Firma Präzisa GmbH in Essen – 1 Teil

Ich habe 30 Jahre gearbeitet. Am Anfang die Lehre war alles Ok. In der gleichen Firma habe ich dann  bis zum Schluss gearbeitet. Davon gibt es im Teil 2 und 3 spannende Geschichten aus meiner Arbeitswelt.

Es war ein kleiner Betrieb der gerade erst in einer Werkhalle gezogen ist. Vorher war alles nur in einer Garage untergebracht. Es gab schon Auszubildende die gerade ins zweite Lehrjahr kamen. Mit mir fingen noch weitere drei Auszubildende an. Nach einer Gewöhnung stellte ich fest: Es war genau mein Ding! Elektronik überall obwohl ich im Handwerk als Elektromechaniker ausgebildet wurde. Das war in den 70 er Jahren eher  nichts mit Elektronik. Steuerung von Motoren mit Relais und Schützen. Gleichstrom und Wechselstrommotoren. n der Berufsschule staunten alle wenn ich von meinem Betrieb erzählte. Früher sagte man mein Betrieb. Viel viel später wurde ich anders überzeugt. Es wird spannend.

Kleine Widerstände Transistoren und Kondensatoren  erfüllten meine Neugierde nach Technik. Ich lernte aber in einer Firma die Notbeleuchtungen herstellte. Das ist ein Akku eine Ladeeinrichtung und eine Erkennung wann der Strom aus ist. Das hört sich einfach an. Aber man steuerte aus einer Gleichspannung die alten Leuchtstofflampen und Strahler für Baustellen. Ich gründete die Prüfabteilung nach meiner Lehre. Die Elektroniken wurden immer aufwendiger. Die Steuerungen und die Ladetechniken von verschiedenen Akkus mussten eingestellt werden. Nach einem halben  wagte ich zu fragen das ich ja von der Berufsfachschule komme und ich damit ja im 2. Lehrjahr anfange. Das wollten sie nicht. Ich war schon immer ein Rebell und die Berufsschule und die Handwerkskammer zwangen sie dazu. Ich mit zwei anderen die auch die Berufsfachschule gemacht hatten folgten mir. So ist das, einer kämpft und der Rest bekommt  es automatisch. Wieder eine andere Klasse und schon mitten im zweiten Lehrjahr im Unterricht. Es war für mich nicht schwer da ich in der Berufsfachschule die 2 Jahre dauerte schon viel weiter war.  Meine Berufsfachschule war für Elektrotechnik und Maschinenbau. Über meine schulischen Erfahrungen berichte ich in einem anderen Beitrag. Zurück zu meiner Firma  (Lol).Das Lol gab es noch gar nicht. alles war total deutsch. Die Firma wurde größer. Man installierte ein Datenbankensystem. Artikelnummern ,Lagernummern und Stücklisten. Der Anfang einer kompletten Vorbereitung alle Abläufe festzulegen um ein Produkt zu fertigen. Die Teile im Lager rechtzeitig zu bestellen , zusammenzustellen und Arbeits und Fertigungspläne zu erstellen. Es gab noch keine Computer. Man musste aber das Wissen und die Abläufe schon einmal in Papier festhalten. Ich kümmerte mich um Prüfanweisungen. Wenn es eine neue Elektronik aus der Entwicklungsabteilung gab musste ich sie genau testen. Ich war gut in dem was ich machte. Hier lernte ich auch meine Frau Ursula kennen. Wir wohnten in Essen Dellwig direkt neben der Firma. Hier wurde auch mein Sohn gezeugt. Meine Frau hatte ich auch dazu überredet  Funkamateur zu werden. Sie baute auch den Fernsehsender. Damals war alles analog. Mit diesem Fernsehsender sendete ich Bild und Ton auf 70 cm zu meinem Arbeitsplatz. Zu diesem Zeitpunkt gab es kein Babyfon. Technik war nicht allgegenwärtig. Am Arbeitsplatz hatte ich einen kleinen tragbaren SW Fernseher. Die  SW Kamera war am schwierigsten zu bekommen. Ich denke das meine Experimente im Amateurfunk und das Wissen das ich erlernt habe zum Erfolg im Beruf geführt hat. Damals war es noch einfacher wie Heute. Die Jahre vergingen und die Geschäftsleitung machte mir ein Angebot. Die Firma baute in Dinslaken in einem neuen Gewerbegebiet eine riesige Werkhalle mit drei Etagen  Büros. Man fuhr mich zum Baugelände. Es war auf einem Berg mit sehr freier Sicht. Ich sollte dort auf einem großen Grundstück in der Firma wohnen. Ich durfte auch auf dem Dach einen Gittermast aufstellen. Man wollte unbedingt mich bei der Firma halten und versprach mit alles. Ich konnte es nicht fassen aber musste gefast bleiben. Ich hatte viel gelernt in Seminaren. Ich war nicht mehr der ganz ungeschliffene  Diamant. Ich hatte noch kein Auto und führ immer mit der Mofa von Essen nach Dinslaken um zu sehen wir das Gebäude wuchs. Davon erzähle ich euch im Teil 2.