Freenet / PMR Relais

Wie betreibe ich ein Freenet zu PMR Simplex Relais.

Freenet / PMR-Relais

In vielen Foren wird immer wieder danach gefragt, wie man aus technischer Sicht ein Relais für CB, PMR oder Freenet aufbauen kann. Eine Relaisfunkstelle im professionellen Funk oder im Amateurfunk ist technisch sehr aufwändig und kostet sehr viel Geld. In den meisten Antworten in Internetforen bekommt der Fragesteller keine Antwort auf seine Frage, sondern wird darauf hingewiesen, dass man sogenannte „PMR-Repeater“ erwerben kann. Diese haben jedoch überhaupt nichts mit einer Relaisstation zu tun. Sie nehmen lediglich einige Sekunden empfangene Signale auf und senden sie mit dem angeschlossenen Funkgerät zeitversetzt wieder aus. Damit bleibt es ein Simplex-Verfahren. Der Sinn eines Einsatz solcher auch Papagei genannter Simplex-Repeater im Jedermannfunk ist zumindest fragwürdig, vom kurzfristigen Gebrauch zu Testzwecken mal abgesehen.

Dennoch ist es grundsätzlich möglich eine Relaistation aufzubauen. Während ein Simplex-Repeater stets auf einer einzelnen Frequenz arbeitet, benötigt eine Relaisfunkstelle zwei Frequenzen. Auf einer Frequenz wird empfangen, auf der zweiten das Signal zeitgleich wieder ausgesendet. Beide Frequenzen können im selben Frequenzband liegen (Duplex-Repeater) oder bei einem Crossband-Relais (Crossband-Transponder) in verschiedenen Frequenzbändern. Das größte Problem ist beim Aufbau mit normalen PMR/Freenet-Handfunkgeräten oder CB-Geräten die Entfernung zwischen Sende- und Empfangsantenne bei dem geringen Kanalabstand, damit die Aussendung nicht den Empfang stört. Das Problem relativiert sich beim Crossband-Relais durch den großen Frequenzabstand. Findige Antennenbauer haben anders als bei PMR/Freenet im CB-Funk dazu noch die Möglichkeit mit verschiedenen Antennentypen zu experimentieren, da hier zumindest der Antennenbau erlaubt ist.

Um das Relais nun aufzubauen gibt es mehrere Möglichkeiten. In der einfachsten Variante reichen zwei VOX-fähige Funkgeräte und ein Kreuzkabel zwischen den Mikrofon-/Kopfhörerbuchsen. Sendet beispielsweise Funker 1 nun auf PMR-Kanal 1 (Eingabefrequenz) empfängt die Relaisstation diese mit dem Empfangsgerät auf Kanal 1, die VOX-Funktion des Sendegerätes aktiviert die PTT und sendet das Signal zeitgleich wieder beispielsweise auf PMR-Kanal 8 (Ausgabefrequenz) aus. Bei den meisten PMR/Freenet oder CB-Geräten muss der Funker dann manuell zwischen Empfangskanal 8 und Sendekanal 1 hin und her schalten. Bei einigen PMR/Freenet-Geräten ist es jedoch möglich zusätzliche Speicherplätze mit den zugelassenen, im Gerät hinterlegten Frequenzen zu belegen und dabei unterschiedliche Frequenzen für Senden und Empfangen im Speicherplatz zu hinterlegen. Dann hat man eine echte Semiduplex-Funktion und muss nicht manuell zwischen Empfangs- und Sendefrequenz umschalten. Technische Veränderungen dürfen jedoch an den Geräten keinesfalls vorgenommen werden. Eine solche Lösung eignet sich keinesfalls für den unbemannten Betrieb, kann aber als Behelfsrelais dienen.Die VOX-Funktion der meisten Funkgeräte spricht für eine Duplex-Relaisstation eigentlich zu träge an – oder setzt selbst bei geringster Empfindlichkeit sofort einen Träger wenn ein Kabel an den Mikrofoneingang angeschlossen wird. Bei einer etwas verbesserten Variante könnte man dann einen Duplex Repeater Controller wie den „RT-FDR1 K“ einsetzen. Solche Controller sind nach Herstellerangaben mehr oder weniger „Plug ’n Play“, es gibt meist fertige Anschlusskabel für die gängigsten Mikrofon-/Kopfhöreranschlüsse. Solche Geräte sind allerdings nicht ganz einfach zu bekommen, weil die meisten Funkhändler solche Geräte nicht im Programm haben. Auch hier ist der unbemannte Einsatz nicht unkritisch, weil man auf Störungen nicht reagieren kann und aus der Ferne absolut keine Eingreifmöglichkeit hat.

Eine weitere, durchaus komfortable Variante ist die Relaissteuerung durch eine PC-Software wie z.B. das Programm „Simplex“ (Freeware) von Gabriel, F6DQM oder das Programm K1RFD Echostation (kostenpflichtig). Hier ist allerdings der Bau eines Interfaces zur PTT-Ansteuerung erforderlich. Funktioniert aber auch mit kommerziellen Gateway-Schaltungen. Dafür bieten die Programme eine Fülle an Funktionen, CW-Baken und viele Einstellmöglichkeiten. Ist am Standort eine Internetverbindung vorhanden, kann zumindest über Fernwartungsprogramme auf die Software aus der Ferne Einfluss genommen werden.

Mit den oben beschriebenen Möglichkeiten können PMR-Relais, Freenet-Relais, PMR/Freenet-Relais ebenso aufgebaut werden wie CB-Funk-Relais. Bei den meisten Möglichkeiten bleibt gegenüber Relaisfunkstellen im professionellen oder Amateurfunk die fehlende Semi-Duplex-Tauglichkeit der Geräte der Benutzer, was ein ständiges manuelles Umschalten zwischen Empfangs-und Sendefrequenz erfordert, oder zwei separate Funkgeräte für Senden und Empfangen. Grundsätzlich empfehlenswert ist die Verwendung eines Squelch-Toncodes um Störungen auszublenden. Bei den PMR/Freenet-Gateways hat sich die Verwendung des CTCSS Tonecodes 19 / 127,3 Hz etabliert.

Wer noch eine Stufe weiter gehen möchte, hat die Möglichkeit mit einem Funkgerät als Receiver und einem Funkgerät als Transmitter ein kombiniertes Repeater-Gateway mittels des FRN-Clients aufzubauen. Dann arbeitet das Gateway gleichzeitig als Duplex-Repeater. Grundsätzlich zeigt die Erfahrung, dass im Freenet und PMR-Band Duplex-Repeater im selben Band nur schwer zu realisieren sind. Crossband-Transponder jedoch lassen sich mit etwas Geschick und einem guten Standort aufbauen. Hier ist dann der größte Nachteil die geringe Reichweite des 70-Zentimeter Bandes.

Bildnachweis: Skizzierte Darstellung Relaisstelle, by DBX133

Immer mehr aktivitäten auf den analog Freenet Frequenzen

Was ist Freenet Funk ?

Schauen wir erst mal bei Wikipedia vorbei

https://de.wikipedia.org/wiki/Freenet_%28Funkanwendung%29

In den letzten Monaten ist der Betrieb von CB Funkern die vorher auf dem 11 Meter  Band funkten auf den 149 MHZ Kanälen angestiegen. Die Funkgeräte und Antennen stammen meist aus  China und sind für Funkamateure gedacht.Auf den Freenet – Kanälen gelten ganz enge regeln. Sendeleitung 1 Watt und keine gewinnbringenden Antennen.    Die möchtegern Funkamateure haben Handfunkgeräte oder mobile Funkgeräte. Die Sendeleistungen haben 5 bis 25 Watt. Dazu Antennen mit 6 bis 9 dB Gewinn.  Mir ist auch bekannt das hier Funkamateure aktiv sind. Die Aktivitäten sind im Direktverkehr sehr groß. So etwas vermisse ich von Funkamateuren auf Ihrem Ihrem 2m Band. 

Wie weit sich die Aktivitäten auf dem Frequenzen um 149 Mhz ausweiten und was die Regulierungsbehörde dagegen unternimmt werde ich beobachten.

Analoge Frequenznutzung

Kanal(FM) Mittenfrequenzin MHz Kanalbreite/Kanalrasterin kHz Nutzung (inoffiziell) 
1 149,0250 12,5  
2 149,0375 12,5  
3 149,0500 12,5 Inoffizieller Prepper-Kanal
4 149,0875 12,5  
5 149,1000 12,5  
6 149,1125 12,5  

Digitale Frequenznutzung

Kanal(TDMA) Mittenfrequenzin MHz Kanalbreite/Kanalrasterin kHz Nutzung (inoffiziell) 
1 149,0250 12,5  
2 149,0375 12,5  
3 149,0500 12,5  
4 149,0875 12,5  
5 149,1000 12,5  
6 149,1125 12,5  
Kanal(FDMA) Mittenfrequenzin MHz Kanalbreite/Kanalrasterin kHz Nutzung (inoffiziell) 
1 149,021875 6,25  
2 149,028125 6,25  
3 149,034375 6,25  
4 149,040625 6,25  
5 149,046875 6,25  
6 149,053125 6,25  
7 149,084375 6,25  
8 149,090625 6,25  
9 149,096875 6,25  
10 149,103125 6,25  
11 149,109375 6,25  
12 149,115625 6,25  

Neue Allgemeinzuteilung für „Short Range Devices“ (SRD)

Neue Allgemeinzuteilung für „Short Range Devices“ (SRD)

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am 24. Januar 2018 in ihrem Amtsblatt Nr. 02 /18 eine neue Allgemeinzuteilung für sogenannte „Short Range Devices“ (SRD) veröffentlicht.

Unverändert geblieben ist die Zuteilung des Frequenzbereichs 26,957 bis 27,283 MHz für SRD mit einer maximalen Strahlungsleistung von 10 Milliwatt ERP bzw. einer maximalen magnetischen Feldstärke von 42 dBµA/m in 10 Meter Entfernung.

Ebenfalls unverändert geblieben ist die Frequenzzuteilung für SRD im Frequenzbereich 433,050 bis 434,790 MHz (im 70-cm-Amateurfunkband) mit einer maximalen Strahlungsleistung von 10 Milliwatt ERP.

Die 10-kHz-Frequenzbereiche
26,990 bis 27,000 MHz,
27,040 bis 27,050 MHz,
27,090 bis 27,100 MHz,
27,140 bis 27,150 MHz und
27,190 bis 27,200 MHz
(also die sog. CB-„Zwischenkanäle“ 3A, 7A, 11A, 15A und 19A), die bisher von SRD mit einer Strahlungsleistung von max. 100 Milliwatt ERP und einem Arbeitszyklus von nur max. 0,1 % betrieben werden durften, dürfen jetzt auch von Modellfernsteuerungen mit einem Arbeitszyklus von 100 % betrieben werden.

Weitere geringfügige Änderungen betreffen vorwiegend Nutzungsbestimmungen für SRD-Anwendungen bei 860-MHz, die weder den CB-Funk noch den Amateurfunk berühren.

Die neue Frequenzzuteilung für SRD kann im Internet unter http://t1p.de/bs2h heruntergeladen werden.

– wolf –

© FM-FUNKMAGAZIN

 

Retevis RT40 – digitales Funkgerät auf PMR Kanäle für jedermann

Bei CC2TV wurde das Gerät auch in einem Reichweiten Test vorgestelle

Das Funkgerät ist aus dem Jahr 1917 aber immer noch unter den digitalen Funkgeräten sehr gut.

Das Gerät ist nur auf den dPMR und PMR Frequenzen frei also ohne Genehmigung und Liezens einsetzbar.

Retevis RT40

Preiswertes analog/digital Funkgerät für lizenzfreien PMR-Frequenzbereich

Autor und Fotos: Peter Kaminski

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Das seit Ende 2017 verfügbare Funkgerät RT40 des nicht unbekannten chinesischen Herstellers Retevis bietet eine ganze Reihe von technischen Merkmalen, die in dieser Preisklasse bisher nicht zu finden sind. Da auch die Funkkommunikation bei Veranstaltungen natürlich eine Rolle spielt, wollen wir uns an dieser Stelle auch einmal mit einem Funkgerät beschäftigen.

PMR446

Die erste Besonderheit ist, dass das RT40 sowohl analoge als auch digitale Übertragung bietet und im lizenzfreien PMR-Frequenzsegment, welches europaweit genutzt werden kann, arbeitet.

PMR (Professional Mobile Radio), oder genauer gesagt PMR446, arbeitet im Frequenzbereich von 446,0 bis 446,2 MHz. In Deutschland darf hier mit bis zu 500 mW Leistung gearbeitet werden, was das RT40 auch tut. Es sind Frequenzen sowohl für den analogen (FM) als auch digitalen Betrieb vorgesehen. Zum 1. Januar 2018 wird die Anzahl der digitalen Kanäle noch erweitert. Es stehen dann neben den 16 analogen Kanälen im 12,5-kHz-Raster für digitale Modulationsverfahren 32 Kanäle im 6,25-kHz-Raster (z. B. für dPMR-Funkgeräte) und 16 Kanäle im 12,5-kHz-Raster (z. B. für DMR-Funkgeräte) zur Verfügung.

Mehr zu PMR446 findet man in der Verfügung 42/2016 der Bundesnetzagentur: [Download-Link als PDF-Dokument]

Zugelassen für den PMR446-Betrieb sind nur Geräte mit einer entsprechenden Zertifizierung über eine Konformitätserklärung. Dies ist beim RT40 der Fall. Da es sich beim PMR446 um eine Allgemeinzuteilung handelt, haben die Nutzer keinen primären Status und müssen unter Umständen mit Beeinträchtigungen rechnen. Durch Anwendung digitaler Übertragungsverfahren sowie Tonruf lassen sich Beeinträchtigungen in der Praxis in Grenzen halten. Zugelassen ist PMR446 zunächst bis Ende 2026.

DMR Tier-1

Womit wir auch schon beim nächsten Punkt wären. Neben der analogen Übertragung in FM bietet das RT40 auch die digitale Betriebsart DMR Tier-1. DMR (Digital Mobile Radio) ist über eine europäische ETSI-Norm standardisiert und im kommerziellen Betriebsfunk neben TETRA mittlerweile sehr weit verbreitet und bietet viele Leistungsmerkmale wie digitale Sprechgruppen, Color Codes und vieles mehr.

Es gibt drei Implementationsstufen von DMR für verschiedene Anwendungsbereiche und zwar DMR Tier-3 für Bündelfunkanwendungen, Tier-2 für Repeater-Anwendungen mit zwei Timeslots oder Direktverbindung und eben Tier-1 ausschließlich für Direktverbindungen von Funkgerät zu Funkgerät. Neben anderen digitalen Übertragungsverfahren ist DMR Tier-1 auch für PMR446 nutzbar.

DMR wird wegen der Systembandbreite im 12,5 kHz-Raster betrieben und daher stehen digital für PMR446 ab 1.1.2018 nun 16 digitalen Kanäle bereit. Bisher waren es lediglich acht Kanäle.

Technik und Ausstattung

Das Funkgerät verfügt über eine feste Antenne und ist inklusive Antenne 174 mm lang, also sehr kompakt und wiegt mit Akku lediglich 124 Gramm.

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Mitgeliefert wird eine Ladeschale mit Netzteil (USB-Ausgang) und USB-Kabel (nur zum Laden nicht zur Programmierung), Trageschlaufe sowie einem Kunststoff-Clip.

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Der Kunststoff-Clip lässt sich auf der Rückseite festschrauben (s. Abb. oben). Der Akku hat eine Kapazität von 1.700 mAh und bietet bei DMR-Betrieb, je nach Sprechdauer, bis zu zwölf Stunden Betriebszeit. Der Akku ist nicht fest verbaut und lässt sich auch tauschen. Ersatzakkus werden vom Hersteller angeboten.

Bedienung

Die Gerätebedienung ist relativ einfach und wird vorkonfiguriert geliefert. Man kann also einschalten und direkt loslegen. Auf ein Display hat man beim RT40 verzichtet. Das Gerät verfügt neben verschiedenen Signaltonausgaben aber auch über Sprachausgabe. So werden zum Beispiel bei beim Wählen von Kanalgruppen oder Kanälen diese in englischer Sprache angesagt.

Es gibt zwei Drehgeber und zwar einen für die Kanalwahl und einen zweiten für den NF-Ausgangspegel. Mit diesem Drehgeber schaltet man das Funkgerät auch ein oder aus. Auf der rechten Seite unter einer Abdeckung befindet sich eine Klinkenbuchse für den Anschluss eines Kopfhörers oder des speziellen Programmierkabels.

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Auf der linken Seite befinden sich drei Drucktaster und zwar einer für PTT (Push-to-Talk), also Sendebetrieb und zwei weitere Funktionstasten, die ab Werk vorbelegt sind, sich aber in der Funktion via Software umprogrammieren lassen. Dazu später mehr.

Ab Werk ist der obere der beiden Funktionstaster bei kurzem Drücken für die Umschaltung von drei Kanalgruppen mit je 16 Kanälen vorgesehen. Die erste Kanalgruppe ist mit 16 digitalen Kanälen mit unterschiedlichen Color Codes und Sprechgruppe 1 gesetzt, die zweite mit 16 analogen Kanälen und entsprechenden CTCSS-Ruftönen und die dritte mit je acht digitalen mit verschiedene Color Codes und Sprechgruppe 2 und acht analogen Kanälen mit CTCSS-Ruftönen vorprogrammiert. Bei langem Drücken des oberen Funktionstasters wird ein Alarm auf der Sprechgruppe und entsprechendem Color Code abgesetzt und alle anderen Geräte mit gleichen Kanaleinstellungen geben einen Alarmton aus, der durch kurzes Drücken der PTT stoppt.

Der zweite Funktionstaster ist bei Werkseinstellung für Aktivierung/Deaktivierung der Monitorfunktion (kurz gedrückt) sowie Sprachausgabe der Batteriekapazität (lang gedrückt) vorbelegt.

Das RT40 verfügt auch über eine 64-Bit-Verschlüsselung. Diese ist ab Werk für die vorprogrammierten Kanäle nicht aktiviert. Möchte man also diese Verschlüsselung nutzen muss man sie individuell über die Programmierungs-Software aktivieren.

CPS-Software

Wie schon zuvor erwähnt ist das Gerät so vorprogrammiert, dass sich das RT40 auch ohne Software-Programmierung sofort einsetzen lässt. Es gibt aber von Retevis eine CPS-Software um das RT40 auch individuell zu programmieren. Die CPS bietet umfangreichste Einstellungen, wie sie in dieser Preisklasse einmalig sind. Die Detailprogrammierung ist aber schon etwas für Kenner der Materie.

Ein Manko was wir feststellen mussten ist, dass es bei der Nutzung der CPS-Software für das RT40 Probleme mit dem deutschen Windows-10-Betriebssystem und dem Separationszeichen für Dezimaltrennung und Zifferngruppen gibt. Diese sind ja default auf Komma für Dezimaltrennung und Punkt für Zifferngruppen eingestellt, wie eben im deutschen Sprachraum üblich. Damit kommt die CPS-Software für das RT40 aber leider nicht klar. Vor der Anwendung muss man diese daher unbedingt auf englische Einstellungen umstellen, so dass das Zeichen Punkt für die Dezimaltrennung und Komma für die Zifferngruppen angewendet werden.

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Dies erledigt man über die Windows-10-Einstellungen. Eine Umstellung der Tastatursprache auf Englisch führt hier nicht zum Ziel. Dazu muss man unter den Einstellungen „Zeit und Sprache“ dann „Region und Sprache“ auswählen und auf  „Zusätzliche Datums-, Uhrzeit- und Ländereinstellungen“  klicken und dann in dem aufgehenden Fenster unter Region  „Datums-, Uhrzeit- oder Zahlenformat“ anwählen und in dem neuen aufgehenden Dialog dann auf den Button „Weitere Einstellungen“ klicken und nun geht der richtige Dialog auf, wo man im Reiter „Zahlen“ dann in den entsprechenden Feldern die erforderlichen Änderungen vornehmen kann (siehe Abb. oben).

Wir möchten hier einmal den Experten die eine individuelle Programmierung vornehmen einen kurzen Überblick über die Möglichkeiten vermitteln.

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Über Basic-Einstellungen kann man jedem Gerät auch eine eigene DMR-ID (also eine eindeutige Funkgeräte-Identifikation) zuweisen und die entsprechenden Haltezeiten für Gruppen- und Privat-Rufe anpassen (siehe Abb. oben).

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Jeder programmierte Kanal erlaubt umfassende Einstellmöglichkeiten (s. Abb. oben). Neben Zeitschlitz, Color Code und Sprechgruppe lassen sich Sprechzeitbegrenzung (TOT) sowie Gruppen- und Scan-Listen und die üblichen Alarmierungsparameter anwählen.

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Auch die Belegung der Funktionstasten lässt sich, wie schon zuvor erwähnt, individuell anpassen (s. Abb. oben). Auch sind feste Kurzmitteilungen einzugeben, diese haben aber beim RT40 keine Funktion. Offensichtlich ist die Software für die Programmierung auch anderer Funkgeräte mit Display vorgesehen.

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Es lassen sich auch mehrere Scan-Listen anlegen. Über eine Scan-Liste kann man über mehrere analoge und/oder digitale Kanäle hinweg monitoren. Ist auf einem Kanal Betrieb festzustellen so bleibt man für eine bestimmte, voreingestellte Zeit auf diesem Kanal (s. Abb. oben).

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Auch User-Gruppen lassen sich anlegen (s. Abb. oben).

Praxis

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Die Handhabung und Verarbeitung ist für diesen Preisbereich sehr gut. Der verwendete Codec AMBE+2 bietet wie bei den teureren Profigeräten eine sehr guter Verständlichkeit. Die Ausgangslautstärke ist auch für Umgebungen mit hohem Störpegel absolut ausreichend. Mit 0,5 Watt HF-Ausgangsleistung ist auch im Indoor-Betrieb eine Funkreichweite von 100 bis 200 Metern gegeben. Im Outdoor-Bereich liegt diese deutlich darüber.

Die Individualisierung über die CPS-Software ist das i-Tüpfelchen beim  RT40 denn die Möglichkeiten sind fast auf dem Niveau mancher DMR Tier-2 Geräte.

Da viele Anwender im PMR446-Bereich noch analog arbeiten oder mit dPMR im 6,25-kHz-Raster ist es auf den 16 digitalen Kanälen sehr ruhig. Die Ausgangsleistung mit 0,5 Watt begrenzt natürlich auch Reichweite und somit auch Störungseinflüsse von Dritten. PMR446 ist also durchaus eine Alternative für viele Anwendungen. Man muss natürlich darauf hinweisen, dass für sicherheitsrelevante Aufgaben Funkgeräte mit fest zugewiesenen lizenzgebundenen Frequenzen eingesetzt werden sollten. Aber zum Beispiel für Kurzstreckenkommunikation der Technik-Crew etc. eignet sich digitales PMR446 auf jeden Fall.

Fazit

Ein wirklich spannender Punkt ist der Preis denn das RT40 wird schon für 70 Euro angeboten. Der Einsatz ist für Veranstaltungen kleinerer und auch ggf. mittlerer Größe geeignet, und zwar dort wo kein Repeater-Einsatz erforderlich ist, man auf eine Lizenz verzichten möchte und die Anzahl der Funkgeräte bei maximal 30 bis 40 liegt. Eine kleine Einschränkung des RT40 ist, dass man kein Headset sondern nur einen Kopfhörer anschließen kann. Die Individualisierung der Geräte durch die CPS-Software ist zwar etwas für Experten, erweitert aber die Möglichkeiten der Funkgeräte deutlich und mindert zudem auch Beeinträchtigungen durch Dritte Funkanwender über die Zuweisung von Sprechgruppen, Color Codes und DMR-IDs.

Ein wichtiger Faktior ist, dass es auch einen offiziellen Retevis-Deutschlandvertrieb gibt, der auch Garantieleistungen etc. abwickelt.

www.retevis.info

Freenet 2m Kanäle – Neue Geräte und Bestimmungen und neue Digitale Frequenzen

Freenet gibt es nur in Deutschland

Freenet war ein Produktname der Firma Motorola und bezeichnet heute umgangssprachlich eine Jedermannfunkanwendung in Deutschland. Im Jahre 1996 wurde auf Drängen von Motorola in einem Teilbereich der freigewordenen Frequenzen des ehemaligen Mobilfunk-B-Netzes eingerichtet wurde.

Für das Freenet waren ursprünglich nur drei Kanäle im 12,5-kHz-Raster freigegeben. Im Januar 2007 wurde die Kanalzahl auf sechs Kanäle erhöht. Seit dem 23. November 2016 dürfen diese sechs Kanäle neben der herkömmlichen analogen Sprachübertragung auch für digitale Sprachübertragung genutzt werden. Des Weiteren ist seitdem im selben Frequenzraum auf zwölf neu geschaffenen Kanälen im Bereich von 149,021875 MHz bis 149,115625 MHz digitaler Sprechfunk im 6,25-kHz-Raster zulässig.

Mit der Amtsblattverfügung Nr. 60/2019 hat die Bundesnetzagentur die Nutzungsbedingungen für den Freenet-Funk angepasst. So wurde die maximale äquivalente Strahlungsleistung (ERP) von 0,5 Watt auf 1 Watt erhöht. Das Verbot der Freenet-Nutzung im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb in Lagen oberhalb von 600 m wurde aufgehoben. In 10 km Grenzabstand zu Belgien und Polen sind jedoch weiterhin lediglich 0,5 Watt Strahlungsleistung (ERP) gestattet.

Im Rahmen der Nachbarstaatenregelung dürfen keine schädlichen Störungen bei Frequenznutzungen in Nachbarstaaten verursacht werden. Wenn durch die Frequenznutzung Störungen bei Frequenznutzungen in Nachbarstaaten auftreten, hat der Frequenznutzer auf Aufforderung der Bundesnetzagentur unverzüglich den Sendebetrieb auf den beanstandeten Frequenzen einzustellen.

Freenet-Funkgeräte müssen den Anforderungen des Funkanlagengesetzes (FuAG) entsprechen. Es dürfen beispielsweise nur Funkanlagen verwendet werden, die für den Betrieb in der Bundesrepublik Deutschland vorgesehen und mit dem CE-Kennzeichen versehen sind. Zudem muss jedem Gerät eine Konformitätsbescheinigung beiliegen.

Mit Freenet-Geräten ist eine realistische Reichweite von 500 m bis 5 km (abhängig von Hindernissen wie Häusern, Bäumen usw.) zu erreichen. Die Signaldämpfung ist nicht so hoch wie bei den auf höheren Frequenzen angesiedelten Jedermannfunkanwendungen SRD und PMR446. Die Antennen der Geräte sind oft abnehmbar, so dass man sie zur Erhöhung der Reichweite durch leistungsfähigere ersetzen kann. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass durch den Antennengewinn die abgestrahlte Leistung 1 Watt nicht übersteigt.

Neben dem FM Betrieb sind zwei Bereiche für Digitalfunk zugewiesen. mit dem Kanalraster 12,5 Khz  können unabhängig zwei digitale auf jeweils zwei Zeitschlitze geführt werden. Sytem Tier 2

Auf dem digitalen Kanalraster im 6.25 khz Kanalraster sind nur pro Kanal ein digitales Gespräch möglich System Tier 1

Kanaltabelle

Die Kanäle liegen im 2-Meter-Band im Frequenzbereich des Betriebsfunks.

Kanal(FM) Mittenfrequenzin MHz Kanalbreite/Kanalrasterin kHz Nutzung (inoffiziell)
1 149,0250 12,5
2 149,0375 12,5
3 149,0500 12,5 Inoffizieller Katastrophen-Kanal
4 149,0875 12,5
5 149,1000 12,5
6 149,1125 12,5

Kanal(TDMA) Mittenfrequenzin MHz Kanalbreite/Kanalrasterin kHz Nutzung (inoffiziell)
1 149,0250 12,5
2 149,0375 12,5
3 149,0500 12,5
4 149,0875 12,5
5 149,1000 12,5
6 149,1125 12,5
Kanal(FDMA) Mittenfrequenzin MHz Kanalbreite/Kanalrasterin kHz Nutzung (inoffiziell)
1 149,021875 6,25
2 149,028125 6,25
3 149,034375 6,25
4 149,040625 6,25
5 149,046875 6,25
6 149,053125 6,25
7 149,084375 6,25
8 149,090625 6,25
9 149,096875 6,25
10 149,103125 6,25
11 149,109375 6,25
12 149,115625 6,25

Quelle : teilweise https://de.wikipedia.org/wiki/Freenet_%28Funkanwendung%29

Funken für jeden

Jedermannsfunk

CB-Funker, Gatewaybetreiber, Jedermannsfunker gleich welcher Art sind bei uns gerne willkommen.

CB, PMR und Freenet bietet Spaß für Jung und Alt:

  • APRS über CB-Funk, Datenfunk, Packet Radio und sogar Digimodes
  • Crossband-Relais
  • Gateways
  • DX
  • Fernfahrerkanäle 9 AM, 19 + 22 FM
  • Fuchsjagden
  • Betriebsfunk

 

Ein Vorteil vom Jedermannsfunk ist, dass er ohne Lizenz und Genehmigungen betrieben werden darf und sogar als Betriebsfunk zur Verfügung steht. Der Amateurfunk hingegen darf für kommerzielle Zwecke nicht verwendet werden.

Der Jedermannsfunk hat sich in vielerlei Bereichen bewährt:

  • im Sportbereich
  • bei Wanderungen
  • Geocaching
  • Kanufahrten
  • Bergsteigen
  • Parkplatzeinweisungen

Gerne genutzt wird der Jedermannsfunk, insbesondere PMR, auch von Fahrschulen für die Kommunikation zwischen Fahrlehrer und Schüler. PMR und Freenet, das sind kleine Handfungeräte auf festen Kanälen

Kinder und Jugendliche nutzen die günstigen und handlichen PMR-Walkie-Talkies gerne für Abenteuer- und Detektiv-Spiele.