Eifeler Radiotage am 09. und 10. November 2019 in der Gemeinde Kall, Kreis Euskirchen

Eifeler Radio Tage aus dem NRW Bunker

 

Radio erleben

In seinen 100 Jahren hat das Radio viel erlebt. Seinen Anfang durch Rundfunk-pioniere, seinen Missbruch im 3. Reich, seine öffentlich-rechliche Monopolstellung bis in die 80er Jahr und seine Neugeburt mit dem Beginn des Privatradios in Europa.

 

Radio zum Anfassen

Erleben Sie Radio hautnah. Schauen Sie uns bei der Produktion und Ausstrahlung über die Schulter. Wir zeigen Ihnen interessante technische Geräte aus den letzten 70 Jahren Rundfunkgeschichte.

70 Jahre Grundgesetz – 50 Jahre erste Mondlandung – 30 Jahre Mauerfall. 2019 ist ein Jahr voller Jubiläen.
Aber auch Rundfunktechnisch stehen einige runde Geburtstage an: Vor 100 Jahren wurde das Radio bei unseren niederländischen Nachbarn gestartet, Radio Moskau ging vor 80 Jahren auf Sendung
und der UKW Rundfunk in Deutschland wird 70 Jahre alt.

Radio erzählen

Das Radio lebt auch von den Geschichten seiner HörerInnen und MacherInnen. Lassen Sie uns diese konservieren und für künftige Generationen erhalten. Am 09. und 10. November 2019 wollen wir das Radio angemessen feiern.

 

Wir stellen uns vor
Einige Radioenthusiasten möchten diese Geburtstage nutzen, um 2 Tage das Radio zu zelebrieren. Bei den „Eifeler Radiotagen“ am 09. und 10. November 2019 soll gefeiert werden – On Air. Mittels Veranstaltungsradio und begleitendem Programm wollen die Macher in die 100-jährige Radiogeschichte eintauchen. Initiator Christian Milling: „Wir haben im Kreis Euskirchen die einmalige Situation, dass es hier auf engstem Raum Rundfunkhistorie zu sehen ist, von der über Jahrzehnte keiner wusste. Im Ort Urft bei Kall befindet sich der ehemalige Ausweichsitz der Landesregierung NRW. Dort, tief unter der Erde in einem Bunker gibt es ein Hörfunkstudio aus dem gesendet worden wäre, hätte es einen nuklearen Angriff im kalten Krieg gegeben. Etwa 5km Luftlinie entfernt davon steht die ehemalige Sendeanlage der Landespolizei NRW. Dort findet man unter anderem einen originalen UKW Sender aus dem Jahr 1955.“
Das Programm

„Es gibt viele spannende Radio-Geschichten, die wir erzählen wollen; von der technologischen Entwicklung des Rundfunks bis hin zu persönlichen Erlebnissen von RadiomacherInnen und HörerInnen. Bei den Eifeler Radiotagen im November stehen insbesondere grenzüberschreitende Radiogeschichten im Vordergrund“.
Radio zum Erleben

Die Eifeler Radiotage bleiben aber kein reines „Hörerlebnis“. So gibt es an dem Wochenende u.A. die Möglichkeit, den ehemaligen Bunker der Landesregierung hautnah zu erleben. 2-stündige Führungen lassen die Besucher erleben, was im Katastrophenfall die Beamten der Landesregierung dort hätten machen müssen. Das fiktive Szenario: Die ersten Atombomben sind auf das Ruhrgebiet gefallen, der Fallout treibt auf Köln/Bonn zu – die Bunkerbesatzung muss möglichst viele Menschen evakuieren. Anhand funktionierender Technik wird gezeigt, wie die Arbeit im Bunker verlaufen wäre.“
 

Empfang


An beiden Tagen fährt ein Ü-Wagen durch das Sendegebiet und Reporter melden sich von verschiedenen Orten – Radio zum Anfassen. Zu empfangen ist das Programm am 09. und 10. November 2019 in der Gemeinde Kall auf der UKW Frequenz 95,5 MHz sowie europaweit außerhalb Deutschlands auf Kurzwelle 6030 kHz. Weltweit wird das Programm ins Internet gestreamt.

Das waren die Eifeler Radio Tage

Heute wurde in der Radio DARC Sendung über die Eifeler Radio Tage informiert. Aus dem alten Bunker wurde auf UKW Kurzwelle und im Internet so wie in den 60er Jahren ein zweitägiges Radioprogramm gemacht. Ich habe hier am Niederhein auf dem Internetstream zugehört und zugesehen. Die Kurzwelle 6030Khz war in der Toten Zone. Für UKW war ich zu weit weg. Hier wird gewaltiges bewegt. Vor ca 2 Jahren habe ich von dem Standort auf 1593 khz auf der Mittelwelle Testsendungen gehört.

 

https://www.eifeler-radiotage.de/

 

Der Standort wird für Übertragungen auf KW mit 1 KW genutzt

 

Hier ist der kurze Beitrag von Radio, Menschen und Geschichte vom 27.11.2016. Aufgenommen über ein WebSDR auf 6045 kHz.

Am 6.10.2016 konnten wir diese tolle Senderbesichtigung in Kall- Krekel machen. nochmals ein großes Dankeschön!

Sendungen auf KW kann man hier mieten.

http://www.shortwaveservice.com/index.php/de/

FRS on air Sunday evening July 28th

FRS ist am Sonntagabend, 28. Juli

Am Sonntag, 28. Juli, wird der Free Radio Service Holland mit der ersten von zwei Sommerabendsendungen ausgestrahlt. Ähnlich wie in den letzten Jahren werden thematische Programme ausgestrahlt. Die Programme beginnen um 16:52 UTC / 18:52 MESZ und dauern vier Stunden. Die Schließung erfolgt um 21:00 UTC / 23:00 MESZ.
Achtung: Höchstwahrscheinlich werden Programme auf 7700 // 5810 kHz ausgestrahlt (die Reservefrequenz beträgt 5800 kHz). Schalten Sie am 28. Juli ein … Es wird sich lohnen mit einer Vielzahl von musikalischen Themen. Berichte und Persönliche Kommentare sind mehr als willkommen. Postfach 2702 in 6049 ZG Herten, Niederlande (= ausgezeichnete gedruckte QSL) oder per E-Mail: frs@frsholland.nl.
Tragen Sie es in Ihren Kalender ein: Die inoffizielle Feier unseres 39-jährigen Bestehens findet am Sonntag, dem 1. September, statt. Details folgen in der zweiten Augusthälfte.

 

 
             FRS-HOLLAND Programme Schedule for Sunday July 28th 2019
UTC Time NAME PROGRAMME CEST Time
16:52 Station-opening: ID’s & Theme tune. 18:52
17:01 Musical Express- Bert van Leer
Relive some of those great ‚1970s Summer Sounds‘ 
19:01
17:45 Radiowaves- Dave Scott
Good old Dave will focus on ‚Rare 60s & 70s Prog Rock tracks‘
19:45
18:30 German Show- Jan van Dijk
Jan presents ‚Best of 90s Britpop‚ 
20:30
19:15 FRS Magazine- Peter Verbruggen
Peter goes back to the period 1970-1974 when Radio Northsea Int. was broadcasting from that colorful ship: Mebo II. Nothing but R.N.I. tunes (and of course background info as well!).
21:15
20:00-
20:45
Guest Show – Mike Taylor
Many SW enthusiasts will know Mike doing E.M.R.’s Mailbag Show for quite a few years.
Mike’s choice: ‚the 1980′ s- A Personal Look‘
22:00-
22:45

Wir freuen auf den Sonntagabend 28. Juli …..!

Streaming :
Wenn Sie sich für „das Beste aus zwei Welten“ entscheiden, sendet FRSH in guten alten AM- und digitalen Web-Streams in hoher Qualität auf Kurzwelle. Die Hörer können aus zwei Streams auswählen
(siehe unten Zeitplan):

  Streaming service Date Time
1 [http://laut.fm/jukebox] Tuesday July 30th 2019 18:00- 22:00 UTC/ 20:00- 24:00 CEST
2 [http://laut.fm/jukebox] Thursday August 1st 2019 16:00- 20:00 UTC/ 18:00- 22:00 CEST
3 [http://laut.fm/jukebox] Saturday August 3rd  2019 07:00- 11:00 UTC/ 09:00- 13:00 CEST
4 [http://laut.fm/jukebox] Sunday August  4th  2019 08:00- 12:00 UTC/ 10:00- 14:00 CEST
5 [http://nednl.net:8000/frsh.m3u] Sunday August 4th 2019 16:00-20:00 UTC/ 18:00- 22:00 CEST

 

KW Rundfunk – Sondersendung Radio MiAmigo

RADIO MI AMIGO SONDERSENDUNG AM 30.07.2017

RadioRadio MiAmigoRadio Mi Amigo wird am 30. Juli 2017 eine 2 stündige Sondersendung über die Anlage Noratus in Armenien ausstrahlen. Sendetermin: Sonntag, 30. Juli 2017 zwischen 17 und 19 Uhr UTC auf 11845 kHz.  Die Sendungen werden mindestens mit 100 KW  und einer Richtantenne nach Europa  gesendet.

Radio MiAmigo ist täglich über die Sendeanlage in der Eifel und den Service http://www.shortwaveservice.com mit einem 1 KW Sender zu höeren

Montag-Sonntag
0700-1700 Radio MiAmigo International*
Samstag-Sonntag 7310 kHz
1000-1400 Radio MiAmigo International*
*Deutsch / Englisch / Niederländisch, Programmplan unter
http://www.radiomiamigo.international/english/sw-schedule.html.
die eingesetzten Zeitangaben in UTC, Stand: 1.5.2019

Die 4 Frequenzen des gesamten Sendungen aus der Eifel können in der KW Qualität im Internet gehört werden

 

KW 6005 kHz
KW 7310 kHz
KW 3985 kHz
KW 6085 kHz

KW Rundfunk – Die Deutsche Welle plant wieder deutschsprachige Sendungen auf KW

Als ich das gelesen habe ……..  habe ich erst mit den Kopf geschüttelt und dann gedacht … warum bauen sie die Sender ab  und was nun

Die Deutsche Welle aus Bonn plant nach eigenen Angaben die Wiederaufnahme deutschsprachiger Kurzwellensendungen.

Bislang galten Sendungen in Amharisch, Haussa, Kisuaheli sowie Englisch, Portugiesisch und Französisch für Afrika, außerdem in Dari und Paschtu für Asien als letzte noch aktiv über Kurzwlle ausgesrahlte Programme. Nun soll schrittweise die Wiederaufnahme der Programme in deutscher Sprache wieder aufgenommen werden.

Dies war aus der Hauptabteilung Hochfrequenztechnik (HA-HF) zu erfahren. Der dortige Leiter Horst Scholz berichtete gegenüber fading.de, die vollständige Einstellung der deutschprachigen Auslandssendungen habe sich in der Retrospektive als Fehler herausgestellt. So sei die Deutsche Welle aufgrund der mangelhaften Internetversorgung in einigen

Ländern, darunter Kuba, nicht zu empfangen. Auch sei Deutsche Welle TV längst nicht in allen Hotels in das Gäste-TV eingespeist. Diese Lücken sollen nun Kurzwellen-Ausstrahlungen wieder schließen.

Welche Anlagen konkret für die Sendugen in Betracht kommen, ist indes noch völlig unklar. Mediabroadcast Nauen hat noch freie Kapazitäten, und auch Relaisstationen im Ausland kämen in Betracht.

Fest stehe jedoch, dass die bekannte 49m-Band-Frequenz 6075 kHz definitiv nicht reaktiviert wird, da es in Europa keinen Engpaß in der Versorgung über das Internet gebe.

Quelle:https://www.fading.de/blog/deutsche-welle-wieder-auf-kurzwelle

 

WMW – Wordmusicradio

Für mehrere Wochen gab es ein Problem mit der Antenne für 5840 Khz, was bedeutet, dass die macht am 5840 auf etwa 25-40 w und mehr reduziert werden musste – nach einem Blitz Streik – wmr ist am 5840 vor der Luft gegangen. Während der Werktags aufgrund von Problemen mit dem Audio-Feed. Heute wurde alles behoben – danke an meinen guten Freund Claus Nielsen – und Wmr ist wieder auf der Luft auf 5840 Khz mit voller Power (100 w) und wieder 24 Std am Tag sieben Tage die Woche

 

Die Kurzwelle lebt noch – Die Meterbänder der Kurzwelle

Informationen für den Anfänger

Viele Radiohörer, die zum ersten Mal den Bereich der Kurzwelle ausprobieren, sind schnell enttäuscht. Die meisten finden kaum Radiosender und wenn doch, dann ist die Qualität eher schlecht oder das Programm nicht in deutscher Sprache.  Die Deutschen Welle und viele von früher bekannte Sender sind nicht mehr mit ihrem Kurzwellenprogramms zu hören. Da kommen viele schnell zu dem Schluss, dass die Kurzwelle tot sei. Doch die Kurzwelle ist alles andere als tot, wenn man weiß, was man beachten muss. Wir geben euch heute eine erste Orientierung und stellen euch die Meterbänder der Kurzwelle genauer vor.

Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, dass die Kurzwelle anders funktioniert als die drei anderen Radiobereiche. Während bei UKW, Mittelwelle und Langwelle der gesamte Frequenzbereich ausschließlich für Radioaussendungen genutzt wird, stehen auf der Kurzwelle nur bestimmte Frequenzbereiche überhaupt für den Rundfunk zu Verfügung. So findet man im Bereich der Kurzwelle von 3.000 kHz bis 30.000 kHz zum Beispiel auch den Amateurfunkdienst, den CB-Funk, Funkbaken, transatlantischen Flugfunk, Wetterberichte oder auch die Zahlensender der Geheimdienste.

Damit man nicht die ganze Kurzwelle nach Sendern durchsuchen muss, hat man sich schon in der Anfangszeit des Kurzwellenrundfunks darauf geeinigt, nur bestimmte Bereiche zu nutzen. Da man zu jener Zeit allerdings nur in der Lage war die Wellenlänge zu messen, nicht aber die genaue Frequenz, hat man die entsprechenden Bereiche nach der ungefähren Wellenlänge in Metern benannt. Diese Namensgebung hat sich bis heute erhalten und man spricht daher von den Meterbändern auf Kurzwelle. Hier zunächst einmal eine Übersicht über die Rundfunkbänder:

Das 5kHz Stepping

Nur innerhalb dieser Frequenzbereiche kann man also auch wirklich Radiosender finden. Viele Kurzwellenempfänger bieten genau deshalb die Möglichkeit direkt zu den entsprechenden Meterbändern zu springen. Des Weiteren senden die Rundfunksender auf der Kurzwelle immer in einem 5 kHz Raster. Das bedeutet, dass man theoretisch Sender immer nur auf glatt durch 5 teilbaren Frequenzen wie etwa 5.845 kHz, 5.850 kHz, 5.855 kHz usw. findet. Man spricht hier vom sogenannten Stepping (step = engl. für Schritt).  Gute Kurzwellenempfänger lassen daher meist ein schnelles Durchsuchen der Kurzwelle in 5 kHz Schritten zu und erlauben dann ein Feintuning in kleineren Schritten.

Empfang über den Tag

Was die Kurzwelle einzigartig macht sind die Ausbreitungsbedingungen der Radiowellen. Im Gegensatz zu vielen anderen Frequenzbereichen werden diese bei der Kurzwelle an ionisierten Schichten der Atmosphäre reflektiert. So können sie bei mehrfacher Reflektion zwischen Atmosphärenschicht und Boden problemlos tausende von Kilometern überbrücken. Welche Schichten der Atmosphäre ionisiert werden, hängt allerdings davon ab, ob vor Ort gerade Tag, Nacht oder Dämmerung herrscht. Daher sind auch nicht alle Kurzwellenbänder immer gleich gut zu empfangen. Man spricht hier davon, dass Bänder auf oder zu gehen je nachdem ob ein Empfang möglich ist oder nicht.

Damit ihr wisst, welche Bänder man zu welchen Tageszeiten am besten empfängt, haben wir die Empfangsbedingungen ebenfalls in obiger Tabelle aufgeführt. Bitte beachtet, dass dies aber nur eine grobe Orientierung ist. Besondere Wetterlagen oder astronomische Ereignisse können die Empfangsbedingungen jederzeit verbessern oder verschlechtern. Probieren geht also über studieren!

Die Bänder im Detail

Zum Abschluss noch ein paar Bemerkungen zu den einzelnen Meterbändern. Diese haben im Laufe der Jahre einige Spitznamen erhalten, die schon ungefähr ausdrücken für was ein Band steht.

Das 120 Meter Band, das 90 Meter Band und das 60 Meter Band werden als Tropenband bezeichnet. Grund dafür ist, dass diese Meterbänder hauptsächlich im Bereich der Tropen genutzt werden. Zu schlechte Infrastruktur für UKW Rundfunk und zu schlechtes Wetter für Mittel- und Langwelle sorgen dafür, dass die Kurzwelle für viele Länder im Bereich der Tropen die einzige Möglichkeit für einen landesweiten Rundfunk darstellt. Aufgrund der niedrigen Sendeleistung sind diese Stationen allerdings nur schwer zu empfangen. Am besten ist es, wenn sowohl am Sende- als auch am Empfangsstandort Nacht ist. Mit etwas Glück bekommt man am frühen Abend Stationen aus Asien, in der Nacht Sender aus Afrika und am frühen Morgen dann Rundfunk aus Südamerika rein.

Auch das 75 Meter Band gehört eigentlich in den zu den Tropenbändern. Es wird allerdings auch von einigen europäischen Rundfunksendern genutzt und ist daher eher ein Allroundband. Die Empfangsbedingungen sind aber identisch mit den Tropenbändern, so dass man hier vor allem nach Sonnenuntergang auf Senderjagd gehen sollte.

Das 49 Meter Band ist das mit Abstand populärste Meterband der Kurzwelle. Fast alle europäischen Sender sind hier problemlos zu empfangen, weswegen das Band auch Europaband genannt wird. Legendär ist zum Beispiel die mittlerweile aufgegebene 6.075 der Deutschen Welle. Tagsüber bekommt man hier nur Sender mit großer Leistung zu hören. In der Nacht findet man hier dagegen dutzende, eng beieinander liegender Rundfunksender aus ganz Europa. Gerade für Einsteiger ist dieses Meterband daher sehr zu empfehlen.  Mittlerweile gibt es hier in Deutschland einige kleine KW Sender mit Leistungen von 1 bis 10 KW Sendeleistung. Hier kann man preiswert Sendeleistung mieten.

Dem Europaband am ähnlichsten ist das 41 Meter Band. Eigentlich ist es ein Allroundband, welches man aber auch als Mittelmeerband bezeichnen könnte. Zu hören sind hier Stationen aus Europa, dem Nahen Osten und Nordafrika.

Ein weiteres Allroundband ist das 31 Meter Band auf dem früher die BBC zu finden war. In den Sommermonaten hat man ähnliche Bedingungen wie auf dem 49 Meter Band. Im Winter hingegen, wenn die atmosphärische Dämpfung sinkt, bekommt man hier auch tagsüber oft Stationen aus der ganzen Welt herein.

Zwei Bänder mit eher mittelmäßigen Eigenschaften sind das 25 Meter Band und das noch recht junge 22 Meter Band. Tagsüber kann man hier recht gut regionale Radiosender empfangen. In der Nacht lassen sich auch weiter entfernte Stationen hören.

Ein weiterer Klassiker  unter den Bändern der Kurzwelle ist das 19 Meter Band. Es ist mit Abstand das beste Band für Weitverbindungen, weswegen man auch vom DX-Band spricht. Problemlos kann man hier Stationen aus der ganzen Welt empfangen und das nicht nur Nachts, sondern oftmals auch am Tag. Das 19 Meter Band ist daher ein sehr beliebtes Band für Wellenjäger.

Zwei weitere Weitverkehrsbänder sind das 16 Meter Band und das ebenfalls recht neue 15 Meter Band. Auch auf diesen Bändern kann man auf die Jagd nach weit entfernten Sendern gehen. Allerdings braucht man in der Nacht hier schon bessere Empfänger. Tagsüber gehen diese Bänder auf, allerdings für einen kürzeren Zeitraum als beim 19 Meter Band.

Vor allem tagsüber kann man auf dem 13 Meter Band der Kurzwelle vielen starken Radiosender aus aller Welt lauschen. Nachts dagegen ist hier nur wenig zu empfangen. Außerdem ist das Band recht abhängig von den Sonnenflecken. Die Sonne ist zur Zeit nicht sehr aktiv.Aktuell steuern wir wieder auf einen Sonnenfleckenminimum zu, so das die Bedingungen auf diesem Band wieder schlecht sind.

Zu guter Letzt bietet die Kurzwelle noch das 11 Meter Band, welches ein sehr besonderes Band ist. Zum einen unterstützen nicht alle Kurzwellenempfänger dieses Band, weswegen auch viele Sender das Band meiden. Zum anderen ist dieses Band wie kein anderes abhängig vom sogenannten Funkwetter. Daher ist hier normalerweise fast gar nichts zu hören. Bei einem Sonnenfleckenmaximum oder auch bei besonderen Wetterphänomenen können hier manchmal tagsüber für wenige Stunden weit entfernte Sender empfangen werden.

Shortwave Radio

Shortwave Radio sendet in Englisch und ist gut auf 3975 khz sehr gut zu hören.

Shortwave Radio sendet in Englisch und ist gut auf 3975 khz sehr gut zu hören. Es wird auf der Webseite angegeben das sie für Benelux England und Schottland senden. Seit kurzem wurde die Sendezeit etwas stark gekürzt

Ich vernute das der Sender in Deutschland  an der Grenze zu Belgien oder Niederlande ist.

Unsere aktuellen Sendezeiten haben sich wie folgt geändert:

3975 kHz: 16:00 bis 23:00 UTC
6160 kHz: 16:00 bis 22:00 UTC

Sollten Sie unsere Vormittags- oder Nachmittagsübertragungen auf 3975 kHz und 6160 kHz vermissen, senden Sie bitte eine E-Mail und beschweren Sie sich darüber. Die Ausbreitungsbedingungen verhindern, dass wir tagsüber in Großbritannien und Irland hörbar sind. Wenn Sie woanders zuhören, ändern wir möglicherweise den Zeitplan erneut. Ihr Feedback ist willkommen. Denken Sie daran, dass eQSL nur verschickt werden, wenn eine Spende für das Projekt über unsere Website eingeht.

WMR – World Music Radio

WMR ist wieder auf KW zu hören

 

World Music Radio (WMR) ging erstmals 1967 aus den Niederlanden auf Sendung und wurde von dort bis August 1973 ausgestrahlt. Die Sendungen wurden jeden Sonntagmorgen und später auch samstags ausgestrahlt. Die beliebte WMR-Frequenz bei vielen Kurzwellenenthusiasten in Europa betrug zu dieser Zeit 6250 kHz.

Später in den 1970er und 1980er Jahren wurden Programme von WMR über Radio Andorra, Radio Milano International und Radio Dublin sowie über UKW-Sender in Italien und Frankreich übertragen.

1997 kehrte WMR von Mai bis August von einem neuen Hauptsitz in Dänemark aus mit leistungsstarken Sendern in Südafrika in die Luft zurück und deckte damit wirklich die ganze Welt ab, wobei Afrika das Hauptziel war.

Im Jahr 2004 wurde WMR neu gestartet und diesmal wieder von eigenen Sendern, wie dies in den Jahren 1967-1973 der Fall war. Die Sendungen wurden von unserem Senderstandort in der Nähe von Karup in Mitteljütland, Dänemark, auf 5815 kHz und für kurze Zeit auch auf 15810 kHz übertragen.

927 kHz – Copenhagen (coming soon)
5840 kHz – Europe           Diese Frequenz ist gut zu hören
15805 kHz – Europe

http://www.wmr.dk/

Endlich meine Aktiv Antenne aufgestellt

An einem Mast 6m Hoch habe ich eine Akiv Antenne aufgestellt. Das ist eine Breitbandantenne. Also auch für Mittelwelle und Kurze Welle Das Kabel ist schon bis zum Haus gelegt Da ich nur wenig belastet werden kann mache ich morgen weiter. Wenn das Kabel im Funkraum ist wir noch der Kasten der über das Koaxkabel die Stromversorgung zugeführ angeschlossen Dann zum schluss ein kleins Kästen das mit USB mit dem Rechner verbunden wird. Die Aktivantenne komm,t an den Eingang 100Khz-30Mhz. Es gibt noch einen zweiten Eingang 25Mhz bis 1.7Ghz. Was ich damit mache weiss ich noch nicht. Erst mal werde ich auf dem Rechner ein SDR Software define Radio Programm aufspielen. Später soll ein Rechner als Server betrieben werden der den Empfang der Aktivantenne auch von Ausserhalb meines Wohnortes ermöglichen kann. Ich habe die Aktivantenne sehr weit von Gebäuden entfernt um wenig Störungen zu haben.

Ich bin nicht mehr so Fit aber die Aktivantenne geht. Nachdem ich die Versorgung von 12 Volt aufgeschaltet habe konnte ich auf 20m in USB Amateurfunk hören. Es ging aber nur über den Empfänger des Amateurfunkgerätes. Über PC ging nix. Im Bereich von 2m oder 70cm und dem entsprechenden Eingang und einer 2m Stationen hören. Auch Radio auf UKW auch mit RDS Anzeige ging gut. Flugfunk in schmalen Am Kanälen war sehr gut anzuzeigen auf dem Bildschirm. Ich schaute mir auch die digitalen Kanäle von DAB+ und DVBT 2 an. Nur der KW Eingang mit dem Mischer ist tot. Ich werde mal drüber schlafen und morgen mal das Gehäuse öffnen. Das ist eine Stick Platine mit rtl Schip aufgelötete auf einer Platine die so groß ist wie das Gehäuse. Hier ist aus der Eingang für die KW Antenne. Ich habe keinen Wackel -Kontakt finden können. Ich habe eben bei Ebay für knapp 30€ ein neues Gerät bestellt. Die Geschichte ist noch nicht zu Ende.

 

Radio hören auf Kurzwelle

Die Meterbänder der Kurzwelle

Viele Radiohörer, die zum ersten Mal den Bereich der Kurzwelle ausprobieren, sind schnell enttäuscht. Die meisten finden kaum Radiosender und wenn doch, dann ist die Qualität eher schlecht oder das Programm nicht in deutscher Sprache. Liest man dann noch Meldungen über den kompletten Rückzug der Deutschen Welle oder der Reduzierung des Kurzwellenprogramms der BBC, kommen viele schnell zu dem Schluss, dass die Kurzwelle tot sei. Doch die Kurzwelle ist alles andere als tot, wenn man weiß, was man beachten muss. Wir geben euch heute eine erste Orientierung und stellen euch die Meterbänder der Kurzwelle genauer vor.

Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, dass die Kurzwelle anders funktioniert als die drei anderen Radiobereiche. Während bei UKW, Mittelwelle und Langwelle der gesamte Frequenzbereich ausschließlich für Radioaussendungen genutzt wird, stehen auf der Kurzwelle nur bestimmte Frequenzbereiche überhaupt für den Rundfunk zu Verfügung. So findet man im Bereich der Kurzwelle von 3.000 kHz bis 30.000 kHz zum Beispiel auch den Amateurfunkdienst, den CB-Funk, Funkbaken, transatlantischen Flugfunk, Wetterberichte oder auch die Zahlensender der Geheimdienste.

Damit man nicht die ganze Kurzwelle nach Sendern durchsuchen muss, hat man sich schon in der Anfangszeit des Kurzwellenrundfunks darauf geeinigt, nur bestimmte Bereiche zu nutzen. Da man zu jener Zeit allerdings nur in der Lage war die Wellenlänge zu messen, nicht aber die genaue Frequenz, hat man die entsprechenden Bereiche nach der ungefähren Wellenlänge in Metern benannt. Diese Namensgebung hat sich bis heute erhalten und man spricht daher von den Meterbändern auf Kurzwelle. Hier zunächst einmal eine Übersicht über die Rundfunkbänder:Suchen:

Name Start Ende Morgens Tagsüber Abends Nachts Bemerkung
120 m 2.300 kHz 2.495 kHz Gut Schlecht Gut Gut Tropenband
90 m 3.200 kHz 3.400 kHz Gut Schlecht Gut Gut Tropenband
75 m 3.900 kHz 4.000 kHz Gut Schlecht Gut Gut Allroundband
60 m 4.750 kHz 5.060 kHz Gut Schlecht Gut Gut Tropenband
49 m 5.900 kHz 6.200 kHz Mittel Mittel Mittel Gut Europaband
41 m 7.200 kHz 7.450 kHz Mittel Mittel Mittel Gut Allroundband
31 m 9.400 kHz 9.900 kHz Mittel Mittel Mittel Mittel Allroundband
25 m 11.600 kHz 12.100 kHz Mittel Gut Mittel Mittel Allroundband
22 m 13.570 kHz 13.870 kHz Mittel Gut Mittel Mittel Allroundband
19 m 15.100 kHz 15.800 kHz Mittel Gut Schlecht Mittel Weitverkehrsband
16 m 17.480 kHz 17.900 kHz Schlecht Gut Schlecht Schlecht Weitverkehrsband
15 m 18.900 kHz 19.020 kHz Schlecht Gut Schlecht Schlecht Weitverkehrsband
13 m 21.450 kHz 21.850 kHz Schlecht Wechselnd Schlecht Schlecht Weitverkehrsband
11 m 25.670 kHz 26.100 kHz Schlecht Wechselnd Schlecht Schlecht Allroundband

Das 5kHz Stepping

Nur innerhalb dieser Frequenzbereiche kann man also auch wirklich Radiosender finden. Viele Kurzwellenempfänger bieten genau deshalb die Möglichkeit direkt zu den entsprechenden Meterbändern zu springen. Des Weiteren senden die Rundfunksender auf der Kurzwelle immer in einem 5 kHz Raster. Das bedeutet, daß man theoretisch Sender immer nur auf glatt durch 5 teilbaren Frequenzen wie etwa 5.845 kHz, 5.850 kHz, 5.855 kHz usw. findet. Man spricht hier vom sogenannten Stepping (step = engl. für Schritt). Allerdings kann sich die tatsächliche Empfangsfrequenz aufgrund der teilweise riesigen Entfernungen beim Kurzwellenrundfunk schnell mal um bis zu 1, 2 kHz nach oben oder unten verschieben. Gute Kurzwellenempfänger lassen daher meist ein schnelles Durchsuchen der Kurzwelle in 5 kHz Schritten zu und erlauben dann ein Feintuning in kleineren Schritten.

Empfang über den Tag

Was die Kurzwelle einzigartig macht sind die Ausbreitungsbedingungen der Radiowellen. Im Gegensatz zu vielen anderen Frequenzbereichen werden diese bei der Kurzwelle an ionisierten Schichten der Atmosphäre reflektiert. So können sie bei mehrfacher Reflektion zwischen Atmosphärenschicht und Boden problemlos tausende von Kilometern überbrücken. Welche Schichten der Atmosphäre ionisiert werden, hängt allerdings davon ab, ob vor Ort gerade Tag, Nacht oder Dämmerung herrscht. Daher sind auch nicht alle Kurzwellenbänder immer gleich gut zu empfangen. Man spricht hier davon, dass Bänder auf oder zu gehen je nachdem ob ein Empfang möglich ist oder nicht.

Damit ihr wisst, welche Bänder man zu welchen Tageszeiten am besten empfängt, haben wir die Empfangsbedingungen ebenfalls in obiger Tabelle aufgeführt. Bitte beachtet, dass dies aber nur eine grobe Orientierung ist. Besondere Wetterlagen oder astronomische Ereignisse können die Empfangsbedingungen jederzeit verbessern oder verschlechtern. Probieren geht also über studieren!

Die Bänder im Detail

Zum Abschluss noch ein paar Bemerkungen zu den einzelnen Meterbändern. Diese haben im Laufe der Jahre einige Spitznamen erhalten, die schon ungefähr ausdrücken für was ein Band steht.

Das 120 Meter Band, das 90 Meter Band und das 60 Meter Band werden als Tropenband bezeichnet. Grund dafür ist, dass diese Meterbänder hauptsächlich im Bereich der Tropen genutzt werden. Zu schlechte Infrastruktur für UKW Rundfunk und zu schlechtes Wetter für Mittel- und Langwelle sorgen dafür, dass die Kurzwelle für viele Länder im Bereich der Tropen die einzige Möglichkeit für einen landesweiten Rundfunk darstellt. Aufgrund der niedrigen Sendeleistung sind diese Stationen allerdings nur schwer zu empfangen. Am besten ist es, wenn sowohl am Sende- als auch am Empfangsstandort Nacht ist. Mit etwas Glück bekommt man am frühen Abend Stationen aus Asien, in der Nacht Sender aus Afrika und am frühen Morgen dann Rundfunk aus Südamerika rein.

Auch das 75 Meter Band gehört eigentlich in den zu den Tropenbändern. Es wird allerdings auch von einigen europäischen Rundfunksendern genutzt und ist daher eher ein Allroundband. Die Empfangsbedingungen sind aber identisch mit den Tropenbändern, so dass man hier vor allem nach Sonnenuntergang auf Senderjagd gehen sollte.

Das 49 Meter Band ist das mit Abstand populärste Meterband der Kurzwelle. Fast alle europäischen Sender sind hier problemlos zu empfangen, weswegen das Band auch Europaband genannt wird. Legendär ist zum Beispiel die mittlerweile aufgegebene 6.075 der Deutschen Welle. Tagsüber bekommt man hier nur Sender mit großer Leistung zu hören. In der Nacht findet man hier dagegen dutzende, eng beieinander liegender Rundfunksender aus ganz Europa. Gerade für Einsteiger ist dieses Meterband daher sehr zu empfehlen.

Dem Europaband am ähnlichsten ist das 41 Meter Band. Eigentlich ist es ein Allroundband, welches man aber auch als Mittelmeerband bezeichnen könnte. Zu hören sind hier Stationen aus Europa, dem Nahen Osten und Nordafrika.

Ein weiteres Allroundband ist das 31 Meter Band auf dem früher die BBC zu finden war. In den Sommermonaten hat man ähnliche Bedingungen wie auf dem 49 Meter Band. Im Winter hingegen, wenn die atmosphärische Dämpfung sinkt, bekommt man hier auch tagsüber oft Stationen aus der ganzen Welt herein.

Zwei Bänder mit eher mittelmäßigen Eigenschaften sind das 25 Meter Band und das noch recht junge 22 Meter Band. Tagsüber kann man hier recht gut regionale Radiosender empfangen. In der Nacht lassen sich auch weiter entfernte Stationen hören.

Ein weiterer Klassiker  unter den Bändern der Kurzwelle ist das 19 Meter Band. Es ist mit Abstand das beste Band für Weitverbindungen, weswegen man auch vom DX-Band spricht. Problemlos kann man hier Stationen aus der ganzen Welt empfangen und das nicht nur Nachts, sondern oftmals auch am Tag. Das 19 Meter Band ist daher ein sehr beliebtes Band für Wellenjäger.

Zwei weitere Weitverkehrsbänder sind das 16 Meter Band und das ebenfalls recht neue 15 Meter Band. Auch auf diesen Bändern kann man auf die Jagd nach weit entfernten Sendern gehen. Allerdings braucht man in der Nacht hier schon bessere Empfänger. Tagsüber gehen diese Bänder auf, allerdings für einen kürzeren Zeitraum als beim 19 Meter Band.

Vor allem tagsüber kann man auf dem 13 Meter Band der Kurzwelle vielen starken Radiosender aus aller Welt lauschen. Nachts dagegen ist hier nur wenig zu empfangen. Auerdem ist das Band recht abhängig von den Sonnenflecken. Aktuell steuern wir wieder auf einen Sonnenfleckenmaximum zu, so daß die Bedingungen auf diesem Band wieder besser werden.

Zu guter Letzt bietet die Kurzwelle noch das 11 Meter Band, welches ein sehr besonderes Band ist. Zum einen unterstützen nicht alle Kurzwellenempfänger dieses Band, weswegen auch viele Sender das Band meiden. Zum anderen ist dieses Band wie kein anderes abhängig vom sogenannten Funkwetter. Daher ist hier normalerweise fast gar nichts zu hören. Bei einem Sonnenfleckenmaximum oder auch bei besonderen Wetterphänomenen können hier manchmal tagsüber für wenige Stunden weit entfernte Sender empfangen werden.

Wintersendeplan Österreich auf Kurzelle

Im Winter 2018/19 sind in Moosbrunn folgende Ausstrahlungen vorgesehen:

ORF – Österreich 1
07.00-08.20 Uhr: 6155 kHz

Adventist World Radio, Sendeblock am Morgen
03.00-03.30 Uhr: 5970 kHz; für Pakistan
03.30-04.00 Uhr: 5975 kHz; für Indien
04.30-05.00 Uhr: 6170 kHz; für den Iran
05.00-05.30 Uhr: 6185 kHz; für die Türkei
06.00-06.30 Uhr: 9630 kHz; für Westafrika (Haussa)
07.00-08.00 Uhr: 11880 kHz; für Nordafrika (Arabisch)
09.00-09.30 Uhr: 15145 kHz; für Nordafrika (Französ.)

Adventist World Radio, zweiter Sendeblock
15.00-15.30 Uhr: 12025 kHz; für Pakistan
15.30-16.00 Uhr: 17605 kHz; für Äthiopien (Oromo)
16.00-17.00 Uhr: 11955 kHz; für Türkei und Indien
17.00-17.30 Uhr: 9445 kHz; für Pakistan
17.30-18.00 Uhr: 9770 kHz; für den Iran
19.00-20.00 Uhr: 7225 kHz; für Nordafrika (Arabisch)
20.00-20.30 Uhr: 7275 kHz; für Westafrika (Haussa)
20.30-21.00 Uhr: 9780 kHz; für Zentralafrika (Französ.)
21.00-21.30 Uhr: 7310 kHz; für Westafrika (Lokalsprache)
21.30-22.30 Uhr: 7270 kHz; für Westafrika (Französ., Engl.)

NHK World
06.00-06.30 Uhr: 6155 kHz; Englisch für Europa

BBC World Service
01.30-03.00 Uhr: 5930 kHz; Afghanistan-Programm

Bible Voice Broadcasting
Sonntags 20.30-21.15 Uhr: 7425 kHz; für Nahost

Radio DARC
Sonntags 11.00-12.00 Uhr: 6070 kHz

Radio Joystick
Erster Sonntag in Monat 12.00-13.00 Uhr: 7330 kHz

MV Baltic Radio (nur gelegentlich)
Sonntags 10.00-11.00 Uhr: 6140 kHz

Radio DARC – Sonntags 11-12 Uhr

Die Frequenz ist in Deutschland und den Nachbarländern gut zu empfangen

http://websdr.ewi.utwente.nl:8901/?tune=6070am

Die Frequenz ist wegen der Toten Zohne in Deutschland schlecht zu empfangen. Dafür gehr es an dem Nachmittagstunden und Abendstunden ausserhab von Euopa immer besser

http://websdr.ewi.utwente.nl:8901/?tune=7440am

Seit März 2015 sendet RADIO DARC seine Hauptsendung sonntags ab 11 Uhr MEZ (10:00 UTC) auf 6070 kHz AM im 49-m-Rundfunkband (für DL) und auf 7440 kHz AM im 41-m-Rundfunkband (für Europa)

Was ist RADIO DARC ?
Unter dem Motto „Von Funkamateuren für Funkamateure“ wird wöchentlich auf diesem Sendeplatz ein regelmässiges DX- und Technik-Magazin ausgestrahlt, welches in ganz Europa gut zu empfangen ist. Aktuelle Meldungen aus dem Amateurfunk- und Kurzwellenbereich, Marktberichte, Technik-Tipps, DX-Meldungen und Interviews erwarten die Hörer ebenso wie abwechslungsreiche Musik aus den „goldenen“ 70er und 80er Jahren. Unsere Sendungen verfolgen auch einen Informations- und Bildungsauftrag für die Öffentlichkeit. Die Programme sind in Anlehnung an die Machart früherer See-Sender wie Radio Noordzee International, Radio Veronica und Radio Caroline produziert. RADIO DARC ist in dieser lockeren Magazinform praktisch einzigartig weltweit und mittlerweile eines der letzten noch verbliebenen Kurzwellenprogramme überhaupt, welches in Deutschland produziert wird. Lang- und Mittelwelle ist bereits seit 2015 leider Geschichte.

Sendeplätze von RADIO DARC auf Kurzwelle:

  • Jeden Sonntag 11:00 MEZ Hauptsendung auf KW 6070 kHz/100 kW + 7440 kHz/10 kW (für das Ausland)
  • Jeden Montag  17:00 MEZ auf KW 6070 kHz/10 kW + 7440 KHz/10 kW (für das Ausland)
  • Täglich 17:00 MEZ auf 7440 kHZ / 10 kW (Für Asien/Australien)

Jeden Sonntag von 11:00 bis 12:00 Radio DARC auf KW

Parallel auch im Webradio auf www.laserstarradio.de

 

KW eingestellt in den Niederlanden

Niederlande ohne Auslandsrundfunk

Der Auslandsrundfunk in den Niederlanden ist inzwischen als ganz eingestellt zu betrachten. Das frühere Radio Nederland Wereldomroep existiert als „RNW Media“ zwar nach wie vor, betreibt aber ausdrücklich keinen Journalismus mehr.

Kurzwellensender Flevoland

Einige der jetzt verschwundenen Kurzwellenantennen bei Zeewolde | ©Jan Joris Vereijken, CC-BY-2.0

Eindeutig formuliert ist das im Tätigkeitsbericht für 2017. In dessen Kapitel „What did 2017 teach us?“ heißt es:

„Das war das erste Jahr, in dem unsere Organisation damit begann, nicht mehr spezifisch im Mediensektor, sondern an der Schnittstelle zwischen Technologiewelt und internationaler Entwicklung zu arbeiten. […] Es ist zu riskant, explizite politische Themen direkt anzugehen.“

(„It was the first year our organisation started working at the intersection of the tech world and international development, rather than specifically in the media sector. […] And explicitly political issues are too risky to tackle head on.“)

Dieser Rückzug aus dem Journalismus steht in Zusammenhang mit einem Auslaufen der bisherigen, bereits massiv gekürzten Finanzierung durch das Außenministerium. Wie dem Finanzbericht zu entnehmen ist, soll sie 2020 ganz eingestellt werden. Für 2017 wurden hier 10 Millionen, für 2018 noch 8 Millionen Euro bereitgestellt.

Als Konsequenz ihrer Umorientierung hat sich die Organisation auch aus einem Forum internationaler Sender zurückgezogen. Wie die Deutsche Welle mitteilte, soll dafür die kanadische Rundfunkanstalt CBC in dieses Forum nachrücken.

Das ist bemerkenswert, weil es auch bei der CBC in den letzten Jahren zu einem finanziellen Kahlschlag bei den Auslandsaktivitäten kam. Ähnliches gilt für ein weiteres Mitglied des Forums „DG7“, die australische ABC. Der in Hilversum angetretene Rückzug auf „weiche“ Themen ist also durchaus fragwürdig.

Stand vom 19.12.2018


Mehr zu diesem Thema in einem
Beitrag vom 18. Juni 2018:
 

Die Antennen der Kurzwellenanlage von Radio Nederland Wereldomroep auf dem Polder Flevoland wurden im ersten Quartal 2018 abgerissen.

Wie es hieß, seien sie für die künftige militärische Nutzung des Objekts nicht geeignet und ein Ersatz durch neue Antennen an kleineren Masten unvermeidbar. Dazu gibt es Bildbeiträge des staatlichen Immobilienbetriebs und seines Auftragnehmers, der Abbruchfirma RGS.

Der Immobilienbetrieb ließ auch ein Video produzieren, das einen unpassenden Mitschnitt enthält: Die dort angesagte Mittelwelle 1386 kHz hatte nichts mit den niederländischen Sendeanlagen zu tun, sondern kam aus dem Kaliningrader Radiozentrum 5 bei der Ortschaft Bolschakowo (Groß Skaisgirren).
 

Die Kurzwellenanlage bei Zeewolde, auf dem 1968 trockengelegten und ab 1979 besiedelten südlichen Flevopolder, war 1985 in Betrieb gegangen. Sie hatte die alte Kurzwellentechnik des niederländischen „Weltrundfunks“ auf der Sendestation Lopik bei IJsselstein abgelöst.

Dafür entstanden ein kleiner Park an Vorhangantennen sowie zwei Rundstrahler. Die abzustrahlenden Signale erzeugten vier Sender mit einer Leistung von jeweils 500 kW, ergänzt um einen zusätzlichen Reservesender.

Betrieben wurde die Anlage von KPN Broadcast bzw. dessen Vorgänger Nozema. Grundlage dafür war stets ein pauschaler Vertrag mit Radio Nederland Wereldomroep als exklusivem Nutzer.

Übertragungen von Programmen anderer Veranstalter beschränkten sich deshalb auf Partner von RNW. Abgesehen von einem Pilotprojekt mit digitalen Ausstrahlungen gab es einzelne Sendungen von Radio Canada International und von Kunden der Media Broadcast (Adventist World Radio, Bible Voice).

Kurzwellensender Flevoland

Saal der Kurzwellenstation Zeewolde; links zwei der vier Betriebssender, im Vordergrund ein Modell der Antennenanlage | © Jan Joris Vereijken, CC-BY-2.0

Der Niedergang der Sendestation begann 2003, als RNW 40 Prozent seiner Ausstrahlungen auf Kurzwelle strich. Das sparte zwar die Elektroenergie für die entfallenen Betriebsstunden, nicht aber die festen Kosten für die Anlagen. Somit wurde die einzelne Frequenzstunde entsprechend teurer.

Das mündete schließlich in die Entscheidung, den unwirtschaftlich gewordenen Standort aufzugeben. Die letzten Ausstrahlungen aus Zeewolde liefen am 27. Oktober 2007.

Weitere Einschränkungen der Sendungen von RNW waren damit nicht verbunden. Die betreffenden Frequenzen übernahmen fortan die Media Broadcast sowie die französischen und russischen Sendernetzbetreiber, TDF und RTRS.

Kurzwellensender Flevoland

Skizze der jetzt eliminierten Kurzwellenantennen bei Zeewolde | © Jan Joris Vereijken, CC-BY-2.0

Einige Monate nach der Abschaltung wurde die Gerätetechnik demontiert, jedoch nicht verschrottet, sondern von der Media Broadcast übernommen. In den letzten Betriebsjahren war die Media Broadcast bereits mit der Wartung der Sender beauftragt.

Der Reservesender ging nach Nauen, wo bereits ein Sender gleicher Bauart aus Jülich in Betrieb war. Die übrigen Ausrüstungen erhielt das Sendezentrum Wertachtal bei Buchloe, das wiederum mit identischer Technik ausgestattet war. Neben einer Aufstockung des Ersatzteilfundus wurden zwei der Sender aus Zeewolde dort wieder in Betrieb genommen.

Die Antennen und das Betriebsgebäude bei Zeewolde blieben danach über Jahre verwaist. 2013 erwarb schließlich das niederländische Verteidigungsministerium das Objekt.

Kurzwellensender Flevoland

Eher unscheinbar: Einer der beiden Rundstrahler (Quadrantantennen), mit denen in Zeewolde speziell die Frequenz 5955 kHz abgestrahlt wurde| © Jan Joris Vereijken, CC-BY-2.0

RNW seinerseits sah sich zum Beginn dieses Jahrzehnts zunehmend unter Druck. Die Zukunft sichern sollte eine neue Strategie, sich auf ein ausländisches Publikum zu konzentrieren und so das Image als „Urlauber- und Truckersender“ loszuwerden.

Zu kritischen Diskussionen führten Blicke hinter die betont progressive Fassade, mit der sich RNW schmückte. So schrieb die Zeitung „Telegraaf“ von „Weltverbesserern“, die selbst in ihrer „Schlangengrube“ eine „Schreckensherrschaft“ etabliert hätten.

Schließlich entschied die niederländische Regierung mit Zustimmung des Parlaments, das Budget von RNW um 70 Prozent zu kürzen. Konsequenz war die Einstellung aller terrestrischen Hörfunksendungen.

Dabei fiel der – heute als Berater tätige – Chefredakteur Rik Rensen noch mit einer recht überflüssigen Hampelei auf: Die große, am 10./11. Mai 2012 ausgestrahlte Abschiedssendung der niederländischen Redaktion durfte zunächst nicht als solche angekündigt werden.

Studio von Radio Nederland Wereldomroep

10. Mai 2012: Letztes Zeitfunkmagazin von Radio Nederland Wereldomroep | © Nieuwsline-Redaktion

Wenige Wochen später wurden auch die Sendungen in englischer und indonesischer Sprache eingestellt. Als letzter Rest des Hörfunkangebots verblieb zunächst noch eine Sendung in spanischer Sprache, die 2014 schließlich ebenfalls entfiel.

Über den Chefredakteur hinaus verabschiedete sich mit dem Kahlschlag von 2012 auch der (heute zwischen den anderen Personen gleichen Namens nicht mehr auffindbare) Intendant, Jan Hoek. Für Empörung sorgte die – angeblich von ihm „nicht ausgeschöpfte“ – Abfindung von mehr als einer Million Euro, die sich Hoek bei der Übernahme des Amtes hatte zusichern lassen.

Radio Netherlands, 29 June 2012: Goodbye ...and thanks!

Grußkarte zur letzten englischen Sendung von RNW

Der Wegfall aller Sendungen von RNW gehörte zu den Entwicklungen, durch die auch das Kurzwellenzentrum Wertachtal nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden konnte. Es wurde daher 2013 ebenfalls stillgelegt und bereits im Folgejahr abgerissen.

Bei RNW wiederum hatte die englische Redaktion noch in ihrer Abschiedssendung die dauerhafte Archivierung des von ihr produzierten Materials versprochen. Doch schon vier Wochen später war ein großer Teil davon depubliziert.

Grund war eine Strategie der neu eingesetzten Leitung, eine klare Zäsur gegen das „alte“ RNW zu setzen. Alle Aufmerksamkeit sollte den neugestalteten Internetangeboten gelten, die sich an ein junges Publikum in Afrika, Nahost und China richten.

Den „Impact“, den das Rest-RNW mit diesem Konzept erreicht, schätzen Beobachter skeptisch ein: Sollten die Geldgeber einmal genauer hinschauen, was sie hier noch bekommen, dann könnte das ganz schnell in eine völlige Schließung münden. [Der nun gewählte Weg heraus aus der Medienbranche war, als diese Meinung geäußert wurde, noch nicht abzusehen.]

Wereldomroep

Ehemaliges Funkhaus von RNW in Hilversum (Foto von 2008: Nazawri, Creative Commons)

Für den kleinen Mitarbeiterstab, der jetzt noch verblieben ist, reicht ein Nebengebäude, das einst der eigenen Journalistenschule von RNW vorbehalten war. Aus dem eigentlichen Funkhaus zog das Rest-RNW im Frühjahr 2013 aus.

Anschließend wurde das Gebäude entkernt, um den hier eingesetzten Asbest vollständig zu entfernen. Seit 2014 nutzt nun die Rundfunkgesellschaft AVROTROS das Haus.

Präsentation bei der Kurzwellenstation Flevoland

Rundfunktechnik, für Besucher leichtverständlich erklärt | © Jan Joris Vereijken, CC-BY-2.0

Nach der Einstellung der Hörfunksendungen sollen die Archivbestände von RNW zumindest teilweise dem niederländischen Rundfunkarchiv (Beeld en Geluid) angeboten worden sein.

Was daraus wurde, ist nicht bekannt. Berichtet wird über eine eher chaotisch wirkende Abwicklung, bei der die Bänder der Sendung „Media Network“ von deren Gestalter persönlich sichergestellt wurden.

Ebenfalls nicht bekannt ist, was aus dem depublizierten Onlinematerial wurde. Im Zuge von Systemumstellungen könnte hier inzwischen eine fünfstellige Anzahl an Beiträgen umstandslos gelöscht worden sein.

Modell des Mittelwellensenders Flevoland

Dieses Exponat im Sendersaal der Kurzwellenstation Zeewolde wurde beim Ausbau der Technik demoliert: Ein Modell des benachbarten Mittelwellensenders | © Jan Joris Vereijken, CC-BY-2.0

1980 hatte die damalige Nozema auf dem Flevopolder auch eine neue Mittelwellenanlage in Betrieb genommen. Sie sollte eigentlich 2016 stillgelegt und abgerissen werden. Durch den Widerstand des letzten verbliebenen Programmveranstalters gibt es hier nun noch eine Galgenfrist bis zum Ende des Jahres 2018.

Autor: Kai Ludwig

Australien auf 4835 kHz

Neben der Ende 2017 auf 5055 kHz aufgeschalteten Übertragung von Radio 4KZ in Innisfail, einer Kleinstadt an der australischen Nordostküste, gibt es in Australien auch wieder Sendungen auf 4835 kHz. Auch diese laufen aber nur mit einer geringen Sendeleistung von rund einem Kilowatt.

Radio 4KZ

Blick zum Mittelwellensender von Radio 4KZ | © David Dreher, CC-BY-SA

Jetzt auf 4835 kHz aktiv ist Ozy Radio aus dem Raum Sydney. Diese Station ist ein reines Liebhaberprojekt, was sich schon daran zeigt, wie der Betreiber die Internetadresse ozyradio.com verfallen ließ.

Zuvor sendete Ozy Radio auf 5045 kHz, wo auch sportliche Empfangsversuche in Deutschland bereits zum Erfolg führten. Zu berücksichtigen ist hier jetzt die zeitweise Mitnutzung der Frequenz aus Indien.

Zu diesem Wechsel von der völlig freien Frequenz 5045 kHz bemerkte der Betreiber, 4835 kHz sei auch jetzt, ein reichliches Jahr nach der Abschaltung des bis Januar 2017 hier aktiv gewesenen Senders Alice Springs, eine etablierte, in vielen Radios einprogrammierte Frequenz.


Die neue Ausstrahlung von Radio 4KZ wiederum zielt auf die Regionen nordwestlich von Cairns. Dort gibt es ausgedehnte Gebiete, in denen keine UKW-Sender und tagsüber auch keine Mittelwellenstationen zu empfangen sind.

Letzteres ist den meist nur geringen Sendeleistungen geschuldet. So arbeitet der Mittelwellensender von Radio 4KZ, bei dem auch die zusätzliche Kurzwellentechnik aufgebaut wurde, auf 531 kHz mit höchstens 5 kW.
 

Mit hoher Leistung sendet aus Australien jetzt noch Reach Beyond. Diese Missionsgesellschaft war einst als HCJB Global bekannt und bis 2008 mit einer Sendestation in Ecuador aktiv. Mit Teilen der dortigen Ausrüstungen entstand im Nordwesten Australiens, in der Nähe der Kleinstadt Kununurra, eine neue Sendestation für Ausstrahlungen nach Asien.

Im Sommerhalbjahr 2018 sind hier die folgenden Frequenzen vorgesehen (Zeitangaben in MESZ), wobei nicht alle Sendezeiten an jedem Wochentag bespielt werden:

13.00-13.30 Uhr nur Mo-Fr: 15575 kHz nach Südasien
13.00-13.30 Uhr, nur Sa-So: 15400 kHz nach Japan
13.15-14.00 Uhr: 11905 kHz nach Südasien
13.15-15.00 Uhr: 9685 kHz nach Südostasien
14.00-15.00 Uhr: 11900 kHz nach Südasien
14.00-15.30 Uhr: 11750 kHz nach Südasien
15.00-15.30 Uhr: 9610 kHz nach Südostasien
15.00-16.00 Uhr: 15320 kHz nach Südasien
15.30-16.45 Uhr: 9720 kHz nach Südostasien

00.30-01.00 Uhr: 15410 kHz nach Japan
01.45-02.15 Uhr: 15400 kHz nach Südasien

Autor: Kai Ludwig; Stand vom 07.04.2018

Mächtig und vergessen

Mächtig und vergessen

„The Mighty KBC“ auf 9400 kHz

Weitgehend vergessen zu sein scheint in Deutschland das Kurzwellenprogramm von „The Mighty KBC“, seit 2016 dessen regelmäßige Ausstrahlung im 49-Meterband entfiel. Von den erneuten, 2017 auf einer anderen Frequenz gestarteten Sendungen wird, zumindest den Foren im Internet nach zu urteilen, keine Notiz mehr genommen.

Kostinbrod
Kostinbrod (Foto: Kiril Kapustin, imagesfrombulgaria.com)

Diese Sendungen kommen jeweils am Sonnabend von 17.00 bis 18.00 Uhr MESZ auf 9400 kHz. Genutzt wird dafür die Sendestation Kostinbrod bei Sofia.
 

„The Mighty KBC“ ist das Produkt des Enthusiasmus eines niederländischen Unternehmers. Zielgruppe sind die Fans der einstigen Seepiraten.

Auf Kurzwelle erschien „The Mighty KBC“ erstmals 2006 aus Sitkūnai bei Kaunas. 2008 entfielen die Übertragungen von dieser Sendestation (sie wurde 2017 endgültig stillgelegt) wieder.

 
 
Sender Sitkūnai
Sender Sitkūnai | © „Vilensija“, CC-BY-SA
 

Aus den Niederlanden selbst sendete „The Mighty KBC“ ab 2005 auf der Mittelwelle 1395 kHz. Der hier eingesetzte Sender stand auf dem Deich zwischen Ijssel- und Markermeer; er wurde ursprünglich ab 2001 von BNR Nieuws Radio, 2003/2004 dann von Radio 10 bespielt.

Zunächst teilte „The Mighty KBC“ sich diese Mittelwelle mit „Big L“, einem britischen Seepiraten-Nostalgieprojekt, das 2008 verschwand. Allein konnte „The Mighty KBC“ den Sender auf Dauer nicht finanzieren; er wurde Anfang 2011 stillgelegt und kurz danach demontiert.
 

Aufgeben war für diesen Enthusiasten indes keine Option, und so gab es im Sommer 2011 Versuchssendungen aus Burg bei Magdeburg. Dort war, als Relikt gescheiterter deutscher Mittelwellenprojekte, noch ein 10 kW starker Sender für die Frequenz 531 kHz vorhanden.

Wie die Sendeversuche zeigten, war diese Leistung aber zu gering, um auch außerhalb der Region einen brauchbaren – selbst für die geringen Ansprüche einer Seepiratennostalgie – Empfang zu liefern. Der Ansatz wurde daher nicht weiter verfolgt.

 
Sender Burg
Sendestation Burg bei Magdeburg, 2005 noch vollständig mit allen Antennen | © Kai Ludwig
 

Die so hergestellte Zusammenarbeit mit der Media Broadcast mündete dafür in eine andere Lösung: Regelmäßige Ausstrahlungen im 49-Meterband der Kurzwelle, und zwar auf 6095 kHz, zuvor die letzte Frequenz, die RTL in Luxemburg hier genutzt hatte.

Diese Sendungen begannen im Herbst 2011 auf der seinerzeit noch existierenden Großanlage Wertachtal bei Buchloe. Nach deren Abschaltung übernahm die Sendestation Nauen die Ausstrahlungen auf 6095 kHz.

Zu besonderer Popularität kam dadurch die „dreh- und schwenkbare“ Antenne aus dem Jahre 1964, die nach der Schließung von Radio Berlin International noch bis 2000 von der Deutschen Welle genutzt wurde. Seit 2006 gibt es mit verhältnismäßig modernen, vom geschlossenen Standort Jülich umgesetzten Sendern erneut Ausstrahlungen über diese Antenne.

 
Als Prunkstück des DDR-Rundfunks wurde die „DuS“-Antenne in Nauen 1970 zum Motiv einer Briefmarke
 

In ihrer Glanzzeit liefen die Ausstrahlungen auf 6095 kHz täglich. Sonnabends und sonntags sendete „The Mighty KBC“ hier nicht weniger als jeweils sieben Stunden.

An Arbeitstagen kam für jeweils zwei Stunden „Transportradio“, ein Format für Lkw-Fahrer, das zuvor unter dem Titel „Onderweg“ bei Radio Nederland Wereldomroep lief. 2012 wurde der niederländische „Weltrundfunk“ radikal auf ein Restportal im Internet zusammengekürzt und war binnen kürzester Zeit vergessen.

 
Onderweg
2008: Studio 5 von RNW, das als solches nach einer Entkernung des Gebäudes ebenfalls nicht mehr existiert | © Nadori, CC
 

2015 verschwand „Transportradio“ wieder von der Kurzwelle. Die regelmäßigen Ausstrahlungen von „The Mighty KBC“ auf 6095 kHz folgten 2016. Danach sollte es hier noch einzelne Sondersendungen geben. Dies geschah im Mai 2017 wohl letztmals.

Das bedeutete allerdings keinen Abschied aus Nauen. „The Mighty KBC“ sendet von hier aus weiterhin für Nordamerika und ließ sich auch nicht von einschlägiger Lobbyarbeit dafür begeistern, doch lieber auf die Dienste von Kurzwellenstationen in den USA zurückzugreifen.

Bei diesen Sendungen nach Nordamerika kommt es zwischen Sommer- und Wintersaison zu Frequenzwechseln. Derzeit läuft die Ausstrahlung (sie ist in Europa nur schwach oder überhaupt nicht zu empfangen) in den Nächten zu Sonntag von 2.00 bis 4.00 Uhr MESZ auf 9925 kHz.

 

Autor: Kai Ludwig; Stand vom 14.04.2018

Das Ende von Radio Berlin International

Das Ende von Radio Berlin International

Radio Berlin International
Sendekomplex von Radio Berlin International, jetzt mit Studioeinbauten im früheren Ausspielraum (Foto: Kai Ludwig)

Mit Ablauf des 2. Oktober 1990 endete der Auslandsdienst des Rundfunks der DDR, Radio Berlin International.

Einen plastischen Eindruck davon, in welcher Art und Weise mit dem Sender und seiner Belegschaft umgegangen wurde, vermittelt das nebenstehend verlinkte Interview. Von der vollständigen „Abwicklung“ ausgenommen blieben lediglich einige wenige Mitarbeiter, mit denen die Deutsche Welle vorübergehend ein Redaktionsbüro weiterbetrieb.

Dabei wurde eines der Nachrichtenstudios im bisherigen Sendekomplex von Radio Berlin International genutzt, um über eine einzige Übertragungsleitung der Deutschen Welle in Köln zuzuarbeiten. Es handelte sich um reine Überspielungen; Livesendungen der Deutschen Welle aus dem Funkhaus in der Berliner Nalepastraße gab es nicht.

Wie lange dieser Außenposten bestand, ist nicht bekannt. Seine Auflösung dürfte aber spätestens mit der Übernahme von RIAS-TV und dessen Einrichtungen in der Voltastraße im Frühjahr 1992 erfolgt sein.

Weitere Einblicke vermittelt das Schriftgut, das auf der Sendestation Wiederau aufbewahrt wurde. Eine Notiz vom 25. September 1990 hielt eine telefonische Information von der Sendestation Nauen „über erfolgte Abstimmung mit der Deutschen Welle über Abstrahlung von Programmen“ fest, die selbst zu diesem Zeitpunkt noch unverbindlich war. Demnach sollten ab dem 3. Oktober 1990, 0.00 Uhr, DW-Programme aus Wiederau auf 13610 und 21465 kHz gesendet werden.

Am nächsten Tag fand in Nauen eine „Beratung zu Fragen des Rundfunkbetriebes auf Kurzwelle“ statt. Auch deren Niederschrift, mittlerweile nur noch sechs Tage vor der Schließung von Radio Berlin International, konstatierte noch immer: „Über die Fortsetzung des Sendebetriebes nach dem 3. 10. 90, 00.00 Uhr, gibt es für die Sendestellen Nauen, KWh und Leipzig-Wiederau keine Anweisung.“

Am Tag nach dieser Konferenz sollte die Sendestation Nauen der Deutschen Bundespost detaillierte Angaben über die Kurzwellenanlagen der Deutschen Post übergeben. Benannt wird außerdem ein „Rundfunkdienstbüro“, das in der Sendestation Jülich anscheinend eigens dafür eingerichtet wurde, die Mitarbeiter der bisherigen Deutschen Post bei den Ausstrahlungen der Deutschen Welle und des Deutschlandfunks anzuleiten.

Für den 4. Oktober 1990 wurde, diesmal nach Berlin-Köpenick, erneut zur „Beratung zu organisatorischen Fragen des Rundfunkbetriebes auf Kurzwelle“ geladen. Wie der Niederschrift zu entnehmen ist, legten verantwortliche Mitarbeiter der drei „Rundfunksendestellen (RfSSt)“ ihre Sendepläne vor: „Entsprechend diesen Plänen wurde in den genannten RfSSt ab 2. 10. 1990 um 23.00 Uhr UTC der Sendebetrieb für die Deutsche Welle aufgenommen.“

Am 23. Oktober 1990 vermerkte die Sendestation Wiederau handschriftlich eine Änderung beim Betrieb ihres Kurzwellensenders. Neu sollten von 20.00 bis 22.30 Uhr auf 5960 kHz über die Ostasien-Antenne Sendungen in polnischer und tschechischer Sprache ausgestrahlt werden. Dies ist insofern besonders bemerkenswert, als es sich bei diesen Sendungen um Produktionen des Deutschlandfunks handelte.

Notwendige Ersatzschaltungen sollten die ostdeutschen Sendestationen weiterhin nur untereinander regeln. Ein Problem ergab sich dabei für die Sendestation Wiederau, die auch im Frequenzbereich bei 21 MHz arbeitete, was dem Reservesender in Nauen nicht möglich war.

Von der weiterhin „externen“ Behandlung der ostdeutschen Sendestationen kündet die dazu getroffene Festlegung, die Sendestation Wiederau „reicht beim Rundfunkdienstbüro über das Referat Rundfunkdienste einen Plan über 1990 gewünschte Reserveschaltungen für Wartungen ein“. Ob es tatsächlich schon 1990 zu Ersatzschaltungen aus Jülich kam, ist dem hinterlassenen Schriftgut nicht zu entnehmen.

Gegenstand der Übergangsregelungen für den Auslandsrundfunk waren auch die Ausstrahlungen von Radio Moskau auf der Mittelwelle 1323 kHz, für die erst im September 1989 neue Sendetechnik in Wachenbrunn bei Themar in Betrieb gegangen war. Am 28. Juni 1991 informierte der Funkdispatcher in Berlin mit einem Fernschreiben: „Wachenbrunn 1323 kHz: Auf Weisung des Rundfunkdienstbüros Jülich vom 26.6. ist bei Ausfällen des Senders kein Ersatzbetrieb von Leipzig durchzuführen.“

Einzelheiten über die Heranführung der DW-Programme in das Gebiet der einstigen DDR sind dem Schriftgut mit Stand vom Herbst 1991 zu entnehmen. Demnach waren von Köln nach Berlin die Übertragungsleitungen „BLN1“ bis „BLN5“ eingerichtet worden, davon die erstere als „einzige Leitung nach Leipzig“.

Die abrupte, von Technikern der Sendeanlagen als gespenstisch empfundene Umschaltung auf die Programmsignale aus Köln in der Nacht zum 3. Oktober 1990 erfolgte in einer Schalteinrichtung der Deutschen Post, wahrscheinlich in Berlin-Lichtenberg. Das Funkhaus in der Nalepastraße hatte, wie es ein dortiger Schaltmeister formulierte, „damit schon nichts mehr zu tun“.

Die Mittelwellenfrequenzen von Radio Berlin International wurden ab dem 3. Oktober 1990 vom Deutschlandfunk bespielt, möglicherweise auch mit seinen Fremdsprachensendungen. Ein interessantes Detail vermittelt dazu ein Frequenzplan vom Frühjahr 1992; der älteste, der sich im Wiederauer Schriftgut noch fand.

Dort eingetragen ist neben den RBI-Mittelwellen Berlin-Köpenick 1359 kHz und Burg (bei Magdeburg) 1575 kHz auch die leistungsstärkste DDR-Mittelwelle Burg 783 kHz. Sie übertrug das Programm von Stimme der DDR, nach dessen Einstellung dann Radio Aktuell (vorm. Radio DDR 1), bis der Sender auf Anordnung des „Rundfunkbeauftragten“ Rudolf Mühlfenzl im Mai 1991 abgeschaltet wurde.

Der Eintrag ist besonders bemerkenswert, weil die Frequenz 783 kHz zum Jahresbeginn 1992 vom neu gegründeten Mitteldeutschen Rundfunk übernommen worden war. Ein Höchstleistungsbetrieb mit 1000 kW fand dabei jedoch nicht mehr statt. Zunächst ließ der MDR die Frequenz tagsüber noch mit 250 kW abstrahlen. Von Beginn an abends und nachts, spätestens ab 1993 dann ganztags kam in Burg für den MDR nur noch der fahrbare Sender mit 20 kW Leistung zum Einsatz, der bis 1990 Radio DDR 1 auf 1089 kHz übertragen hatte.

Anzuführen sind in diesem Zusammenhang auch die damaligen Bestrebungen des Deutschlandfunks, die Langwelle Zehlendorf 177 kHz zu übernehmen, da auch sie der Auslandsversorgung diene. Dieses Ansinnen konnte vom Rundfunk in der Nalepastraße nur mit Mühe abgewehrt und die Frequenz weiterhin für das Programm des Deutschlandsenders Kultur genutzt werden.

Auch nach der Gründung des Deutschlandradios ist dem Wunsch des Deutschlandfunks nicht entsprochen worden. Bis zur Abkündigung des Senders zum Jahresende 2014 blieb es bei der Ausstrahlung des Berliner Deutschlandradio-Programms, das durch Fusion von Deutschlandsender Kultur und RIAS Berlin entstanden war.

Die Übergangsregelungen für die einstigen Sendeanlagen von Radio Berlin International endeten 1993. Damit entfielen alle Ausstrahlungen des Deutschlandfunks über die Mittelwellen 1359 und 1575 kHz wie auch der Deutschen Welle über die Kurzwellensender in Königs Wusterhausen und Wiederau. Diese Sendeanlagen wurden stillgelegt und sind inzwischen weitgehend von der Bildfläche verschwunden.

Einzig am Standort Nauen wollte die Deutsche Welle weiter festhalten, was ebenfalls als vordergründig politische Entscheidung anzusehen sein dürfte. Ab 1995 errichtete die Deutsche Telekom in Nauen vier völlig neue Kurzwellen-Sendeeinheiten. Sie ersetzten 1997 die Altanlagen, die größtenteils stillgelegt und demontiert wurden. Ausgenommen blieb lediglich eine dreh- und schwenkbare Antenne, über die mit dem zugeordneten Sender noch bis 2000 Programme der Deutschen Welle und ihres damaligen Kooperationspartners Radio Nederland Wereldomroep liefen.

Grundlage für den Bau der neuen Sendeeinheiten war ein bis 2016 verbindlicher Ausstrahlungsvertrag. Aus diesem Vertrag ließ sich die Deutsche Welle jedoch 2007 gegen eine Abstandszahlung von 14 Millionen Euro entlassen, da sie keine Kurzwellen-Dienstleistungen der Media Broadcast mehr in Anspruch nehmen wollte und stattdessen den privatisierten Senderbetrieb des BBC World Service (heute Babcock International) beauftragte. Beobachter bezweifeln die Wirtschaftlichkeit dieses Vorgehens, da auch die nach Großbritannien vergebenen Ausstrahlungen 2011 größtenteils entfielen.

Mittlerweile ist Nauen der einzige noch aktive Kurzwellenstandort des deutschen Auslandsrundfunks, nachdem auch die einstigen Sendeanlagen der Deutschen Welle in Jülich und bei Buchloe (Wertachtal) inzwischen stillgelegt und abgerissen wurden. Absoluter Schwerpunkt des Sendegeschehens sind dabei mittlerweile Programme internationaler Missionsgesellschaften.

Auch die Studios des ostdeutschen Auslandsrundfunks werden noch existieren, wenn das Funkhaus der Deutschen Welle in Köln vollständig abgerissen ist. Der frühere Sendekomplex von Radio Berlin International gehört zu den Räumen im Funkhaus Nalepastraße, in denen sich seit 2013 die britische Musikschule dBs niedergelassen hat. Bei den hierfür vorgenommenen Einbauten blieb die Struktur der Räume bis hin zur vorhandenen Beleuchtung unangetastet.

(Autor: Kai Ludwig; Stand vom 02.10.2015)

 
 
„Abstimmung mit der Deutschen Welle“
Notiz zu unverbindlichen Abstimmungen mit der DW vom 25.09.1990
 
„Ab 2.10.1990 um 23.00 UTC Sendebetrieb für die Deutsche Welle aufgenommen“
Beratungsniederschrift vom 04.10.2015
 
„Es entfällt 13610 kHz, neu dafür 5960 kHz“
Notiz zur Frequenz-/Programmänderung vom 23.10.1990
 
„Wachenbrunn 1323 kHz – kein Ersatzbetrieb von Leipzig“
Fernschreiben vom 28.06.1991
 
„Senderbelegung ab 29. 3. 92“
Belegungsplan der früheren RBI-Sender im Frühjahr 1992

KW Sender in Flevoland Niederlanden abgerissen

Niederlande

Kurzwellenantennen Flevoland abgerissen

Die Antennen der Kurzwellenanlage von Radio Nederland Wereldomroep auf dem Polder Flevoland wurden im ersten Quartal 2018 abgerissen. Wie es dazu hieß, seien sie für die künftige militärische Nutzung des Objekts nicht geeignet und ein Ersatz durch neue Antennen an kleineren Masten unvermeidbar.

Kurzwellensender Flevoland
Einige der jetzt verschwundenen Kurzwellenantennen bei Zeewolde | © Jan Joris Vereijken, CC-BY-2.0

Zu diesem Projekt gibt es inzwischen kurze Veröffentlichungen des staatlichen Immobilienbetriebs und seines Auftragnehmers, der Abbruchfirma RGS.

Der Immobilienbetrieb ließ zu diesem Thema auch ein Video produzieren, das einen unpassenden Mitschnitt enthält: Die dort angesagte Mittelwelle 1386 kHz hatte nichts mit den niederländischen Sendeanlagen zu tun hat, sondern kam aus dem Kaliningrader Radiozentrum 5 bei der Ortschaft Bolschakowo (Groß Skaisgirren).

Stand vom 23.06.2018


 

Die Kurzwellenanlage bei Zeewolde, auf dem 1968 trockengelegten und ab 1979 besiedelten südlichen Flevopolder, war 1985 in Betrieb gegangen. Sie hatte die alte Kurzwellentechnik des niederländischen „Weltrundfunks“ auf der Sendestation Lopik bei IJsselstein abgelöst.

Dafür entstanden ein kleiner Park an Vorhangantennen sowie zwei Rundstrahler. Die abzustrahlenden Signale erzeugten vier Sender mit einer Leistung von jeweils 500 kW, ergänzt um einen zusätzlichen Reservesender.

Betrieben wurde die Anlage von KPN Broadcast bzw. dessen Vorgänger Nozema. Grundlage dafür war stets ein pauschaler Vertrag mit Radio Nederland Wereldomroep als exklusivem Nutzer.

Übertragungen von Programmen anderer Veranstalter beschränkten sich deshalb auf Partner von RNW. Abgesehen von einem Pilotprojekt mit digitalen Ausstrahlungen gab es einzelne Sendungen von Radio Canada International und von Kunden der Media Broadcast (Adventist World Radio, Bible Voice).

 
 
Kurzwellensender Flevoland
Saal der Kurzwellenstation Zeewolde; links zwei der vier Betriebssender, im Vordergrund ein Modell der Antennenanlage | © Jan Joris Vereijken, CC-BY-2.0

Der Niedergang der Sendestation begann 2003, als RNW 40 Prozent seiner Ausstrahlungen auf Kurzwelle strich. Das sparte zwar die Elektroenergie für die entfallenen Betriebsstunden, nicht aber die festen Kosten für die Anlagen. Somit wurde die einzelne Frequenzstunde entsprechend teurer.

Das mündete schließlich in die Entscheidung, den unwirtschaftlich gewordenen Standort aufzugeben. Die letzten Ausstrahlungen aus Zeewolde liefen am 27. Oktober 2007.

Weitere Einschränkungen der Sendungen von RNW waren damit nicht verbunden. Die betreffenden Frequenzen übernahmen fortan die Media Broadcast sowie die französischen und russischen Sendernetzbetreiber, TDF und RTRS.

 
Kurzwellensender Flevoland
Skizze der jetzt eliminierten Kurzwellenantennen bei Zeewolde | © Jan Joris Vereijken, CC-BY-2.0

Einige Monate nach der Abschaltung wurde die Gerätetechnik demontiert, jedoch nicht verschrottet, sondern von der Media Broadcast übernommen. In den letzten Betriebsjahren war die Media Broadcast bereits mit der Wartung der Sender beauftragt.

Der Reservesender ging nach Nauen, wo bereits ein Sender gleicher Bauart aus Jülich in Betrieb war. Die übrigen Ausrüstungen erhielt das Sendezentrum Wertachtal bei Buchloe, das wiederum mit identischer Technik ausgestattet war. Neben einer Aufstockung des Ersatzteilfundus wurden zwei der Sender aus Zeewolde dort wieder in Betrieb genommen.

Die Antennen und das Betriebsgebäude bei Zeewolde blieben danach über Jahre verwaist. 2013 erwarb schließlich das niederländische Verteidigungsministerium das Objekt.

 
Kurzwellensender Flevoland
Eher unscheinbar: Einer der beiden Rundstrahler (Quadrantantennen), mit denen in Zeewolde speziell die Frequenz 5955 kHz abgestrahlt wurde | © Jan Joris Vereijken, CC-BY-2.0

RNW seinerseits sah sich zum Beginn dieses Jahrzehnts zunehmend unter Druck. Die Zukunft sichern sollte eine neue Strategie, sich auf ein ausländisches Publikum zu konzentrieren und so das Image als „Urlauber- und Truckersender“ loszuwerden.

Zu kritischen Diskussionen führten Blicke hinter die betont progressive Fassade, mit der sich RNW schmückte. So schrieb die Zeitung „Telegraaf“ von „Weltverbesserern“, die selbst in ihrer „Schlangengrube“ eine „Schreckensherrschaft“ etabliert hätten.

Schließlich entschied die niederländische Regierung mit Zustimmung des Parlaments, das Budget von RNW um 70 Prozent zu kürzen. Konsequenz war die Einstellung aller terrestrischen Hörfunksendungen.

Dabei fiel der – heute als Berater tätige – Chefredakteur Rik Rensen noch mit einer recht überflüssigen Hampelei auf: Die große, am 10./11. Mai 2012 ausgestrahlte Abschiedssendung der niederländischen Redaktion durfte zunächst nicht als solche angekündigt werden.

 
Studio von Radio Nederland Wereldomroep
10. Mai 2012: Letztes Zeitfunkmagazin von Radio Nederland Wereldomroep | © Nieuwsline-Redaktion

Wenige Wochen später wurden auch die Sendungen in englischer und indonesischer Sprache eingestellt. Als letzter Rest des Hörfunkangebots verblieb zunächst noch eine Sendung in spanischer Sprache, die 2014 schließlich ebenfalls entfiel.

Über den Chefredakteur hinaus verabschiedete sich mit dem Kahlschlag von 2012 auch der (heute zwischen den anderen Personen gleichen Namens nicht mehr auffindbare) Intendant, Jan Hoek. Für Empörung sorgte die – angeblich von ihm „nicht ausgeschöpfte“ – Abfindung von mehr als einer Million Euro, die sich Hoek bei der Übernahme des Amtes hatte zusichern lassen.

 
Radio Netherlands, 29 June 2012: Goodbye ...and thanks!
Grußkarte zur letzten englischen Sendung von RNW

Der Wegfall aller Sendungen von RNW gehörte zu den Entwicklungen, durch die auch das Kurzwellenzentrum Wertachtal nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden konnte. Es wurde daher 2013 ebenfalls stillgelegt und bereits im Folgejahr abgerissen.

Bei RNW wiederum hatte die englische Redaktion noch in ihrer Abschiedssendung die dauerhafte Archivierung des von ihr produzierten Materials versprochen. Doch schon vier Wochen später war ein großer Teil davon depubliziert.

Grund war eine Strategie der neu eingesetzten Leitung, eine klare Zäsur gegen das „alte“ RNW zu setzen. Alle Aufmerksamkeit sollte den neugestalteten Internetangeboten gelten, die sich an ein junges Publikum in Afrika, Nahost und China richten.

Den „Impact“, den das Rest-RNW mit diesem Konzept erreicht, schätzen Beobachter skeptisch ein: Sollten die Geldgeber einmal genauer hinschauen, was sie hier noch bekommen, dann könnte das ganz schnell in eine völlige Schließung münden.

 
Wereldomroep
Ehemaliges Funkhaus von RNW in Hilversum (Foto von 2008: Nazawri, Creative Commons)

Für den kleinen Mitarbeiterstab, der jetzt noch verblieben ist, reicht ein Nebengebäude, das einst der eigenen Journalistenschule von RNW vorbehalten war. Aus dem eigentlichen Funkhaus zog das Rest-RNW im Frühjahr 2013 aus.

Anschließend wurde das Gebäude entkernt, um den hier eingesetzten Asbest vollständig zu entfernen. Seit 2014 nutzt nun die Rundfunkgesellschaft AVROTROS das Haus.

 
Präsentation bei der Kurzwellenstation Flevoland
Rundfunktechnik, für Besucher leichtverständlich erklärt | © Jan Joris Vereijken, CC-BY-2.0

Nach der Einstellung der Hörfunksendungen sollen die Archivbestände von RNW zumindest teilweise dem niederländischen Rundfunkarchiv (Beeld en Geluid) angeboten worden sein.

Was daraus wurde, ist nicht bekannt. Berichtet wird über eine eher chaotisch wirkende Abwicklung, bei der die Bänder der Sendung „Media Network“ von deren Gestalter persönlich sichergestellt wurden.

Ebenfalls nicht bekannt ist, was aus dem depublizierten Onlinematerial wurde. Im Zuge von Systemumstellungen könnte hier inzwischen eine fünfstellige Anzahl an Beiträgen umstandslos gelöscht worden sein.

 
Modell des Mittelwellensenders Flevoland
Dieses Exponat im Sendersaal der Kurzwellenstation Zeewolde wurde beim Ausbau der Technik demoliert: Ein Modell des benachbarten Mittelwellensenders | © Jan Joris Vereijken, CC-BY-2.0

1980 hatte die damalige Nozema auf dem Flevopolder auch eine neue Mittelwellenanlage in Betrieb genommen. Sie sollte eigentlich 2016 stillgelegt und abgerissen werden. Durch den Widerstand des letzten verbliebenen Programmveranstalters gibt es hier nun noch eine Galgenfrist, bestenfalls bis zum Ende des Jahres 2018.

 

Autor: Kai Ludwig