Freenet / PMR Relais

Wie betreibe ich ein Freenet zu PMR Simplex Relais.

Freenet / PMR-Relais

In vielen Foren wird immer wieder danach gefragt, wie man aus technischer Sicht ein Relais für CB, PMR oder Freenet aufbauen kann. Eine Relaisfunkstelle im professionellen Funk oder im Amateurfunk ist technisch sehr aufwändig und kostet sehr viel Geld. In den meisten Antworten in Internetforen bekommt der Fragesteller keine Antwort auf seine Frage, sondern wird darauf hingewiesen, dass man sogenannte „PMR-Repeater“ erwerben kann. Diese haben jedoch überhaupt nichts mit einer Relaisstation zu tun. Sie nehmen lediglich einige Sekunden empfangene Signale auf und senden sie mit dem angeschlossenen Funkgerät zeitversetzt wieder aus. Damit bleibt es ein Simplex-Verfahren. Der Sinn eines Einsatz solcher auch Papagei genannter Simplex-Repeater im Jedermannfunk ist zumindest fragwürdig, vom kurzfristigen Gebrauch zu Testzwecken mal abgesehen.

Dennoch ist es grundsätzlich möglich eine Relaistation aufzubauen. Während ein Simplex-Repeater stets auf einer einzelnen Frequenz arbeitet, benötigt eine Relaisfunkstelle zwei Frequenzen. Auf einer Frequenz wird empfangen, auf der zweiten das Signal zeitgleich wieder ausgesendet. Beide Frequenzen können im selben Frequenzband liegen (Duplex-Repeater) oder bei einem Crossband-Relais (Crossband-Transponder) in verschiedenen Frequenzbändern. Das größte Problem ist beim Aufbau mit normalen PMR/Freenet-Handfunkgeräten oder CB-Geräten die Entfernung zwischen Sende- und Empfangsantenne bei dem geringen Kanalabstand, damit die Aussendung nicht den Empfang stört. Das Problem relativiert sich beim Crossband-Relais durch den großen Frequenzabstand. Findige Antennenbauer haben anders als bei PMR/Freenet im CB-Funk dazu noch die Möglichkeit mit verschiedenen Antennentypen zu experimentieren, da hier zumindest der Antennenbau erlaubt ist.

Um das Relais nun aufzubauen gibt es mehrere Möglichkeiten. In der einfachsten Variante reichen zwei VOX-fähige Funkgeräte und ein Kreuzkabel zwischen den Mikrofon-/Kopfhörerbuchsen. Sendet beispielsweise Funker 1 nun auf PMR-Kanal 1 (Eingabefrequenz) empfängt die Relaisstation diese mit dem Empfangsgerät auf Kanal 1, die VOX-Funktion des Sendegerätes aktiviert die PTT und sendet das Signal zeitgleich wieder beispielsweise auf PMR-Kanal 8 (Ausgabefrequenz) aus. Bei den meisten PMR/Freenet oder CB-Geräten muss der Funker dann manuell zwischen Empfangskanal 8 und Sendekanal 1 hin und her schalten. Bei einigen PMR/Freenet-Geräten ist es jedoch möglich zusätzliche Speicherplätze mit den zugelassenen, im Gerät hinterlegten Frequenzen zu belegen und dabei unterschiedliche Frequenzen für Senden und Empfangen im Speicherplatz zu hinterlegen. Dann hat man eine echte Semiduplex-Funktion und muss nicht manuell zwischen Empfangs- und Sendefrequenz umschalten. Technische Veränderungen dürfen jedoch an den Geräten keinesfalls vorgenommen werden. Eine solche Lösung eignet sich keinesfalls für den unbemannten Betrieb, kann aber als Behelfsrelais dienen.Die VOX-Funktion der meisten Funkgeräte spricht für eine Duplex-Relaisstation eigentlich zu träge an – oder setzt selbst bei geringster Empfindlichkeit sofort einen Träger wenn ein Kabel an den Mikrofoneingang angeschlossen wird. Bei einer etwas verbesserten Variante könnte man dann einen Duplex Repeater Controller wie den „RT-FDR1 K“ einsetzen. Solche Controller sind nach Herstellerangaben mehr oder weniger „Plug ’n Play“, es gibt meist fertige Anschlusskabel für die gängigsten Mikrofon-/Kopfhöreranschlüsse. Solche Geräte sind allerdings nicht ganz einfach zu bekommen, weil die meisten Funkhändler solche Geräte nicht im Programm haben. Auch hier ist der unbemannte Einsatz nicht unkritisch, weil man auf Störungen nicht reagieren kann und aus der Ferne absolut keine Eingreifmöglichkeit hat.

Eine weitere, durchaus komfortable Variante ist die Relaissteuerung durch eine PC-Software wie z.B. das Programm „Simplex“ (Freeware) von Gabriel, F6DQM oder das Programm K1RFD Echostation (kostenpflichtig). Hier ist allerdings der Bau eines Interfaces zur PTT-Ansteuerung erforderlich. Funktioniert aber auch mit kommerziellen Gateway-Schaltungen. Dafür bieten die Programme eine Fülle an Funktionen, CW-Baken und viele Einstellmöglichkeiten. Ist am Standort eine Internetverbindung vorhanden, kann zumindest über Fernwartungsprogramme auf die Software aus der Ferne Einfluss genommen werden.

Mit den oben beschriebenen Möglichkeiten können PMR-Relais, Freenet-Relais, PMR/Freenet-Relais ebenso aufgebaut werden wie CB-Funk-Relais. Bei den meisten Möglichkeiten bleibt gegenüber Relaisfunkstellen im professionellen oder Amateurfunk die fehlende Semi-Duplex-Tauglichkeit der Geräte der Benutzer, was ein ständiges manuelles Umschalten zwischen Empfangs-und Sendefrequenz erfordert, oder zwei separate Funkgeräte für Senden und Empfangen. Grundsätzlich empfehlenswert ist die Verwendung eines Squelch-Toncodes um Störungen auszublenden. Bei den PMR/Freenet-Gateways hat sich die Verwendung des CTCSS Tonecodes 19 / 127,3 Hz etabliert.

Wer noch eine Stufe weiter gehen möchte, hat die Möglichkeit mit einem Funkgerät als Receiver und einem Funkgerät als Transmitter ein kombiniertes Repeater-Gateway mittels des FRN-Clients aufzubauen. Dann arbeitet das Gateway gleichzeitig als Duplex-Repeater. Grundsätzlich zeigt die Erfahrung, dass im Freenet und PMR-Band Duplex-Repeater im selben Band nur schwer zu realisieren sind. Crossband-Transponder jedoch lassen sich mit etwas Geschick und einem guten Standort aufbauen. Hier ist dann der größte Nachteil die geringe Reichweite des 70-Zentimeter Bandes.

Bildnachweis: Skizzierte Darstellung Relaisstelle, by DBX133

Immer mehr aktivitäten auf den analog Freenet Frequenzen

Was ist Freenet Funk ?

Schauen wir erst mal bei Wikipedia vorbei

https://de.wikipedia.org/wiki/Freenet_%28Funkanwendung%29

In den letzten Monaten ist der Betrieb von CB Funkern die vorher auf dem 11 Meter  Band funkten auf den 149 MHZ Kanälen angestiegen. Die Funkgeräte und Antennen stammen meist aus  China und sind für Funkamateure gedacht.Auf den Freenet – Kanälen gelten ganz enge regeln. Sendeleitung 1 Watt und keine gewinnbringenden Antennen.    Die möchtegern Funkamateure haben Handfunkgeräte oder mobile Funkgeräte. Die Sendeleistungen haben 5 bis 25 Watt. Dazu Antennen mit 6 bis 9 dB Gewinn.  Mir ist auch bekannt das hier Funkamateure aktiv sind. Die Aktivitäten sind im Direktverkehr sehr groß. So etwas vermisse ich von Funkamateuren auf Ihrem Ihrem 2m Band. 

Wie weit sich die Aktivitäten auf dem Frequenzen um 149 Mhz ausweiten und was die Regulierungsbehörde dagegen unternimmt werde ich beobachten.

Analoge Frequenznutzung

Kanal(FM) Mittenfrequenzin MHz Kanalbreite/Kanalrasterin kHz Nutzung (inoffiziell) 
1 149,0250 12,5  
2 149,0375 12,5  
3 149,0500 12,5 Inoffizieller Prepper-Kanal
4 149,0875 12,5  
5 149,1000 12,5  
6 149,1125 12,5  

Digitale Frequenznutzung

Kanal(TDMA) Mittenfrequenzin MHz Kanalbreite/Kanalrasterin kHz Nutzung (inoffiziell) 
1 149,0250 12,5  
2 149,0375 12,5  
3 149,0500 12,5  
4 149,0875 12,5  
5 149,1000 12,5  
6 149,1125 12,5  
Kanal(FDMA) Mittenfrequenzin MHz Kanalbreite/Kanalrasterin kHz Nutzung (inoffiziell) 
1 149,021875 6,25  
2 149,028125 6,25  
3 149,034375 6,25  
4 149,040625 6,25  
5 149,046875 6,25  
6 149,053125 6,25  
7 149,084375 6,25  
8 149,090625 6,25  
9 149,096875 6,25  
10 149,103125 6,25  
11 149,109375 6,25  
12 149,115625 6,25  

Freenet 2m Kanäle – Neue Geräte und Bestimmungen und neue Digitale Frequenzen

Freenet gibt es nur in Deutschland

Freenet war ein Produktname der Firma Motorola und bezeichnet heute umgangssprachlich eine Jedermannfunkanwendung in Deutschland. Im Jahre 1996 wurde auf Drängen von Motorola in einem Teilbereich der freigewordenen Frequenzen des ehemaligen Mobilfunk-B-Netzes eingerichtet wurde.

Für das Freenet waren ursprünglich nur drei Kanäle im 12,5-kHz-Raster freigegeben. Im Januar 2007 wurde die Kanalzahl auf sechs Kanäle erhöht. Seit dem 23. November 2016 dürfen diese sechs Kanäle neben der herkömmlichen analogen Sprachübertragung auch für digitale Sprachübertragung genutzt werden. Des Weiteren ist seitdem im selben Frequenzraum auf zwölf neu geschaffenen Kanälen im Bereich von 149,021875 MHz bis 149,115625 MHz digitaler Sprechfunk im 6,25-kHz-Raster zulässig.

Mit der Amtsblattverfügung Nr. 60/2019 hat die Bundesnetzagentur die Nutzungsbedingungen für den Freenet-Funk angepasst. So wurde die maximale äquivalente Strahlungsleistung (ERP) von 0,5 Watt auf 1 Watt erhöht. Das Verbot der Freenet-Nutzung im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb in Lagen oberhalb von 600 m wurde aufgehoben. In 10 km Grenzabstand zu Belgien und Polen sind jedoch weiterhin lediglich 0,5 Watt Strahlungsleistung (ERP) gestattet.

Im Rahmen der Nachbarstaatenregelung dürfen keine schädlichen Störungen bei Frequenznutzungen in Nachbarstaaten verursacht werden. Wenn durch die Frequenznutzung Störungen bei Frequenznutzungen in Nachbarstaaten auftreten, hat der Frequenznutzer auf Aufforderung der Bundesnetzagentur unverzüglich den Sendebetrieb auf den beanstandeten Frequenzen einzustellen.

Freenet-Funkgeräte müssen den Anforderungen des Funkanlagengesetzes (FuAG) entsprechen. Es dürfen beispielsweise nur Funkanlagen verwendet werden, die für den Betrieb in der Bundesrepublik Deutschland vorgesehen und mit dem CE-Kennzeichen versehen sind. Zudem muss jedem Gerät eine Konformitätsbescheinigung beiliegen.

Mit Freenet-Geräten ist eine realistische Reichweite von 500 m bis 5 km (abhängig von Hindernissen wie Häusern, Bäumen usw.) zu erreichen. Die Signaldämpfung ist nicht so hoch wie bei den auf höheren Frequenzen angesiedelten Jedermannfunkanwendungen SRD und PMR446. Die Antennen der Geräte sind oft abnehmbar, so dass man sie zur Erhöhung der Reichweite durch leistungsfähigere ersetzen kann. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass durch den Antennengewinn die abgestrahlte Leistung 1 Watt nicht übersteigt.

Neben dem FM Betrieb sind zwei Bereiche für Digitalfunk zugewiesen. mit dem Kanalraster 12,5 Khz  können unabhängig zwei digitale auf jeweils zwei Zeitschlitze geführt werden. Sytem Tier 2

Auf dem digitalen Kanalraster im 6.25 khz Kanalraster sind nur pro Kanal ein digitales Gespräch möglich System Tier 1

Kanaltabelle

Die Kanäle liegen im 2-Meter-Band im Frequenzbereich des Betriebsfunks.

Kanal(FM) Mittenfrequenzin MHz Kanalbreite/Kanalrasterin kHz Nutzung (inoffiziell)
1 149,0250 12,5
2 149,0375 12,5
3 149,0500 12,5 Inoffizieller Katastrophen-Kanal
4 149,0875 12,5
5 149,1000 12,5
6 149,1125 12,5

Kanal(TDMA) Mittenfrequenzin MHz Kanalbreite/Kanalrasterin kHz Nutzung (inoffiziell)
1 149,0250 12,5
2 149,0375 12,5
3 149,0500 12,5
4 149,0875 12,5
5 149,1000 12,5
6 149,1125 12,5
Kanal(FDMA) Mittenfrequenzin MHz Kanalbreite/Kanalrasterin kHz Nutzung (inoffiziell)
1 149,021875 6,25
2 149,028125 6,25
3 149,034375 6,25
4 149,040625 6,25
5 149,046875 6,25
6 149,053125 6,25
7 149,084375 6,25
8 149,090625 6,25
9 149,096875 6,25
10 149,103125 6,25
11 149,109375 6,25
12 149,115625 6,25

Quelle : teilweise https://de.wikipedia.org/wiki/Freenet_%28Funkanwendung%29

Funken für jeden

Jedermannsfunk

CB-Funker, Gatewaybetreiber, Jedermannsfunker gleich welcher Art sind bei uns gerne willkommen.

CB, PMR und Freenet bietet Spaß für Jung und Alt:

  • APRS über CB-Funk, Datenfunk, Packet Radio und sogar Digimodes
  • Crossband-Relais
  • Gateways
  • DX
  • Fernfahrerkanäle 9 AM, 19 + 22 FM
  • Fuchsjagden
  • Betriebsfunk

 

Ein Vorteil vom Jedermannsfunk ist, dass er ohne Lizenz und Genehmigungen betrieben werden darf und sogar als Betriebsfunk zur Verfügung steht. Der Amateurfunk hingegen darf für kommerzielle Zwecke nicht verwendet werden.

Der Jedermannsfunk hat sich in vielerlei Bereichen bewährt:

  • im Sportbereich
  • bei Wanderungen
  • Geocaching
  • Kanufahrten
  • Bergsteigen
  • Parkplatzeinweisungen

Gerne genutzt wird der Jedermannsfunk, insbesondere PMR, auch von Fahrschulen für die Kommunikation zwischen Fahrlehrer und Schüler. PMR und Freenet, das sind kleine Handfungeräte auf festen Kanälen

Kinder und Jugendliche nutzen die günstigen und handlichen PMR-Walkie-Talkies gerne für Abenteuer- und Detektiv-Spiele.