Wie geht es weiter mit DAB+ in NRW

Die Nutzung des DAB+-Standards zur Verbreitung digitalen Hörfunks gewinnt zunehmend an Bedeutung in Europa und in der Bundesrepublik Deutschland. Um auch in Nordrhein-Westfalen eine Nutzung von DAB+-Übertragungskapazitäten zu ermöglichen, bereitet die Landesanstalt für Medien NRW eine bedarfsgerechte Beantragung der Zuordnung von Übertragungskapazitäten bei der Landesregierung vor. Sie ist dabei auf Erkenntnisse zur Bedarfslage angewiesen und hat sich daher mit einem Aufruf an alle interessierten Anbieter gerichtet.

Der Landesanstalt für Medien NRW ist daran gelegen, mit den Erkenntnissen aus dieser Abfrage idealerweise eine möglichst umfassende und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit einem vielfältigen Programmangebot und programmbegleitenden Diensten des privaten Hörfunks zu sichern.

Wie geht es in Sachen DAB+ in NRW weiter?

Auf Grundlage der ermittelten belastbaren Bedarfsprognosen wird die Landesanstalt für Medien NRW im nächsten Schritt die Zuordnung von Übertragungskapazitäten bei der Staatskanzlei beantragen. Ob die Bundesnetzagentur (BNetzA) den von der Staatskanzlei angemeldeten Bedarf decken kann, hängt von dem konkreten Bedarf und den frequenzplanerischen Möglichkeiten ab, die der Wellenplan Genf2006 bietet. Falls die BNetzA diesen Bedarf decken kann, werden anschließend dem Land NRW entsprechende Übertragungskapazitäten zur Verfügung stehen, die von der Landesanstalt für Medien NRW nach Zuordnung ausgeschrieben werden.
Über die voraussichtlichen Netzkosten kann keine verbindliche Aussage seitens der Landesanstalt für Medien NRW getroffen werden, da der Aufwand wesentlich vom Zuschnitt und den topografischen Gegebenheiten der zu versorgenden Gebiete sowie von der gewünschten Versorgungsqualität und -güte abhängt und die Kalkulation je nach Netzbetreiber variieren kann. Eine Förderung durch die Landesanstalt für Medien NRW ist nicht vorgesehen.

Karten der Sendegebiete nach DAB+-Bedarfsstrukturkonzept [pdf, 366 KB]

 

 

 

DAB + der Sender auf dem Pfänder in Österreich den Mux Kanal für Deutschland aufgeschaltet

Die DAB+ Versorgung in den Regionen Allgäu, östlicher Bodensee und Lindau wird noch besser. Am Dienstag, den 7. Mai 2019, hat Netzbetreiber Media Broadcast dafür den Sender am Standort Pfänder (Österreich) in Betrieb genommen. Von hier werden die digitalen Programme des ersten deutschlandweit ausgestrahlten DAB+ Angebotes mit 13 privaten und öffentlich-rechtlichen Radiosendern übertragen. Mit dem Start des Sendebetriebes optimiert Media Broadcast insbesondere den Inhaus-Empfang der Programme in der Region und erreicht noch mehr Zuhörer.

Das neue Angebot umfasst folgende, teils exklusiv per DAB+ ausgestrahlte bundesweite Programme:

  • Absolut Relax
  • Deutschlandfunk
  • Deutschlandfunk Kultur
  • Deutschlandfunk Nova
  • DRadio DokDeb
  • Energy
  • ERF Plus
  • Klassik Radio
  • Radio BOB!
  • Radio Horeb
  • Schlagerparadies
  • Schwarzwaldradio
  • Sunshine live

Das erste bundesweite DAB+ Radioangebot wird seit 2011 im Kanal 5C verbreitet. Die technische Reichweite wird bis Ende 2019 auf über 85% der Bevölkerung in Deutschland steigen. Über 99% der Autobahnen werden dann abgedeckt sein. Dazu wird das erste bundesweite DAB+ Netz von 124 auf mindestens 137 Standorte bis Ende dieses Jahres ausgebaut und auch in den kommenden Jahren kontinuierlich durch zusätzliche Standorte verdichtet. Die Aufschaltung am Standort Pfänder ist Teil des aktuell laufenden Sendernetzausbaus.

Hintergrund DAB+
Neben einer großen, teils exklusiven Auswahl an Programmen bietet DAB+ Zusatzservices wie Nachrichten oder Infos zum Programm auf dem Display des Radioempfängers. DAB+ ermöglicht die Radioverbreitung von noch mehr Programmen in digitaler Klangqualität, ohne Rauschen und mit besserer Empfangsqualität als UKW. Für den Empfang benötigen die Zuhörer ein digitales Radiogerät, das den DAB+ Standard unterstützt. Sie stehen in großer Auswahl zu unterschiedlichen Preisen in den Fachhandelsmärkten zur Verfügung.

Downloads und Infos
Eine Karte der Empfangsregionen des Bundes-Multiplex steht hier zum Download bereit.

Programmkarten nach Bundesländern, ein Empfangs-Check, Geräteübersichten und aktuelle News zu Digitalradio sind unter www.dabplus.de verfügbar.

Über Media Broadcast
Media Broadcast ist Teil der freenet Group und als Deutschlands größter Serviceprovider der Rundfunk- und Medienbranche Partner für Ihre Digitalisierung. Das Unternehmen projektiert, errichtet und betreibt multimediale Übertragungsplattformen für TV und Hörfunk auf Basis moderner Sender-, Leitungs- und Satellitennetzwerke. Media Broadcast ist Marktführer bei DAB+ und bei DVB-T2 HD und vermarktet die Plattform freenet TV. Darüber hinaus vernetzt das Unternehmen Rundfunkanbieter mit seinem hochverfügbaren Glasfaser-Netzwerk und realisiert Produktionen und Übertragungen von Live-Events für TV-Sender und Unternehmen. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Köln. Mehrere hundert Service Mitarbeiter sind bundesweit im Einsatz.

Zweiter DAB+-Bundesmux: Es wird noch ums Geld gefeilsch

Mehrere attraktive Drittanbieter haben sich eine Option auf Sendeplätze im zweiten bundesweiten DAB+-Multiplex gesichert, der voraussichtlich noch in diesem Jahr an den Start gehen wird. Darunter befindet sich auch mindestens ein Programm, das Musik gegen den Mainstream spielt. Das erfuhr SatelliFax aus Verhandlungskreisen zwischen Programmanbietern und dem Konsortium Antenne Deutschland. Den Veranstaltern sei inzwischen sehr bewusst, dass es sich bei der zweiten nationalen Bedeckung um die letzte Möglichkeit einer bundesweiten, terrestrischen Verbreitung im Hörfunkbereich handeln könnte, heißt es. Vor allem im mobilen Bereich, etwa auf Autobahnen, sei DAB+ alternativlos, außerdem wäre es eine attraktive Möglichkeit, mit einem Schlag alle Ballungsräume zu versorgen. Aktuell werde aber noch um die Verbreitungskosten gerungen. Es sei zudem eher unwahrscheinlich, dass das Sendernetz, wie ursprünglich angedacht, bereits bis Ende 2019 im Endausbau mit 71 Sendeanlagen in Betrieb gehe. 

Laut Vorgaben aus der der Politik muss der zweite Bundesmux bis Ende 2019 mindestens 28 Prozent der Haushalte erreichen (40 Prozent Outdoor-Versorgung). Bis Ende 2023 sollen mindestens 50 Prozent der deutschen Haushalte und 90 Prozent der Autobahnen versorgt sein.

Quelle https://www.satellifax.de

Österreichischer DAB+-Bundesmux mit ersten Tests

Erster Test des österreichischen DAB+-Bundesmuxes (Foto: OE1MPR)

Erster Test des österreichischen DAB+-Bundesmuxes (Foto: OE1MPR)

 

Am 28. Mai soll auch in Österreich ein überregionaler DAB+-Multiplex an den Start gehen. Von einem bundesweiten Angebot möchte ich ähnlich wie beim geplanten zweiten überregionalen Multiplex in Deutschland nicht sprechen. In beiden Fällen wird es auch nach dem geplanten Endausbau noch erhebliche Versorgungslücken geben.

Am Mittwoch hat der österreichische Bundesmux ein erstes “Lebenszeichen” in Form mehrstündiger Testsendungen im Raum Wien von sich gegeben. Beobachtern zufolge war die Sendeleistung offenbar sehr gering. Denkbar wäre, dass nur einer der drei geplanten Sendeanlage für den Ballungsraum rund um die österreichische Bundeshauptstadt betrieben wurde. Möglicherweise wurde aber auch der Multiplexer getestet, sodass einem reibungslosen Ablauf zum offiziellen Start Ende Mai nichts im Wege steht.

Netzabdeckung ab Ende Mai 2019 (Quelle: ORS)
Netzabdeckung ab Ende Mai 2019 (Quelle: ORS)

Ausgestrahlt wurden im Rahmen des Tests zwei Kanäle:

  • Arabella relax (wobei de facto wohl das reguläre Wiener Programm von Radio Arabella zu hören war)
  • jö.live (hier stand nur ein leerer Träger, zumal jö.live erst am 2. Mai als Nachfolger der Ladenfunkprogramme Radio Billa, Merkur Live, PENNYlive und Radio BIPA auf Sendung geht)

Denkbar wäre, dass es in den nächsten Tagen weitere Tests gibt. Zum Start am 28. Mai ist das folgende Sendernetz geplant:

  • Wien 1 (Kahlenberg) – Kanal 5D – 11 kW
  • Wien 8 (Liesing) – Kanal 5D – 10 kW
  • Wien 9 (DCTower) – Kanal 5D – 7 kW
  • Graz 1 (Schöckl) – Kanal 8A – 10 kW
  • Linz 1 (Lichtenberg) – Kanal 6D – 10 kW
  • Semmering (Sonnwendstein) – Kanal 5D – 5,6 kW
  • Bregenz 1 (Pfänder) – Kanal 5B – 10 kW
Geplante Netzabdeckung zum vorläufigen Endausbau (Quelle: ORS)
Geplante Netzabdeckung zum vorläufigen Endausbau (Quelle: ORS)

Empfang auch in Süddeutschland möglich

Vor allem der Sender auf dem Pfänder in Vorarlberg, der ursprünglich erst zu einem späteren Zeitpunkt starten sollte, ist für deutsche Interessenten spannend. Im Kanal 5B sollten die Programme auch im gesamten Bodenseeraum und weiteren Teilen von Bayern und Baden-Württemberg zu empfangen sein.

Zum 31. März 2020 ist die nächste Ausbaustufe des Sendernetzes geplant. Zu diesem Zeitpunkt sollen folgende Sendeanlagen in Betrieb genommen werden

  • Innsbruck 1 (Patscherkofel) – Kanal 5B – 10 kW
  • Salzburg (Gaisberg) – Kanal 5B – 5,6 kW
  • Sankt Pölten (Jauerling) – Kanal 5D – 5,6 kW

Der Sender auf dem Gaisberg sollte auch im Südosten Bayerns zu empfangen sein und auch vom Patscherkofel könnten Grenzregionen in Bayern profitieren.

Zum 22. September 2020 ist der vorläufige Endausbau geplant. Zu diesem Termin ist die Inbetriebnahme folgender Sender geplant:

  • Bruck/Mur (Mugel) – Kanal 8A – 10 kW
  • Klagenfurt 1 (Dobratsch) – Kanal 6A – 5 kW
  • Rechnitz (Hirschenstein) – Kanal 8A – 5,6 kW
  • Wolfsberg (Koralpe) – Kanal 6A – 1,4 kW

Im Endausbau sollen 62,58 Prozent der österreichischen Bevölkerung Indoor-Empfang mit portablen Geräten haben. Outdoor soll der Versorgungsgrad bei 83,46 Prozent liegen. Bislang gab es in Wien bereits einen regionalen DAB+-Multiplex.

DAB+ aus Österreich ab Ende Mai auch in Deutschland hörbar

Der natio­nale DAB+-Multi­plex in Öster­reich wird vom Start weg am 28. Mai auch in Teilen Südwest­deutsch­lands hörbar werden. Wie aus einem Doku­ment des Sender­be­trei­bers ORS, das teltarif.de vorliegt, hervor­geht, werde zusätz­lich zu den Sende­an­lagen in Wien (drei Stand­orte), Semme­ring (Sonn­wend­stein), Graz (Schöckl) und Linz (Lich­ten­berg) auch der Sender Bregenz (Pfänder) im Kanal 5B in Betrieb gehen.

Parallel soll die Aufschal­tung des deut­schen Bundes­muxes am Standort Pfänder im Kanal 5C erfolgen, so dass die Boden­see­re­gion auf einen Schlag über 20 neue Hörfunk­pro­gramme im Digi­tal­radio bekommt. Die Reich­weite des Senders Pfänder erstreckt sich in Deutsch­land auf Städte wie Lindau, Fried­richs­hafen, Ravens­burg und Konstanz. Selbst in Hoch­lagen des Schwarz­waldes kann man die Programme von dem expo­nierten Standort in Vorarl­berg hören. Hinter­grund für die über­ra­schende Aufschal­tung des öster­rei­chi­schen natio­nalen Multi­plexes mit mindes­tens neun Programmen: Die ORS konnte kurz­fristig einen gebrauchten Sender beschaffen, der mit dem Start im Mai 2019 ans Netz geht. Ursprüng­lich war der Start am Pfänder erst im März 2020 vorge­sehen.

Start mit neun Programmen

Die ORS-Sendeanlage auf dem PfänderDie ORS-Sendeanlage auf dem Pfänder
Foto: ORS

Im öster­rei­chi­schen Bundesmux werden vom Start weg die Privat­ra­dios 88,6, Radio Maria, Tech­nikum One, Energy, Klassik Radio, Arabella Relax, Rock Antenne, ERF Plus und jö.live zu hören sein. Weitere Kapa­zi­täten befinden sich in Ausschrei­bung. Test­sen­dungen mit den Programmen Arabella Relax und jö.live konnten bereits im Groß­raum Wien beob­achtet werden.

Einige bislang regional in Wien verbrei­tete Programme wech­seln zu diesem Termin ins öster­reich­weite Programm­paket. Daher wurden parallel 300 Capa­city Units (CU) im Wiener Stadt-Multi­plex neu ausge­schrieben. Das soll je nach genutzter Daten­rate für etwa fünf Hörfunk­pro­gramme ausrei­chen. Ange­strebt wird, dass die neuen Veran­stalter bereits zum 28. Mai bzw. spätes­tens bis 1. Juli auf Sendung gehen.

Quelle mobile.teltarif.de

Zweiter Bundesmux Ende 2019

Das landesweite DAB + in Deutschland wird in diesem Jahr mit 13 Kanälen erweitert. Die Gesamtzahl der Kanäle, mit denen die „Bundesmux“ emittiert wird, wächst auf 137. Damit kann das Netz in 96 Prozent der deutschen Außenanlagen sowie 99 Prozent der Autobahnen empfangen werden.

Deutschland: 13 neue Kanäle für landesweiten DAB + Seit 2011 hat Deutschland über DAB + Landesradio. Derzeit gibt es Sender wie Radio Bob, Sunshine Live, Deutschlandfunk, Schlagerparadies, Klassik Radio, Energy, Schwarzwaldradio und Absolut Relax.

Zunächst wurde ein Netz von 27 Stationen gestartet, das vor allem die Großstädte abdeckt. In den vergangenen Jahren wurde die Zahl der Kanäle auf 124 erweitert, die fast überall in Deutschland aufgenommen wurden.

In diesem Jahr wird es 13 neue Kanäle geben, die den Empfang in den Bundesländern Baden-Württemberg (1), Bayern (7), Nordrhein-Westfalen (2), Rheinland-Pfalz (2) und Schleswig-Holstein (1) weiter verbessern werden.

Damit erhöht sich die Außenabdeckung von 94,4 auf 96,0 Prozent. Die Zahl der Deutschen, die das nationale DAB +-NET im eigenen Haus erhalten kann, wächst von 66,5 auf 68,4 Millionen, was fast 85 Prozent entspricht. Zusätzlich gibt es einen Empfang bei 99% aller Autobahnen.

Inzwischen wurden in Deutschland mehr als zwölf Millionen DAB +-Empfänger verkauft. Im vergangenen Jahr ging eine Rekordzahl von 1,4 Millionen Exemplaren über den Ladentisch. Auch auf regionaler Ebene wird bei DAB + noch Druck ausgeübt. Zum Beispiel nutzt der öffentlich-rechtliche Sender BR für Bayern noch regelmäßig neue Kanäle, um die Kanäle zu verbessern. Der NDR-öffentlich-rechtliche Sender für Norddeutschland nimmt in diesem Jahr acht neue Kanäle auf, davon drei in Niedersachsen.

Das Konsortium Antenne Deutschland hat es bestätigt: Der zweite nationale DAB+-Multiplex soll in diesem Jahr endlich an den Start gehen. Ein erster Testlauf ist zur IFA in Berlin geplant, offiziell starten soll das Paket im vierten Quartal 2019. Im Folgenden beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um die zweite nationale Digitalradio-Bedeckung.

Welche Programme werden zu hören sein?

Vom Sender Hamburg wird der zweite Bundesmux verbreitetIm zweiten Bundesmux werden, anders als im ersten, ausschließlich privat-kommerzielle Programme zu hören sein. Betreiber des Muxes sind Media Broadcast und der Hörfunkveranstalter Absolut Radio, die zu diesem Zweck das Gemeinschaftsunternehmen Antenne Deutschland gegründet haben.

Absolut Radio will einen Teil der Kapazitäten selbst nutzen. Dabei dürfte das Unternehmen seine bisher bereits im Internet verbreiteten Programme Absolut Bella (Schlager/Italo Hits), Absolut Oldie Classics und Absolut Music XL (Album Pop/Rock) ausstrahlen. Zudem könnte das jugendorientierte Musikprogramm Absolut Hot von Regionalmuxen in Hessen, Bayern und Sachsen in die nationale Bedeckung wechseln. Laut früheren Angaben sei zudem ein Talkradio geplant. Weitere Formate sind denkbar. Ursprünglich hatte sich Absolut Radio sogar um den gesamten Multiplex beworben.

Die restlichen Kapazitäten will Antenne Deutschland an Drittanbieter vermieten. Diese sollen auch zu einer Finanzierung des Netzes beitragen. Umgekehrt verspricht Antenne Deutschland den Veranstaltern eine Unterstützung beim Marketing.

Laut eigenen Angaben hat das Konsortium noch vier bis sieben Plätze zu vergeben. Als einer der Kandidaten wird hierbei das Unternehmen Regiocastgehandelt, das im ersten Bundesmux bereits mit den starken Marken Radio Bob und sunshine live (zuvor auch: Fußballradio 90elf) vertreten ist und mit 80s80s (80er-Hits), 90s90s (90er-Hits), barba radio (frauenaffines Programm) und 1/Deutsch (Deutsch-Pop/Rock) weitere Sender im Internet gestartet hat, die auch den zweiten Bundesmux bereichern könnten.

Als Drittanbieter-Kandidaten gehandelt werden auch bisherige regionale Hörfunkmarken wie radio b2 – Deutschlands Schlagerradio, Rock Antenne, bigFM, egoFM, lulu.fm, Peli One sowie die religiösen Anbieter ERF Pop oder Domradio. Diese Veranstalter sind schon in diversen regionalen Muxen zu hören und könnten in den zweiten Bundesmux wechseln. Es ist allerdings fraglich, ob sie das tatsächlich tun, denn der zweite Bundesmux wird erheblich teurer werden, außerdem können die Programmanbieter hier ihre Programme nicht für Werbung oder programmlich auseinander schalten.

Wo wird der zweite Bundesmux zu hören sein?

Der zweite Bundesmux soll vom Start weg von 71 Sendeanlagen verbreitet werden. Indoor erreicht das Netz damit 80,4 Prozent, die Autobahnen werden zu 90,1 Prozent abgedeckt. Allgemein kann man sagen, dass der Mux in allen Ballungsräumen und entlang wichtiger Verbindungswege zu hören sein wird.

Während der erste Bundesmux bundeseinheitlich im Kanal 5C verbreitet wird, soll der zweite Bundesmux anfangs über insgesamt vier Kanäle ausgestrahlt werden: Im Norden und Osten auf Kanal 5D, in der Mitte, dem Westen und Teile des Südwestens auf Kanal 9B, im äußersten Südwesten auf Kanal 8C und im Südosten auf Kanal 10D.

Mittelfristig ist für das Netz der bundeseinheitliche Kanal 5A geplant, der jedoch noch nicht bereitsteht, solange der analoge Behördenfunk noch sendet. Die temporären Kanäle wurden von Regionalensembles ausgeliehen. Eine Auseinanderschaltung von Programmen und regionalisierte Werbung ist beim zweiten Bundesmux nicht erlaubt.

Laut früheren Angaben von Media Broadcast besteht die Möglichkeit eines Wechsels vom ersten in den zweiten Bundesmux, der, was die Verbreitungskosten angeht, etwas günstiger sein wird. Dafür fehlt den Veranstaltern allerdings Reichweite. Sie müssten sich von einigen Sendegebieten wie Ostfriesland oder dem Alpenvorland (zunächst) wieder verabschieden. Bislang ist nicht bekannt, ob Programmanbieter einen solchen Wechsel vornehmen wollen. Darüber dürfte erst Klarheit herrschen, wenn der zweite Bundesmux startet. Auch Absolut Radio betreibt ja mit Absolut Relax ein Programm im ersten bundesweiten Multiplex.

Auch diese Frage ist noch nicht beantwortet. Nicht ausgeschlossen ist, dass Programmanbieter auch sowohl in Regionalmultiplexen als auch im zweiten Bundesmux senden können, wenn sie die Verbreitungskosten finanzieren können. In Bayern beispielsweise erreichen die Muxe des Bayerischen Rundfunks, in denen auch Privatradios senden, nahezu Flächendeckung, während der zweite Bundesmux große Lücken aufweisen wird.

Wird es noch einen dritten Bundesmux geben?

Hier haben die Politik und Landesmedienanstalten schon definitiv „nein“ gesagt, da für eine weitere bundesweite Bedeckung keine Frequenzen mehr bereitstehen. Freilich sind aber noch weitere überregionale Privatradios auf DAB+ möglich. Interessierte Veranstalter müssten dann ihre Programme in diversen regionalen Multiplexen verbreiten, so wie sie es auch heute schon tun.

Quelle Radio.nl

DAB+ sendet im früheren TV Bereich von Kanal 5 bis 12

Die ersten Frequenzen für analoge Fernsehen war in einem sehr tiefen Frequenzbereich

Übersicht der analogen Fernsehkanäle im VHF-Band I nach CCIR-Norm (Frequenzangaben in MHz):

Kanal Kanalgrenzen Bildträger Tonträger
1 41 … 47
2 47 … 54 48,25 53,75
2A 48,5 … 55,5 49,75 55,25
3 54 … 61 55,25 60,75
4 61 … 68 62,25 67,75

Die Antennen waren groß dafür war die Reichweite der Sender groß. In den Sommermonaten gab es aber immer extreme Überreichweiten. So konnte es passieren das man italienisches oder russisches Fernsehen sehen.

Der VHF Bereich 3 war der zweite Frequenz Bereich für de Verbreitung von analogem Fernsehen

Übersicht der Kanäle im VHF-Band III nach CCIR-Norm (Frequenzangaben in MHz):

Kanal Kanalgrenzen Bildträger Tonträger
5 174 … 181 175,25 180,75
6 181 … 188 182,25 187,75
7 188 … 195 189,25 194,75
8 195 … 202 196,25 201,75
9 202 … 209 203,25 208,75
10 209 … 216 210,25 215,75
11 216 … 223 217,25 222,75
12 223 … 230 224,25 229,75

Analoges Fernsehen gibt es nicht mehr. Auf einen Kanal können jetzt 4 Blöcke digital senden. Die Unterteilung von einen alten TV analog Kanal von 8 Mhz Bandbreite wird in je 2 Mhz segmenten als A B C D gekennzeichnet, Die Fernsehkanäle wurden alle horizontal meinst mit einer Leistung von 100kW mit Antennengewinn gesendet. Bis auf wenige Standorte senden DAB+ Sender vertikal. In DAB+ sind die stärksten Sender nur 10kW stark. Durch die geringere Bandbreite und dem Systemgewinn ergibt sich außerhalb von Gebäuden die gleiche Reichweite. Innerhalb von Gebäuden sieht die Feldstärke schlechter aus. Im Vergleich zu UKW wird ein Sender mit 100 kW mit einer Bandbreite von 150 Khz Bandbreite besser in Gebäuden empfangen. Der Empfänger ist wegen der geringeren Bandbreite viel Besser. Je geringer die Bandbreite je besser der Signal Rauschabstand. Jetzt könnte man die Sendeleistung bei DAB+ erhöhen. Besser ist es aber an bestimmten Standorten auf der gleichen Frequenz das gleiche zu senden. Bei DAB+ ist so ganz Deutschland auf einem Kanal zu versorgen. Das gibt es in meiner Region schon. Langenberg Dortmund Düsseldorf und Wesel senden überlappend. Um den im Haus Empfang zu verbessern brauch man mehr kleinere Sender im Leistungsbereich 100 bis 1000 Watt.

Der zweite landesweite MUX Kanal ist geplant und soll Ende des Jahres eingeschaltet werden. Ich bin etwas enttäuscht das nicht die gleichen Standorte verwendet werden. Statt Wesel wird Münster als Füllsender verwendet. Das finde ich sehr verwirrend. Auch soll Anfangs nicht deutschlandweit ein gleicher Kanal verwendet werden. zusammen mit unseren Nachbarländern gibt es die Verwendung diese Kanal noch nicht. In dem Nachbarland Niederlanden wird auch eine neue Kanalbelegung geplant die eine Harmonisierung im Land und mit den Nachbarn zu erreichen. Auch gibt es Kanäle die in bestimmten Regionen nicht verwendet werden können. Hier liegt es an alte Funkgeräte deren Empfänger trotz andere Frequenz gestört wird. Das Problem gab es früher auch auch beim Flugfunk durch UKW Sender oberhalb von 100 Mhz . Lange Zeit konnte man nur wenige UKW Sender oberhalb 100 Mhz in betrieb nehmen. Auch wenn bald alle Kanäle überall benutzen kann kommt man schnell an die Grenzen Die Grenze ist 8 Kanäle mal 6 Unterteilungen. Das sind 48 Kanäle. Auf einem Kanal können maximal 48 2 Mhz Kanäle benutzt werden. Auf jeden Kanal könne je nach Parameter 6 bis 8 Radioprogramme übertragen werden. Das ist schon eine ganze Menge. Wir sind aber nicht eine Insel und haben viele Nachbarn. Deswegen kann man das Maximum in einem Abstand von 50 bis 100 km von der Grenze nicht ganz ausreizen. Ich kann hier in Voerde am Niederhein im Abstand von 50-80 km Entfernung von der Grenze zwei Muxe aus den Niederlande im Auto empfangen.

Übersicht der DAB+ Bandkanäle

Block Untere Blockgrenze
[MHz]
Mittenfrequenz
[MHz]
Obere Blockgrenze
[MHz]
5A 174,160 174,928 175,696 (Bundesmux2)
5B 175,872 176,640 177,408
5C 177,584 178,352 179,120 Bundesmux 1
1
5D 179,296 180,064 180,832
6A 181,168 181,936 182,704
6B 182,880 183,648 184,416
6C 184,592 185,360 186,128
6D 186,304 187,072 187,840
7A 188,160 188,928 189,696
7B 189,872 190,640 191,408
7C 191,584 192,352 193,120
7D 193,296 194,064 194,832
8A 195,168 195,936 196,704
8B 196,880 197,648 198,416
8C 198,592 199,360 200,128
8D 200,304 201,072 201,840
9A 202,160 202,928 203,696
9B 203,872 204,640 205,408 Bundesmux2
9C 205,584 206,352 207,120
9D 207,296 208,064 208,832
10A 209,168 209,936 210,704
10N 209,328 210,096 210,864
10B 210,880 211,648 212,416
10C 212,592 213,360 214,128
10D 214,304 215,072 215,840
11A 216,160 216,928 217,696 Rhpfalz
11N 216,320 217,088 217,856
11B 217,872 218,640 219,408
11C 219,584 220,352 221,120 Niederland
11D 221,296 222,064 222,832 NRW
12A 223,168 223,936 224,704
12N 223,328 224,096 224,864
12B 224,880 225,648 226,416
12C 226,592 227,360 228,128 NPO Niederland
12D 228,304 229,072 229,840

DAB+ Karte für Deutschland mit Senderstandort https://www.dabplus.de/empfang/

DAB+ in den Niederlanden

11C DAB+ (Landelijke commerciële radio)
100% NL
538
538 Top 50
BNR Nieuwsradio
Groot Nieuws Radio
Kink
Qmusic
Qmusic Non-stop
Radio 10
Radio 10 60s & 70s
Radio Maria
Radio Veronica
Sky Radio
Sky Radio Hits/ Sky Radio Xmas
Slam
Sublime

12C NPO (Landelijke publieke radio)
Radio 1
Radio 2
3FM
Radio 4
Radio 5
NPO Soul & Jazz
NPO Sterren NL
3FM Alternative
3FM KX Radio
Radio 4 Concerten
FunX
FunX Dance
FunX Slow Jamz

9D Noord-West NL
Continu West
Frysk FM
Joy Radio
LOA Ameland
Omrop Fryslân
RADIONL Friesland
NH Radio
Waterstad FM

6B Oost-Noord NL
Continu Noord
Joy Radio
Omroep Flevoland
Grunn FM
Radio Drenthe
Radio Gelderland
Radio M Utrecht
Radio Noord
Radio Oost
RADIONL Groningen
RADIONL Apeldoorn
RADIONL Twente
Simone FM
Simone FM Oldies

7A Zuid NL
Continu Zuid
Hotradio Hits
L1 Radio
Omroep Brabant
Qmusic Limburg
Radio 8FM Breda
Radio 8FM Den Bosch
Radio 8FM Eindhoven
Radio 8FM Tilburg
Radio Gelderland
Radio JND
RADIONL Breda
RADIONL Den Bosch
RADIONL Eindhoven
RADIONL Tilburg

9D Zuidwest NL
Omroep Brabant
Omroep Zeeland
Radio Rijnmond
RADIONL Zeeland

8A Randstad NL
Amor FM
Continu West
Omroep Flevoland
Radio Gelderland
Radio M Utrecht
Radio Rijnmond
Radio Royaal NH
Radio Royaal ZH
Radio West
RADIONL Noord-Holland
RADIONL Zuid-Holland
RADIONL Utrecht
NH Radio
Ujala Radio
Vahon AM
Wild FM Hitradio

11A MTVNL (Noord-Holland)
BBC World Service
Groot Nieuws Radio
Hotradio Hits
LXClassics
NH Radio
Omroep West

7C MTVNL (Groningen en Drenthe)
De Vrije radio
Team FM

9C MTVNL (Noord-Brabant en Noord-Limburg)
Radio JND
5A MTVNL (Friesland)
BBC World Service
Groot Nieuws Radio
Hotradio Hits
LXClassics
Omroep West

5B MTVNL (Zuid-Holland en Zeeland)
BBC World Service
Groot Nieuws Radio
Hotradio Hits
LXClassics
Omroep West

5D MTVNL (Flevoland)
BBC World Service
Groot Nieuws Radio
Hotradio Hits
LXClassics
Omroep West

8C MTVNL (Zuid-Limburg)
BBC World Service
Groot Nieuws Radio
Hotradio Hits
LXClassics
Omroep West

11B MTVNL (Overijssel)
BBC World Service
Groot Nieuws Radio
Hotradio Hits
LXClassics
Omroep West

12B MTVNL (Gelderland en Utrecht)
BBC World Service
Groot Nieuws Radio
Hotradio Hits
KBC
XClassics
Omroep West

Quelle radio.nl

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