Frankreich schlägt 144-146 MHz für den Flugfunkdienst vor

Gefahr droht …. Man will uns das 2 m Band nehmen

 

Frankreich schlägt 144-146 MHz für den Flugfunkdienst vor

Das nächste Treffen der CEPT WRC-19 Konferenzvorbereitungsgruppe findet vom 17. bis 21. Juni in Prag statt

Frankreich hat ein Papier mit dem überarbeiteten Vorschlag zu Tagesordnungspunkt 10 für einen Tagesordnungspunkt für neue nicht sicherheitsrelevante mobile Luftfahrtanwendungen eingereicht.

Das Papier sagt:

„Die Liste der Bänder, die vorgeschlagen werden, um mögliche neue Zuweisungen für den Mobilfunkdienst in der Luftfahrt auf primärer Basis zu untersuchen, wird durch Hinzufügung des Bands 144-146 MHz überarbeitet, wobei die Bänder 5000-5010 MHz und 15,4-15,7 GHz beibehalten werden.“

„Die Entscheidungen früherer Konferenzen haben die Nutzung eingeschränkt und die Entwicklung von mobilen Luftfahrtanwendungen im Rahmen einiger bestehender Mobilzuteilungen eingeschränkt, die traditionell von mobilen Luftfahrtanwendungen verwendet werden.

Gleichzeitig hat die Anzahl der mit Sensoren ausgestatteten bemannten und unbemannten Flugzeuge in den letzten 20 Jahren erheblich zugenommen, zusammen mit dem Bedarf an bidirektionaler Kommunikation mit niedriger bis hoher Datenrate.

Luftfahrtanwendungen wie Brandüberwachung, Grenzüberwachung, Überwachung der Luftqualität und -Umgebung, Verkehrsüberwachung, Katastrophenüberwachung, Geländemodellierung, Bilddarstellung (sichtbar, Infrarot, Radar, Meteo) und Videoüberwachung erfordern eine nicht sichere Kommunikation zwischen verschiedenen Arten von Luftfahrtplattformen.

Infolgedessen steigt der Bedarf an nicht sicherheitsrelevanten Datenkommunikationen zwischen verschiedenen Arten von Luftfahrtplattformen und damit der Bedarf an neuen Frequenzbändern. “

 

 

 

Re: Frankreich schlägt 144-146 MHz für den Flugfunkdienst vor

 

Beitrag von dk4vw » 12. Jun 2019, 15:42

Der besagte Vorschlag ist kurzfristig zu einer Sitzung der Projektgruppe A (Project Team A; PTA) der CEPT in Prag eingereicht worden, die in der nächsten Woche stattfindet. Dort wird auch über mögliche Tagesordnungspunkte, die die CEPT bei der übernächsten World Radiocommunication Conference (WRC) im Jahre 2023 einbringen will, diskutiert und entschieden.
Infolgedessen steigt der Bedarf an nicht sicherheitsrelevanten Datenkommunikationen zwischen verschiedenen Arten von Luftfahrtplattformen und damit der Bedarf an neuen Frequenzbändern. “
Luftfahrtanwendungen wie Brandüberwachung, Grenzüberwachung, Überwachung der Luftqualität und -umgebung, Verkehrsüberwachung, Katastrophenüberwachung, Geländemodellierung, Bilddarstellung (sichtbar, Infrarot, Radar, Meteo) und Videoüberwachung erfordern eine nicht sichere Kommunikation zwischen verschiedenen Arten von Luftfahrtplattformen.
Download PTA (19) 090 France_Proposal on non-safety aeronautical mobile applications auf der CPG PTA # 7 – 17.-21. Juni – Prag unter Meeting Docs
https://cept.org/ecc/groups/ecc/cpg/cpg … flid=5624Ganz schön übler „Stoff“73 Joe

Dazu müssen mindestens 10 der CEPT-Länder den entsprechenden Vorschlag unterstützen, nicht mehr als 6 dürfen dagegen sein, damit ein gemeinsamer europäischer Vorschlag als ECP (European Common Proposal) an die WRC-19 geht, die ab Ende Oktober stattfindet und u.a. die Tagesordnungspunkte der WRC-23 festlegt.

Der französische Vorschlag läuft zunächst darauf hinaus, dass auf der WRC-19 beschlossen wird, die Möglichkeit einer neuen primären Zuweisung an den Mobilen Flugfunkdienst mit nicht-sicherheitsrelevanten Anwendungen bis zur WRC-23 zu studieren. Die WRC-23 wird dann abhängig von diesen Verträglichkeitsstudien entscheiden. Die Vertreter des DARC in der nationalen Vorbereitungsgruppe der BNetzA bzw. des BMVI für die nächste WRC sind von der BNetzA aufgefordert worden ggf. eine Stellungnahme dazu abzugeben.

Wir im Referat Frequenzmanagement sind der Auffassung, dass die Nutzungen des Amateurfunkdienstes und die geplanten Anwendungen im Rahmen des Mobilen Flugfunkdienstes nicht miteinander verträglich sind.

Eine entsprechende Stellungnahme mit einer Reihe von Argumenten und Bedenken wurde vom DARC heute über den Verteiler des Arbeitskreises 1 der BNetzA an diese selbst und auch ans BMVI geschickt.

Das DARC Referat Frequenzmanagement ist in verschieden Arbeitskreisen auf nationaler Ebene unmittelbar in die Thematik eingebunden, insbesondere in der nationalen Vorbereitungsgruppe des BMVI, in den CEPT-Gruppen, der ITU und bei den WRCs selbst. Diese Einflussnahme ist nur möglich, weil der DARC anders als kleinere europäische Verbände über die Mitgliedsbeiträge dieses Engagement finanzieren kann: ein Engagement, von dem alle(!) deutschen Funkamateure profitieren.Zurzeit versucht die CEPT weiterhin, einen ECP zum WRC-19-Tagesordnungspunkt einer Zuweisung an den Amateurfunkdienst bei 50 MHz zu finden. Die nächste CEPT-Sitzung dazu findet gleich nach der Ham Radio in der Schweiz statt.

DK4VW, DF2ZC
DARC Referat Frequenzmanagement