXL Bambuspflanzen gut erhalten. Mit diesem Ankauf haben Sie € 40,00 gespart. Den Gutschein finden Sie im Anhang. Um den Gutschein einzulösen, folgen Sie den Anweisungen unter ‚Praktisch‘. Auch wenn Sie Fragen oder Anmerkungen haben, finden Sie auf dem Gutschein wieder mit wem Sie Kontakt aufnehmen können.

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Mein Deutschland verändert sich

Ich bin in Deutschland mitte der 50er geboren. Ich fühle mich eher als Europäer. Man darf aber seine Heimat nicht vergessen. Das Rhrgebiet der 70er hat mich gepgrägt und seit 2001 lebe ich an Niedrrhein. In meiner Region beobachte ich viel in den sozialen Medien. Damit meine ich nicht nur Facebook und Twitter. Jeder kann seine Bewegung aber auch ganz geziehlt Propaganda in Stammtischmanier verbreiten. Angst macht sich breit. Wie soll es weiter gehen. Und Angst ist ein schlechter Ratgeber. Aber sie entscheiden aus Angst. Es verändert sich etwas in Deutschland. Die Rolle des Geldes in der Politik wird immer größer. Lobbyisten haben immer mehr Einfluss auf die Politik. Und die Politiker sind Teil einer Elite, die vom Großteil der Menschen relativ abgeschottet lebt. Gleichzeitig werden immer mehr Entscheidungen aus dem demokratischen Politikgeschäft herausgenommen.

Wir erleben eine grundsätzliche Verschiebung politischer Konfliktlinien. Lange Zeit haben vor allem soziale und ökonomische Themen die politischen Auseinandersetzungen bestimmt, es ging um Verteilungskonflikte. Die Einstellungen dazu wurden mehr oder weniger eindeutig auf der die politische Debatte noch immer bestimmenden „Links-Rechts-Skala“ verortet. Die Linken wollten mehr Staat, die Rechten mehr Markt.

Aber seit einigen Jahren sind Konflikte immer wichtiger geworden, die im Zuge der Globalisierung und der Europäischen Integration entstanden. Die Vorstellung, dass man sich mit einem Nationalstaat identifiziert, dass die Grenzen dieses Staates bestimmen, wer Rechte, Pflichten und Anspruch auf Leistungen hat, ist nicht mehr selbstverständlich. Und die maßgeblichen Wirtschaftsräume sind immer weniger die nationalen Märkte; die Staaten haben immer weniger Kontrolle darüber, wer Zugang zu ihnen hat. Damit stellen sich grundlegende Fragen der politischen Zugehörigkeit und Identität. Es geht nicht mehr so sehr darum, wem was gehören soll. Heute geht es stärker um die Zugehörigkeit zu politischen Gemeinschaften und gesellschaftlichen Gruppen. Es geht um die Frage: Mit wem soll ich mich identifizieren? Mit Brüssel? Mit dem Nationalstaat? Mit einer Region?

Die Rolle der Gerichte wird immer größer, auch der Einfluss der Zentralbanken, der internationalen Organisationen, und der Bürokratie – von der Europäischen Kommission in Brüssel bis hin zur Environmental Protection Agency in Washington – steigt. Zusammengenommen werden sehr viele wichtige Entscheidungen deshalb nicht mehr von gewählten Politikern gefällt. Das hat schon lange vor dem Aufkommen der Populisten die Demokratie in Teilen ausgehöhlt. Deutschland ist teilweise ein System von Recht ohne Demokratie, ein System des undemokratischen Liberalismus. Das liegt nicht nur an der Rolle des Geldes im politischen System – die zwar auch in Deutschland besorgniserregend ist, aber nicht annähernd in dem Maße wie in den USA. Hierzulande liegt es vor allem an den vielen bürokratischen Institutionen, die einen Großteil der Entscheidungen treffen. Die Macht des Bundestages ist in vielerlei Hinsicht eingegrenzt.

Natürlich haben die Menschen aufgrund der Globalisierung und anderer wirtschaftlicher Verschiebungen – auch durch den technologischen Fortschritt – das Gefühl, sie hätten nicht mehr die Kontrolle über das eigene Leben und ihr Land hätte nicht mehr die Kontrolle über das eigene Schicksal. Das haben die Befürworter des Brexit in dem Slogan ‚Take Back Control‘ treffend ausgedrückt. Durch Angst haben mit geringer Mehrheit die Bürger Englands für den Brexit gestimmt. Ich denke es wird ein größes Erwachen in der Bevölkerung geben. 

Ein großesProblem ist die Zuwanderung. Auch hier stellen sich viele Menschen Fragen zur Identität: Wer gehört außer mir zu der Gemeinschaft, mit der ich mich identifizieren soll? Welche Werte, welche Normen sollen diese Gemeinschaft zusammenbinden? Was wird das für eine Gesellschaft sein, die sich hier entwickelt?

Hier kommt es zum Konflikt zwischen denen, die für Offenheit und Gleichberechtigung von Minderheiten sind, und jenen, die mehr Abschließung und Abgrenzung wollen. Wir konnten einerseits sehen, wie eine große Zahl von Menschen sich in Helfervereinen und Initiativgruppen organisieren, um Flüchtlingen zu helfen. Das hat eindrucksvoll vor Augen geführt, wie stark die Zivilgesellschaft im Sinne der Gemeinwohlorientierung sein kann. Aber auf der anderen Seite gibt es die Gegenbewegungen: Proteste gegen eine angeblich drohende Islamisierung Europas, Demonstrationen vor Flüchtlingsunterkünften. Ich selber bin nicht der Meinung das der Islam zu Deutschland gehört. Deutschland gehört auch nicht den Christen. Deutschland ist nur in der Vergangenheit durch christliche Werte entstannden. Solange Region als Macht und Zwang dargestellt wird lehne ich es ab. Religion sollte immer Privat sein. Veränderungen mag keiner so richtig. Veränderungen sind aber wichtig um sich weiterzuentwickeln. In einer Kapitalistischen vom Markt geprägten Demokratie gewinnt aber immer der Starke.  Dadurch gibt Menschen, die sich als Gewinner betrachten, andere haben Angst, Verlierer zu sein. Die Verlierer oder die Angst haben es zu werden weil sie in dieser Gesellschaft  nicht meht mithalten können haben eine zunehmende Bereitschaft, sich für ihre Ziele einzusetzen. Oder sie lassen sich von entsprechenden politischen Gruppierungen mobilisieren. So entstehen neue politische Bewegungen – während die etablierten Organisationen wie Parteien oder Gewerkschaften an Unterstützung verlieren. Diese neuen Konflikte verlaufen also mitten durch die Zivilgesellschaft, so dass diese im zunehmenden Maße durch diese Konflikte geprägt wird. Die sogenannte Özil-Debatte ist dafür ein Beispiel. Dabei ging es ursprünglich um ein Foto von Özil mit dem türkischen Präsidenten, das war eine Debatte über Özils Demokratieverständnis, die dann eskaliert ist. Unabhängig davon, inwieweit Rassismusvorwürfe gegen den DFB gerechtfertigt sind – meiner Meinung nach ist diese Entwicklung symptomatisch dafür, welche Brisanz die neuen Konfliktthemen inzwischen gewonnen haben. Ein Konflikt aussitzen funktioniert nicht mehr. Miteinander reden hilft. Das hat man irgendwie verlernt. Und wenn unsere Bundeskanzlerin vom Publikum gefragt wird ist das wie vieles im Fernsehen Heute mit eingeladen Gästen ein Inzenierung. Das Volk ist nicht so dumm das zu erkennen.

Populisten reagieren auf reelle Entwicklungen. Sie steuern  geschickt den Unmut der Bevölkerung für Ihre Zwecke. Denn viele Bürger haben das Gefühl: ‚Auf mich hört ja sowieso niemand.‘ Und das sind nicht nur Irregeleitete. Deshalb nenne ich das System, das Populisten in Ländern wie Polen oder Ungarn gerade aufbauen: Demokratie ohne Recht oder illiberale Demokratie. Denn sie setzen durchaus in vielen Punkten den Willen der Mehrheit um. Besonders populär sind leider Einschränkungen der Rechte für Minderheiten. Man muß schon genau hinterfragen wie Populisten uns denn so schnell und einfach aus dieser Situation bringen werden.  Oft wird aus Protest einfach aus Protest gewählt. Die vielen Nichtwähler haben schon aufgegeben. Aber was würden sie wählen?

Etwa auch die die schnelle Lösungen , schnelle Veränderungen versprechen, Die Populisten höhlen den Rechtsstaat aus, in der Türkei, in Russland aber auch in Ungarn und Polen ist das zu beobachten. Sie greifen unabhängige Institutionen an. In Ungarn wird die Wahlkommission vollkommen von Loyalisten von Viktor Orbán beherrscht.

Ja, aber wenn das liberale Element erst einmal aufgeweicht ist, ist irgendwann auch das demokratische nicht mehr geschützt. Wenn die Regierung erst einmal die Kontrolle über die Wahlkommission gewonnen hat, wenn sie die Unabhängigkeit der Justiz abgeschafft hat, wenn sie kritische Medien abgestellt hat, dann gibt es auch keine freien und fairen Wahlen mehr. Und wenn diese Populisten irgendwann unbeliebt werden sollten, haben die Menschen kaum mehr eine Möglichkeit, sie abzuwählen. Die illiberale Demokratie ist ein eigenes Regierungssystem, aber sie ist kein stabiles. Es besteht immer die Gefahr, in die Diktatur abzurutschen.

Das kann nicht passieren. Es geht schneller als jeder denkt.