Mittelwellen Piratensender in Belgien

Paradisefm

Es ist eine belgische Piratenstation mit unregelmäßiger Mittelwellenaktivität. In der Vergangenheit wurde auf 1440 kHz gesendet, Anfang des Jahres jedoch auf 1350 kHz umgestellelt.
Website: http://paradisefm.org/

Es gibt einen Sender auf 1350 KHZ, der sich als „Paradijs FM, Belgium“ ausweist und fortlaufende Pop- und Rockmusik spielt. Die Ansagen sind in deutscher und englischer Sprache und außerdem in AM.
Es könnte sich um den Sender handeln, der in Norditalien „I am Radio“ weitergeleitet hat, da die Signalstärke und die Modulationsqualität ziemlich ähnlich sind.
Kann jemand Licht auf dieses Signal werfen? Ich habe es zum ersten Mal am Osterwochenende mit demselben Format gehört.

Endlich meine Aktiv Antenne aufgestellt

An einem Mast 6m Hoch habe ich eine Akiv Antenne aufgestellt. Das ist eine Breitbandantenne. Also auch für Mittelwelle und Kurze Welle Das Kabel ist schon bis zum Haus gelegt Da ich nur wenig belastet werden kann mache ich morgen weiter. Wenn das Kabel im Funkraum ist wir noch der Kasten der über das Koaxkabel die Stromversorgung zugeführ angeschlossen Dann zum schluss ein kleins Kästen das mit USB mit dem Rechner verbunden wird. Die Aktivantenne komm,t an den Eingang 100Khz-30Mhz. Es gibt noch einen zweiten Eingang 25Mhz bis 1.7Ghz. Was ich damit mache weiss ich noch nicht. Erst mal werde ich auf dem Rechner ein SDR Software define Radio Programm aufspielen. Später soll ein Rechner als Server betrieben werden der den Empfang der Aktivantenne auch von Ausserhalb meines Wohnortes ermöglichen kann. Ich habe die Aktivantenne sehr weit von Gebäuden entfernt um wenig Störungen zu haben.

Ich bin nicht mehr so Fit aber die Aktivantenne geht. Nachdem ich die Versorgung von 12 Volt aufgeschaltet habe konnte ich auf 20m in USB Amateurfunk hören. Es ging aber nur über den Empfänger des Amateurfunkgerätes. Über PC ging nix. Im Bereich von 2m oder 70cm und dem entsprechenden Eingang und einer 2m Stationen hören. Auch Radio auf UKW auch mit RDS Anzeige ging gut. Flugfunk in schmalen Am Kanälen war sehr gut anzuzeigen auf dem Bildschirm. Ich schaute mir auch die digitalen Kanäle von DAB+ und DVBT 2 an. Nur der KW Eingang mit dem Mischer ist tot. Ich werde mal drüber schlafen und morgen mal das Gehäuse öffnen. Das ist eine Stick Platine mit rtl Schip aufgelötete auf einer Platine die so groß ist wie das Gehäuse. Hier ist aus der Eingang für die KW Antenne. Ich habe keinen Wackel -Kontakt finden können. Ich habe eben bei Ebay für knapp 30€ ein neues Gerät bestellt. Die Geschichte ist noch nicht zu Ende.

 

Der Tschechische Rundfunk hät an Mittelwelle fest

Seit Anfang Januar hat der Tschechische Rundfunk das Frequenzsplitting zwischen seinem zweiten Programm Český rozhlas Dvojka und der Infowelle ČRo Plus auf Mittelwelle beendet. Die Hauptmittelwellensender in Prag Liblice (639 kHz) und Dobrochov (954 kHz) mit den Nebensendern Budweis (954 kHz), Karlsbad (954 kHz) und Moravske Budějovice (1332 kHz) übertragen nun rund um die Uhr Český rozhlas Dvojka.

ČRo Plus ist seit November über UKW-Frequenzen zu hören. Im mährischen Ostrava bleibt ČRo Plus auf Mittelwelle, der Sender wechselte Ende Januar auf 1071 kHz mit 5 Kilowatt Sendeleistung. In der Region fehlen dem Nachrichtensender UKW-Frequenzen, auch eine Versorgung über Digitalradio ist nicht möglich. Český rozhlas Dvojka nutzt in Ostrava weiterhin die bisher ebenfalls geteilte Frequenz 639 kHz mit 30 Kilowatt Sendeleistung.

Mittelwelle in Belgien abgeschaltet

621 und 1125 kHz

 

Seit dem späteren Abend des 31. Dezember 2018 gehört nun auch Belgien zu den Ländern, in denen der AM-Rundfunk beendet ist. Die zuletzt noch aktiv gewesenen Sender auf 621 und 1125 kHz wurden ungefähr zwischen 20.30 und 21.30 Uhr außer Betrieb gesetzt.

Sender Wavre

Grußkarte mit einigen Antennen der Sendestation Wavre | © RTBF

Aus der Ferne war das nur eingeschränkt zu beobachten, da beide Sender kaum (noch) überregional zu empfangen waren. Bei der Hauptfrequenz 621 kHz war das so, seit im Sommer offensichtlich die Sendeleistung bereits sehr erheblich reduziert wurde.

Irgendeine Art von Abschied gab es nicht, im Gegenteil: Um 20.03 Uhr endete die Programmausstrahlung auf 621 kHz mit den üblichen Einspielern und damit dem Hinweis, man werde ab 6.00 Uhr wieder auf dieser Frequenz zu hören sein …

Diese extrem lange Sendepause sollte ein „allmähliches Auslöschen“ darstellen. Ums Sparen ging es dabei nicht unbedingt: Nach der drastischen Zurücknahme der Leistung und erneut in den letzten Tagen des Jahres blieb der Sender oft die ganze Nacht hindurch mit dem stummen Trägersignal eingeschaltet.

Auch die Deklarierung der Frequenz als Auslandsdienst war nur Theorie. Tatsächlich ging es hier laut Radiovisie.eu vor allem um die 310.000 Sprecher der französischen Sprache, die in Flandern leben. Deren Verband APFF hatte Kritik an der Abschaltung der RTBF-Mittelwellen artikuliert.

Stand vom 01.01.2019


Bericht vom 23. Juni 2018:

RTBF, der französischsprachige Rundfunk von Belgien, hat seine Strategie eines „allmählichen Auslöschens“ der Mittelwelle erläutert. Nach den Darstellungen dieses Artikels geht RTBF hier selbst noch von einer nennenswerten Nutzung aus.

Offensichtlich gibt es dabei aber nicht einmal klare Vorstellungen dazu, wo eigentlich die Zielgruppen sind. Für die Hauptfrequenz 621 kHz spricht der Artikel nicht mehr von internationalen Sendungen, sondern nur noch von La Première mit zeitweisen Umschaltungen zu Vivacité.

Klar zum Ausdruck kommt hingegen die Erwartung der Hörfunkbranche, ihren Platzhirschstatus in die digitale Welt hinüberretten zu können. Den Weg dazu sieht RTBF (wie auch andere Akteure) in einer Hybridstrategie, die den DAB-Standard für das Abhören der hergebrachten, politisch protegierten Massenwellen vorsieht.
 

Auf einem anderen Blatt steht, ob die Sendeanlage noch lange genug durchhält, um, wie von RTBF geplant, werbewirksam mit dem Start eines neuen DAB-Angebots abgeschaltet werden zu können. Laut diesem Bericht gibt es Probleme im Bereich der Stromversorgung. Ein Ersatz der abgängigen Anlagenteile kommt natürlich nicht mehr in Betracht.

Beobachter fühlen sich bereits an die Außerbetriebnahme der analogen Fernsehsender erinnert. Über Jahre kündigte RTBF als Termin dafür den November 2011 an, schaltete dann aber plötzlich, mit nur kurzfristiger Vorwarnung, die Sender bereits im März 2010 ab.
 

Die jetzt noch auf 621 kHz aktive AM-Anlage in Wavre, südöstlich von Brüssel, ist ein gemeinsames Objekt von RTBF und dem flämischen Rundfunk VRT. Bis 2001 hatte VRT aus Wavre auf Kurzwelle einen umfangreicheren Auslandsdienst abgestrahlt.

Nach dessen Entfall verblieb in Wavre zunächst die Mittelwelle 540 kHz, die VRT 2008 ebenfalls aufgab. Letzte VRT-Mittelwelle überhaupt war danach noch die zum Jahresende 2011 abgeschaltete 927 kHz von der inzwischen abgerissenen Sendestation Wolvertem im Norden von Brüssel.

RTBF blieb auf Kurzwelle bis zum Jahresende 2009 aktiv. Erst 2006 wurde dafür ein neuer Sender installiert, der somit nur drei Jahre in Betrieb war. Die Mittelwelle 621 kHz läuft jetzt ebenfalls mit einem modernen Sender (hier ganz links).

Auch nach der Abschaltung des Kurzwellensenders blieb der Auslandshörfunk formal bestehen und ist auf 621 kHz aufgeschaltet. In der Praxis ist „RTBF International“ jetzt hauptsächlich eine Übernahme der UKW-Leitwelle, La Première, weshalb die Mittelwelle auch in deren Frequenzübersichten erscheint.

Relevant ist hier vor allem die Satellitenübertragung in das frühere Belgisch-Afrika (im C-Band über den Eutelsat 5 West A), wo RTBF über eine UKW-Frequenz in Kinshasa verfügt. Die Übertragung auf der Hotbird-Plattform ist unmittelbar nach der Einstellung des Kurzwellenbetriebs ebenfalls abgeschaltet worden.

Laut Brüsseler Funkhaus-Flurfunk gibt es bereits konkrete Pläne für den Abbruch des Sendergebäudes in Wavre und die Nachnutzung des Grundstücks. Die Rede ist von einer medizinischen Einrichtung.
 

Über die Sendeanlage Wavre hinaus betreibt RTBF auch noch eine weitere, fast schon vergessene Mittelwelle: Die 10 kW starke 1125 kHz aus Houdeng-Aimeries, einem Ortsteil von La Louvière, zwischen Mons und Charleroi. In der Vergangenheit liefen über diese Mittelwelle auch Regionalprogramme aus dem Studio Mons.

Um 1991 war der Sender schon einmal abgeschaltet worden. 2001 ging er wieder in Betrieb, um einen Verkehrsfunkdienst zu übertragen, den RTBF mit einem DAB-Pilotprojekt gestartet hatte.

Schon kurz nach der Aufschaltung auf Mittelwelle wurde dieser Kanal eingestellt. Trotzdem blieb die Frequenz 1125 kHz weiter in Betrieb; nun mit dem Programm Vivacité, zu dem zeitweise auch „RTBF International“ umgeschaltet wird.

Autor: Kai Ludwig

Harlingen 1602 kHz wohl abgeschaltet

 

Nach Meldungen aus den Niederlanden sollte die Lizenz für die Mittelwelle 1602 kHz in Harlingen zurückgegeben werden. Soweit das aus größerer Entfernung beobachtet werden kann, scheint die Frequenz mit dem Beginn des Novembers nun auch tatsächlich abgeschaltet worden zu sein.

MS Jenni Baynton

MS Jenni Baynton, Zustand 2011 vor dem Aufbau weiterer Antennen | ©Vincent Schriel, CC

In den unter anderem hier wiedergegebenen Meldungen wird als Grund für den nunmehrigen Verzicht die zwangsweise Verknüpfung der Mittelwellenlizenz mit einem DAB-Sendeplatz genannt.

Die damit beendeten Ausstrahlungen gehen auf das Jahr 2003 zurück. Seinerzeit entstand das Sendeprojekt Radio Seagull, das den Namen eines Seesenders von 1973/1974 wieder aufgriff.

Zu hören war Radio Seagull zunächst aus Lettland, wo seinerzeit noch ein leistungsfähiger Kurzwellensender zur Verfügung stand. Von den dortigen Sendeaktivitäten ist inzwischen nur noch die Kleinmittelwelle 1485 kHz verblieben.

Parallel bemühte sich Radio Seagull in den Niederlanden erfolgreich um die Mittelwelle 1602 kHz. Die Lizenz kostete, obwohl sie gegen Höchstgebot versteigert wurde, schon damals nur 800 Euro. Damit beendete Radio Seagull die Kurzwellensendungen nach wenigen Monaten wieder.

Eine Inbetriebnahme der Frequenz in Harlingen scheiterte zunächst an einem Einspruch aus Großbritannien, das auf der Beibehaltung des ursprünglich vorgesehenen Standorts Leeuwarden beharren wollte. Dort fand sich erst nach einiger Zeit ein brauchbarer Aufbauort in Stiens-Feinsum.

Von hier aus begannen 2005 die Ausstrahlungen. Dabei kam jeweils von 19.00 bis 7.00 Uhr das eigentliche Seagull-Programm. Tagsüber, wenn auch theoretisch keine Möglichkeit für einen überregionalen Empfang bestand, lief ein besonders auf Touristen vor Ort zielendes Format als Radio Waddenzee.

Ende 2006 gab es dann doch die Genehmigung für den gewünschten Standortwechsel. Die vorhandene Sendeanlage wurde 2007 nach Pietersbierum bei Harlingen umgesetzt.

Pietersbierum 1602 kHz

T-Antenne für die Mittelwelle 1602 kHz in Pietersbierum | © Peter Vrakking

Schließlich konnte auch noch dem Seesendergedanken Rechnung getragen werden: Das einstige englische Feuerschiff LV 8 wurde als Radioschiff eingerichtet und erhielt, nach einer im Jahre 2000 verstorbenen Seesendermitarbeiterin, den neuen Namen Jenni Baynton.

Außerhalb von Sonderaktionen, wie zuletzt im August/September, liegt das Schiff an einem reservierten Platz in Harlingen. Dann ist es auch in diesem Livebild zu sehen.

Stets vom Schiff aus betrieben wird die für 25 Watt lizenzierte Kleinstfrequenz 747 kHz. Wie sich der Betrieb der jetzt abgeschalteten, mit 1 kW nutzbaren 1602 kHz zwischen dem Schiff und dem Sender in Pietersbierum aufteilte, bleibt unklar.

2015 wurde das Waddenzee-Format eingestellt. An dessen Stelle trat KBC Radio, das bis 2011 auf 1395 kHz gesendet hatte. Bestrebungen, den hier genutzten, im Betrieb zu teuren Sender auf dem Deich zwischen Ijssel- und Markermeer durch eine Abstrahlung der Frequenz vom Schiff zu ersetzen, verliefen im Sande.

2016 reduzierte KBC die Ausstrahlungen auf Kurzwelle, die 2011 massiv ausgebaut wurden, auf ein Minimum. Verblieben sind pro Woche für Europa eine Stunde aus Bulgarien (sonnabends jetzt ab 14.00 Uhr auf 9400 kHz) und für Nordamerika zwei Stunden aus Nauen (in der Nacht zu Sonntag ab 1.00 Uhr auf 5965 kHz).

Im vergangenen Sommer verschwanden die KBC-Sendungen nun wohl endgültig von der Mittelwelle.

Den Sendeplatz übernahm Cyber Gold, ein neues Programm aus Großbritannien. Angekündigt wurde sein Start mit bemerkenswert offenen, inzwischen wieder gelöschten Worten:

„Unser Marketing hat ein erhebliches Potential an vermögenden Hörern identifiziert, die sich gern an die Seesender der 60er Jahre erinnern und die Musik aus dieser Zeit lieben. Wir gehen davon aus, den größten Teil der Werbeplätze über den Sommer verkaufen zu können.“

Im Forum von Digitalspy.com findet sich dazu ein lakonischer Kommentar über Cyber Radio und seine Finanziers:

„Im Prinzip sind das Anoraks, die russisches Geld dafür nutzen, Radio zu spielen.“

„Anoraks“ ist eine gängige Bezeichnung für die Enthusiasten der einstigen Seepiraten. Die Emotionen dieser Zielgruppe besonders ansprechen sollte der auch in diesem Mitschnitt zu hörende Jingle, den ein Beobachter auf Digitalspy so kommentierte: Beim ersten Mal habe er noch gegrinst, beim zehnten Mal sei es dann aber nur noch peinlich gewesen.

Der Wortlaut dieses Jingles war bei schlechtem Empfang auf Mittelwelle nicht unbedingt bis ins letzte Detail zu verstehen: „Direkt vom Motorschiff Love and Peace, aus den internationalen Gewässern vor Fantasy Island“.

Hier zeigten sich die Gefahren, die ein solches Spiel mit Emotionen in Zeiten erodierenden Vertrauens in die Medien in sich birgt: Wie den Äußerungen verschiedener Hörer zu entnehmen war, glaubten sie tatsächlich, der Sender strahle von einem Schiff auf hoher See.

Dem war natürlich nicht so. Das Radioschiff blieb meist an seinem Ankerplatz im Hafen, und zumindest während der jüngsten Ausfahrt wurde, soweit diese Erläuterungen akustisch zu verstehen sind, die Frequenz 1602 kHz auch nicht von dort, sondern aus Pietersbierum abgestrahlt.