Freenet 2m Kanäle – Neue Geräte und Bestimmungen und neue Digitale Frequenzen

Freenet gibt es nur in Deutschland

Freenet war ein Produktname der Firma Motorola und bezeichnet heute umgangssprachlich eine Jedermannfunkanwendung in Deutschland. Im Jahre 1996 wurde auf Drängen von Motorola in einem Teilbereich der freigewordenen Frequenzen des ehemaligen Mobilfunk-B-Netzes eingerichtet wurde.

Für das Freenet waren ursprünglich nur drei Kanäle im 12,5-kHz-Raster freigegeben. Im Januar 2007 wurde die Kanalzahl auf sechs Kanäle erhöht. Seit dem 23. November 2016 dürfen diese sechs Kanäle neben der herkömmlichen analogen Sprachübertragung auch für digitale Sprachübertragung genutzt werden. Des Weiteren ist seitdem im selben Frequenzraum auf zwölf neu geschaffenen Kanälen im Bereich von 149,021875 MHz bis 149,115625 MHz digitaler Sprechfunk im 6,25-kHz-Raster zulässig.

Mit der Amtsblattverfügung Nr. 60/2019 hat die Bundesnetzagentur die Nutzungsbedingungen für den Freenet-Funk angepasst. So wurde die maximale äquivalente Strahlungsleistung (ERP) von 0,5 Watt auf 1 Watt erhöht. Das Verbot der Freenet-Nutzung im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb in Lagen oberhalb von 600 m wurde aufgehoben. In 10 km Grenzabstand zu Belgien und Polen sind jedoch weiterhin lediglich 0,5 Watt Strahlungsleistung (ERP) gestattet.

Im Rahmen der Nachbarstaatenregelung dürfen keine schädlichen Störungen bei Frequenznutzungen in Nachbarstaaten verursacht werden. Wenn durch die Frequenznutzung Störungen bei Frequenznutzungen in Nachbarstaaten auftreten, hat der Frequenznutzer auf Aufforderung der Bundesnetzagentur unverzüglich den Sendebetrieb auf den beanstandeten Frequenzen einzustellen.

Freenet-Funkgeräte müssen den Anforderungen des Funkanlagengesetzes (FuAG) entsprechen. Es dürfen beispielsweise nur Funkanlagen verwendet werden, die für den Betrieb in der Bundesrepublik Deutschland vorgesehen und mit dem CE-Kennzeichen versehen sind. Zudem muss jedem Gerät eine Konformitätsbescheinigung beiliegen.

Mit Freenet-Geräten ist eine realistische Reichweite von 500 m bis 5 km (abhängig von Hindernissen wie Häusern, Bäumen usw.) zu erreichen. Die Signaldämpfung ist nicht so hoch wie bei den auf höheren Frequenzen angesiedelten Jedermannfunkanwendungen SRD und PMR446. Die Antennen der Geräte sind oft abnehmbar, so dass man sie zur Erhöhung der Reichweite durch leistungsfähigere ersetzen kann. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass durch den Antennengewinn die abgestrahlte Leistung 1 Watt nicht übersteigt.

Neben dem FM Betrieb sind zwei Bereiche für Digitalfunk zugewiesen. mit dem Kanalraster 12,5 Khz  können unabhängig zwei digitale auf jeweils zwei Zeitschlitze geführt werden. Sytem Tier 2

Auf dem digitalen Kanalraster im 6.25 khz Kanalraster sind nur pro Kanal ein digitales Gespräch möglich System Tier 1

Kanaltabelle

Die Kanäle liegen im 2-Meter-Band im Frequenzbereich des Betriebsfunks.

Kanal(FM) Mittenfrequenzin MHz Kanalbreite/Kanalrasterin kHz Nutzung (inoffiziell)
1 149,0250 12,5
2 149,0375 12,5
3 149,0500 12,5 Inoffizieller Katastrophen-Kanal
4 149,0875 12,5
5 149,1000 12,5
6 149,1125 12,5

Kanal(TDMA) Mittenfrequenzin MHz Kanalbreite/Kanalrasterin kHz Nutzung (inoffiziell)
1 149,0250 12,5
2 149,0375 12,5
3 149,0500 12,5
4 149,0875 12,5
5 149,1000 12,5
6 149,1125 12,5
Kanal(FDMA) Mittenfrequenzin MHz Kanalbreite/Kanalrasterin kHz Nutzung (inoffiziell)
1 149,021875 6,25
2 149,028125 6,25
3 149,034375 6,25
4 149,040625 6,25
5 149,046875 6,25
6 149,053125 6,25
7 149,084375 6,25
8 149,090625 6,25
9 149,096875 6,25
10 149,103125 6,25
11 149,109375 6,25
12 149,115625 6,25

Quelle : teilweise https://de.wikipedia.org/wiki/Freenet_%28Funkanwendung%29

Funken für jeden

Jedermannsfunk

CB-Funker, Gatewaybetreiber, Jedermannsfunker gleich welcher Art sind bei uns gerne willkommen.

CB, PMR und Freenet bietet Spaß für Jung und Alt:

  • APRS über CB-Funk, Datenfunk, Packet Radio und sogar Digimodes
  • Crossband-Relais
  • Gateways
  • DX
  • Fernfahrerkanäle 9 AM, 19 + 22 FM
  • Fuchsjagden
  • Betriebsfunk

 

Ein Vorteil vom Jedermannsfunk ist, dass er ohne Lizenz und Genehmigungen betrieben werden darf und sogar als Betriebsfunk zur Verfügung steht. Der Amateurfunk hingegen darf für kommerzielle Zwecke nicht verwendet werden.

Der Jedermannsfunk hat sich in vielerlei Bereichen bewährt:

  • im Sportbereich
  • bei Wanderungen
  • Geocaching
  • Kanufahrten
  • Bergsteigen
  • Parkplatzeinweisungen

Gerne genutzt wird der Jedermannsfunk, insbesondere PMR, auch von Fahrschulen für die Kommunikation zwischen Fahrlehrer und Schüler. PMR und Freenet, das sind kleine Handfungeräte auf festen Kanälen

Kinder und Jugendliche nutzen die günstigen und handlichen PMR-Walkie-Talkies gerne für Abenteuer- und Detektiv-Spiele.