Eifeler Radio Tage

70 Jahre Grundgesetz – 50 Jahre erste Mondlandung – 30 Jahre Mauerfall. 2019 ist ein Jahr voller Jubiläen. Aber auch Rundfunktechnisch stehen einige runde Geburtstage an: Vor 100 Jahren wurde das Radio bei unseren niederländischen Nachbarn gestartet, Radio Moskau ging vor 80 Jahren auf Sendung und der UKW Rundfunk in Deutschland wird 70 Jahre alt.

Initiator Christian Milling: „Wir haben im Kreis Euskirchen die einmalige Situation, dass es hier auf engstem Raum Rundfunkhistorie zu sehen ist, von der über Jahrzehnte keiner wusste. Im Ort Urft bei Kall befindet sich der ehemalige Ausweichsitz der Landesregierung NRW. Dort, tief unter der Erde in einem Bunker gibt es ein Hörfunkstudio aus dem gesendet worden wäre, hätte es einen nuklearen Angriff im kalten Krieg gegeben. Etwa 5km Luftlinie entfernt davon steht die ehemalige Sendeanlage der Landespolizei NRW. Dort findet man unter anderem einen originalen UKW Sender aus dem Jahr 1955.“Einige Radioenthusiasten möchten diese Geburtstage nutzen, um 2 Tage das Radio zu zelebrieren. Bei den „Eifeler Radiotagen“ soll in der Gemeinde Kall (Kreis Euskirchen) am 06. und 07. Juli 2019 gefeiert werden – auch on air. Mittels Veranstaltungsradio und begleitendem Programmwollen die Macher in die 100-jährige Radiogeschichte eintauchen auf UKW 95,5 MHz, über Kurzwelle 6030 kHz und im Internet.

Sowohl das Studio als auch der Sender wurden liebevoll restauriert und sind im Originalzustand voll einsatzbereit. Mittels dieser historischen Technik soll bei den „Eifeler Radiotagen“ 2 Tage lang Radio in klassischer Manier gemacht werden. Mit Tonband, Schallplatten und Carts – stilecht in Mono. Inhaltlich geht es rund um’s Thema Radio, so Milling weiter: „Es gibt viele spannende Radio-Geschichten, die wir erzählen wollen; von der technologischen Entwicklung des Rundfunks bis hin zu persönlichen Erlebnissen von RadiomacherInnen und HörerInnen. Bereits jetzt haben sich einige Radiopersönlichkeiten gemeldet, die bei den Eifeler Radiotagen präsent sein werden. Wir freuen uns aber über alle anderen, die sich mit einer schönen Story an den Radiotagen beteiligen möchten“.

Die Eifeler Radiotage bleiben aber kein reines „Hörerlebnis“. So gibt es an dem Wochenende die Möglichkeit, den ehemaligen Bunker der Landesregierung hautnah zu erleben. 2-stündige Führungen lassen die Besucher erleben, was im Katastrophenfall die Beamten der Landesregierung dort hätten machen müssen. Das fiktive Szenario: Die ersten Atombomben sind auf das Ruhrgebiet gefallen, der Fallout treibt auf Köln/Bonn zu – die Bunkerbesatzung muss möglichst viele Menschen evakuieren.

 

Auch das Kloster Steinfeld, was zwischen den beiden Bunkern liegt, ist in die Eifeler Radiotage eingebunden. So wird unter anderem eine Klasse des dortigen Gymnasiums ein altes Hörspiel aus den 1940er Jahren nachvertonen. „Dank der Überlassung historischer Manuskripte durch das DokuFunk Archiv aus Wien können wir 70 Jahre alte Texte wieder hörbar machen“, freut sich Christian Milling.

Anmeldungen zu den Bunkerführungen und weitere Informationen zum Programm der Eifeler Radiotage gibt es unter www.eifeler-radiotage.de sowie bei Facebook https://www.facebook.com/EifelerRadiotage.

Quelle :https://www.radioszene.de/133002/eifeler-radiotage.html

Bundesnetzagentur schließt UKW-Piratensender

Bundesnetzagentur legt UKW-Schwarzsender still

Störungen des Funkverkehrs am internationalen Flughafen Amsterdam-Schiphol

Ausgabejahr2019
Erscheinungsdatum29.04.2019

Der Prüf- und Messdienst der Bundesnetzagentur hat gestern den Betrieb eines illegalen UKW-Senders „Radio Ijsbeer“ auf der Frequenz 104,2 MHz in Heinsberg (Ortsteil Karken) abgeschaltet.

„Radio Ijsbeer“ war nicht nur im UKW-Rundfunkbereich zu empfangen, sondern hat zusätzlich auf der in Amsterdam-Schiphol genutzten Flugfunkfrequenz bei 129 MHz anhaltende Störungen des Flugfunkverkehrs verursacht.

Der Sender wurde ohne notwendige Frequenzzuteilung und Genehmigung der Landesanstalt für Medien NRW betrieben und verstieß gegen die europäischen Bestimmungen für Sendefunkanlagen.

Abschaltung und Ordnungswidrigkeitenverfahren

Die Sendefunkanlage wurde nach einer Störungsmeldung durch die niederländische Agentschap Telecom durch Mitarbeiter der Bundesnetzagentur in Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei abgeschaltet und in Verwahrung genommen.

Ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen den Betreiber der illegalen Sendeanlage wurde am gleichen Tag eröffnet. Der Betreiber muss mit einem hohen Bußgeld rechnen, für die Ermittlungen der Bundesnetzagentur können Gebühren erhoben werden.

Geldbuße von bis zu 500.000 Euro

Störungen durch die unerlaubte Aussendung eines Sendesignals sind generell verboten. Sie werden in Deutschland durch die Bundesnetzagentur ermittelt. Der Verursacher unerlaubter Frequenznutzungen wird kostenpflichtig auf die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen verpflichtet und die Störquelle wird beschlagnahmt. Gegen Betreiber illegaler Sendeanlagen kann eine Geldbuße von bis zu 500.000 Euro verhängt werden.

Pressemitteilung (pdf / 31 KB)

Quelle Bundesnetzagentur

Unbenannter Piratensender Sender in den Niederlanden ausgehoben

Die Telekom, die Telekom-Wachhunde der Niederlande, hat am Donnerstag morgen einen illegalen Radiosender aus der Luft geholt und beschlagnahmt. Die ATE fand den auffälligen Fund in einem Naturschutzgebiet bei Neede. Es gab einen Mast von nicht weniger als 65 Metern Höhe.

Illegaler Funksender, der mit 65 Meter hohem Sender abgebaut wurde, hat die Agentur Telecom beschlagnahmt, darunter die anderen Geräte, drei Seecontainer und der Mast von 65 Metern Höhe.

Der Abbau lockte viele Zuschauer an. Deshalb bekam sie sofort Hilfe von mehreren Polizeieinheiten. Aber alles ging ruhig.

Wer hinter dem illegalen Radiosender im Naturschutzgebiet der Forstwirtschaft stand, ist unklar. Möglicherweise war dieser Piratensender  Twente auf 94,5 FM, so kann man auf Facebook nachlesen. Wie lange der Mast war, ist unklar. Es wurden keine Festnahmen durchgeführt. [Radio.NL]

Auf der Facebook Seite gibt es viele Bilder https://www.facebook.com/Onbemandezender/