Schweiz: Konzessionspflicht für AFu soll aufgehoben werden

In der Schweiz soll die Konzessionspflicht für den Amateurfunkdienst aufgehoben werden. Das sieht ein Entwurf zur Änderung des schweizerischen Fernmeldegesetzes vor.

Im derzeitigen Schweizer Fernmeldegesetz ist geregelt, dass für die Nutzung des Funkfrequenzspektrums in der Schweiz grundsätzlich eine „Funkkonzession“ erforderlich ist. Die geplante Neufassung des Gesetzes sieht dagegen vor, dass das Funkfrequenzspektrum grundsätzlich „unter Einhaltung der Nutzungsvorschriften frei genutzt werden“ darf.

Davon wäre auch der eidgenössische Amateurfunk betroffen. (Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in der Schweiz kein eigenständiges Amateurfunkgesetz.)

Die Schweizer Amateurfunk-Vereinigung USKA ist mit der geplanten Neuregelung nicht einverstanden. Bereits Ende März 2016 hatte die USKA In einer offiziellen Stellungnahme auf die Bedeutung des Amateurfunkdienstes hingewiesen und u.a. bemängelt, dass im Gesetzentwurf nicht ersichtlich sei, wie die künftige Verwaltung des Amateurfunkwesens erfolgen soll. Am 6. November 2017 fand dazu ein Hearing im Schweizer Bundeshaus statt, an dem auch eine Delegation der USKA teilnahm (Bericht unter http://t1p.de/6z09).

Einer Kurzmeldung in der Zeitschrift „Funkamateur“ zufolge wird für die Teilnahme am Amateurfunkdienst in der Schweiz weiterhin eine Fachprüfung sowie die Zuteilung eines internationalen Rufzeichens vorgeschrieben sein. Die von der USKA vorgebrachten Einwände gegen den Gesetzentwurf seien vergebens gewesen. Jetzt solle darin wenigstens noch eine Regelung zu Antennen untergebracht werden; die politischen Aussichten dafür seien allerdings „sehr eingeschränkt“.

Neue Allgemeinzuteilung für „Short Range Devices“ (SRD)

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am 24. Januar 2018 in ihrem Amtsblatt Nr. 02 /18 eine neue Allgemeinzuteilung für sogenannte „Short Range Devices“ (SRD) veröffentlicht.

Unverändert geblieben ist die Zuteilung des Frequenzbereichs 26,957 bis 27,283 MHz für SRD mit einer maximalen Strahlungsleistung von 10 Milliwatt ERP bzw. einer maximalen magnetischen Feldstärke von 42 dBµA/m in 10 Meter Entfernung.

Ebenfalls unverändert geblieben ist die Frequenzzuteilung für SRD im Frequenzbereich 433,050 bis 434,790 MHz (im 70-cm-Amateurfunkband) mit einer maximalen Strahlungsleistung von 10 Milliwatt ERP.

Die 10-kHz-Frequenzbereiche 
26,990 bis 27,000 MHz,
27,040 bis 27,050 MHz,
27,090 bis 27,100 MHz,
27,140 bis 27,150 MHz und
27,190 bis 27,200 MHz
(also die sog. CB-„Zwischenkanäle“ 3A, 7A, 11A, 15A und 19A), die bisher von SRD mit einer Strahlungsleistung von max. 100 Milliwatt ERP und einem Arbeitszyklus von nur max. 0,1 % betrieben werden durften, dürfen jetzt auch von Modellfernsteuerungen mit einem Arbeitszyklus von 100 % betrieben werden.

Weitere geringfügige Änderungen betreffen vorwiegend Nutzungsbestimmungen für SRD-Anwendungen bei 860-MHz, die weder den CB-Funk noch den Amateurfunk berühren.

Die neue Frequenzzuteilung für SRD kann im Internet unter http://t1p.de/bs2h heruntergeladen werden.