Das waren die Eifeler Radio Tage

Heute wurde in der Radio DARC Sendung über die Eifeler Radio Tage informiert. Aus dem alten Bunker wurde auf UKW Kurzwelle und im Internet so wie in den 60er Jahren ein zweitägiges Radioprogramm gemacht. Ich habe hier am Niederhein auf dem Internetstream zugehört und zugesehen. Die Kurzwelle 6030Khz war in der Toten Zone. Für UKW war ich zu weit weg. Hier wird gewaltiges bewegt. Vor ca 2 Jahren habe ich von dem Standort auf 1593 khz auf der Mittelwelle Testsendungen gehört.

 

https://www.eifeler-radiotage.de/

 

Der Standort wird für Übertragungen auf KW mit 1 KW genutzt

 

Hier ist der kurze Beitrag von Radio, Menschen und Geschichte vom 27.11.2016. Aufgenommen über ein WebSDR auf 6045 kHz.

Am 6.10.2016 konnten wir diese tolle Senderbesichtigung in Kall- Krekel machen. nochmals ein großes Dankeschön!

Sendungen auf KW kann man hier mieten.

http://www.shortwaveservice.com/index.php/de/

828 kHz während der Maker Faire 2019

 In diesem Jahr findet die 7. Maker Faire Hannover auf dem Gelände des HCC (Hannover Congress Centrum) statt. Die Funkamateure des OV H13 sind von Anfang an dabei und präsentieren den Amateurfunk auf diesem Fest für Kreative, Bastler und Künstler.

Die OMs Chris DL1CR, Ben DK6OT und Jürgen DF9OA beschäftigen sich seit einiger Zeit mit AFU auf der Mittelwelle 630 m. Dabei kam die Idee auf, die QRG 828 kHz für die Maker Faire im Rahmen eines „Veranstaltungsrundfunks“ zu aktivieren. Die Frequenzwahl ist kein Zufall, denn bis Anfang 2015 wurde dort das Programm von NDR-Info spezial vom Sender Hemmingen ausgestrahlt. Die Funkamateure aus Hannover haben die Abschaltung des Senders am 13.1.2015 mit einer „Trauerfeier“ begleitet. Ein YouTube-Video ist unter dem Stichwort „Abschied vom Sender Hemmingen 828 kHz“ zu finden.
Mit normalen Mittelwellen-Empfängern können die Besucher der Faire auf dieser QRG erneut Rundfunk hören.
Um diese AM-Rundfunkfrequenz zu nutzen, bedarf es zunächst der Genehmigung der zuständigen Landesmedienanstalt (hier: NLM), und danach kann die (temporäre) Zuteilung durch die BNetzA folgen. Beide Behörden standen unserem Anliegen sehr wohlwollend gegenüber. Die NLM hat die Genehmigung sogar kostenfrei erteilt. Die BNetzA hat hier jedoch keinen Spielraum und muss eine Gebühr in Höhe von 450 € erheben. Das wäre selbst für einen recht großen OV wie dem H13 zu viel. Der Veranstalter der Maker Faire, der Heise-Verlag, hat sich jedoch offen für dieses Projekt gezeigt und diese Kosten übernommen. Für den OV H13 bleiben dann „nur“ die Ausgaben für die Sendetechnik. Etwas enttäuscht waren die Organisatoren im Verlag als sie in einem Vorgespräch erfahren haben, dass die Aussendung auf den unmittelbaren Bereich der Veranstaltung beschränkt bleiben muss. So schreibt es die BNetzA in ihrer Genehmigungsurkunde vor. Man hat sich seitens des Verlages vorgestellt, einen großen Teil Niedersachsens zu erreichen. Das ist jedoch mit der gestatteten ERP von 100 mW – zumal tagsüber – ausgeschlossen. Da wir vom HCC großzügig unterstützt werden, und eine ca. 60m lange Antenne in beachtlicher Höhe aufbauen können, sind wir gespannt, wie groß die Reichweite auch mit kleiner Leistung tatsächlich werden kann. Annahmen über den Antennenwirkungsgrad sind mit großen Unsicherheiten behaftet. Auch ist unklar, inwieweit die Feldstärke ausreicht, um innerhalb der Gebäude das vorhandene große Störpotential zu überwinden. Das ist für uns alle Neuland.
Die Sendetechnik ist um einen Direct Digital Syntheziser (DDS) vom Typ AD9850 herum aufgebaut. Ein Arduino steuert alles, ein Mikrofon-Eingang mit Kompressor und ein MP3-Modul für das Pausenzeichen liefern das Modulationssignal. Eine 10W-PA mit Oberwellenfilter und Anpassmitteln wird (hoffentlich) die erlaubten 100 mW ERP erreichen. Dazu kommt noch eine Modulationskontrolle und ein Antennenstrommessgerät.
Inhaltlich ist geplant, die Aussteller auf der Faire und deren Angebot vorzustellen. Es werden Live-Interviews mit Besuchern geführt und im Vorfeld sollen diverse Politiker Grußworte sprechen, die in das laufende Programm eingestreut werden. Daneben wird der Heise-Verlag eigene Beiträge liefern. Wir haben mit Gabriela Blinde (Schwester von OM Tom, DO4TBH) eine erfahrene Moderatorin gewinnen können, die das Programm gestalten wird.
Als kleines Highlight haben sich unsere Techniker, Chris, Ben und Jürgen ausgedacht, den Träger um +- 100Hz mit CW-Signalen umzutasten. Das ist mit einem normalen AM-Empfänger nicht zu hören, stört also nicht. Wer jedoch einen ordentlichen AFU-RX hat und die Empfangs-QRG und die Bandbreite korrekt einstellt, kann das CW hören. Das Signal (sprich: Taste gedrückt) wird auf 828 kHz + 100 Hz gesendet. 828 kHz – 100 Hz stellt dann die Pause dar. Normalerweise schreibt die BNetzA eine Frequenzkonstanz des Trägers von +- 10 Hz vor. Der Bitte, das auf +-100 Hz auszudehnen, um die CW-Sendung zu ermöglichen, wurde unbürokratisch nachgekommen.
Wir werden den Sender auch in der Nacht vom 17. auf den 18. August und vermutlich ebenso in der Nacht vom 18. auf den 19. August durchlaufen lassen und sind auf Empfangsberichte gespannt!
Der Aufbau der Antenne wird am 12. 8. erfolgen und erste Tests und Optimierungen werden ab dann vorgenommen.
Quelle: Matthias Wendt, DL9MWE
 
Zu erwartende Reichweiten

Gestützt auf unsere Erfahrungen auf 630m im Amateurband gehen wir von folgenden Reichweiten aus:

AM Aussendung ca. 3km (Taschenempfänger) bis 20km (Langdraht) bei ungestörtem Empfang am Tage, nachts weniger durch „Störung“ durch engl. Lokalstationen (120W) und durch Radio St. Petersburg (10kW)

CW nachts über 100km, wenn die Frequenzumtastung trotz Überlagerung durchkommt.

Empfangsberichte sind sehr willkommen!

Pausenzeichen der geplanten Aussendung

https://youtu.be/3UrnGWDxwco

CW Signal durch Frequenzumtastung, auch hörbar in AM durch Überlagerung mit anderen Sendern
https://youtu.be/WmW5eyIxiQ8

 
 

 

BBC World Service gestartet via DAB+ in den Niederlanden

 
BBC World Service ist jetzt auch in einem großen Teil der Niederlande über DAB + verfügbar. Der englischsprachige Nachrichtensender wurde am Mittwoch zum MTVNL-Netzwerk hinzugefügt. Die Berichterstattung erfolgt hauptsächlich in der Randstad.Die Niederlande sind nicht das erste Land, in dem der Weltdienst über DAB + sendet. Der Sender startete auch früher in Flandern über digitales Ätherradio. Der BBC World Service kann im alten DAB-Standard in Großbritannien landesweit empfangen werden.

Bis 2011 konnte der BBC World Service in weiten Teilen Europas über die 648-kHz-Mittelwellenfrequenz empfangen werden. Aufgrund von Budgetkürzungen wurde dieser Kanal jedoch abgeschaltet.

Über das MTVNL-Netz kann ein großer Teil der Niederlande bereits verschiedene Sender hören, die nicht auf UKW ausgestrahlt werden, darunter Efteling Kids Radio, Hotradio Hits, Groot Nieuws Radio und LXClassics. In Brabant und Drenthe unterscheidet sich das Angebot vom Rest des Landes. [Radio.NL]

BBC Worldservice via DAB+ in Brüssel

Abgeordnete in Brüssel können jetzt auch hochwertige Nachrichten auf Englisch hören. Seit Montag kann der Worldservice der BBC in der europäischen Hauptstadt über DAB + empfangen werden. Der Worldservice ist der achte Sender, der über das DAB + -Netz von Norkring sendet.

BBC Worldservice über DAB + in Brüssel
Anfang dieses Jahres startete Norkring eine kommerzielle DAB + -Plattform in der Region Brüssel. Neben BBC Worldservice können hier auch Top Radio, VBRO Radio, Radio Maria, Radio FG, Radio City, Club FM und Family Radio empfangen werden.

Derzeit können die acht Radiosender nur über DAB + in der Region Brüssel gehört werden. Langfristig wird die Abdeckung über Antwerpen und Gent auf ganz Flandern ausgedehnt. Diese Abdeckung wird voraussichtlich Mitte 2017 erreicht. [Radio.NL]

 

Keine Arme -Keine Kekse

Keine Arme – Keine Kekse

Nichts gegen behinderte – Ich bin auch behindert. Der Spruch kam dadurch um Anderen klar zu machen das jeder bestimmte anatomische Unterschiede hat die einige wohl nicht war haben wollen.  Wenn man eine piepsige Stimme hat kann man schlecht Moderator werden.  Der Spruch kam mir über die Lippen als ich mal wieder ein Internetradio hörte. Ich meine dies Tausende von Internetradios, ich nenne sie Club Radio, wo sich Menschen im Chat treffen und Dj`s Musik spielen. Die reden in den unmöglichsten Stellen der Musik in ein Headset Mikro rein. Begrüssen jeden der in den Chat kommt. Sogar dann wenn jemand anderes sich den Song gewünscht hat. Durch das reinreden zerstört man den Song. Dann diese Ansagen , jetzt kommt das war der Song. Diese Typen finden sich selber gut und sagen sich dann immer das der Dj es gut gemacht hat. Diese Sender sind schrott. Meine Erfahrung habe ich auch bei solchen Treffen gemacht. Es ist kein Radio sondern ein Club von Menschen die sich treffen und auf diesem Level Spaß haben. Leider sind die Rechte kosten gerade bei GVL seht hoch. Gema ist noch bezahlbar. Aber die wenigsten wissen das man das umgehen kann mit Anbietern wie Laut.fm  oder Readionomy

Niederlande Piratensender Radio Testarossa zum zweiten mal ausgehoben

Die Telekommunikationsagentur und die Polizei haben am Freitagnachmittag einen weiteren großen illegalen Radiosender ausgeschaltet. Es war eine Radio-Piraten-Testarossa-Station in der Stadt Zieuwent in Achterhoek.

Die Telekommunikationsagentur und die Polizei haben am Freitagnachmittag einen weiteren großen illegalen Radiosender ausgeschaltet. Es war eine Radio-Piraten-Testarossa-Station in der Stadt Zieuwent in Achterhoek.

Wieder ein illegaler Radiosender in Achterhoek Die AT hat den Sender zerlegt und mit allen dazugehörigen Geräten beschlagnahmt.

„Um die Sicherheit der Mitarbeiter gewährleisten zu können, half die Polizei bei der Arbeit“, sagte Rundfunk Gelderland.

Auf den Bildern sagt eines der Mitglieder, das aus Angst vor Repressalien durch die Polizei anonym bleiben will, sehr enttäuscht: „Es macht keinen Spaß mehr.“

Laut Toon Ruiken von der Polizei ist es nicht so schlimm. Um den illegalen Kanal abzubauen, wurden neben der Telekom achtzehn Polizeibeamte benötigt, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Die Polizei weiß aus Erfahrung, dass oft viele Menschen zum Zerlegen kommen, wenn ein illegaler Radiosender aus der Luft genommen wird.

Agent riechen. „Wir wissen aus Erfahrung, dass die Zuhörer äußerst kreativ sind, wenn es darum geht, die offiziellen Pflichten vor Ort zu behindern. Zum Beispiel durch Sperren von Zugriffswegen, um das Entfernen von Inhalten zu verhindern. ‚

Die Polizei beschlagnahmte zusammen mit dem AT rund 25.000 Euro für Sendegeräte. [Radio.NL]#

 

Dies ist das zweite Mal in kurzer Zeit, dass ein illegaler Testarossa Piratenradio aus geschaltet wurde. Im Mai hat die Agentur zudem eine 85 Meter hohe Antenne  in Beltrum abgebaut. [Radio.NL/GLD]

Quelle : http://radio.nl/818831/weer-illegale-radiozender-uit-de-lucht-gehaald-in-de-achterhoek

Radio: www.top100germany.de

Musik ist meine Leidenschaft. Als ich noch eine gute Stimme hatte habe ich verschieden Veranstaltung moderiert. Heute habe ich mehrer Web oder Internet Radios. Hier geht es um den Top100germany Sender

Man denkt ja immer so ein 63 er Mann hat wohl wenig Ahnung über Musik. Ich betreibe schon seit Jahren Top100Germany. Ursprünglich sollten nur die deutschen Charts gespielt werden. Aber vor Jahren kam der amerikanische HipHop da rein. dann zur Zeit sehr viele deutsche HipHop. Das meiste ist auch manchmal in den Texten voll Schrott. Einiges ist Ok und weniges ist sehr gut. Da es mein Sender ist sortiere ich aus. Es ist mir klar das es eine deutsche Top 100 die nach Verkauf der Songs geht. In letzter Zeit kommen immer mehr deutsche Songs hin die Top100. German Pop aber auch Schlager. Die Entwicklung ist extrem gespalten. So habe ich schon seit einiger Zeit viele Songs aus den Top 100 nicht mehr gespielt. Verstärkt sind schon einige Hits von Heute und vor 2-8 Jahren in der sehr umfangreichen Playliste. Damit wir kein Dudelsender sind gibt es jede Menge  Songs die nicht im Mainstream zu finden sind. Da ich dem Europa Gedanken sehr nahe bin gibt es eine Prise französische spanischer italienischer und wegen der Nähe zur Grenze der Niederlande auch flämische Hits.  Auch tauschen wir jede Woche mindesten ein viertel der Musik aus. Wenn euch das Programm gefällt empfehlt den Sender weiter

Mittelwellensender Spirit Radio in Irland

  Spirit Radio, der christliche Gospelsender, der auf 549 KHz sendet, wird seine Lizenz für 2020 erneuern, da die derzeitige im Dezember 2019 ausläuft.
Sie testen einen neuen 50-KW-Sender von Telefunken, mit dem sie die Abdeckung verbessern möchten. Der Harris 50 KW-Sender wird auch als Standby-Einheit gehalten.

Mittelwellen Piratensender in Belgien

Paradisefm

Es ist eine belgische Piratenstation mit unregelmäßiger Mittelwellenaktivität. In der Vergangenheit wurde auf 1440 kHz gesendet, Anfang des Jahres jedoch auf 1350 kHz umgestellelt.
Website: http://paradisefm.org/

Es gibt einen Sender auf 1350 KHZ, der sich als „Paradijs FM, Belgium“ ausweist und fortlaufende Pop- und Rockmusik spielt. Die Ansagen sind in deutscher und englischer Sprache und außerdem in AM.
Es könnte sich um den Sender handeln, der in Norditalien „I am Radio“ weitergeleitet hat, da die Signalstärke und die Modulationsqualität ziemlich ähnlich sind.
Kann jemand Licht auf dieses Signal werfen? Ich habe es zum ersten Mal am Osterwochenende mit demselben Format gehört.

Anschlag auf Top100germany

Gestern gab es keine Musik mehr auf Top100germany . Schon am Morgen viel mir auf das völlige Stille. Ich ging erst einmal von einem Totalausfall aus. Das gab es schon mal und um 10 Uhr wird dann daran gearbeitet. Gegen Mittag habe ich dann den Server selber neu gestartet  Es war kurz Musik zu hören die dann ausgeblendet wurde. Nun war mir klar was los war. Jemand hat sich Zugang zum Live Senden verschafft und blockiert  damit die Rotation. Es man das Passwort extrem schwierig geändert. Da man erst wieder in 3 Stunden einen Reset auslösen konnte lief der Sender erst einwandfrei ab ca. 17:00 Uhr. Damit ist es noch nicht zu Ende. Ich muss mir Gedanken machen wie ich Server und die Webseiten noch besser schützen muss. 

Wie geht es weiter mit DAB+ in NRW

Die Nutzung des DAB+-Standards zur Verbreitung digitalen Hörfunks gewinnt zunehmend an Bedeutung in Europa und in der Bundesrepublik Deutschland. Um auch in Nordrhein-Westfalen eine Nutzung von DAB+-Übertragungskapazitäten zu ermöglichen, bereitet die Landesanstalt für Medien NRW eine bedarfsgerechte Beantragung der Zuordnung von Übertragungskapazitäten bei der Landesregierung vor. Sie ist dabei auf Erkenntnisse zur Bedarfslage angewiesen und hat sich daher mit einem Aufruf an alle interessierten Anbieter gerichtet.

Der Landesanstalt für Medien NRW ist daran gelegen, mit den Erkenntnissen aus dieser Abfrage idealerweise eine möglichst umfassende und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit einem vielfältigen Programmangebot und programmbegleitenden Diensten des privaten Hörfunks zu sichern.

Wie geht es in Sachen DAB+ in NRW weiter?

Auf Grundlage der ermittelten belastbaren Bedarfsprognosen wird die Landesanstalt für Medien NRW im nächsten Schritt die Zuordnung von Übertragungskapazitäten bei der Staatskanzlei beantragen. Ob die Bundesnetzagentur (BNetzA) den von der Staatskanzlei angemeldeten Bedarf decken kann, hängt von dem konkreten Bedarf und den frequenzplanerischen Möglichkeiten ab, die der Wellenplan Genf2006 bietet. Falls die BNetzA diesen Bedarf decken kann, werden anschließend dem Land NRW entsprechende Übertragungskapazitäten zur Verfügung stehen, die von der Landesanstalt für Medien NRW nach Zuordnung ausgeschrieben werden.
Über die voraussichtlichen Netzkosten kann keine verbindliche Aussage seitens der Landesanstalt für Medien NRW getroffen werden, da der Aufwand wesentlich vom Zuschnitt und den topografischen Gegebenheiten der zu versorgenden Gebiete sowie von der gewünschten Versorgungsqualität und -güte abhängt und die Kalkulation je nach Netzbetreiber variieren kann. Eine Förderung durch die Landesanstalt für Medien NRW ist nicht vorgesehen.

Karten der Sendegebiete nach DAB+-Bedarfsstrukturkonzept [pdf, 366 KB]

 

 

 

DAB + der Sender auf dem Pfänder in Österreich den Mux Kanal für Deutschland aufgeschaltet

Die DAB+ Versorgung in den Regionen Allgäu, östlicher Bodensee und Lindau wird noch besser. Am Dienstag, den 7. Mai 2019, hat Netzbetreiber Media Broadcast dafür den Sender am Standort Pfänder (Österreich) in Betrieb genommen. Von hier werden die digitalen Programme des ersten deutschlandweit ausgestrahlten DAB+ Angebotes mit 13 privaten und öffentlich-rechtlichen Radiosendern übertragen. Mit dem Start des Sendebetriebes optimiert Media Broadcast insbesondere den Inhaus-Empfang der Programme in der Region und erreicht noch mehr Zuhörer.

Das neue Angebot umfasst folgende, teils exklusiv per DAB+ ausgestrahlte bundesweite Programme:

  • Absolut Relax
  • Deutschlandfunk
  • Deutschlandfunk Kultur
  • Deutschlandfunk Nova
  • DRadio DokDeb
  • Energy
  • ERF Plus
  • Klassik Radio
  • Radio BOB!
  • Radio Horeb
  • Schlagerparadies
  • Schwarzwaldradio
  • Sunshine live

Das erste bundesweite DAB+ Radioangebot wird seit 2011 im Kanal 5C verbreitet. Die technische Reichweite wird bis Ende 2019 auf über 85% der Bevölkerung in Deutschland steigen. Über 99% der Autobahnen werden dann abgedeckt sein. Dazu wird das erste bundesweite DAB+ Netz von 124 auf mindestens 137 Standorte bis Ende dieses Jahres ausgebaut und auch in den kommenden Jahren kontinuierlich durch zusätzliche Standorte verdichtet. Die Aufschaltung am Standort Pfänder ist Teil des aktuell laufenden Sendernetzausbaus.

Hintergrund DAB+
Neben einer großen, teils exklusiven Auswahl an Programmen bietet DAB+ Zusatzservices wie Nachrichten oder Infos zum Programm auf dem Display des Radioempfängers. DAB+ ermöglicht die Radioverbreitung von noch mehr Programmen in digitaler Klangqualität, ohne Rauschen und mit besserer Empfangsqualität als UKW. Für den Empfang benötigen die Zuhörer ein digitales Radiogerät, das den DAB+ Standard unterstützt. Sie stehen in großer Auswahl zu unterschiedlichen Preisen in den Fachhandelsmärkten zur Verfügung.

Downloads und Infos
Eine Karte der Empfangsregionen des Bundes-Multiplex steht hier zum Download bereit.

Programmkarten nach Bundesländern, ein Empfangs-Check, Geräteübersichten und aktuelle News zu Digitalradio sind unter www.dabplus.de verfügbar.

Über Media Broadcast
Media Broadcast ist Teil der freenet Group und als Deutschlands größter Serviceprovider der Rundfunk- und Medienbranche Partner für Ihre Digitalisierung. Das Unternehmen projektiert, errichtet und betreibt multimediale Übertragungsplattformen für TV und Hörfunk auf Basis moderner Sender-, Leitungs- und Satellitennetzwerke. Media Broadcast ist Marktführer bei DAB+ und bei DVB-T2 HD und vermarktet die Plattform freenet TV. Darüber hinaus vernetzt das Unternehmen Rundfunkanbieter mit seinem hochverfügbaren Glasfaser-Netzwerk und realisiert Produktionen und Übertragungen von Live-Events für TV-Sender und Unternehmen. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Köln. Mehrere hundert Service Mitarbeiter sind bundesweit im Einsatz.

Irischer Rundfunk RTE will Langewelle 252khz verlassen

Der irische öffentlich-rechtliche Sender RTÉ verschiebt erneut die Abschaltung der langen Welle. Die Absicht war, die 252 kHz im Juni dieses Jahres zum Schweigen zu bringen, aber bemerkenswerterweise plant der Sender eine umfassende Wartung für die Station im nächsten Herbst.

Irish Public Broadcaster verschiebt langwelliges Herunterfahren Obwohl der irische Broadcasting-Sender noch nicht offiziell bestätigt hat, dass die Langwelle, auf der RTÉ Radio 1 ausgestrahlt wird, , wird der Sender im Sommer, gewartet werden.

Die benötigten Teile werden voraussichtlich Mitte September aus Kanada eintreffen.

Infolge der Wartungsarbeiten wird der Langwellensender des RTÉ in diesem Herbst 10 Wochen lang abgeschaltet. Danach konnte der Kanal wieder mühelos mindestens zwei Jahre bestehen.

Die ursprüngliche Absicht war, dass der Langwellensender des RTÉ im Oktober 2014 ausfällt. Dies führte jedoch zu einem Proteststurm, der die Unterbrechung um drei Monate verzögerte. Da die Proteste andauern, wurde beschlossen, den Langwellensender für weitere zwei Jahre eingeschaltet zu lassen. 2017 wurde die Unterbrechung erneut um zwei Jahre verschoben.

Durch die lange Welle erreicht der RTÉ die ältere irische Gemeinde im Vereinigten Königreich. Sie hören immer noch häufig dem Sender zu, um die Verbindung zu seinem Heimatland aufrechtzuerhalten.

Der irische öffentlich-rechtliche Sender hatte gehofft, über DAB + im Vereinigten Königreich ausgestrahlt zu werden, wodurch Man den Sender auf Langewelle abschalten könne. Das Gesetz In England hat sich jedoch immer noch nicht geändert, so dass ausländische Radiosender nicht über digitalem Radio in Großbritannien ausgestrahlt werden dürfen. [Radio.NL]

Zweiter DAB+-Bundesmux: Es wird noch ums Geld gefeilsch

Mehrere attraktive Drittanbieter haben sich eine Option auf Sendeplätze im zweiten bundesweiten DAB+-Multiplex gesichert, der voraussichtlich noch in diesem Jahr an den Start gehen wird. Darunter befindet sich auch mindestens ein Programm, das Musik gegen den Mainstream spielt. Das erfuhr SatelliFax aus Verhandlungskreisen zwischen Programmanbietern und dem Konsortium Antenne Deutschland. Den Veranstaltern sei inzwischen sehr bewusst, dass es sich bei der zweiten nationalen Bedeckung um die letzte Möglichkeit einer bundesweiten, terrestrischen Verbreitung im Hörfunkbereich handeln könnte, heißt es. Vor allem im mobilen Bereich, etwa auf Autobahnen, sei DAB+ alternativlos, außerdem wäre es eine attraktive Möglichkeit, mit einem Schlag alle Ballungsräume zu versorgen. Aktuell werde aber noch um die Verbreitungskosten gerungen. Es sei zudem eher unwahrscheinlich, dass das Sendernetz, wie ursprünglich angedacht, bereits bis Ende 2019 im Endausbau mit 71 Sendeanlagen in Betrieb gehe. 

Laut Vorgaben aus der der Politik muss der zweite Bundesmux bis Ende 2019 mindestens 28 Prozent der Haushalte erreichen (40 Prozent Outdoor-Versorgung). Bis Ende 2023 sollen mindestens 50 Prozent der deutschen Haushalte und 90 Prozent der Autobahnen versorgt sein.

Quelle https://www.satellifax.de

Österreichischer DAB+-Bundesmux mit ersten Tests

Erster Test des österreichischen DAB+-Bundesmuxes (Foto: OE1MPR)

Erster Test des österreichischen DAB+-Bundesmuxes (Foto: OE1MPR)

 

Am 28. Mai soll auch in Österreich ein überregionaler DAB+-Multiplex an den Start gehen. Von einem bundesweiten Angebot möchte ich ähnlich wie beim geplanten zweiten überregionalen Multiplex in Deutschland nicht sprechen. In beiden Fällen wird es auch nach dem geplanten Endausbau noch erhebliche Versorgungslücken geben.

Am Mittwoch hat der österreichische Bundesmux ein erstes “Lebenszeichen” in Form mehrstündiger Testsendungen im Raum Wien von sich gegeben. Beobachtern zufolge war die Sendeleistung offenbar sehr gering. Denkbar wäre, dass nur einer der drei geplanten Sendeanlage für den Ballungsraum rund um die österreichische Bundeshauptstadt betrieben wurde. Möglicherweise wurde aber auch der Multiplexer getestet, sodass einem reibungslosen Ablauf zum offiziellen Start Ende Mai nichts im Wege steht.

Netzabdeckung ab Ende Mai 2019 (Quelle: ORS)
Netzabdeckung ab Ende Mai 2019 (Quelle: ORS)

Ausgestrahlt wurden im Rahmen des Tests zwei Kanäle:

  • Arabella relax (wobei de facto wohl das reguläre Wiener Programm von Radio Arabella zu hören war)
  • jö.live (hier stand nur ein leerer Träger, zumal jö.live erst am 2. Mai als Nachfolger der Ladenfunkprogramme Radio Billa, Merkur Live, PENNYlive und Radio BIPA auf Sendung geht)

Denkbar wäre, dass es in den nächsten Tagen weitere Tests gibt. Zum Start am 28. Mai ist das folgende Sendernetz geplant:

  • Wien 1 (Kahlenberg) – Kanal 5D – 11 kW
  • Wien 8 (Liesing) – Kanal 5D – 10 kW
  • Wien 9 (DCTower) – Kanal 5D – 7 kW
  • Graz 1 (Schöckl) – Kanal 8A – 10 kW
  • Linz 1 (Lichtenberg) – Kanal 6D – 10 kW
  • Semmering (Sonnwendstein) – Kanal 5D – 5,6 kW
  • Bregenz 1 (Pfänder) – Kanal 5B – 10 kW
Geplante Netzabdeckung zum vorläufigen Endausbau (Quelle: ORS)
Geplante Netzabdeckung zum vorläufigen Endausbau (Quelle: ORS)

Empfang auch in Süddeutschland möglich

Vor allem der Sender auf dem Pfänder in Vorarlberg, der ursprünglich erst zu einem späteren Zeitpunkt starten sollte, ist für deutsche Interessenten spannend. Im Kanal 5B sollten die Programme auch im gesamten Bodenseeraum und weiteren Teilen von Bayern und Baden-Württemberg zu empfangen sein.

Zum 31. März 2020 ist die nächste Ausbaustufe des Sendernetzes geplant. Zu diesem Zeitpunkt sollen folgende Sendeanlagen in Betrieb genommen werden

  • Innsbruck 1 (Patscherkofel) – Kanal 5B – 10 kW
  • Salzburg (Gaisberg) – Kanal 5B – 5,6 kW
  • Sankt Pölten (Jauerling) – Kanal 5D – 5,6 kW

Der Sender auf dem Gaisberg sollte auch im Südosten Bayerns zu empfangen sein und auch vom Patscherkofel könnten Grenzregionen in Bayern profitieren.

Zum 22. September 2020 ist der vorläufige Endausbau geplant. Zu diesem Termin ist die Inbetriebnahme folgender Sender geplant:

  • Bruck/Mur (Mugel) – Kanal 8A – 10 kW
  • Klagenfurt 1 (Dobratsch) – Kanal 6A – 5 kW
  • Rechnitz (Hirschenstein) – Kanal 8A – 5,6 kW
  • Wolfsberg (Koralpe) – Kanal 6A – 1,4 kW

Im Endausbau sollen 62,58 Prozent der österreichischen Bevölkerung Indoor-Empfang mit portablen Geräten haben. Outdoor soll der Versorgungsgrad bei 83,46 Prozent liegen. Bislang gab es in Wien bereits einen regionalen DAB+-Multiplex.

DAB+ aus Österreich ab Ende Mai auch in Deutschland hörbar

Der natio­nale DAB+-Multi­plex in Öster­reich wird vom Start weg am 28. Mai auch in Teilen Südwest­deutsch­lands hörbar werden. Wie aus einem Doku­ment des Sender­be­trei­bers ORS, das teltarif.de vorliegt, hervor­geht, werde zusätz­lich zu den Sende­an­lagen in Wien (drei Stand­orte), Semme­ring (Sonn­wend­stein), Graz (Schöckl) und Linz (Lich­ten­berg) auch der Sender Bregenz (Pfänder) im Kanal 5B in Betrieb gehen.

Parallel soll die Aufschal­tung des deut­schen Bundes­muxes am Standort Pfänder im Kanal 5C erfolgen, so dass die Boden­see­re­gion auf einen Schlag über 20 neue Hörfunk­pro­gramme im Digi­tal­radio bekommt. Die Reich­weite des Senders Pfänder erstreckt sich in Deutsch­land auf Städte wie Lindau, Fried­richs­hafen, Ravens­burg und Konstanz. Selbst in Hoch­lagen des Schwarz­waldes kann man die Programme von dem expo­nierten Standort in Vorarl­berg hören. Hinter­grund für die über­ra­schende Aufschal­tung des öster­rei­chi­schen natio­nalen Multi­plexes mit mindes­tens neun Programmen: Die ORS konnte kurz­fristig einen gebrauchten Sender beschaffen, der mit dem Start im Mai 2019 ans Netz geht. Ursprüng­lich war der Start am Pfänder erst im März 2020 vorge­sehen.

Start mit neun Programmen

Die ORS-Sendeanlage auf dem PfänderDie ORS-Sendeanlage auf dem Pfänder
Foto: ORS

Im öster­rei­chi­schen Bundesmux werden vom Start weg die Privat­ra­dios 88,6, Radio Maria, Tech­nikum One, Energy, Klassik Radio, Arabella Relax, Rock Antenne, ERF Plus und jö.live zu hören sein. Weitere Kapa­zi­täten befinden sich in Ausschrei­bung. Test­sen­dungen mit den Programmen Arabella Relax und jö.live konnten bereits im Groß­raum Wien beob­achtet werden.

Einige bislang regional in Wien verbrei­tete Programme wech­seln zu diesem Termin ins öster­reich­weite Programm­paket. Daher wurden parallel 300 Capa­city Units (CU) im Wiener Stadt-Multi­plex neu ausge­schrieben. Das soll je nach genutzter Daten­rate für etwa fünf Hörfunk­pro­gramme ausrei­chen. Ange­strebt wird, dass die neuen Veran­stalter bereits zum 28. Mai bzw. spätes­tens bis 1. Juli auf Sendung gehen.

Quelle mobile.teltarif.de

Zweiter Bundesmux Ende 2019

Das landesweite DAB + in Deutschland wird in diesem Jahr mit 13 Kanälen erweitert. Die Gesamtzahl der Kanäle, mit denen die „Bundesmux“ emittiert wird, wächst auf 137. Damit kann das Netz in 96 Prozent der deutschen Außenanlagen sowie 99 Prozent der Autobahnen empfangen werden.

Deutschland: 13 neue Kanäle für landesweiten DAB + Seit 2011 hat Deutschland über DAB + Landesradio. Derzeit gibt es Sender wie Radio Bob, Sunshine Live, Deutschlandfunk, Schlagerparadies, Klassik Radio, Energy, Schwarzwaldradio und Absolut Relax.

Zunächst wurde ein Netz von 27 Stationen gestartet, das vor allem die Großstädte abdeckt. In den vergangenen Jahren wurde die Zahl der Kanäle auf 124 erweitert, die fast überall in Deutschland aufgenommen wurden.

In diesem Jahr wird es 13 neue Kanäle geben, die den Empfang in den Bundesländern Baden-Württemberg (1), Bayern (7), Nordrhein-Westfalen (2), Rheinland-Pfalz (2) und Schleswig-Holstein (1) weiter verbessern werden.

Damit erhöht sich die Außenabdeckung von 94,4 auf 96,0 Prozent. Die Zahl der Deutschen, die das nationale DAB +-NET im eigenen Haus erhalten kann, wächst von 66,5 auf 68,4 Millionen, was fast 85 Prozent entspricht. Zusätzlich gibt es einen Empfang bei 99% aller Autobahnen.

Inzwischen wurden in Deutschland mehr als zwölf Millionen DAB +-Empfänger verkauft. Im vergangenen Jahr ging eine Rekordzahl von 1,4 Millionen Exemplaren über den Ladentisch. Auch auf regionaler Ebene wird bei DAB + noch Druck ausgeübt. Zum Beispiel nutzt der öffentlich-rechtliche Sender BR für Bayern noch regelmäßig neue Kanäle, um die Kanäle zu verbessern. Der NDR-öffentlich-rechtliche Sender für Norddeutschland nimmt in diesem Jahr acht neue Kanäle auf, davon drei in Niedersachsen.

Das Konsortium Antenne Deutschland hat es bestätigt: Der zweite nationale DAB+-Multiplex soll in diesem Jahr endlich an den Start gehen. Ein erster Testlauf ist zur IFA in Berlin geplant, offiziell starten soll das Paket im vierten Quartal 2019. Im Folgenden beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um die zweite nationale Digitalradio-Bedeckung.

Welche Programme werden zu hören sein?

Vom Sender Hamburg wird der zweite Bundesmux verbreitetIm zweiten Bundesmux werden, anders als im ersten, ausschließlich privat-kommerzielle Programme zu hören sein. Betreiber des Muxes sind Media Broadcast und der Hörfunkveranstalter Absolut Radio, die zu diesem Zweck das Gemeinschaftsunternehmen Antenne Deutschland gegründet haben.

Absolut Radio will einen Teil der Kapazitäten selbst nutzen. Dabei dürfte das Unternehmen seine bisher bereits im Internet verbreiteten Programme Absolut Bella (Schlager/Italo Hits), Absolut Oldie Classics und Absolut Music XL (Album Pop/Rock) ausstrahlen. Zudem könnte das jugendorientierte Musikprogramm Absolut Hot von Regionalmuxen in Hessen, Bayern und Sachsen in die nationale Bedeckung wechseln. Laut früheren Angaben sei zudem ein Talkradio geplant. Weitere Formate sind denkbar. Ursprünglich hatte sich Absolut Radio sogar um den gesamten Multiplex beworben.

Die restlichen Kapazitäten will Antenne Deutschland an Drittanbieter vermieten. Diese sollen auch zu einer Finanzierung des Netzes beitragen. Umgekehrt verspricht Antenne Deutschland den Veranstaltern eine Unterstützung beim Marketing.

Laut eigenen Angaben hat das Konsortium noch vier bis sieben Plätze zu vergeben. Als einer der Kandidaten wird hierbei das Unternehmen Regiocastgehandelt, das im ersten Bundesmux bereits mit den starken Marken Radio Bob und sunshine live (zuvor auch: Fußballradio 90elf) vertreten ist und mit 80s80s (80er-Hits), 90s90s (90er-Hits), barba radio (frauenaffines Programm) und 1/Deutsch (Deutsch-Pop/Rock) weitere Sender im Internet gestartet hat, die auch den zweiten Bundesmux bereichern könnten.

Als Drittanbieter-Kandidaten gehandelt werden auch bisherige regionale Hörfunkmarken wie radio b2 – Deutschlands Schlagerradio, Rock Antenne, bigFM, egoFM, lulu.fm, Peli One sowie die religiösen Anbieter ERF Pop oder Domradio. Diese Veranstalter sind schon in diversen regionalen Muxen zu hören und könnten in den zweiten Bundesmux wechseln. Es ist allerdings fraglich, ob sie das tatsächlich tun, denn der zweite Bundesmux wird erheblich teurer werden, außerdem können die Programmanbieter hier ihre Programme nicht für Werbung oder programmlich auseinander schalten.

Wo wird der zweite Bundesmux zu hören sein?

Der zweite Bundesmux soll vom Start weg von 71 Sendeanlagen verbreitet werden. Indoor erreicht das Netz damit 80,4 Prozent, die Autobahnen werden zu 90,1 Prozent abgedeckt. Allgemein kann man sagen, dass der Mux in allen Ballungsräumen und entlang wichtiger Verbindungswege zu hören sein wird.

Während der erste Bundesmux bundeseinheitlich im Kanal 5C verbreitet wird, soll der zweite Bundesmux anfangs über insgesamt vier Kanäle ausgestrahlt werden: Im Norden und Osten auf Kanal 5D, in der Mitte, dem Westen und Teile des Südwestens auf Kanal 9B, im äußersten Südwesten auf Kanal 8C und im Südosten auf Kanal 10D.

Mittelfristig ist für das Netz der bundeseinheitliche Kanal 5A geplant, der jedoch noch nicht bereitsteht, solange der analoge Behördenfunk noch sendet. Die temporären Kanäle wurden von Regionalensembles ausgeliehen. Eine Auseinanderschaltung von Programmen und regionalisierte Werbung ist beim zweiten Bundesmux nicht erlaubt.

Laut früheren Angaben von Media Broadcast besteht die Möglichkeit eines Wechsels vom ersten in den zweiten Bundesmux, der, was die Verbreitungskosten angeht, etwas günstiger sein wird. Dafür fehlt den Veranstaltern allerdings Reichweite. Sie müssten sich von einigen Sendegebieten wie Ostfriesland oder dem Alpenvorland (zunächst) wieder verabschieden. Bislang ist nicht bekannt, ob Programmanbieter einen solchen Wechsel vornehmen wollen. Darüber dürfte erst Klarheit herrschen, wenn der zweite Bundesmux startet. Auch Absolut Radio betreibt ja mit Absolut Relax ein Programm im ersten bundesweiten Multiplex.

Auch diese Frage ist noch nicht beantwortet. Nicht ausgeschlossen ist, dass Programmanbieter auch sowohl in Regionalmultiplexen als auch im zweiten Bundesmux senden können, wenn sie die Verbreitungskosten finanzieren können. In Bayern beispielsweise erreichen die Muxe des Bayerischen Rundfunks, in denen auch Privatradios senden, nahezu Flächendeckung, während der zweite Bundesmux große Lücken aufweisen wird.

Wird es noch einen dritten Bundesmux geben?

Hier haben die Politik und Landesmedienanstalten schon definitiv „nein“ gesagt, da für eine weitere bundesweite Bedeckung keine Frequenzen mehr bereitstehen. Freilich sind aber noch weitere überregionale Privatradios auf DAB+ möglich. Interessierte Veranstalter müssten dann ihre Programme in diversen regionalen Multiplexen verbreiten, so wie sie es auch heute schon tun.

Quelle Radio.nl

DAB+ sendet im früheren TV Bereich von Kanal 5 bis 12

Die ersten Frequenzen für analoge Fernsehen war in einem sehr tiefen Frequenzbereich

Übersicht der analogen Fernsehkanäle im VHF-Band I nach CCIR-Norm (Frequenzangaben in MHz):

Kanal Kanalgrenzen Bildträger Tonträger
1 41 … 47
2 47 … 54 48,25 53,75
2A 48,5 … 55,5 49,75 55,25
3 54 … 61 55,25 60,75
4 61 … 68 62,25 67,75

Die Antennen waren groß dafür war die Reichweite der Sender groß. In den Sommermonaten gab es aber immer extreme Überreichweiten. So konnte es passieren das man italienisches oder russisches Fernsehen sehen.

Der VHF Bereich 3 war der zweite Frequenz Bereich für de Verbreitung von analogem Fernsehen

Übersicht der Kanäle im VHF-Band III nach CCIR-Norm (Frequenzangaben in MHz):

Kanal Kanalgrenzen Bildträger Tonträger
5 174 … 181 175,25 180,75
6 181 … 188 182,25 187,75
7 188 … 195 189,25 194,75
8 195 … 202 196,25 201,75
9 202 … 209 203,25 208,75
10 209 … 216 210,25 215,75
11 216 … 223 217,25 222,75
12 223 … 230 224,25 229,75

Analoges Fernsehen gibt es nicht mehr. Auf einen Kanal können jetzt 4 Blöcke digital senden. Die Unterteilung von einen alten TV analog Kanal von 8 Mhz Bandbreite wird in je 2 Mhz segmenten als A B C D gekennzeichnet, Die Fernsehkanäle wurden alle horizontal meinst mit einer Leistung von 100kW mit Antennengewinn gesendet. Bis auf wenige Standorte senden DAB+ Sender vertikal. In DAB+ sind die stärksten Sender nur 10kW stark. Durch die geringere Bandbreite und dem Systemgewinn ergibt sich außerhalb von Gebäuden die gleiche Reichweite. Innerhalb von Gebäuden sieht die Feldstärke schlechter aus. Im Vergleich zu UKW wird ein Sender mit 100 kW mit einer Bandbreite von 150 Khz Bandbreite besser in Gebäuden empfangen. Der Empfänger ist wegen der geringeren Bandbreite viel Besser. Je geringer die Bandbreite je besser der Signal Rauschabstand. Jetzt könnte man die Sendeleistung bei DAB+ erhöhen. Besser ist es aber an bestimmten Standorten auf der gleichen Frequenz das gleiche zu senden. Bei DAB+ ist so ganz Deutschland auf einem Kanal zu versorgen. Das gibt es in meiner Region schon. Langenberg Dortmund Düsseldorf und Wesel senden überlappend. Um den im Haus Empfang zu verbessern brauch man mehr kleinere Sender im Leistungsbereich 100 bis 1000 Watt.

Der zweite landesweite MUX Kanal ist geplant und soll Ende des Jahres eingeschaltet werden. Ich bin etwas enttäuscht das nicht die gleichen Standorte verwendet werden. Statt Wesel wird Münster als Füllsender verwendet. Das finde ich sehr verwirrend. Auch soll Anfangs nicht deutschlandweit ein gleicher Kanal verwendet werden. zusammen mit unseren Nachbarländern gibt es die Verwendung diese Kanal noch nicht. In dem Nachbarland Niederlanden wird auch eine neue Kanalbelegung geplant die eine Harmonisierung im Land und mit den Nachbarn zu erreichen. Auch gibt es Kanäle die in bestimmten Regionen nicht verwendet werden können. Hier liegt es an alte Funkgeräte deren Empfänger trotz andere Frequenz gestört wird. Das Problem gab es früher auch auch beim Flugfunk durch UKW Sender oberhalb von 100 Mhz . Lange Zeit konnte man nur wenige UKW Sender oberhalb 100 Mhz in betrieb nehmen. Auch wenn bald alle Kanäle überall benutzen kann kommt man schnell an die Grenzen Die Grenze ist 8 Kanäle mal 6 Unterteilungen. Das sind 48 Kanäle. Auf einem Kanal können maximal 48 2 Mhz Kanäle benutzt werden. Auf jeden Kanal könne je nach Parameter 6 bis 8 Radioprogramme übertragen werden. Das ist schon eine ganze Menge. Wir sind aber nicht eine Insel und haben viele Nachbarn. Deswegen kann man das Maximum in einem Abstand von 50 bis 100 km von der Grenze nicht ganz ausreizen. Ich kann hier in Voerde am Niederhein im Abstand von 50-80 km Entfernung von der Grenze zwei Muxe aus den Niederlande im Auto empfangen.

Übersicht der DAB+ Bandkanäle

Block Untere Blockgrenze
[MHz]
Mittenfrequenz
[MHz]
Obere Blockgrenze
[MHz]
5A 174,160 174,928 175,696 (Bundesmux2)
5B 175,872 176,640 177,408
5C 177,584 178,352 179,120 Bundesmux 1
1
5D 179,296 180,064 180,832
6A 181,168 181,936 182,704
6B 182,880 183,648 184,416
6C 184,592 185,360 186,128
6D 186,304 187,072 187,840
7A 188,160 188,928 189,696
7B 189,872 190,640 191,408
7C 191,584 192,352 193,120
7D 193,296 194,064 194,832
8A 195,168 195,936 196,704
8B 196,880 197,648 198,416
8C 198,592 199,360 200,128
8D 200,304 201,072 201,840
9A 202,160 202,928 203,696
9B 203,872 204,640 205,408 Bundesmux2
9C 205,584 206,352 207,120
9D 207,296 208,064 208,832
10A 209,168 209,936 210,704
10N 209,328 210,096 210,864
10B 210,880 211,648 212,416
10C 212,592 213,360 214,128
10D 214,304 215,072 215,840
11A 216,160 216,928 217,696 Rhpfalz
11N 216,320 217,088 217,856
11B 217,872 218,640 219,408
11C 219,584 220,352 221,120 Niederland
11D 221,296 222,064 222,832 NRW
12A 223,168 223,936 224,704
12N 223,328 224,096 224,864
12B 224,880 225,648 226,416
12C 226,592 227,360 228,128 NPO Niederland
12D 228,304 229,072 229,840

DAB+ Karte für Deutschland mit Senderstandort https://www.dabplus.de/empfang/

DAB+ in den Niederlanden

11C DAB+ (Landelijke commerciële radio)
100% NL
538
538 Top 50
BNR Nieuwsradio
Groot Nieuws Radio
Kink
Qmusic
Qmusic Non-stop
Radio 10
Radio 10 60s & 70s
Radio Maria
Radio Veronica
Sky Radio
Sky Radio Hits/ Sky Radio Xmas
Slam
Sublime

12C NPO (Landelijke publieke radio)
Radio 1
Radio 2
3FM
Radio 4
Radio 5
NPO Soul & Jazz
NPO Sterren NL
3FM Alternative
3FM KX Radio
Radio 4 Concerten
FunX
FunX Dance
FunX Slow Jamz

9D Noord-West NL
Continu West
Frysk FM
Joy Radio
LOA Ameland
Omrop Fryslân
RADIONL Friesland
NH Radio
Waterstad FM

6B Oost-Noord NL
Continu Noord
Joy Radio
Omroep Flevoland
Grunn FM
Radio Drenthe
Radio Gelderland
Radio M Utrecht
Radio Noord
Radio Oost
RADIONL Groningen
RADIONL Apeldoorn
RADIONL Twente
Simone FM
Simone FM Oldies

7A Zuid NL
Continu Zuid
Hotradio Hits
L1 Radio
Omroep Brabant
Qmusic Limburg
Radio 8FM Breda
Radio 8FM Den Bosch
Radio 8FM Eindhoven
Radio 8FM Tilburg
Radio Gelderland
Radio JND
RADIONL Breda
RADIONL Den Bosch
RADIONL Eindhoven
RADIONL Tilburg

9D Zuidwest NL
Omroep Brabant
Omroep Zeeland
Radio Rijnmond
RADIONL Zeeland

8A Randstad NL
Amor FM
Continu West
Omroep Flevoland
Radio Gelderland
Radio M Utrecht
Radio Rijnmond
Radio Royaal NH
Radio Royaal ZH
Radio West
RADIONL Noord-Holland
RADIONL Zuid-Holland
RADIONL Utrecht
NH Radio
Ujala Radio
Vahon AM
Wild FM Hitradio

11A MTVNL (Noord-Holland)
BBC World Service
Groot Nieuws Radio
Hotradio Hits
LXClassics
NH Radio
Omroep West

7C MTVNL (Groningen en Drenthe)
De Vrije radio
Team FM

9C MTVNL (Noord-Brabant en Noord-Limburg)
Radio JND
5A MTVNL (Friesland)
BBC World Service
Groot Nieuws Radio
Hotradio Hits
LXClassics
Omroep West

5B MTVNL (Zuid-Holland en Zeeland)
BBC World Service
Groot Nieuws Radio
Hotradio Hits
LXClassics
Omroep West

5D MTVNL (Flevoland)
BBC World Service
Groot Nieuws Radio
Hotradio Hits
LXClassics
Omroep West

8C MTVNL (Zuid-Limburg)
BBC World Service
Groot Nieuws Radio
Hotradio Hits
LXClassics
Omroep West

11B MTVNL (Overijssel)
BBC World Service
Groot Nieuws Radio
Hotradio Hits
LXClassics
Omroep West

12B MTVNL (Gelderland en Utrecht)
BBC World Service
Groot Nieuws Radio
Hotradio Hits
KBC
XClassics
Omroep West

Quelle radio.nl

Interessante Seite ist auch https://digitalradio.nl/

Meine Nachbarn die Niederlande

Die Niederlande sind zwar ein relativ kleines Land, aber in unserem Land gibt es Hunderte von Radiosendern. Die Stationen können in verschiedene Kategorien unterteilt werden.

Frequenties in Nederland

Da sind vor allem die nationalen öffentlichen Radiosender, von denen vier überall im Land auf UKW empfangen werden können. Zweitens gibt es die nationalen kommerziellen Radiosender. Nur diese haben keine nationale Berichterstattung über UKW im Äther. In den Niederlanden gibt es neun „nationale“ kommerzielle UKW Stationen. Landesweite mit einer Versorgung zwischen 50 und 70%

Neben dem nationalen Radio gibt es auch Regionalradio. Es gibt 13 regionale öffentliche Radiosender. Jede Provinz hat einen eigenen regionalen Sender. Die einzige Ausnahme ist Südholland. In dieser Provinz gibt es separate Sender für den nördlichen und den südlichen Teil. Es gibt auch verschiedene kommerzielle Regionalstationen. Der Bereich variiert von einer bis zu mehreren Provinzen.

Die meisten Radiosender in den Niederlanden sind jedoch lokale Radiosender. Nahezu jede Gemeinde hat einen eigenen lokalen Sender. Diese laufen größtenteils auf der Grundlage von Subventionen und Freiwilligen.

In den Niederlanden gibt es neben UKW-Radio auch eine Reihe von Mittelwellenradiosendern. Dies betrifft sowohl nationale als auch regionale Stationen.

Schließlich gibt es auch eine Reihe von Krankensendern. Diese Stationen können häufig in Krankenhäusern und Pflegeheimen empfangen werden. Einige dieser Sender können auch über das lokale Kabelnetz abgehört werden Letzte Änderung: 01.12.2012 01:49:11 Uhr

Quelle Radio.nl

Endlich meine Aktiv Antenne aufgestellt

An einem Mast 6m Hoch habe ich eine Akiv Antenne aufgestellt. Das ist eine Breitbandantenne. Also auch für Mittelwelle und Kurze Welle Das Kabel ist schon bis zum Haus gelegt Da ich nur wenig belastet werden kann mache ich morgen weiter. Wenn das Kabel im Funkraum ist wir noch der Kasten der über das Koaxkabel die Stromversorgung zugeführ angeschlossen Dann zum schluss ein kleins Kästen das mit USB mit dem Rechner verbunden wird. Die Aktivantenne komm,t an den Eingang 100Khz-30Mhz. Es gibt noch einen zweiten Eingang 25Mhz bis 1.7Ghz. Was ich damit mache weiss ich noch nicht. Erst mal werde ich auf dem Rechner ein SDR Software define Radio Programm aufspielen. Später soll ein Rechner als Server betrieben werden der den Empfang der Aktivantenne auch von Ausserhalb meines Wohnortes ermöglichen kann. Ich habe die Aktivantenne sehr weit von Gebäuden entfernt um wenig Störungen zu haben.

Ich bin nicht mehr so Fit aber die Aktivantenne geht. Nachdem ich die Versorgung von 12 Volt aufgeschaltet habe konnte ich auf 20m in USB Amateurfunk hören. Es ging aber nur über den Empfänger des Amateurfunkgerätes. Über PC ging nix. Im Bereich von 2m oder 70cm und dem entsprechenden Eingang und einer 2m Stationen hören. Auch Radio auf UKW auch mit RDS Anzeige ging gut. Flugfunk in schmalen Am Kanälen war sehr gut anzuzeigen auf dem Bildschirm. Ich schaute mir auch die digitalen Kanäle von DAB+ und DVBT 2 an. Nur der KW Eingang mit dem Mischer ist tot. Ich werde mal drüber schlafen und morgen mal das Gehäuse öffnen. Das ist eine Stick Platine mit rtl Schip aufgelötete auf einer Platine die so groß ist wie das Gehäuse. Hier ist aus der Eingang für die KW Antenne. Ich habe keinen Wackel -Kontakt finden können. Ich habe eben bei Ebay für knapp 30€ ein neues Gerät bestellt. Die Geschichte ist noch nicht zu Ende.

 

Radio Amsterdam

Der Mittelwellenstation Extra AM aus Amsterdam mag die Möglichkeit nicht, von der REM-Insel aus zu senden. Der Radiosender hat dies auf seiner Website angekündigt.

REM-Insel
Im letzten Monat wurde bekannt gegeben, dass Extra AM die Erlaubnis zur Ausstrahlung von der ehemaligen „Radioinsel“ von TV Noordzee erhalten habe. Durch die Nutzung der REM-Insel als Sendeort hoffte der Mittelwellensender, seine Reichweite weiter auszubauen. Die REM-Insel befindet sich seit 2011 im Amsterdamer Houthaven.

Geschichte
Die REM-Insel, eine Art Bohrplattform, hat eine ruhmreiche Vergangenheit. 1964 befand sich die Insel 9 Kilometer vor der Küste von Noordwijk und im Zeitraum vom 12. August bis 14. Dezember strahlte der Fernsehsender TV Noordzee die Insel aus. Rundfunkübertragungen von einer Basis auf See galten als sicherer als Übertragungen von einem Schiff wie einem Seekanal, wie es bereits bei Radio Veronica und Radio Noordzee der Fall war.

Illegal
Am 17. Dezember endeten die Sendungen von TV Noordzee. Am 1. Dezember 1964 wurde ein Notstandsgesetz verabschiedet, das vorsah, dass die niederländische Gesetzgebung auch für künstliche Strukturen gilt, die auf dem Meeresboden des niederländischen Teils des Festlandsockels errichtet wurden. Infolgedessen wurden die Übertragungen von der REM-Insel illegal und könnten ausgeführt werden.

Amsterdam
Die REM-Insel dient seit Jahren als Überwachungsstation und wurde 2006 abgerissen. Ende März 2011 wurde die REM-Insel nach Amsterdam verlegt. Die renovierte Insel REM beherbergt jetzt ein Restaurant.

Standort senden
Der Mittelwellensender Extra AM hat von den Eigentümern der REM-Insel die Erlaubnis erhalten, von der Plattform aus zu senden. Extra AM verwendet eine Low-Power-Mittelwellenlizenz, mit der etwa 100 Watt bei 1224 kHz gesendet werden. Durch Verwendung der REM-Insel als Sollwert für die Mittelwellenantenne wird die Reichweite verbessert. Das hat mit der günstigen Lage am Wasser zu tun.

Keine Sendungen
Trotzdem hat Extra AM beschlossen, die REM-Insel nicht als Übertragungsort zu verwenden. „Es gab zu viele Unterschiede zwischen unserem Wunsch, eine anständige Antenne zu platzieren, und den physischen Einschränkungen, die uns auferlegt wurden. Darüber hinaus gelten strenge Vorschriften für den Verkehr rund um die Insel. Aus diesem Grund war die Platzierung eines stark abgekürzten Kühlers keine Option, da der Wirkungsgrad dann zu niedrig werden würde. Alles in allem lohnt sich der Aufwand und die Investition in dieses konkrete Projekt nicht. Dies war eine rein rationale Überlegung unter dem Motto: Wir machen uns gut oder gar nicht „, so der Radiosender auf ihrer Website.

„Handtuch im Ring“
Der Radiosender sagt weiter auf seiner Website: „Extra AM gibt es jetzt schon seit 3 ​​Jahren und in dieser Zeit haben wir viele potenzielle Sendestationen besucht, die letztendlich nicht geklappt haben. Wir wussten im Voraus, dass es schwierig sein würde, aber das? Wir haben einen Ort im Auge und wenn das nicht funktioniert, werfen wir das Handtuch in den Ring. „

Zusätzliches AM ist in der Region Amsterdam bei 1224 kHz und weltweit über das Internet zu hören.

Radio Seagull

Stichting Administratiekantoor Lichtschip Jenni Baynton B.V. kann wieder die Mittelwellenfrequenz 1602 kHz verwenden. Dies wurde von der Funkkommunikationsagentur (AT) angekündigt.

Eingereicht
Stichting Administratiekantoor Lichtschip Jenni Baynton B.V. hat der Agentur am 31. Oktober seine Lizenz für die Ausstrahlung auf 1602 kHz (Los C10) übergeben. Auf dieser Frequenz war bis zu diesem Zeitpunkt Radio Seagull zu hören. Neben der Mittelwellenfrequenz strahlte der Radiosender auch in Teilen der nördlichen Niederlande über DAB + aus. Durch Abgabe der Lizenz für dieses Los wurden Sendungen über den digitalen Äther vor kurzem eingestellt.

Geringer Stromverbrauch
Die Radiocommunications Agency gab an, die Mittelwellenfrequenz zu verwenden, die für Mittelwellensender mit geringer Leistung freigegeben wird. Radiosender können bis zu 100 Watt Leistung übertragen. Heute ist bekannt geworden, dass der alte Besitzer der Frequenz, Stichting Administratiekantoor Lichtschip Jenni Baynton B.V., eine Genehmigung für den Sendebeginn bei 1602 kHz erhalten hat.

Im Gegensatz zur alten Lizenz ist es nicht möglich, mit einer Leistung von bis zu 1000 Watt, aber mit einer Leistung von bis zu 100 Watt von Pietersbierum in Friesland zu senden.

Radio-Möwe
Es wird erwartet, dass Radio Seagull in Teilen Frieslands bald wieder über 1602 kHz zu hören sein wird. Darüber hinaus kann der Radiosender auch über die Mittelwellenfrequenzen von 747 kHz und 1332 kHz in Teilen der nördlichen Niederlande gehört werden.

DAB +
Es besteht keine Verpflichtung für die Stiftung, über den digitalen Äther (DAB +) zu senden. Weltweit kann der Radiosender über das Internet gehört werden.

Änderungen an den sogenannten Niedrigleistungs-Mittelwellengenehmigungen in Niderlanden vorzunehmen.

Das Ministerium für Wirtschaft und Klima (EZK) beabsichtigt, einige Änderungen an den sogenannten Niedrigleistungs-Mittelwellengenehmigungen vorzunehmen. Die Änderungen werden derzeit zur Beratung angeboten.

Genehmigungen laufen aus
Die Telecom Agency hat im Jahr 2016 damit begonnen, Low-Power-Lizenzen für die Mittelwelle zu vergeben. Genehmigungen können für verschiedene Frequenzen bis zu 100 Watt beantragt werden. Diese Genehmigungen haben alle eine Laufzeit bis zum 10. Mai 2019.

Bewertung
Der frühere Wirtschaftsminister (Minister Kamp) hat bereits 2016 darauf hingewiesen, dass nach zwei Jahren eine Bewertung der Mittelwellenpolitik mit niedriger Leistung stattfinden wird. Die Telekom-Agentur hat diese Bewertung im Mai 2018 begonnen und ist nun abgeschlossen. Die Ergebnisse einer Umfrage unter den derzeitigen Besitzern einer Low-Power-Lizenz finden Sie jetzt auf der Website der Behörde.

Großes Interesse
Aufgrund des großen Interesses beabsichtigt Agentschap Telecom, weiterhin Genehmigungen für Mittelwelle mit niedriger Leistung zu vergeben. „Sobald mehr über die neue Distribution bekannt ist, können Sie auf unserer Website nachlesen“, so die Agentur.

Schema
Für die neue Verteilung wird von der Agentur für Funkkommunikation in Absprache mit der Kernabteilung des Ministeriums für Wirtschaft und Klima eine Änderung der Vereinbarung vorbereitet. Diese Änderung wird in Kürze herangezogen. Darüber hinaus wird es eine neue Umsetzungsentscheidung geben.

Genehmigungen
Gegenwärtig wurden von der Agentur rund 75 Lizenzen für mittelwellige Sendungen mit geringer Leistung ausgestellt. Davon werden 25 für eine Leistung von bis zu 1 Watt ausgegeben.

Genehmigungen laufen aus
Die Telecom Agency hat im Jahr 2016 damit begonnen, Low-Power-Lizenzen für die Mittelwelle zu vergeben. Genehmigungen können für verschiedene Frequenzen bis zu 100 Watt beantragt werden. Diese Genehmigungen haben alle eine Laufzeit bis zum 10. Mai 2019.

Bewertung
Der frühere Wirtschaftsminister (Minister Kamp) hat bereits 2016 darauf hingewiesen, dass nach zwei Jahren eine Bewertung der Mittelwellenpolitik mit niedriger Leistung stattfinden wird. Die Telekom-Agentur hat diese Bewertung im Mai 2018 begonnen und ist nun abgeschlossen. Die Ergebnisse einer Umfrage unter den derzeitigen Besitzern einer Low-Power-Lizenz finden Sie jetzt auf der Website der Behörde.

Großes Interesse
Aufgrund des großen Interesses beabsichtigt Agentschap Telecom, weiterhin Genehmigungen für Mittelwelle mit niedriger Leistung zu vergeben. „Sobald mehr über die neue Distribution bekannt ist, können Sie auf unserer Website nachlesen“, so die Agentur.

Schema
Für die neue Verteilung wird von der Agentur für Funkkommunikation in Absprache mit der Kernabteilung des Ministeriums für Wirtschaft und Klima eine Änderung der Vereinbarung vorbereitet. Diese Änderung wird in Kürze herangezogen. Darüber hinaus wird es eine neue Umsetzungsentscheidung geben.

Genehmigungen
Gegenwärtig wurden von der Agentur rund 75 Lizenzen für mittelwellige Sendungen mit geringer Leistung ausgestellt. Davon werden 25 für eine Leistung von bis zu 1 Watt ausgegeben.

Genehmigungen laufen aus
Die Telecom Agency hat im Jahr 2016 damit begonnen, Low-Power-Lizenzen für die Mittelwelle zu vergeben. Genehmigungen können für verschiedene Frequenzen bis zu 100 Watt beantragt werden. Diese Genehmigungen haben alle eine Laufzeit bis zum 10. Mai 2019.

Bewertung
Der frühere Wirtschaftsminister (Minister Kamp) hat bereits 2016 darauf hingewiesen, dass nach zwei Jahren eine Bewertung der Mittelwellenpolitik mit niedriger Leistung stattfinden wird. Die Telekom-Agentur hat diese Bewertung im Mai 2018 begonnen und ist nun abgeschlossen. Die Ergebnisse einer Umfrage unter den derzeitigen Besitzern einer Low-Power-Lizenz finden Sie jetzt auf der Website der Behörde.

Großes Interesse
Aufgrund des großen Interesses beabsichtigt Agentschap Telecom, weiterhin Genehmigungen für Mittelwelle mit niedriger Leistung zu vergeben. „Sobald mehr über die neue Distribution bekannt ist, können Sie auf unserer Website nachlesen“, so die Agentur.

Schema
Für die neue Verteilung wird von der Agentur für Funkkommunikation in Absprache mit der Kernabteilung des Ministeriums für Wirtschaft und Klima eine Änderung der Vereinbarung vorbereitet. Diese Änderung wird in Kürze herangezogen. Darüber hinaus wird es eine neue Umsetzungsentscheidung geben.

Genehmigungen
Gegenwärtig wurden von der Agentur rund 75 Lizenzen für mittelwellige Sendungen mit geringer Leistung ausgestellt. Davon werden 25 für eine Leistung von bis zu 1 Watt ausgegeben.

Genehmigungen laufen aus
Die Telecom Agency hat im Jahr 2016 damit begonnen, Low-Power-Lizenzen für die Mittelwelle zu vergeben. Genehmigungen können für verschiedene Frequenzen bis zu 100 Watt beantragt werden. Diese Genehmigungen haben alle eine Laufzeit bis zum 10. Mai 2019.

Bewertung
Der frühere Wirtschaftsminister (Minister Kamp) hat bereits 2016 darauf hingewiesen, dass nach zwei Jahren eine Bewertung der Mittelwellenpolitik mit niedriger Leistung stattfinden wird. Die Telekom-Agentur hat diese Bewertung im Mai 2018 begonnen und ist nun abgeschlossen. Die Ergebnisse einer Umfrage unter den derzeitigen Besitzern einer Low-Power-Lizenz finden Sie jetzt auf der Website der Behörde.

Großes Interesse
Aufgrund des großen Interesses beabsichtigt Agentschap Telecom, weiterhin Genehmigungen für Mittelwelle mit niedriger Leistung zu vergeben. „Sobald mehr über die neue Distribution bekannt ist, können Sie auf unserer Website nachlesen“, so die Agentur.

Schema
Für die neue Verteilung wird von der Agentur für Funkkommunikation in Absprache mit der Kernabteilung des Ministeriums für Wirtschaft und Klima eine Änderung der Vereinbarung vorbereitet. Diese Änderung wird in Kürze herangezogen. Darüber hinaus wird es eine neue Umsetzungsentscheidung geben.

Genehmigungen
Gegenwärtig wurden von der Agentur rund 75 Lizenzen für mittelwellige Sendungen mit geringer Leistung ausgestellt. Davon werden 25 für eine Leistung von bis zu 1 Watt ausgegeben.

Genehmigungen laufen aus
Die Telecom Agency hat im Jahr 2016 damit begonnen, Low-Power-Lizenzen für die Mittelwelle zu vergeben. Genehmigungen können für verschiedene Frequenzen bis zu 100 Watt beantragt werden. Diese Genehmigungen haben alle eine Laufzeit bis zum 10. Mai 2019.

Fortsetzung
Die Telecom Agency hat zuvor erklärt, dass die Regierung diese mittelwellige Lizenz mit niedrigem Stromverbrauch fortsetzen möchte, da das Interesse an den Genehmigungen groß ist. Das Ministerium für Wirtschaft und Klima hat nun eine Reihe von Änderungen an den Änderungen vorgeschlagen, die ab Mai 2019 in Kraft treten werden.

Erweiterbar
Das Ministerium für Inneres und Königreichsbeziehungen schlägt vor, dass die neuen Lizenzen keine feste Laufzeit mehr haben, sondern verlängern. Da die aktuellen Genehmigungen bis zum 10. Mai 2019 auslaufen, werden alle Lizenzen umverteilt.

Verfahren
Das Verfahren zur Verteilung dieser Genehmigungen ändert sich ebenfalls. Bislang wurde die Ausgabe von Mittelwellenlizenzen mit geringer Leistung in der Reihenfolge des Eintritts vorgenommen. In der neuen Verordnung ist dies die Reihenfolge der Einreise, wenn der Zeitpunkt, zu dem der Antrag den gesetzlichen Anforderungen entspricht, entspricht. Ein Bewerber muss beispielsweise eine Genehmigung der Medienbehörde besitzen. Wenn die ersten beiden Bewerbungen gleichzeitig eintreffen, werden sie gezogen.

Vorübergehende Änderung
Eine vorübergehende Anpassung ist, dass der Minister bei der ersten Verteilung aufnehmen kann, dass eine Partei nur eine begrenzte Anzahl von Frequenzen anfordern kann. Das sollte das verhindern
Bei der ersten Ausschüttung im ersten Halbjahr 2019 wird eine Partei große Mengen von Frequenzen beantragen, und andere Parteien haben daher keine Chancen mehr. Darüber hinaus legt der Minister einen Zeitraum fest, in dem der Antrag gestellt werden kann.

Beratung
In der Konsultation werden Änderungen der Übertragungskapazität oder anderer Rundfunkspezifikationen nicht diskutiert. Die Beantwortung der Konsultation ist bis zum 7. Januar 2019 möglich.

1566khz Radio Vahon in Den Haag

Radiosender VAHON Hindustani Radio ist heute der einzige Radiosender, der in den Niederlanden noch immer mit hoher Leistung auf der Mittelwelle sendet. Der Radiosender aus Den Haag sendet für die Hindustani-Gemeinde bei einer Mittelwellenfrequenz von 1566 kHz mit einer Kapazität von 1 Kilowatt.

VAHON
Der Radiosender VAHON Hindustani Radio aus Den Haag sendet auch auf der Mittelwelle. Der Radiosender ist in der Region Den Haag bei 1566 kHz zu hören und sendet mit einer Leistung von 1 Kilowatt.

Damit ist er der einzige Radiosender, der in den Niederlanden immer noch mit einer Leistung von mehr als 100 Watt sendet. Eine Übertragungsstation wird in der Nähe von Den Haag eingesetzt. Der Radiosender ist auch in der Randstad über DAB + auf Kanal 8A, das Haager Kabel und das Internet zu hören.

Geringer Stromverbrauch
Neben VAHON werden nur niederwellige Mittelwellensender in den Niederlanden ausgestrahlt. Mit einer Low-Power-Mittelwellenlizenz kann eine maximale Leistung von 100 Watt abgegeben werden.

Agentur für Funkkommunikation
Es wird erwartet, dass die Mittelwellenfrequenz von Groot Nieuws Radio auch für mittelwellige Sender mit geringer Leistung verwendet wird. Die Telecom Agency hat angegeben, dass es eine große Nachfrage nach diesen Frequenzen gibt, und möchte die Lizenzen in diesem Jahr neu verteilen.

DAB Plus NRW

Zum Jahreswechsel 2019/2020 steht in NRW eine hörfunktechnische Revolution an. Das seit 22 Jahren andauernde Pilotprojekt zur Erprobung des digitalen Hörfunks läuft aus. Die Medienkommission der LfM NRW wurde vor einer Woche darüber unterrichtet, wie die Zukunft aussehen könnte. Wie kompliziert das Verfahren ist, wurde den Mitgliedern der Medienkommission umfangreich geschildet.

Nordrhein-Westfalen ist mit 18 Millionen Menschen das bevölkerungsreichste Bundesland in Deutschland. Dennoch sendet mit dem jeweiligen NRW-Lokalradio derzeit nur ein kommerzielles Hörfunkangebot über UKW, das noch nicht einmal flächendenkend in NRW zu empfangen ist. In den Kreisen Heinsberg und Olpe gibt es gar keinen kommerziellen Hörfunk. Konnten aufgrund der Frequenzknappheit bislang keine neuen Hörfunkprogramme auf UKW aufgeschaltet werden, stehen dem Bundesland seit der internationalen Genfer Wellenkonferenz im Jahr 2006 theoretisch ausreichend Frequenzen zur Verfügung, um über 100 Programme digital flächendeckend zu verbreiten. Jahrelang konnte die Einführung des digitalen Hörfunks in NRW mit dem Verweis auf mangelndes Interesse bei den Bedarfsabfragen hinausgezögert werden. Eine Wende brachte der im Oktober 2018 durchgeführte „Call for Interest“. Interesse an einem DAB+ Sendeplatz bekundeten 47 Anbieter, viele aus anderen Bundesländern.

Wer in NRW bereits Frequenzen besitzt, hat schlechtere Karten als neue Anbieter, erklärte Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW, der Medienkommission. Dazu führte er das Beispiel der Frequenzvergabe an Metropol FM an. Die Medienkommission erteilte am 23. Januar 2015 den Zuschlag für die erste landesweite UKW-Hörfunkkette in NRW an Metropol FM. Unterlegen war damals u.a. das Programm der nordrhein-westfälischen Verleger dein.fm. Die unterlegenen Verleger klagten erfolgreich wegen eines Formfehlers gegen die Zuweisung. Grund für die Auswahl von Metropol FM waren die Vielfaltsregeln des Landesmediengesetzes. Eine größere Chance auf eine Sendelizenz erhalten Programmangebote, die es in NRW noch nicht gibt, sowie Programmveranstalter die noch nicht auf dem Markt tätig sind. Die Situation, dass alle in der Region tätigen Lokalradios die regionalen Multiplexe besetzen, soll es nicht geben, versicherte Schmid.

Die Vergabe der freien Kapazitäten wird nicht nach dem bestehenden Landesmediengesetz erfolgen. Eine Änderung der Gesetzeslage bereitet gerade der nordrhein-westfälische Landtag vor. Der Ausschuss für Kultur und Medien führte im Januar eine Anhörung zur Novelle des Landesmediengesetzes durch. Bis zum Sommer muss das Änderungsgesetz den Landtag passiert haben und im Gesetzesblatt erschienen sein. Erst dann werden in NRW die DAB+-Kapazitäten nach neuen Regeln ausgeschrieben.

Die Zeit drängt an Rhein und Ruhr, denn die Vorgängerregierung unter Führung von Hannelore Kraft (SPD) unterschrieb in ihrer Regierungszeit ein Dokument, welches das Ende des seit 1997 andauernden Pilotprojektes DAB/DAB+ zum 31.12.2019 besiegelt. Ab dem 1.1.2020 steht dem WDR der Kanal 11D allein zur Verfügung. Das Domradio aus Köln würde dann ohne Verbreitungsweg dastehen, wenn die Landesanstalt für Medien NRW nicht zügig eine Ausschreibung der freien Frequenzen durchführt. Doch noch rätselt man in Düsseldorf, wie man die Sendegebiete aufteilen soll. Während der vergangenen Sitzung der Medienkommission der Landesmedienanstalt NRW wurde den Kommissionsmitgliedern eine neue Karte mit einer neuen Aufteilung des Bundeslandes in Regionen gezeigt. Beim „Call for Interest“ im Oktober stellte die Medienanstalt NRW noch ein Konzept vor, das eine Unterteilung NRWs in neun Regionen vorsah. Zusätzlich wollte man bis zu zwei landesweite Multiplexe ausschreiben.

Nach der Auswertung der eingereichten Anfragen und vielen Gesprächen, kommt die Landesmedienanstalt nun zu dem Entschluss, dass eine Aufteilung des Flächenbundeslandes in sechs Regionen ausreicht. Dafür könnten möglicherweise auch zwei regionalisierte Multiplexe zur Verfügung gestellt werden, auch wenn die LfM NRW stets betont, dass die meisten Anbieter landesweit senden wollen.

Der vom Landtag NRW für die SPD in die Kommission entsandte Ernst-Wilhelm Rahe fragte warum der Kreis Warendorf aus dem Allotment Münsterland im neuen Plan nach Ostwestfalen-Lippe verschoben wurde. Der Direktor der Landesanstalt Tobias Schmid blieb ihm die Antwort schuldig. Das Lokalradio für Warendorf – Radio WAF – wird von der Bielefelder „audio media service Produktionsgesellschaft“ (AMS) vermarktet. AMS sorgt auch für die Ausstrahlung von Radio WAF auf UKW. In allen Presseberichten versicherte die audio media service bis jetzt, kein Interesse an DAB+ zu haben. Warum verschiebt die Landesmedienanstalt nun den Kreis Warendorf aus dem Münsterland nach Ostwestfalen? Man kann nur vermuten, dass das Gebiet für den Wirkungsbereich des Bielefelder Dienstleisters AMS passend gemacht wurde.

Auch im Bereich Niederrhein gibt es eine Änderung. Das von der Funke Mediengruppe betreute Lokalradio für den Kreis Wesel – Radio KW – rutscht in das Allotment für das westliche Ruhrgebiet, zu den anderen Lokalradios dieser Mediengruppe. Eine weitere Änderung betrifft das Allotment für das östliche Ruhrgebiet, das mit dem Gebiet für das Sauer- und Siegerland verschmolzen werden soll. Doch genaueres weiß man erst, wenn die LfM NRW die finalen Pläne vorstellen wird.
Während ihrer Sitzung am 15. März wird die Medienkommission darüber abstimmen, ob die vorgestellte Aufteilung Nordrhein-Westfalens in sechs Regionen in dieser Form an die Staatskanzlei NRW weitergeleitet wird. Die Staatskanzlei NRW wird die Frequenzen anschließend bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) beantragen. Die BNetzA benötigt im besten Fall 3 bis 6 Monate, um die Frequenzen dem Land NRW zur Verfügung zu stellen. Danach haben die Medienanstalt NRW und der WDR noch die Möglichkeit einen Einspruch gegen die Zuweisung beim Ministerpräsidenten zu stellen, erst dann stehen die Frequenzen der Landesmedienanstalt zur Verfügung. Voraussichtlich vor den Sommerferien erfolgt dann eine Ausschreibung der freien Kapazitäten durch die LfM NRW. Im Spätsommer bzw. im frühen Herbst müssen die Programmveranstalter feststehen, denn diese müssen sich noch mit dem Netzbetreiber einig werden. Ein sportliches Programm, das bis jetzt aber als machbar angesehen wird.

Unklar ist, welche Strategie der Lokalfunk in NRW verfolgt. Es häufen sich Forderungen der Vertreter der NRW-Lokalradios, die Medienanstalt solle die Parallelausstrahlung in irgendeiner Form bezuschussen. Schmid forderte die Lokalradios auf, mitzuteilen welche DAB+-Verbreitungskosten sie selbst tragen können. Der Lokalfunk müsse mit einem Vorschlag kommen, fordert der Direktor der Medienanstalt. Mehrfache Anfragen der Medienanstalt NRW an den Lokalfunk, ob der Lokalfunk sich an DAB+ beteiligen wolle, seien mit Nein beantwortet worden. „Wir haben keine Zeit mehr“, betonte Schmid, während der Sitzung der Medienkommission, mehrfach – nicht nur an die Mitglieder der Kommission gerichtet, sondern auch zu den Lokalfunkvertretern in den Besucherreihen.

Der Tschechische Rundfunk hät an Mittelwelle fest

Seit Anfang Januar hat der Tschechische Rundfunk das Frequenzsplitting zwischen seinem zweiten Programm Český rozhlas Dvojka und der Infowelle ČRo Plus auf Mittelwelle beendet. Die Hauptmittelwellensender in Prag Liblice (639 kHz) und Dobrochov (954 kHz) mit den Nebensendern Budweis (954 kHz), Karlsbad (954 kHz) und Moravske Budějovice (1332 kHz) übertragen nun rund um die Uhr Český rozhlas Dvojka.

ČRo Plus ist seit November über UKW-Frequenzen zu hören. Im mährischen Ostrava bleibt ČRo Plus auf Mittelwelle, der Sender wechselte Ende Januar auf 1071 kHz mit 5 Kilowatt Sendeleistung. In der Region fehlen dem Nachrichtensender UKW-Frequenzen, auch eine Versorgung über Digitalradio ist nicht möglich. Český rozhlas Dvojka nutzt in Ostrava weiterhin die bisher ebenfalls geteilte Frequenz 639 kHz mit 30 Kilowatt Sendeleistung.

Mittelwelle in Belgien abgeschaltet

621 und 1125 kHz

 

Seit dem späteren Abend des 31. Dezember 2018 gehört nun auch Belgien zu den Ländern, in denen der AM-Rundfunk beendet ist. Die zuletzt noch aktiv gewesenen Sender auf 621 und 1125 kHz wurden ungefähr zwischen 20.30 und 21.30 Uhr außer Betrieb gesetzt.

Sender Wavre

Grußkarte mit einigen Antennen der Sendestation Wavre | © RTBF

Aus der Ferne war das nur eingeschränkt zu beobachten, da beide Sender kaum (noch) überregional zu empfangen waren. Bei der Hauptfrequenz 621 kHz war das so, seit im Sommer offensichtlich die Sendeleistung bereits sehr erheblich reduziert wurde.

Irgendeine Art von Abschied gab es nicht, im Gegenteil: Um 20.03 Uhr endete die Programmausstrahlung auf 621 kHz mit den üblichen Einspielern und damit dem Hinweis, man werde ab 6.00 Uhr wieder auf dieser Frequenz zu hören sein …

Diese extrem lange Sendepause sollte ein „allmähliches Auslöschen“ darstellen. Ums Sparen ging es dabei nicht unbedingt: Nach der drastischen Zurücknahme der Leistung und erneut in den letzten Tagen des Jahres blieb der Sender oft die ganze Nacht hindurch mit dem stummen Trägersignal eingeschaltet.

Auch die Deklarierung der Frequenz als Auslandsdienst war nur Theorie. Tatsächlich ging es hier laut Radiovisie.eu vor allem um die 310.000 Sprecher der französischen Sprache, die in Flandern leben. Deren Verband APFF hatte Kritik an der Abschaltung der RTBF-Mittelwellen artikuliert.

Stand vom 01.01.2019


Bericht vom 23. Juni 2018:

RTBF, der französischsprachige Rundfunk von Belgien, hat seine Strategie eines „allmählichen Auslöschens“ der Mittelwelle erläutert. Nach den Darstellungen dieses Artikels geht RTBF hier selbst noch von einer nennenswerten Nutzung aus.

Offensichtlich gibt es dabei aber nicht einmal klare Vorstellungen dazu, wo eigentlich die Zielgruppen sind. Für die Hauptfrequenz 621 kHz spricht der Artikel nicht mehr von internationalen Sendungen, sondern nur noch von La Première mit zeitweisen Umschaltungen zu Vivacité.

Klar zum Ausdruck kommt hingegen die Erwartung der Hörfunkbranche, ihren Platzhirschstatus in die digitale Welt hinüberretten zu können. Den Weg dazu sieht RTBF (wie auch andere Akteure) in einer Hybridstrategie, die den DAB-Standard für das Abhören der hergebrachten, politisch protegierten Massenwellen vorsieht.
 

Auf einem anderen Blatt steht, ob die Sendeanlage noch lange genug durchhält, um, wie von RTBF geplant, werbewirksam mit dem Start eines neuen DAB-Angebots abgeschaltet werden zu können. Laut diesem Bericht gibt es Probleme im Bereich der Stromversorgung. Ein Ersatz der abgängigen Anlagenteile kommt natürlich nicht mehr in Betracht.

Beobachter fühlen sich bereits an die Außerbetriebnahme der analogen Fernsehsender erinnert. Über Jahre kündigte RTBF als Termin dafür den November 2011 an, schaltete dann aber plötzlich, mit nur kurzfristiger Vorwarnung, die Sender bereits im März 2010 ab.
 

Die jetzt noch auf 621 kHz aktive AM-Anlage in Wavre, südöstlich von Brüssel, ist ein gemeinsames Objekt von RTBF und dem flämischen Rundfunk VRT. Bis 2001 hatte VRT aus Wavre auf Kurzwelle einen umfangreicheren Auslandsdienst abgestrahlt.

Nach dessen Entfall verblieb in Wavre zunächst die Mittelwelle 540 kHz, die VRT 2008 ebenfalls aufgab. Letzte VRT-Mittelwelle überhaupt war danach noch die zum Jahresende 2011 abgeschaltete 927 kHz von der inzwischen abgerissenen Sendestation Wolvertem im Norden von Brüssel.

RTBF blieb auf Kurzwelle bis zum Jahresende 2009 aktiv. Erst 2006 wurde dafür ein neuer Sender installiert, der somit nur drei Jahre in Betrieb war. Die Mittelwelle 621 kHz läuft jetzt ebenfalls mit einem modernen Sender (hier ganz links).

Auch nach der Abschaltung des Kurzwellensenders blieb der Auslandshörfunk formal bestehen und ist auf 621 kHz aufgeschaltet. In der Praxis ist „RTBF International“ jetzt hauptsächlich eine Übernahme der UKW-Leitwelle, La Première, weshalb die Mittelwelle auch in deren Frequenzübersichten erscheint.

Relevant ist hier vor allem die Satellitenübertragung in das frühere Belgisch-Afrika (im C-Band über den Eutelsat 5 West A), wo RTBF über eine UKW-Frequenz in Kinshasa verfügt. Die Übertragung auf der Hotbird-Plattform ist unmittelbar nach der Einstellung des Kurzwellenbetriebs ebenfalls abgeschaltet worden.

Laut Brüsseler Funkhaus-Flurfunk gibt es bereits konkrete Pläne für den Abbruch des Sendergebäudes in Wavre und die Nachnutzung des Grundstücks. Die Rede ist von einer medizinischen Einrichtung.
 

Über die Sendeanlage Wavre hinaus betreibt RTBF auch noch eine weitere, fast schon vergessene Mittelwelle: Die 10 kW starke 1125 kHz aus Houdeng-Aimeries, einem Ortsteil von La Louvière, zwischen Mons und Charleroi. In der Vergangenheit liefen über diese Mittelwelle auch Regionalprogramme aus dem Studio Mons.

Um 1991 war der Sender schon einmal abgeschaltet worden. 2001 ging er wieder in Betrieb, um einen Verkehrsfunkdienst zu übertragen, den RTBF mit einem DAB-Pilotprojekt gestartet hatte.

Schon kurz nach der Aufschaltung auf Mittelwelle wurde dieser Kanal eingestellt. Trotzdem blieb die Frequenz 1125 kHz weiter in Betrieb; nun mit dem Programm Vivacité, zu dem zeitweise auch „RTBF International“ umgeschaltet wird.

Autor: Kai Ludwig

Harlingen 1602 kHz wohl abgeschaltet

 

Nach Meldungen aus den Niederlanden sollte die Lizenz für die Mittelwelle 1602 kHz in Harlingen zurückgegeben werden. Soweit das aus größerer Entfernung beobachtet werden kann, scheint die Frequenz mit dem Beginn des Novembers nun auch tatsächlich abgeschaltet worden zu sein.

MS Jenni Baynton

MS Jenni Baynton, Zustand 2011 vor dem Aufbau weiterer Antennen | ©Vincent Schriel, CC

In den unter anderem hier wiedergegebenen Meldungen wird als Grund für den nunmehrigen Verzicht die zwangsweise Verknüpfung der Mittelwellenlizenz mit einem DAB-Sendeplatz genannt.

Die damit beendeten Ausstrahlungen gehen auf das Jahr 2003 zurück. Seinerzeit entstand das Sendeprojekt Radio Seagull, das den Namen eines Seesenders von 1973/1974 wieder aufgriff.

Zu hören war Radio Seagull zunächst aus Lettland, wo seinerzeit noch ein leistungsfähiger Kurzwellensender zur Verfügung stand. Von den dortigen Sendeaktivitäten ist inzwischen nur noch die Kleinmittelwelle 1485 kHz verblieben.

Parallel bemühte sich Radio Seagull in den Niederlanden erfolgreich um die Mittelwelle 1602 kHz. Die Lizenz kostete, obwohl sie gegen Höchstgebot versteigert wurde, schon damals nur 800 Euro. Damit beendete Radio Seagull die Kurzwellensendungen nach wenigen Monaten wieder.

Eine Inbetriebnahme der Frequenz in Harlingen scheiterte zunächst an einem Einspruch aus Großbritannien, das auf der Beibehaltung des ursprünglich vorgesehenen Standorts Leeuwarden beharren wollte. Dort fand sich erst nach einiger Zeit ein brauchbarer Aufbauort in Stiens-Feinsum.

Von hier aus begannen 2005 die Ausstrahlungen. Dabei kam jeweils von 19.00 bis 7.00 Uhr das eigentliche Seagull-Programm. Tagsüber, wenn auch theoretisch keine Möglichkeit für einen überregionalen Empfang bestand, lief ein besonders auf Touristen vor Ort zielendes Format als Radio Waddenzee.

Ende 2006 gab es dann doch die Genehmigung für den gewünschten Standortwechsel. Die vorhandene Sendeanlage wurde 2007 nach Pietersbierum bei Harlingen umgesetzt.

Pietersbierum 1602 kHz

T-Antenne für die Mittelwelle 1602 kHz in Pietersbierum | © Peter Vrakking

Schließlich konnte auch noch dem Seesendergedanken Rechnung getragen werden: Das einstige englische Feuerschiff LV 8 wurde als Radioschiff eingerichtet und erhielt, nach einer im Jahre 2000 verstorbenen Seesendermitarbeiterin, den neuen Namen Jenni Baynton.

Außerhalb von Sonderaktionen, wie zuletzt im August/September, liegt das Schiff an einem reservierten Platz in Harlingen. Dann ist es auch in diesem Livebild zu sehen.

Stets vom Schiff aus betrieben wird die für 25 Watt lizenzierte Kleinstfrequenz 747 kHz. Wie sich der Betrieb der jetzt abgeschalteten, mit 1 kW nutzbaren 1602 kHz zwischen dem Schiff und dem Sender in Pietersbierum aufteilte, bleibt unklar.

2015 wurde das Waddenzee-Format eingestellt. An dessen Stelle trat KBC Radio, das bis 2011 auf 1395 kHz gesendet hatte. Bestrebungen, den hier genutzten, im Betrieb zu teuren Sender auf dem Deich zwischen Ijssel- und Markermeer durch eine Abstrahlung der Frequenz vom Schiff zu ersetzen, verliefen im Sande.

2016 reduzierte KBC die Ausstrahlungen auf Kurzwelle, die 2011 massiv ausgebaut wurden, auf ein Minimum. Verblieben sind pro Woche für Europa eine Stunde aus Bulgarien (sonnabends jetzt ab 14.00 Uhr auf 9400 kHz) und für Nordamerika zwei Stunden aus Nauen (in der Nacht zu Sonntag ab 1.00 Uhr auf 5965 kHz).

Im vergangenen Sommer verschwanden die KBC-Sendungen nun wohl endgültig von der Mittelwelle.

Den Sendeplatz übernahm Cyber Gold, ein neues Programm aus Großbritannien. Angekündigt wurde sein Start mit bemerkenswert offenen, inzwischen wieder gelöschten Worten:

„Unser Marketing hat ein erhebliches Potential an vermögenden Hörern identifiziert, die sich gern an die Seesender der 60er Jahre erinnern und die Musik aus dieser Zeit lieben. Wir gehen davon aus, den größten Teil der Werbeplätze über den Sommer verkaufen zu können.“

Im Forum von Digitalspy.com findet sich dazu ein lakonischer Kommentar über Cyber Radio und seine Finanziers:

„Im Prinzip sind das Anoraks, die russisches Geld dafür nutzen, Radio zu spielen.“

„Anoraks“ ist eine gängige Bezeichnung für die Enthusiasten der einstigen Seepiraten. Die Emotionen dieser Zielgruppe besonders ansprechen sollte der auch in diesem Mitschnitt zu hörende Jingle, den ein Beobachter auf Digitalspy so kommentierte: Beim ersten Mal habe er noch gegrinst, beim zehnten Mal sei es dann aber nur noch peinlich gewesen.

Der Wortlaut dieses Jingles war bei schlechtem Empfang auf Mittelwelle nicht unbedingt bis ins letzte Detail zu verstehen: „Direkt vom Motorschiff Love and Peace, aus den internationalen Gewässern vor Fantasy Island“.

Hier zeigten sich die Gefahren, die ein solches Spiel mit Emotionen in Zeiten erodierenden Vertrauens in die Medien in sich birgt: Wie den Äußerungen verschiedener Hörer zu entnehmen war, glaubten sie tatsächlich, der Sender strahle von einem Schiff auf hoher See.

Dem war natürlich nicht so. Das Radioschiff blieb meist an seinem Ankerplatz im Hafen, und zumindest während der jüngsten Ausfahrt wurde, soweit diese Erläuterungen akustisch zu verstehen sind, die Frequenz 1602 kHz auch nicht von dort, sondern aus Pietersbierum abgestrahlt.

Mächtig und vergessen

Mächtig und vergessen

„The Mighty KBC“ auf 9400 kHz

Weitgehend vergessen zu sein scheint in Deutschland das Kurzwellenprogramm von „The Mighty KBC“, seit 2016 dessen regelmäßige Ausstrahlung im 49-Meterband entfiel. Von den erneuten, 2017 auf einer anderen Frequenz gestarteten Sendungen wird, zumindest den Foren im Internet nach zu urteilen, keine Notiz mehr genommen.

Kostinbrod
Kostinbrod (Foto: Kiril Kapustin, imagesfrombulgaria.com)

Diese Sendungen kommen jeweils am Sonnabend von 17.00 bis 18.00 Uhr MESZ auf 9400 kHz. Genutzt wird dafür die Sendestation Kostinbrod bei Sofia.
 

„The Mighty KBC“ ist das Produkt des Enthusiasmus eines niederländischen Unternehmers. Zielgruppe sind die Fans der einstigen Seepiraten.

Auf Kurzwelle erschien „The Mighty KBC“ erstmals 2006 aus Sitkūnai bei Kaunas. 2008 entfielen die Übertragungen von dieser Sendestation (sie wurde 2017 endgültig stillgelegt) wieder.

 
 
Sender Sitkūnai
Sender Sitkūnai | © „Vilensija“, CC-BY-SA
 

Aus den Niederlanden selbst sendete „The Mighty KBC“ ab 2005 auf der Mittelwelle 1395 kHz. Der hier eingesetzte Sender stand auf dem Deich zwischen Ijssel- und Markermeer; er wurde ursprünglich ab 2001 von BNR Nieuws Radio, 2003/2004 dann von Radio 10 bespielt.

Zunächst teilte „The Mighty KBC“ sich diese Mittelwelle mit „Big L“, einem britischen Seepiraten-Nostalgieprojekt, das 2008 verschwand. Allein konnte „The Mighty KBC“ den Sender auf Dauer nicht finanzieren; er wurde Anfang 2011 stillgelegt und kurz danach demontiert.
 

Aufgeben war für diesen Enthusiasten indes keine Option, und so gab es im Sommer 2011 Versuchssendungen aus Burg bei Magdeburg. Dort war, als Relikt gescheiterter deutscher Mittelwellenprojekte, noch ein 10 kW starker Sender für die Frequenz 531 kHz vorhanden.

Wie die Sendeversuche zeigten, war diese Leistung aber zu gering, um auch außerhalb der Region einen brauchbaren – selbst für die geringen Ansprüche einer Seepiratennostalgie – Empfang zu liefern. Der Ansatz wurde daher nicht weiter verfolgt.

 
Sender Burg
Sendestation Burg bei Magdeburg, 2005 noch vollständig mit allen Antennen | © Kai Ludwig
 

Die so hergestellte Zusammenarbeit mit der Media Broadcast mündete dafür in eine andere Lösung: Regelmäßige Ausstrahlungen im 49-Meterband der Kurzwelle, und zwar auf 6095 kHz, zuvor die letzte Frequenz, die RTL in Luxemburg hier genutzt hatte.

Diese Sendungen begannen im Herbst 2011 auf der seinerzeit noch existierenden Großanlage Wertachtal bei Buchloe. Nach deren Abschaltung übernahm die Sendestation Nauen die Ausstrahlungen auf 6095 kHz.

Zu besonderer Popularität kam dadurch die „dreh- und schwenkbare“ Antenne aus dem Jahre 1964, die nach der Schließung von Radio Berlin International noch bis 2000 von der Deutschen Welle genutzt wurde. Seit 2006 gibt es mit verhältnismäßig modernen, vom geschlossenen Standort Jülich umgesetzten Sendern erneut Ausstrahlungen über diese Antenne.

 
Als Prunkstück des DDR-Rundfunks wurde die „DuS“-Antenne in Nauen 1970 zum Motiv einer Briefmarke
 

In ihrer Glanzzeit liefen die Ausstrahlungen auf 6095 kHz täglich. Sonnabends und sonntags sendete „The Mighty KBC“ hier nicht weniger als jeweils sieben Stunden.

An Arbeitstagen kam für jeweils zwei Stunden „Transportradio“, ein Format für Lkw-Fahrer, das zuvor unter dem Titel „Onderweg“ bei Radio Nederland Wereldomroep lief. 2012 wurde der niederländische „Weltrundfunk“ radikal auf ein Restportal im Internet zusammengekürzt und war binnen kürzester Zeit vergessen.

 
Onderweg
2008: Studio 5 von RNW, das als solches nach einer Entkernung des Gebäudes ebenfalls nicht mehr existiert | © Nadori, CC
 

2015 verschwand „Transportradio“ wieder von der Kurzwelle. Die regelmäßigen Ausstrahlungen von „The Mighty KBC“ auf 6095 kHz folgten 2016. Danach sollte es hier noch einzelne Sondersendungen geben. Dies geschah im Mai 2017 wohl letztmals.

Das bedeutete allerdings keinen Abschied aus Nauen. „The Mighty KBC“ sendet von hier aus weiterhin für Nordamerika und ließ sich auch nicht von einschlägiger Lobbyarbeit dafür begeistern, doch lieber auf die Dienste von Kurzwellenstationen in den USA zurückzugreifen.

Bei diesen Sendungen nach Nordamerika kommt es zwischen Sommer- und Wintersaison zu Frequenzwechseln. Derzeit läuft die Ausstrahlung (sie ist in Europa nur schwach oder überhaupt nicht zu empfangen) in den Nächten zu Sonntag von 2.00 bis 4.00 Uhr MESZ auf 9925 kHz.

 

Autor: Kai Ludwig; Stand vom 14.04.2018

Hintergründe zur Sendeanlage Wertachtal

Hintergründe zur Sendeanlage Wertachtal

Vorhangantennen der Sendeanlage Wertachtal (Foto: Andreas Volk)

Eine kurz nach 1990 veröffentlichte Ausarbeitung vermittelt weitere Hintergründe zur vor dem Abbruch stehenden Sendeanlage Wertachtal.

Demnach begannen 1962 die Planungen für eine neue Sendestation der Deutschen Welle. Sie sollte über zunächst acht Sender mit jeweils 500 kW und eine Antennenanlage für Abstrahlungen in alle Himmelsrichtungen verfügen, wobei gefordert war, sowohl ein Programm gleichzeitig in mehrere Zielgebiete als auch mehrere Programme gleichzeitig in ein Zielgebiet senden zu können. Damit waren rund 70 Antennen zu errichten, die eine gute Leitfähigkeit des Erdbodens und ein auf 500 Meter hin freies Vorfeld benötigten.

Die Suche nach einem ausreichend großen, den Anforderungen entsprechenden Grundstück blieb über Jahre erfolglos. Der ursprüngliche Wunsch, wie schon die Sendestation Jülich auch die neue Sendeanlage in nicht allzu großer Entfernung vom Studiostandort Köln aufzubauen, ließ sich nicht mehr durchhalten. In den Vordergrund rückten damit auch die besonderen Bedingungen von Sendungen nach Nordamerika und Fernost, für die ein möglichst weit im Süden liegender Standort vorteilhaft war.

Bei der Untersuchung von rund 50 möglichen Standorten kristallisierte sich zunächst ein Gelände im Illertal bei Memmingen heraus. Eine als „sehr aktiv“ beschriebene Bürgerinitiative verhinderte jedoch den Kauf des Grundstücks durch die Deutsche Bundespost.

Erst 1968 gelang es der Bundespost, den letztlich genutzten, 187 Hektar großen „Pisterhof“ zu erwerben. Mit weiteren Zukäufen in dessen Umgebung konnte der für die Antennen benötigte Platz gewonnen werden.

Zu einem Politikum entwickelte sich die Bezeichnung der Sendestation. Ursprünglich wollte die Deutsche Bundespost wie üblich den Namen der nächsten größeren Stadt verwenden und die Anlage unter „Mindelheim“ führen. Dies wurde von den umliegenden Gemeinden jedoch nicht akzeptiert.

Man einigte sich schließlich auf den heute bei der Bildung von Großgemeinden allgegenwärtigen Weg, auf den Namen eines in der Nähe verlaufenden Flusses zurückzugreifen. Somit erhielt die Sendeanlage die Bezeichnung „Wertachtal“. Ihr Grundstein wurde am 26. August 1969 gelegt, dem 40. Jahrestag des deutschen Kurzwellenrundfunks.

In der Mitte des Grundstücks entstand auf einer Fläche mit 300 Meter Durchmesser das Betriebsgebäude mit zwei jeweils 1000 Quadratmeter großen Sälen, die zum Einbau von jeweils sechs Sendern vorgesehen waren, und dem Antennenwahlschalter. Die Antennen wurden, wie es schon auf der (1945 von der sowjetischen Besatzungsmacht vernichteten) Sendestation Zeesen der Fall war, in drei von den Gebäuden ausgehenden Armen errichtet.

Diese Antennenarme sind nach Norden 1,3, nach Südosten 1,9 und nach Südwesten 1,0 km lang. Die Umzäunung des gesamten Geländes hat eine Länge von 10 km.

Nach dem Erwerb des Grundstücks gab die Bundespost bei der Firma Telefunken umgehend neun Sender in Auftrag. Gefordert wurde dabei eine automatische Abstimmung, was eine völlige Neuentwicklung nach sich zog. Eine besondere Herausforderung war dies durch den ursprünglich nicht eingeplanten Zeitdruck, die Anlage zu den Olympischen Spielen in München in Betrieb zu nehmen, wie es analog auch schon 1936 bei der Sendestation Zeesen der Fall war.

Es gelang Telefunken, den ersten der neuartigen Sender bereits im Mai 1971 zu liefern, kurz darauf auch den zweiten. Nach deren Aufbau begann im April 1972 der Probebetrieb, dem am 12. Juni 1972 die offizielle Einweihung der Sendestation folgte. Im einzelnen in Betrieb genommen wurden die ersten fünf Sender am 11. April, 12. April, 8. Juli, 24. Juli und 7. August 1972, gefolgt von weiteren vier Sendern am 24. Mai, 11. Juni, 25. September und 6. November 1974.

In den Sendersälen wurden in einer Reihe die Hochfrequenz- und Modulationsverstärkerteile und dahinter die Stromversorgungsteile der Sender aufgebaut. Die Hochspannungs- und Modulationstransformatoren, Siebmittel und Kühleinrichtungen fanden ihren Platz in Nebenräumen. Die anodenmodulierten Endstufen arbeiteten mit jeweils zwei siedegekühlten Tetroden in Metallkeramiktechnik, ihre Schwingkreise waren aus wassergekühlten Variometern mit 1,4 Meter Durchmesser aufgebaut.

Die automatische Einstellung der Sender auf die jeweilige Frequenz lief in vier Schritten ab: Grobabstimmung der Induktivität ohne Leistung; Feinabstimmung des variablen Vakuumkondensators; nochmaliger Abstimmschritt bei voll aufgeschalteter Leistung; Zuschaltung der Modulation. Der gesamte Vorgang nahm nicht mehr als 10 bis 60 Sekunden (abhängig davon, wie groß der Unterschied zur vorher eingestellten Frequenz war) in Anspruch.

Dieser sich bei jedem Sender täglich bis zu 20 Mal wiederholende Vorgang sowie die Anschaltung der jeweiligen Modulationsleitung und Antenne wurden von einer rechnerbasierten Anlagensteuerung automatisch angestoßen. Dadurch konnte ein Techniker den Betrieb der neun Sender allein regeln.

Zur Anschaltung der Antennen wurde eigens ein neues, mit Druckluft gefülltes Koaxialkabel mit 25 cm Durchmesser entwickelt. Die längste Verbindung zu einer Antenne beläuft sich auf 1,9 km, die Gesamtlänge der verlegten Koaxialkabel auf 53 km. Die Forderung, möglichst jeden der neun Sender mit jeder der 74 Antennen verbinden zu können, realisierte eine acht Meter hohe, über zwei Stockwerke reichende Schaltermatrix; in dieser ersten Ausbaustufe mit 600 Schaltelementen.

Der ursprünglich in Jülich aufgebaute Antennentyp mit umschaltbarer Abstrahlrichtung genügte den an die neue Sendeanlage gestellten Anforderungen nicht mehr. Vorgesehen wurden daher Antennen mit Mittenreflektoren und getrennten, beiderseitigen Dipolwänden, die zur Erzielung einer großen Bandbreite in Reusenform ausgeführt sind.

Diese beiden Seiten einer Vorhangantenne konnten, sofern ein ausreichend großer Frequenzabstand eingehalten wurde, gleichzeitig betrieben werden. Für zusätzliche Flexibilität sorgten Schielschalter, mit denen die Abstrahlrichtung in beide Richtungen um 15 oder 30 Grad geschwenkt werden konnte.

Als Träger dieser Antennen der ersten Ausbaustufe entstanden 25 Fachwerktürme mit Höhen zwischen 26 und 123 Meter. Die Antennenvorhänge wurden an Seilen über Rollen mit Gegengewichten und Seilwinden geführt. Auf diese Weise konnten sie herabgelassen und so Zerstörungen bei Sturm und Eisansatz verhütet werden.

Im einzelnen handelte es sich in dieser ersten Ausbaustufe um 52 Antennen für Fernsendungen (davon 24 Dreiband- und 28 Zweibandantennen) sowie 11 ebenfalls als Zweibandantenne ausgeführte Dipolzeilen für nähere Zielgebiete. Lieferant war die Mannheimer Filiale der damaligen Schweizer Firma BBC.

Neben den Vorhangantennen entstanden fünf logarithmisch-periodische Antennen mit ebenfalls horizontaler Polarisation, die aus jeweils zwei nebeneinander aufgebauten Strahlern mit jeweils 26 Dipolen bestehen. Diese von Telefunken gelieferten Antennen wurden ebenfalls mit Schielschaltungen, hier um +/- 20 Grad, ausgerüstet und waren für Sendungen in bis zu 2000 km entfernte Zielgebiete bestimmt.

Für Rundstrahlsendungen in noch nähere Zielgebiete wurden sechs wiederum von BBC gelieferte Quadrantantennen aufgebaut. Sie bestehen aus jeweils einem Reusendipol für jeweils zwei benachbarte Frequenzbänder, dessen beide Schenkel um 90 Grad gegeneinander abgeknickt sind.

Von den neun Sendern der ersten Ausbaustufe wurden acht der Deutschen Welle zur ständigen Nutzung überlassen. Der neunte Sender blieb als Reserve reserviert, er kam bei Wartungen und Reparaturen zum Einsatz. Auf diese Weise konnte eine Verfügbarkeit von 99 Prozent erreicht werden, obwohl die einzelnen Sender täglich mehr als 20 Stunden in Betrieb waren. Wegen des großen Programmvolumens der Deutschen Welle, das sich schon 1967 auf wöchentlich 600 Stunden in 34 Sprachen belief, wurde 1982 noch ein zusätzlicher Sender als neunter Betriebssender eingebaut.

Zu einem unerwarteten weiteren Ausbau der Sendestation kam es Mitte der 80er Jahre. Die Voice of America trat mit dem Wunsch an die deutsche Seite heran, die noch von 1941/1942 stammenden Kurzwellensender auf der Sendestation des Bayerischen Rundfunks in Ismaning durch eine Mitnutzung der Sendeanlage Wertachtal abzulösen.

Dort wären zwar nur noch zwei der ursprünglich konzipierten Senderplätze verfügbar gewesen. Eine Lösung bot hier jedoch der inzwischen von Telefunken entwickelte neue Sendertyp mit Pulsdauermodulation (Typbezeichnung, bezogen auf die Kurzwellenvariante mit 500 kW, S 4005), der deutlich kompakter als die vorherige, anodenmodulierte Generation (Typbezeichnung SV 2500) war.

Somit konnten in den vorhandenen Räumen fünf Sender des neuen Typs eingebaut werden, von denen vier als Betriebssender und einer als weiterer Reservesender vorgesehen waren. Für die Ausstrahlungen der Voice of America, die sich auf die Zielgebiete Osteuropa (im politischen Sinne) und Nordafrika konzentrierten, war auch eine entsprechende Erweiterung der Antennenanlage erforderlich.

Die amerikanische Seite wünschte eigentlich, wie schon in Ismaning auch im Wertachtal vier Sender in ihre alleinige Verfügung übergeben zu bekommen. Dieses Ansinnen lehnte die Deutsche Bundespost jedoch ab, da flexible Ersatzschaltungen bei Arbeiten und Störungen so unmöglich gewesen wären. Stattdessen wurde ein Vertrag über den Betrieb von jeweils vier Frequenzen abgeschlossen, der die tatsächliche, gegenüber dem Ganztagsbetrieb der Deutschen Welle deutlich eingeschränkte Sendezeit einbezog.

Auf dieser Grundlage wurden die Kurzwellensendungen der Voice of America von 1987 bis 1989 aus Ismaning schrittweise zur Sendestation Wertachtal übernommen. Hiervon ausgenommen blieb die Frequenz 3980 kHz; sie wurde zunächst noch weiter aus Ismaning abgestrahlt und schließlich (möglicherweise erst 1994) zur Sendestation von Radio Free Europe / Radio Liberty in Biblis umgezogen.

Abschließend bemerkt die Ausarbeitung, die Sendeanlage Wertachtal habe nach ihrer Errichtung „viele Fachbesucher aus der ganzen Welt, insbesondere aus China, angelockt“.

Dies erinnert den Beobachter an die Bestrebungen Ende der 90er Jahre, einen Sendezeittausch zwischen Deutscher Welle und China Radio International zu arrangieren. Damit wollte die chinesische Seite die verlorene Sendemöglichkeit aus der Schweiz (Sender Lenk auf 3985 und 6165 kHz; 1998 stillgelegt) ersetzen. Nachdem es bereits technische Planungen für entsprechende Sendeplätze im Wertachtal gab (dabei wären die Sendungen aus Peking u.a. auf 3995 kHz übertragen worden), schreckte die Deutsche Welle schließlich doch vor einer derartigen Kooperation zurück.

Die beigefügten, 2002 aufgenommenen Fotos zeigen die Sendeanlage im bis hierher dargestellten Zustand. Die anschließenden weiteren Umbauten sind in der Meldung über den bevorstehenden Abbruch beschrieben.

(Mit Recherchen von Wolfgang Büschel; Stand vom 16.07.2014)

 
 
Einer der Antennenarme der Sendeanlage Wertachtal (Foto: Andreas Volk)
 
Infoschild aus den 90er Jahren an der Sendeanlage Wertachtal (Foto: Andreas Volk)
 
„Roter Knopf“ der Einweihung Wertachtal; DW-Intendant Walter Steigner, Bundespostminister Georg Leber (Foto: A. Volk)
 
Blick aus den Technikgebäuden der Sendeanlage Wertachtal auf eine Vorhangantenne (Foto: Andreas Volk)
 
Schaltbild der Antennenanlage Wertachtal (Foto: Andreas Volk; 2002)
 
Leitplatz der Sendestation Wertachtal (Foto: Andreas Volk; 2002)
 
Detail des Leitplatzes der Sendeanlage Wertachtal (Foto: Andreas Volk; 2002)
 
Sendezentrum Wertachtal im Sommer 2002 noch mit umfangreichen Ausstrahlungen der Deutschen Welle (Foto: Andreas Volk)
 
Prozeßrechner der Anlagensteuerung Wertachtal (Foto: Andreas Volk; 2002)
 
Frequenzerzeugung der Kurzwellenanlage Wertachtal (Foto: Andreas Volk; 2002)
 
Zwei Sender der ersten Generation (SV 2500) im Wertachtal (Foto: Andreas Volk)
 
Aufgeschnittenes Muster des in der ersten Sendergeneration im Wertachtal eingesetzten Röhrentyps YL 1490 (Foto: Andreas Volk)
 
Senderöhre YL 1490 geheizt im Sender (Foto: Andreas Volk)
 
Sender der zweiten Generation (S 4005) in der Station Wertachtal (Foto: Andreas Volk)
 
Blick auf fünf Sender der zweiten Generation im Wertachtal (Foto: Andreas Volk)
 
Antennenwahlschalter der Sendeanlage Wertachtal (Foto: Andreas Volk)
 
Detail des Antennenwahlschalters der Sendeanlage Wertachtal (Foto: Andreas Volk)
 
Muster der auf der Sendestation Wertachtal eingebauten Antennenkabel (Foto: Andreas Volk)
 
Sender Wertachtal; Abgang der Speiseleitungen zu den Antennen (Foto: Andreas Volk)

Rundfunkgeschichte

Videos zur Rundfunkgeschichte

Sender Sines
Beitrag von 1993 über die Sendeanlage Sines auf Euscreen.eu

Im Internet abrufbar ist jetzt auch ein 2003 fertiggestellter Dokumentarfilm, der sich mit der Berliner Firma Telefunken und deren Untergang beschäftigt.

Näher vorgestellt wird in diesem Film die Sendeanlage Nauen. Bei deren Modernisierung in den 90er Jahren hatte sich dem Vernehmen nach der damalige Stationsleiter besonders für die Firma Telefunken eingesetzt. Nur dadurch durfte sie wenigstens noch die Sender beistellen, nachdem bereits eine Entscheidung für die Lösung des französischen, mehrfach umfirmierten Wettbewerbers gefallen war.

Von diesen neu entwickelten Sendern konnte Telefunken nur noch ein einziges weiteres Exemplar verkaufen (für die inzwischen eliminierte Sendeanlage Sveio in Norwegen). Konzeptionen für komplette Sendeanlagen, wie auch für Nauen vorgeschlagen (nach Vorstellungen von Telefunken als flexible Lösung mit zentralem Aufbau der Sender im vorhandenen, jetzt nutzlosen großen Gebäude), blieben von vornherein chancenlos.

Die Darstellungen des Films sind von den subjektiven Auffassungen des porträtierten Telefunken-Mitarbeiters geprägt. Dies äußert sich vor allem in der anmaßenden Beschreibung der Firma Continental als „kleines Senderunternehmen in den USA“, aber auch in der unreflektierten Übernahme der Behauptung, Nauen sei „zweitgrößter Sender des Ostblocks“ gewesen. Diese Meinung widerspiegelt die von der Redewendung „wir waren die größte DDR der Welt“ beschriebene Attitüde.

Der Film zeigt (bei 2’15 im ersten Teil des unten als letzte Ergänzung der Linksammlung zu findenden Youtube-Uploads) auch einen Blick in die einstigen UHF-Sender am Standort Schäferberg in Berlin-Wannsee. Nach dem Ende des analogen Fernsehbetriebs werden auf dieser Sendeanlage nur noch drei UKW-Frequenzen betrieben, was sich künftig in einer massiven Preiserhöhung niederschlägt.

Die in dem Film abschließend erwähnte Nachfolgefirma verfügt inzwischen nicht mehr über die Rechte an der Marke Telefunken. Sie verlegte sich deshalb auf den ebenfalls aus der Nauener Funkgeschichte stammenden Namen Transradio.

(Stand vom 05.05.2015)

 

Die Deutsche Welle stellt von ihrem Fernsehen, eingeschlossen den Vorgänger RIAS-TV, produzierte Beiträge für das von der Europäischen Union finanzierte Portal „EUscreen“ zur Verfügung.

Da diese Plattform nur schlecht erschlossen ist, sei hier auf einige der sonst kaum auffindbaren Beiträge hingewiesen. Sie erinnern an einst auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin mit großer Selbstsicherheit präsentierte, dann jedoch völlig gescheiterte Projekte wie die MAC-Fernsehnorm.

Besonders grotesk ist dabei die 1991 gegebene Behauptung, es würden auf der IFA bereits in größerem Umfang Fernsehsendungen in hochauflösender Form produziert. Hier kann von einem reinen Versuchsaufbau gesprochen werden. Die eigentlichen, seinerzeit noch in großem Stil auf der IFA veranstalteten Fernsehsendungen wurden hingegen größtenteils mit Kameratechnik aus den 70er Jahren aufgenommen.

Zwei weitere Beiträge aus dem Jahre 1993 beschäftigen sich mit dem Kurzwellenbetrieb der Deutschen Welle. Ein genereller Überblick enthält verschiedene Schnittbilder der inzwischen nicht mehr existierenden Sendeanlagen Jülich und Wertachtal. Im Detail vorgestellt wird die bis zu ihrer Ablösung im Jahre 2000 auf der Sendeanlage Sines in Portugal betriebene Technik der englischen Firma Marconi.

Ebenfalls präsentiert wird der einst umfangreichere, später wieder beendete Satellitenbetrieb auf der Sendestation Berlin-Britz.

(Autor: Kai Ludwig; Stand vom 26.04.2015)

Das Ende von Radio Berlin International

Das Ende von Radio Berlin International

Radio Berlin International
Sendekomplex von Radio Berlin International, jetzt mit Studioeinbauten im früheren Ausspielraum (Foto: Kai Ludwig)

Mit Ablauf des 2. Oktober 1990 endete der Auslandsdienst des Rundfunks der DDR, Radio Berlin International.

Einen plastischen Eindruck davon, in welcher Art und Weise mit dem Sender und seiner Belegschaft umgegangen wurde, vermittelt das nebenstehend verlinkte Interview. Von der vollständigen „Abwicklung“ ausgenommen blieben lediglich einige wenige Mitarbeiter, mit denen die Deutsche Welle vorübergehend ein Redaktionsbüro weiterbetrieb.

Dabei wurde eines der Nachrichtenstudios im bisherigen Sendekomplex von Radio Berlin International genutzt, um über eine einzige Übertragungsleitung der Deutschen Welle in Köln zuzuarbeiten. Es handelte sich um reine Überspielungen; Livesendungen der Deutschen Welle aus dem Funkhaus in der Berliner Nalepastraße gab es nicht.

Wie lange dieser Außenposten bestand, ist nicht bekannt. Seine Auflösung dürfte aber spätestens mit der Übernahme von RIAS-TV und dessen Einrichtungen in der Voltastraße im Frühjahr 1992 erfolgt sein.

Weitere Einblicke vermittelt das Schriftgut, das auf der Sendestation Wiederau aufbewahrt wurde. Eine Notiz vom 25. September 1990 hielt eine telefonische Information von der Sendestation Nauen „über erfolgte Abstimmung mit der Deutschen Welle über Abstrahlung von Programmen“ fest, die selbst zu diesem Zeitpunkt noch unverbindlich war. Demnach sollten ab dem 3. Oktober 1990, 0.00 Uhr, DW-Programme aus Wiederau auf 13610 und 21465 kHz gesendet werden.

Am nächsten Tag fand in Nauen eine „Beratung zu Fragen des Rundfunkbetriebes auf Kurzwelle“ statt. Auch deren Niederschrift, mittlerweile nur noch sechs Tage vor der Schließung von Radio Berlin International, konstatierte noch immer: „Über die Fortsetzung des Sendebetriebes nach dem 3. 10. 90, 00.00 Uhr, gibt es für die Sendestellen Nauen, KWh und Leipzig-Wiederau keine Anweisung.“

Am Tag nach dieser Konferenz sollte die Sendestation Nauen der Deutschen Bundespost detaillierte Angaben über die Kurzwellenanlagen der Deutschen Post übergeben. Benannt wird außerdem ein „Rundfunkdienstbüro“, das in der Sendestation Jülich anscheinend eigens dafür eingerichtet wurde, die Mitarbeiter der bisherigen Deutschen Post bei den Ausstrahlungen der Deutschen Welle und des Deutschlandfunks anzuleiten.

Für den 4. Oktober 1990 wurde, diesmal nach Berlin-Köpenick, erneut zur „Beratung zu organisatorischen Fragen des Rundfunkbetriebes auf Kurzwelle“ geladen. Wie der Niederschrift zu entnehmen ist, legten verantwortliche Mitarbeiter der drei „Rundfunksendestellen (RfSSt)“ ihre Sendepläne vor: „Entsprechend diesen Plänen wurde in den genannten RfSSt ab 2. 10. 1990 um 23.00 Uhr UTC der Sendebetrieb für die Deutsche Welle aufgenommen.“

Am 23. Oktober 1990 vermerkte die Sendestation Wiederau handschriftlich eine Änderung beim Betrieb ihres Kurzwellensenders. Neu sollten von 20.00 bis 22.30 Uhr auf 5960 kHz über die Ostasien-Antenne Sendungen in polnischer und tschechischer Sprache ausgestrahlt werden. Dies ist insofern besonders bemerkenswert, als es sich bei diesen Sendungen um Produktionen des Deutschlandfunks handelte.

Notwendige Ersatzschaltungen sollten die ostdeutschen Sendestationen weiterhin nur untereinander regeln. Ein Problem ergab sich dabei für die Sendestation Wiederau, die auch im Frequenzbereich bei 21 MHz arbeitete, was dem Reservesender in Nauen nicht möglich war.

Von der weiterhin „externen“ Behandlung der ostdeutschen Sendestationen kündet die dazu getroffene Festlegung, die Sendestation Wiederau „reicht beim Rundfunkdienstbüro über das Referat Rundfunkdienste einen Plan über 1990 gewünschte Reserveschaltungen für Wartungen ein“. Ob es tatsächlich schon 1990 zu Ersatzschaltungen aus Jülich kam, ist dem hinterlassenen Schriftgut nicht zu entnehmen.

Gegenstand der Übergangsregelungen für den Auslandsrundfunk waren auch die Ausstrahlungen von Radio Moskau auf der Mittelwelle 1323 kHz, für die erst im September 1989 neue Sendetechnik in Wachenbrunn bei Themar in Betrieb gegangen war. Am 28. Juni 1991 informierte der Funkdispatcher in Berlin mit einem Fernschreiben: „Wachenbrunn 1323 kHz: Auf Weisung des Rundfunkdienstbüros Jülich vom 26.6. ist bei Ausfällen des Senders kein Ersatzbetrieb von Leipzig durchzuführen.“

Einzelheiten über die Heranführung der DW-Programme in das Gebiet der einstigen DDR sind dem Schriftgut mit Stand vom Herbst 1991 zu entnehmen. Demnach waren von Köln nach Berlin die Übertragungsleitungen „BLN1“ bis „BLN5“ eingerichtet worden, davon die erstere als „einzige Leitung nach Leipzig“.

Die abrupte, von Technikern der Sendeanlagen als gespenstisch empfundene Umschaltung auf die Programmsignale aus Köln in der Nacht zum 3. Oktober 1990 erfolgte in einer Schalteinrichtung der Deutschen Post, wahrscheinlich in Berlin-Lichtenberg. Das Funkhaus in der Nalepastraße hatte, wie es ein dortiger Schaltmeister formulierte, „damit schon nichts mehr zu tun“.

Die Mittelwellenfrequenzen von Radio Berlin International wurden ab dem 3. Oktober 1990 vom Deutschlandfunk bespielt, möglicherweise auch mit seinen Fremdsprachensendungen. Ein interessantes Detail vermittelt dazu ein Frequenzplan vom Frühjahr 1992; der älteste, der sich im Wiederauer Schriftgut noch fand.

Dort eingetragen ist neben den RBI-Mittelwellen Berlin-Köpenick 1359 kHz und Burg (bei Magdeburg) 1575 kHz auch die leistungsstärkste DDR-Mittelwelle Burg 783 kHz. Sie übertrug das Programm von Stimme der DDR, nach dessen Einstellung dann Radio Aktuell (vorm. Radio DDR 1), bis der Sender auf Anordnung des „Rundfunkbeauftragten“ Rudolf Mühlfenzl im Mai 1991 abgeschaltet wurde.

Der Eintrag ist besonders bemerkenswert, weil die Frequenz 783 kHz zum Jahresbeginn 1992 vom neu gegründeten Mitteldeutschen Rundfunk übernommen worden war. Ein Höchstleistungsbetrieb mit 1000 kW fand dabei jedoch nicht mehr statt. Zunächst ließ der MDR die Frequenz tagsüber noch mit 250 kW abstrahlen. Von Beginn an abends und nachts, spätestens ab 1993 dann ganztags kam in Burg für den MDR nur noch der fahrbare Sender mit 20 kW Leistung zum Einsatz, der bis 1990 Radio DDR 1 auf 1089 kHz übertragen hatte.

Anzuführen sind in diesem Zusammenhang auch die damaligen Bestrebungen des Deutschlandfunks, die Langwelle Zehlendorf 177 kHz zu übernehmen, da auch sie der Auslandsversorgung diene. Dieses Ansinnen konnte vom Rundfunk in der Nalepastraße nur mit Mühe abgewehrt und die Frequenz weiterhin für das Programm des Deutschlandsenders Kultur genutzt werden.

Auch nach der Gründung des Deutschlandradios ist dem Wunsch des Deutschlandfunks nicht entsprochen worden. Bis zur Abkündigung des Senders zum Jahresende 2014 blieb es bei der Ausstrahlung des Berliner Deutschlandradio-Programms, das durch Fusion von Deutschlandsender Kultur und RIAS Berlin entstanden war.

Die Übergangsregelungen für die einstigen Sendeanlagen von Radio Berlin International endeten 1993. Damit entfielen alle Ausstrahlungen des Deutschlandfunks über die Mittelwellen 1359 und 1575 kHz wie auch der Deutschen Welle über die Kurzwellensender in Königs Wusterhausen und Wiederau. Diese Sendeanlagen wurden stillgelegt und sind inzwischen weitgehend von der Bildfläche verschwunden.

Einzig am Standort Nauen wollte die Deutsche Welle weiter festhalten, was ebenfalls als vordergründig politische Entscheidung anzusehen sein dürfte. Ab 1995 errichtete die Deutsche Telekom in Nauen vier völlig neue Kurzwellen-Sendeeinheiten. Sie ersetzten 1997 die Altanlagen, die größtenteils stillgelegt und demontiert wurden. Ausgenommen blieb lediglich eine dreh- und schwenkbare Antenne, über die mit dem zugeordneten Sender noch bis 2000 Programme der Deutschen Welle und ihres damaligen Kooperationspartners Radio Nederland Wereldomroep liefen.

Grundlage für den Bau der neuen Sendeeinheiten war ein bis 2016 verbindlicher Ausstrahlungsvertrag. Aus diesem Vertrag ließ sich die Deutsche Welle jedoch 2007 gegen eine Abstandszahlung von 14 Millionen Euro entlassen, da sie keine Kurzwellen-Dienstleistungen der Media Broadcast mehr in Anspruch nehmen wollte und stattdessen den privatisierten Senderbetrieb des BBC World Service (heute Babcock International) beauftragte. Beobachter bezweifeln die Wirtschaftlichkeit dieses Vorgehens, da auch die nach Großbritannien vergebenen Ausstrahlungen 2011 größtenteils entfielen.

Mittlerweile ist Nauen der einzige noch aktive Kurzwellenstandort des deutschen Auslandsrundfunks, nachdem auch die einstigen Sendeanlagen der Deutschen Welle in Jülich und bei Buchloe (Wertachtal) inzwischen stillgelegt und abgerissen wurden. Absoluter Schwerpunkt des Sendegeschehens sind dabei mittlerweile Programme internationaler Missionsgesellschaften.

Auch die Studios des ostdeutschen Auslandsrundfunks werden noch existieren, wenn das Funkhaus der Deutschen Welle in Köln vollständig abgerissen ist. Der frühere Sendekomplex von Radio Berlin International gehört zu den Räumen im Funkhaus Nalepastraße, in denen sich seit 2013 die britische Musikschule dBs niedergelassen hat. Bei den hierfür vorgenommenen Einbauten blieb die Struktur der Räume bis hin zur vorhandenen Beleuchtung unangetastet.

(Autor: Kai Ludwig; Stand vom 02.10.2015)

 
 
„Abstimmung mit der Deutschen Welle“
Notiz zu unverbindlichen Abstimmungen mit der DW vom 25.09.1990
 
„Ab 2.10.1990 um 23.00 UTC Sendebetrieb für die Deutsche Welle aufgenommen“
Beratungsniederschrift vom 04.10.2015
 
„Es entfällt 13610 kHz, neu dafür 5960 kHz“
Notiz zur Frequenz-/Programmänderung vom 23.10.1990
 
„Wachenbrunn 1323 kHz – kein Ersatzbetrieb von Leipzig“
Fernschreiben vom 28.06.1991
 
„Senderbelegung ab 29. 3. 92“
Belegungsplan der früheren RBI-Sender im Frühjahr 1992

Zur Geschichte des Funkhauses Potsdam

Zur Geschichte des Funkhauses Potsdam

Funkhaus Potsdam
Funkhaus Potsdam, Technikraum der „Baustufe I“ von 1946

Der 25. Jahrestag des Sendestarts von Antenne Brandenburg sei zur Veranlassung genommen, auf die Geschichte der Funkhäuser in Potsdam sowie (auf einer separaten Seite) in Cottbus und Frankfurt (Oder) einzugehen. Diese Funkhäuser existieren als solche heute nicht mehr, sie wurden inzwischen durch das Radiohaus am RBB-Sitz Potsdam-Babelsberg bzw. neue Studiostandorte in Cottbus und Frankfurt (Oder) ersetzt.

Nachfolgend wiedergegeben sind Auszüge aus einer anonymen Ausarbeitung der damaligen Struktureinheit „Studiotechnik Rundfunk“ von 1988, die auf Entwicklungen bis 1967 eingeht. Dieses Material war nur für den internen Gebrauch bestimmt und unterlag damit nicht den Restriktionen für Veröffentlichungen. Aus diesen internen Sammlungen stammen auch die beigefügten Fotos.

(Stand vom 06.05.2015)

 

„[…] „Hier ist der Landessender Potsdam. Sie hören uns auf der Wellenlänge 531,9 Meter gleich 564 kHz.“ Mit dieser Ansage meldete sich am 20. Juni 1946 um 6.20 Uhr früh erstmalig ein Sender, dessen Existenz ein gänzlich neues Stück Geschichte der einst berühmt-berüchtigten preußischen Garnisonsstadt einleiten half. […]

Die technische Grundlage bildete die Einrichtung des Stadtfunkstudios, das in einer Villa der Kapellenbergstraße 4 (spätere Puschkinallee) untergebracht war. Diese im Oktober 1945 durch Befehl 78 der SMAD geschaffene Groß-Lautsprecher-Zentrale verfügte im Stadtgebiet über 30 Lautsprecher.

Personell setzten sich Technik und Redaktion aus Mitarbeitern der Stadtwerke und des Informationsamtes der Provinzialverwaltung zusammen. […] Als Sender standen ein 1,5 kW-Strahler (0,4 kW modulierte Trägerleistung) und ein Drahtfunksender im Gebäude der Hauptpost Potsdam zur Verfügung.

Die Technik-Studioräume, bestehend aus einer Sprecherkabine und einem kombinierten „Regie-, Kontroll- und Schaltraum“, waren im eigens dazu ausgebauten Dachgeschoß des Hauses untergebracht. Die gesamte Einrichtung, später Baustufe I genannt, bestand aus folgenden Geräten:

Zwei Dorffunkanlagen (Kraftverstärker) als Tonsignalverstärker; ein Empfänger für den Ballempfang des Programms des Berliner Rundfunks; ein Drahtfunkempfänger; zwei Plattenspieler mit Umblendglied; ein Reglerfeld mit drei Danner-Reglern (ähnlich W 13); ein Tonmesser, Eigenbau, und ein bescheidener Anfang eines Kreuzschienenverteilers.

Sprecher und Techniker waren darauf angewiesen, als ein gut eingespieltes Kollektiv zu arbeiten, da weder Lichtzeichen noch Kommandomikrofone vorhanden waren. Eine Rand-Episode verdeutlicht die Selbstverständlichkeit dieser Arbeitsweise. Der Gesprächspartner der Landfunkfrühsendung, Kaninchenzüchter Karl, ein freischaffender Journalist mit gänzlich anderem Namen, hatte auf dem Wege zum Potsdamer Funkhaus mit seinem Fahrrad Reifenschaden. Kurz entschlossen übernahm der ungeduldig wartende Techniker – er hieß tatsächlich Karl – die Rolle seines Journalistenkollegen. Er ahnte nicht, daß der Oberingenieur daheim schon wach war, den Sender Potsdam hörte und verwundert seinen Mitarbeiter an der Stimme erkannte.

Die Baustufe II des Landessenders Potsdam wurde im Januar 1947 in Betrieb genommen und dehnte sich im Verlaufe der Jahre 1947/48 über folgende Komplexe aus: Technische Zentrale mit Verstärker und Schaltgestell und einem sich anschließenden kleinen Regieraum für Ein-Mann-Betrieb bei Früh- und Spätsendungen. Hinzu kamen am 2. Februar 1947 ein kleiner Sendesaal mit ca. 400 m³ Rauminhalt, ein Hauptregieraum, eine kleine Schallaufnahme (15. April 1947), zwei Sprecherkabinen, zwei Cutterräume und eine mechanische Werkstatt im Hintergebäude. Das Schaltungsprinzip der neuen Anlage zeigte zentralisierten Aufbau, d.h. alle Aufnahmen, Umschnitte usw. mußten von der technischen Zentrale aus geschaltet werden.

Das neue Baustadium bedeutete einen enormen Fortschritt gegenüber der Baustufe I. Die Eigenbau- und Dorffunkanlagen waren Normverstärkern vom Typ V 63, V 41 und V 42 (Loewe-Opta) und die Danner-Regler den Profilreglern gewichen. Endlich standen für Schallaufnahme und Regieraum auch Magnettonlaufwerke zur Verfügung. Den Anfang machten einige „Dora“-Geräte mit Gleichstrom-Vormagnetisierung. Bereits im Verlaufe des Jahres 1947 kamen HF-Geräte vom Typ „Dora“ und „Berta 2“ hinzu.

Zur besseren Wahrnehmung politischer und kultureller Ereignisse im Stadtgebiet entstanden im Landtagsgebäude und im Nicolaisaal, als gemietetem großem Produktionsraum, am 3. Dezember 1946 feste Übertragungsstellen. 1947 wurde ein alter Citroen-Pkw als Ü-Wagen ausgebaut […]. Dieser Wagen wurde 1951 dem Studio Cottbus zur Verfügung gestellt. Während des Umbaues 1948/49 stand für ein halbes Jahr ein kleiner Opel-Lkw von 1,5 t […] als Übertragungswagen zur Verfügung. 1948 wurde dann ein weiterer alter Fiat-Pkw als Ü-Wagen ausgebaut und in Betrieb genommen. […]

Die Ausführung der Baustufe III der technischen Einrichtung wurde zeitlich parallel mit den Vorarbeiten zur Inbetriebnahme des Senders ausgeführt und abgeschlossen. Sie umfaßte die Erweiterung und Modernisierung der technischen Zentrale, die Einrichtung eines zweiten Regieraumes, eines Meßraumes und den Aufbau einer Pausenzeichen-Maschine. Das Pausenzeichen des Landessenders Potsdam bestand aus dem ersten Takt des ersten Brandenburgischen Konzerts von Johann Sebastian Bach.

[…] Neben Archivproduktionen bestritt das kleine Potsdamer Rundfunk-Orchester tägliche Original-Vormittagskonzerte aus dem kleinen Sendesaal des Funkhauses.

Am 1. Mai 1948 war es soweit, daß ein 20 kW-Sender, dessen Antenne auf einem 98 m hohen Holzmast montiert worden war, das Programm des Landessenders Potsdam abstrahlen konnte. […] Kurz vor Sendebeginn, am Morgen des 1. Mai, verließ der diensthabende Tontechniker des Funkhauses seinen Arbeitsplatz und setzte sich nach Westberlin ab, wo er bereits einen Anstellungsvertrag beim RIAS hatte. […]

Die Wirksamkeit der Rundfunkarbeit erhöhte sich mit der Inbetriebnahme des neuen Senders zusehends; jetzt war das Programm auch an den Schwerpunkten der Reportagetätigkeit wie im Oderbruch, im Lausitzer Braunkohlengebiet, in den Stahlwerken Brandenburg und Hennigsdorf, im Chemiefaserwerk Premnitz usw. hörbar.

[…] Inzwischen gehörten jene Jahre der Vergangenheit an, da zeitweilig ein Drittel der Technikmitarbeiter wegen ständigen „Eifo“-Genusses (Eifo war eines der damaligen zahlreichen Ersatz-Lebensmittel) an Verdauungsstörungen erkrankt war, oder da die Deutsche Post wegen Lötkolbenmangels die Übertragungsleitungen an der Rangierverteilung nicht löten konnte.

Im September 1952 wurden […] in der DDR Bezirke gebildet. […] Das Funkhaus Potsdam hatte die Aufgabe, das Studio Frankfurt/Oder mit aufzubauen. Nach Aufteilung der Geräte und Einrichtungen zwischen den „Potsdamern“ und den „Frankfurtern“ verblieben für das Studio Potsdam […] ein Regieraum […], ein Sprecherraum, ein Cutterraum sowie die Technische Zentrale von nur noch untergeordneter Bedeutung […]; außerdem der Ü-Wagen Ford V 8. Aus allen übrigen Räumen, wie dem kleinen Saal, dem Regieraum, den Außenstellen usw. wurden die technischen Einrichtungen ausgebaut. Das hintere Gebäude des Funkhauses Potsdam wurde an die GST bzw. an eine DHZ vermietet.

[…] Zweimal wöchentlich wurde eine einstündige Sendung produziert und dem zentralen Programm überspielt. Über die Stundensendungen hinaus sind umfangreiche Aufträge per Ü-Wagen und als Studioproduktionen für Berliner Redaktionen verwirklicht worden, so daß keineswegs Arbeitsmangel eintrat. Da die Babelsberger Fußballer noch in der Oberliga spielten, mußte der Ü-Wagen auch sonntags fast immer im Einsatz sein.

[…] Im September 1955 – bis dahin waren die Aufgaben unverändert geblieben – wurde das Studio Potsdam als Bezirksredaktion dem Studio Cottbus angegliedert. An der Programmstruktur änderte sich nichts, nur wurden die Beiträge des Funkhauses Potsdam im Rahmen des Cottbuser Eigenprogramms gesendet, und die Potsdamer Kollegen hatten Gelegenheit, endlich wieder einmal „am Hahn zu sitzen“, um die sorbische Sonntagssendung über den Potsdamer Strahler zu geben.

Doch die Zeit war schellebig […]. Im Mai 1956 erhielten ein Ingenieur und ein Mechaniker aus Cottbus den Auftrag, schnellstmöglich in Potsdam Bedingungen zu schaffen, die die Wiederaufnahme eines täglichen zwei- bis vierstündigen Programms ermöglichten. […] Als Studio-Filiale des Berliner Rundfunks sollte Potsdam mit einer speziellen Sendereihe Einfluß auf die Randgebiete Berlins nehmen. Unter Einsatz einiger neuer Geräte und in etlichen Stunden Nachtarbeit konnten innerhalb von drei Wochen ein Regieraum und ein Sprecherraum, technisch modernisiert, den Sendebetrieb aufnehmen.

Das Eigenprogramm begann mit einer einstündigen Mittagssendung und erweiterte sich bis Ende 1956 um eine Abendsendung auf rund drei Stunden täglich. Personell ergaben sich jedoch große Probleme, denn von insgesamt sieben [technischen] Mitarbeitern waren nur drei in der Lage, die Sendung zu fahren. Hinzu kamen besondere Programmwünsche, darunter technisch aufwendige Originalsendungen, Telefonwunschsendungen usw., die mit dieser Technik einfach nicht mehr lösbar waren.

Darüber hinaus lag eine neue Programmperspektive mit folgenden Aufgaben vor: 1.) Durchführung von täglich drei Eigensendungen von insgesamt fünf Stunden Sendezeit, 2.) Zubringerdienste für das zentrale Programm, 3.) ständige Modulationsüberwachung des Senders. Dies gab den energischen Anstoß für eine neue Aufgabenstellung zur Erweiterung und Modernisierung der studiotechnischen Anlagen.

Im Juli 1957 lag der […] Plan des Investvorhabens „Modernisierung Funkhaus Potsdam“ vor. Gleichzeitig […] Ausweichräume […], um das Programm auch während der Dauer des Umbaus voll aufrecht zu erhalten. Am 14. Februar 1958 konnte der Sendebetrieb […] im inzwischen wieder freigewordenen Hintergebäude aufgenommen werden. Am 1. April 1958 […] begannen die Umbauarbeiten im Hauptgebäude.

In den folgenden zwei Jahren wurde mit Hilfe dieses Provisoriums täglich ein drei- bis vierstündiges Programm abgewickelt, zu dem im Rahmen der Sendereihe „Rund um Berlin“ auch umfangreiche Konferenzschaltungen gehörten. Zwecks ständiger Überwachung des Senders, wozu auch die Einblendung von auf Band gesprochenen Entschuldigungstexten bei Störungen gehörte, war der Regie-Kontrollraum im Schichtbetrieb durchgehend besetzt.

[…] Aufnahme des Sendebetriebes mit der neuen Anlage am 20. Juni 1960, die folgende Komplexe umfaßte: ein Kontrollraum mit Sprecherraum; eine Schallaufnahme mit Sprecherraum; ein Schalt- und Überwachungsraum; zwei Cutterräume. Die Jahre bis 1965 brachten keine wesentlichen Veränderungen der täglichen Sendezeit, jedoch […] über zweihundert Original-Konferenzschaltungen mit oft mehr als fünf Sprechstellen […], nicht selten aus den entlegensten Dörfchen des Bezirkes.

[…] Der Ü-Wagen-Park des Funkhauses Potsdam umfaßte […] zehn Fahrzeugtypen, die inzwischen längst verschrottet sind, ganz zu schweigen von der geradezu sagenhaften technischen Ausrüstung dieser Fahrzeuge. Aber selbst nach der Inbetriebnahme der Standardfahrzeuge Ü 21 (1953) und „Barkas“ B 1000 (1964) bilden neben der anderen Technik auch die individuellen Fähigkeiten der Kollegen und das Bastelprinzip „1000 m Z-Draht“ noch immer entscheidende Faktoren, um die ständig steigenden Anforderungen zu meistern.“

 
 
Sender Potsdam
Ü-Wagen Opel 1,5 t des Landessenders Potsdam (1948)
 
Sender Potsdam
Ü-Wagen Horch des Senders Potsdam, 1958
 
Funkhaus Potsdam
1960 in Betrieb genommener Schaltraum des Funkhauses Potsdam
 
Funkhaus Potsdam, 1990
Funkhaus Potsdam, 1990
 
Funkhaus Potsdam, 1990
Funkhaus Potsdam, 1990
 
Funkhaus Potsdam, 1990
Funkhaus Potsdam, 1990
 
Funkhaus Potsdam, 1990
Funkhaus Potsdam, 1990
 
Funkhaus Potsdam, 1990
Funkhaus Potsdam, 1990
 
Funkhaus Potsdam, 1990
Funkhaus Potsdam, 1990

Zur Geschichte der Funkhäuser Cottbus und Frankfurt (Oder)

Zur Geschichte der Funkhäuser Cottbus und Frankfurt (Oder)

Funkhaus Cottbus
Funkhaus Cottbus, Zustand 2002 (Foto: Kai Ludwig)

Zur Quelle der nachfolgenden Texte vgl. die gesonderte Seite zum Funkhaus Potsdam.

Das Funkhaus in Cottbus stand nach dem Auszug des damaligen Ostdeutschen Rundfunks Brandenburg über längere Zeit leer; an der rückseitigen Einfahrt war seinerzeit ein Firmenschild zurückgeblieben, das im Laufe der Jahre immer weiter ausblich. Soweit es sich vor wenigen Tagen bei einem Rundgang in den Nachtstunden erkennen ließ, scheint das Gebäude inzwischen zum Wohnhaus umgebaut und teilweise bezogen zu sein.

(Stand vom 06.05.2015)

 

Frankfurt (Oder)

„Die ersten Vorbereitungen zum Aufbau eines Bezirksstudios in Frankfurt/Oder begannen im September 1952. Arbeitskräfte und technische Einrichtungen […] mußten vom Landessender Potsdam gestellt werden. Die spätere „Exilbesetzung“ […] fand sich vorerst in einer Etage des Potsdamer Studios zusammen und unternahm von hier aus Vorstöße nach Frankfurt zur Erkundung geeigneter lokaler Studioräumlichkeiten.

Die Angebote reichten vom ausrangierten Tanzsaal bis zu einer nicht mehr genutzten Eisdiele. Schließlich entschied man sich für einige Räume in der Bezirksdirektion der Deutschen Post, die zwar nicht der Idealvorstellung entsprachen, sich aber aus der Reihe der Angebote günstig abhoben. Nach Aufteilung der Geräte […] rollte am 4. November 1952 ein vollbeladener Lkw mit Anhänger nach Frankfurt/Oder.

[…] Die technischen Räume besaßen zwergenhafte Ausmaße. Berliner Experten schlugen ahnungsvoll die Hände über dem Kopf zusammen und sprachen ironisch von einer Liliput-Technik. Schließlich wurde die letzte Variante akzeptiert. Auf der 24 m² großen – besser: kleinen – Grundfläche eines einzigen Raumes wurde der Aufbau eines P-Raumes, eines Sprecherraumes (!) und eines C-Raumes (!!) begonnen.

Da inzwischen jedoch schon Sendungen gefahren werden mußten, wurde während der Bauzeit ein Redaktionszimmer in einen Sprecherraum verwandelt, und ein flurähnlicher Raum bildete das Zentrum allen übrigen Geschehens. Hier wurde produziert, gebaut, gefrühstückt und in den Pausen entspannt und gewitzelt. Auch der Feierabend bot in dieser Zeit, da Wohnraum und Arbeitsstätte für die meisten Mitarbeiter noch ein und dasselbe waren, keinen Unterschied zur Arbeitszeit. […]

Die materielle Unterstützung und Hilfe aus dem Funkhaus Berlin erwies sich oftmals als außerordentlich dürftig. Das „Prachtstück“, einen Opel-Pkw, der nach vielem Hin und Her dem Frankfurter Studio überlassen worden war, verglichen die Frankfurter Kollegen mit dem bekannten Trojanischen Pferd. Sie konnten es der Ü-Stelle Berlin lange nicht verzeihen, daß man für sie nur eine Art Viehtransportwagen übrig hatte, der schon während der Überführung zu seinem künftigen Standort den Namen „Schweinekiste“ erhielt.

[…] Anläßlich eines deutsch-polnischen Freundschaftstreffens auf der neu errichteten Oderbrücke sollte der Wagen seine Feuertaufe bestehen. […] Jedoch wurde der Wagen zur Wahrung des allgemeinen Festbildes unter die Brücke verwiesen.

[…] schritten die Delegationen beider Länder der Brückenmitte zu […] sich der Treffpunkt wesentlich zur polnischen Seite hin verschob. Der Reporter […] zog anfangs mit zarter, dann mit stärkerer Gewalt am Mikrofonkabel. Mit freundlicher Unterstützung von Delegationsmitgliedern gelang es ihm schließlich, den mechanischen Widerstand des Kabels zu brechen. […] Es soll eine gute Reportage gewesen sein, das konnte die Ü-Besatzung vom strahlenden Gesicht des Reporters ablesen. Die anschließend nicht sehr rücksichtsvoll geführte „Auswertung“ änderte nichts mehr daran, daß der erste Einsatz aufnahmetechnisch schiefgegangen war.

Bemüht, den Fehlschlag schnellstens zu kompensieren […] pünktlich in der Stadthalle den offiziellen Empfang der Gäste wahrzunehmen. In flottem Tempo näherte sich der Ü-Wagen dem Reportageort. Ein vor dem Ü-Wagen plötzlich scharf bremsender Bus zwang den Wagen ebenfalls zum Bremsen. Es blieb beim Versuch, und nur der zum Glück menschenleere Gehsteig […]. Dem hinzueilenden Genossen der Volkspolizei versicherte der Fahrer: „Mit der Schweinekiste fahre ich keinen Meter mehr.“ Er hielt sein Versprechen.

[…] Noch vor Abschluß aller Bauarbeiten wurden dem Studio die ersten größeren Aufgaben übertragen. Am 7. Mai 1953 wurde der Staatsakt anläßlich der Namensgebung von Stalinstadt (jetzt Eisenhüttenstadt) vom Studio original übertragen. Ein feierliches Rahmenprogramm (Musik und Rezitationen) wurde ebenfalls vom Studio aus gesendet. Große Sorge bereitete dabei der akustisch noch nicht hergerichtete Sprecherraum. So mußten, wie in alten Rundfunkzeiten, zur Dämpfung des Nachhalls einige Schlafdecken drapiert werden.

[…] Überraschend kam die Mitteilung, daß ab 27. Mai 1963 ein täglich halbstündiges Eigenprogramm gesendet werden sollte. […] Also begann nach einigen Sicherheitsvorkehrungen das Eigenprogramm noch mit der alten Einrichtung. Es waren für das relativ kleine Kollektiv angespannte Wochen und Monate, vielfach gleichzeitig Sendungen zu fahren, zu produzieren und jede Pause für die Fortführung der Bauarbeiten zu nutzen. Im Februar 1964 konnte endlich das Kontrollpult eingebaut werden. Für die Zeit von zwei Monaten übernahm der Ü 21 den Sende- und Produktionsablauf.

[…] Angaben zur Programmzugehörigkeit des Studios Frankfurt/Oder: September 1952 bis September 1955 Bezirksstudio, Zubringer für das zentrale Programm; Oktober 1955 bis Mitte 1956 Bezirksredaktion des Studios Cottbus; Mitte 1956 bis Mitte 1958 Studio des Funkhauses Potsdam; Mitte 1958 bis Anfang 1963 Studio des Funkhauses Cottbus; ab 1963 Studio des Berliner Rundfunks.

Im Zeitraum 1952 bis 1955 verließen die ehemaligen Potsdamer Mitarbeiter, bis auf einen, das Studio Frankfurt/Oder. Drei ehemalige Mitbegründer des Studios Frankfurt/Oder [waren ab] 1956 wieder in ihrem „Stamm“-Funkhaus Potsdam tätig.“

 

Cottbus

„[…] Kulturell war dieses Gebiet bemerkenswert rückständig. […] Hier hatte es niemals ein Rundfunkstudio oder einen Sender gegeben.

Es war der Initiative des damaligen Oberbürgermeisters der Stadt Cottbus zu verdanken, daß […] am 9. Juni 1948 400.000 Mark für den Aufbau eines Studios bewilligt wurden. Den Auftrag erhielt das Ingenieurbüro Busch in West-Berlin. Dieser Betrieb installierte eine Loewe-Opta-Studioanlage in der neuen Messehalle am Cottbuser Spreeufer. […] Nach Abschluß der Landwirtschaftsausstellung […] wurde die Anlage demontiert, im „Haus des Kulturbundes“ in der Wilhelm-Külz-Straße wieder aufgestellt und am 1. Februar 1949 endgültig in Betrieb genommen. Die Montagearbeiten erledigte wiederum die Firma Busch.

Im Studio standen folgende Räume zur Verfügung: Ein Zimmer für den Studioleiter; ein Zimmer für Redakteure; ein Zimmer für den Betriebsingenieur; ein Werkstattraum; ein Lagerraum; ein Regieraum in der Größe von 6 x 6 x 4 m; ein Sprecherraum mit den Maßen 6 x 4 x 4 m sowie ein kleiner Sendesaal mit einem Volumen von 8 x 15 x 6,5 m. Die technische Anlage bestand aus einem Verstärkergestell […], einem Regietisch […], zwei Plattenlaufwerken, zwei Tonbandgeräten, einem Abhörschrank.

Über eine Empfangsleitung erhielt das Studio das Programm des Berliner Rundfunks. Der Studioausgang wurde niederfrequent in das Fernsprechnetz der Stadt eingespeist. Dazu wurden ungenutzte Adern dieses Netzes benutzt, die zu den Lautsprechern im Stadtgebiet führten. Die Rundfunkteilnehmer der Stadt konnten sich einen Drahtfunkanschluß durch die Post installieren lassen.

Diese Betriebsart führte zu häufigen Auseinandersetzungen zwischen den Mitarbeitern des Studios und des Fernmeldewesens. Da der von der Deutschen Post zugelassene Höchstpegel überschritten werden mußte, um alle Drahtfunkteilnehmer ausreichend zu versorgen, [kam] [e]in großer Teil der Fernsprechteilnehmer ungewollt in den Genuß des Stadtfunkprogramms. Um dieses Problem aus der Welt zu schaffen, wurden im Fernmeldeamt Cottbus-Madlow zwei Drahtfunkverstärker als Sender in Betrieb genommen, die auf je einer Langwellenfrequenz arbeiteten.

[…] das Studio dem Deutschen Demokratischen Rundfunk anzugliedern. Der Vertrag, der […] am 1. Oktober 1948 unterzeichnet wurde, legte fest, daß das Studio Eigentum der Stadt Cottbus bleibt und als Außenstelle des Landessenders Potsdam fungiert. Die Lohnkosten übernahm der Rundfunk, die Stadtverwaltung steuerte 5.000 Mark für weitere Kosten bei. […] Das Studio Cottbus nahm damit eine Zwitterstellung ein, die oft zu Kompetenzüberschneidungen zwischen der Stadtverwaltung und dem Rundfunk führte. […]

[…] zunächst weniger der […] Rundfunk an der Übernahme des Studios interessiert war, als vielmehr die Initiative der Mitarbeiter des Studios die endgültige Übernahme bewirkte. So kam es u.a. vor, daß ein Cottbuser Stadtrat dem Studio im Winter die Heizung abstellen ließ. Dennoch blieben die Mitarbeiter am Arbeitsplatz und arbeiteten im Studio im Mantel und mit Handschuhen weiter. Durch den Vertrag vom 8. Februar 1950 wurde das Studio endgültig dem […] Rundfunk unterstellt. […]

In Cottbus-Gaglow [= Groß Gaglow] stand der erste Mittelwellensender, der 1958 durch einen fahrbaren Sender in Hermsdorf ersetzt wurde [so im Original, Zuordnung dieser Angabe unklar, ist vermutl. auf Sendeanlage Hoyerswerda-Zeißig zu beziehen; Anm. d. A.].

Anfangs standen […] Probleme der Umgestaltung der Landwirtschaft und der Gleichberechtigung der Frau im Mittelpunkt, vereinzelt auch schon Probleme der Braunkohlenindustrie. Bereits 1950 wurden einige sorbische Beiträge in das Programm aufgenommen und eine sorbische Mitarbeiterin eingestellt. 1953 führte die neu gegründete sorbische Redaktion im Studio Görlitz für diese Beiträge Regie. 1957 übersiedelte die sorbische Redaktion in das Funkhaus Cottbus […].

Die Musikproduktion des Hauses orientierte sich überwiegend auf sorbische Kompositionen. Ein weiterer Schwerpunkt […] bestand in Produktionen des Stabsmusikkorps der Luftstreitkräfte der NVA für das zentrale Programm. Während kleine Ensembles und Gruppen im Saal (450 m³) des Studios produzieren konnten, wurden die größeren Klangkörper in geeigneten Sälen der Stadt aufgenommen.

[…] kein Ruhmesblatt in der Geschichte der Technik des Studios Cottbus, daß die Mehrzahl der Mitarbeiter während der ersten Jahre republikflüchtig wurde oder wegen Spionage inhaftiert werden mußte. Ein typisches Beispiel soll für viele stehen: Eine Technikerin hatte das einzige Mikrofon […] entwendet, um damit in Westberlin aufwarten zu können. Tatsächlich war es ihr damit gelungen, das Studio Cottbus für einige Tage nahezu zu blockieren, weil keine Wortbeiträge mehr gesendet werden konnten. […]

[…] Beim Umbau des Studios wurde die alte Loewe-Opta-Anlage in der damaligen Pförtnerloge aufgestellt, um wenigstens Überspiele und Umschnitte durchführen zu können. Aufnahmen sollten in dieser Zeit nur mit Ü-Wagen erfolgen. Es ergab sich jedoch, daß Heinz-Florian Oertel, damals noch Reporter im Studio Cottbus, unbedingt einen Beitrag vervollständigen mußte. Das Haus war aber ein einziger Bauplatz, nirgends war ein ruhiger Platz zu finden. Da entsann man sich des an die Pförtnerloge angrenzenden Raumes. Schnell wurde ein Mikro-Kabel gezogen und der Reporter konnte sein Schneidkommando geben. Daß der angrenzende Raum jedoch eine Toilette war, ist den Hörern hoffentlich nicht aufgefallen.

[…] 1963 wurde der Studio-Stützpunkt Bautzen im „Haus der Sorben“ zunächst provisorisch eingerichtet. 1965 konnte die aus dem Studio Frankfurt/Oder stammende Truhe Z 11 umgebaut und im Stützpunkt aufgestellt werden. […]

1963 war an der Holzkonstruktion des Dachstuhls starker Schädlingsbefall festgestellt worden. Dies betraf auch die Zwischendecken über den Studios. Es bestand Einsturzgefahr. Aus erster Sicht erschien es günstiger, einen Neubau zu errichten, als zu rekonstruieren. Entsprechende Vorbereitungen liefen bei der Plankommission. Innerhalb des vorgesehenen Kulturzentrums der Stadt sollte ein Studioneubau erfolgen. Doch es gelang mit einer intensiven Schädlingsbekämpfung, diesem Übel erstmal beizukommen. Anfang der 70er Jahre wurde die Holzkonstruktion mit vielen Erschwernissen für den Betriebsablauf erneuert.“

 
 
Funkhaus Cottbus
Technikraum im Funkhaus Cottbus (undatiert, vermutlich 60er Jahre)