Mächtig und vergessen

Mächtig und vergessen

„The Mighty KBC“ auf 9400 kHz

Weitgehend vergessen zu sein scheint in Deutschland das Kurzwellenprogramm von „The Mighty KBC“, seit 2016 dessen regelmäßige Ausstrahlung im 49-Meterband entfiel. Von den erneuten, 2017 auf einer anderen Frequenz gestarteten Sendungen wird, zumindest den Foren im Internet nach zu urteilen, keine Notiz mehr genommen.

Kostinbrod
Kostinbrod (Foto: Kiril Kapustin, imagesfrombulgaria.com)

Diese Sendungen kommen jeweils am Sonnabend von 17.00 bis 18.00 Uhr MESZ auf 9400 kHz. Genutzt wird dafür die Sendestation Kostinbrod bei Sofia.
 

„The Mighty KBC“ ist das Produkt des Enthusiasmus eines niederländischen Unternehmers. Zielgruppe sind die Fans der einstigen Seepiraten.

Auf Kurzwelle erschien „The Mighty KBC“ erstmals 2006 aus Sitkūnai bei Kaunas. 2008 entfielen die Übertragungen von dieser Sendestation (sie wurde 2017 endgültig stillgelegt) wieder.

 
 
Sender Sitkūnai
Sender Sitkūnai | © „Vilensija“, CC-BY-SA
 

Aus den Niederlanden selbst sendete „The Mighty KBC“ ab 2005 auf der Mittelwelle 1395 kHz. Der hier eingesetzte Sender stand auf dem Deich zwischen Ijssel- und Markermeer; er wurde ursprünglich ab 2001 von BNR Nieuws Radio, 2003/2004 dann von Radio 10 bespielt.

Zunächst teilte „The Mighty KBC“ sich diese Mittelwelle mit „Big L“, einem britischen Seepiraten-Nostalgieprojekt, das 2008 verschwand. Allein konnte „The Mighty KBC“ den Sender auf Dauer nicht finanzieren; er wurde Anfang 2011 stillgelegt und kurz danach demontiert.
 

Aufgeben war für diesen Enthusiasten indes keine Option, und so gab es im Sommer 2011 Versuchssendungen aus Burg bei Magdeburg. Dort war, als Relikt gescheiterter deutscher Mittelwellenprojekte, noch ein 10 kW starker Sender für die Frequenz 531 kHz vorhanden.

Wie die Sendeversuche zeigten, war diese Leistung aber zu gering, um auch außerhalb der Region einen brauchbaren – selbst für die geringen Ansprüche einer Seepiratennostalgie – Empfang zu liefern. Der Ansatz wurde daher nicht weiter verfolgt.

 
Sender Burg
Sendestation Burg bei Magdeburg, 2005 noch vollständig mit allen Antennen | © Kai Ludwig
 

Die so hergestellte Zusammenarbeit mit der Media Broadcast mündete dafür in eine andere Lösung: Regelmäßige Ausstrahlungen im 49-Meterband der Kurzwelle, und zwar auf 6095 kHz, zuvor die letzte Frequenz, die RTL in Luxemburg hier genutzt hatte.

Diese Sendungen begannen im Herbst 2011 auf der seinerzeit noch existierenden Großanlage Wertachtal bei Buchloe. Nach deren Abschaltung übernahm die Sendestation Nauen die Ausstrahlungen auf 6095 kHz.

Zu besonderer Popularität kam dadurch die „dreh- und schwenkbare“ Antenne aus dem Jahre 1964, die nach der Schließung von Radio Berlin International noch bis 2000 von der Deutschen Welle genutzt wurde. Seit 2006 gibt es mit verhältnismäßig modernen, vom geschlossenen Standort Jülich umgesetzten Sendern erneut Ausstrahlungen über diese Antenne.

 
Als Prunkstück des DDR-Rundfunks wurde die „DuS“-Antenne in Nauen 1970 zum Motiv einer Briefmarke
 

In ihrer Glanzzeit liefen die Ausstrahlungen auf 6095 kHz täglich. Sonnabends und sonntags sendete „The Mighty KBC“ hier nicht weniger als jeweils sieben Stunden.

An Arbeitstagen kam für jeweils zwei Stunden „Transportradio“, ein Format für Lkw-Fahrer, das zuvor unter dem Titel „Onderweg“ bei Radio Nederland Wereldomroep lief. 2012 wurde der niederländische „Weltrundfunk“ radikal auf ein Restportal im Internet zusammengekürzt und war binnen kürzester Zeit vergessen.

 
Onderweg
2008: Studio 5 von RNW, das als solches nach einer Entkernung des Gebäudes ebenfalls nicht mehr existiert | © Nadori, CC
 

2015 verschwand „Transportradio“ wieder von der Kurzwelle. Die regelmäßigen Ausstrahlungen von „The Mighty KBC“ auf 6095 kHz folgten 2016. Danach sollte es hier noch einzelne Sondersendungen geben. Dies geschah im Mai 2017 wohl letztmals.

Das bedeutete allerdings keinen Abschied aus Nauen. „The Mighty KBC“ sendet von hier aus weiterhin für Nordamerika und ließ sich auch nicht von einschlägiger Lobbyarbeit dafür begeistern, doch lieber auf die Dienste von Kurzwellenstationen in den USA zurückzugreifen.

Bei diesen Sendungen nach Nordamerika kommt es zwischen Sommer- und Wintersaison zu Frequenzwechseln. Derzeit läuft die Ausstrahlung (sie ist in Europa nur schwach oder überhaupt nicht zu empfangen) in den Nächten zu Sonntag von 2.00 bis 4.00 Uhr MESZ auf 9925 kHz.

 

Autor: Kai Ludwig; Stand vom 14.04.2018

Stunde Null in Berlin

Stunde Null in Berlin

Ü 1
Im Hintergrund der Übertragungswagen Ü 1, aus dem am 13. Mai 1945 die erste Nachkriegssendung gefahren wurde

Nachfolgend weitgehend im Original wiedergegeben ist ein Ausschnitt aus einer anonymen Ausarbeitung der Studiotechnik Rundfunk im Funkhaus Nalepastraße aus dem Jahre 1988. Ohne Kennzeichnung herausgekürzt sind einige politische Floskeln, ohne die zum Zeitpunkt der Erarbeitung auch eine solche interne Unterlage nicht auskam.

» Ende April 1945 vollzog sich unter dem Generalangriff der sowjetischen Truppen auf Berlin der vollständige Zusammenbruch des Hitlerfaschismus. In den letzten Apriltagen war der sogenannte Reichssender Berlin verstummt.

Am 2. Mai hatten die Einheiten der Sowjetarmee das Funkhaus in Berlin-Charlottenburg, Masurenallee, erreicht. Im Haus und seinen Kellern hatten sich Hunderte von Flüchtlingen einquartiert. Da sich unter ihnen auch viele demoralisierte Ausländer befanden, die für den Auslandsdienst des Nazi-Rundfunks gearbeitet hatten, herrschten chaotische Zustände.

Die letzte SS-Bewachung hatte vor ihrer überstürzten Flucht noch sinnlos-wütend gehaust. Wichtige technische Anlagenteile waren demontiert und auf dem Dachboden sowie in den Schächten der Klimaanlage versteckt oder gänzlich zerstört worden. Fast alle Übertragungswagen hatten die SS-Banditen als willkommene Transportmittel für ihre Flucht benutzt.

Der Hochbunker, ein Betonbau auf dem Gelände des Funkhauses, aus dessen Studioräumen während der Kriegsjahre bei Fliegeralarm und ab 1944 alle Sendungen gefahren worden waren, diente zwanzig Mitarbeitern der damaligen Reichsrundfunk-Gesellschaft als Zuflucht. Hierunter befanden sich auch einige Techniker, die von sowjetischen Offizieren den Auftrag erhielten, unverzüglich die technischen Voraussetzungen zur Wiederinbetriebnahme der Sendestudios zu schaffen.

Es war der 6. Mai. Noch lagerte Brandgeruch über Berlin. Vereinzelt versuchten SS-Banden oder der „Werwolf“ aus dem Hinterhalt zu schießen. Das Funkhaus wies äußerlich nur wenige Beschädigungen durch Bombentreffer und Granateneinschläge auf. Die erste Überprüfung ergab jedoch, daß keinerlei funktionsfähige Kabelverbindungen zum Sender bestanden. Alle Telefon- und sonstigen Leitungen waren zerstört.

Das Kabel zum Sender in Tegel war an zahlreichen Stellen zerrissen. Seine Wiederherstellung stieß auf enorme Schwierigkeiten. Der Sender selbst war durch die Kampfhandlungen nur leicht beschädigt worden. Die Wiederaufnahme des Sendebetriebs bedeutete jedoch insgesamt eine äußerst schwierige Aufgabe.

Da keine Aussicht bestand, die Kabelverbindung zwischen dem Funkhaus und dem Sender in absehbarer Zeit wieder instand zu setzen – die Schloßbrücke in Charlottenburg war gesprengt und das darüber führende Kabel infolgedessen mehrfach zerrissen – mußte ein Übertragungswagen einsatzbereit gemacht werden. Der Ü-Wagen war ein ausrangiertes Fahrzeug, das als erste Aufbauleistung von einer Gruppe Techniker zum Einsatz hergerichtet wurde.

In Tegel selbst hatten sowjetische und deutsche Techniker den Sender so weit repariert und eine Notsprechstelle eingerichtet, daß der Sendebetrieb stundenweise möglich war. Aus dem Ü-Wagen wurde die erste Sendung direkt am Sender gefahren. Erst einige Tage später begannen Pioniere der Sowjetarmee mit der Verlegung eines Feldtelefonkabels zwischen Funkhaus und Sender.

Im Funkhaus wurden unterdessen die Aufräumungsarbeiten aufgenommen. Die Techniker richteten mit Hilfe der im Bunker stationierten Geräte das Studio „Sprecher 1“ wieder betriebsfähig her. Dieser Raum lag in der Schallaufnahme des Funkhauses und umfaßte Regie- und Sprecherraum, die beide eine Grundfläche von nicht mehr als 12 m² hatten. In bescheidenem Umfang konnte begonnen werden, wichtige Programmteile, insbesondere Kommentare usw., zu produzieren.

Am 13. Mai startete der Übertragungswagen nach Tegel zu einer langen Fahrt, da alle Brücken über Spree und Schiffahrtskanal gesprengt waren. Der Ü-Wagen-Techniker, der die erste Sendung abends um 20.00 Uhr in Tegel technisch leitete, war Bruno Dörge, ein Mitarbeiter, der noch lange Jahre in den Funkhäusern Berlin und Potsdam tätig war. Die erste Sendung, die etwa eine Stunde dauerte, war der Befreiung des deutschen Volkes vom Faschismus gewidmet.

Eine Postenkette von Soldaten der Sowjetarmee sorgte für Ruhe rings um den sogenannten Sprecherraum, dessen Fenster keine Scheiben besaß und dessen Türfüllung mit Pappe vernagelt war. Die ersten Manuskripte, Schallplatten und Bänder für die Sendung wurden zu Fuß und per Fahrrad über Trümmerberge hinweg von der Masurenallee nach Tegel transportiert. Mit dem Kahn wurden die Wasserwege überquert.

Sofort nach Inbetriebnahme einer behelfsmäßigen Tonsignalleitung wurde die Sendezeit zügig ausgedehnt. Innerhalb von sieben Tagen wurde das Programm von anfangs einer Stunde auf neunzehn Stunden täglich erweitert. Ab dem 20. Mai 1945 sendete der Berliner Rundfunk von morgens 6.00 Uhr bis nachts um 1.00 Uhr.

Am 18. Mai wurde aus dem provisorisch hergerichteten großen Sendesaal des Funkhauses in der Masurenallee ein öffentliches Konzert unter der musikalischen Leitung von Leopold Ludwig übertragen. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt, und viele Besucher konnten keinen Einlaß mehr finden. Dieses festliche Konzert wirkte auf Besucher, Mitwirkende und Techniker nach den vielem Bombennächten und Kriegserlebnissen wie eine Erlösung aus einem Bann des Schreckens.

In jenen Tagen verkehrten weder S-Bahn, Omnibus, U-Bahn noch Straßenbahn. So waren viele Mitarbeiter auf längere Unterkunft im Funkhaus angewiesen, auf eine freiwillige Art von Kasernierung. Die Verpflegung erfolgte unter Mithilfe des sowjetischen Kommandanten durch den Kantinenwirt. So ist es auch nicht verwunderlich, wenn Prämien für hervorragende Arbeitsleistungen damals in Form höchst begehrenswerter Naturalien an die Mitarbeiter vergeben wurden. General Bersarin hatte eigens dazu ein großes Lebensmittellager aus der Deutschlandhalle in das Funkhaus transportieren lassen.

Technische Unterbrechungen der Sendungen waren damals keine Seltenheit. Das Tonsignalkabel, eilig über Trümmer und Ruinen verlegt, scheuerte sich durch oder wurde von einstürzenden Ruinen beschädigt. Mehrfach gelangten Sendungen gar nicht bis zum Sender. Immer waren es die sowjetischen Pioniere, die diese Störungen unverzüglich beseitigten. Sie waren eigens hierfür als Entstörungstrupp im Funkhaus stationiert.

Bereits in der zweiten Maihälfte 1945 begann eine systematische personelle Erweiterung. Viele gutwillige, loyale ehemalige Mitarbeiter der Reichsrundfunk-Gesellschaft fanden sich wieder im Funkhaus ein und boten sich zur Mitarbeit an. Aber auch karrieristische Elemente und politisch Belastete, die sich tarnen wollten, versuchten, hier einen Unterschlupf zu finden. Es war eine äußerst komplizierte und sehr verantwortungsvolle Aufgabe, in dieser Zeit politisch und fachlich geeignete Mitarbeiter für die Aufbauarbeit zu gewinnen.

Nach der Wiederaufnahme des Sendebetriebes war es notwendig, Reportagen auch außerhalb des Funkhauses durchzuführen. Die geringe Zahl der einsatzfähigen Übertragungswagen reichte hierzu kaum aus. Intakt waren zudem lediglich Übertragungsverstärker des Typs V 35, eine Geräteart, die zehn Jahre vorher entwickelt worden war. Die Reichsrundfunk-Gesellschaft hatte einen Teil dieser Verstärker im Keller der Deutschlandhalle gelagert. Zerstörung und Diebstahl hatten diese Bestände jedoch zusammenschrumpfen lassen.

Dieser schmale Gerätepark wurde durch Tornistergeräte V 39 der Wehrmacht und selbstgebaute Mikrofonmischverstärker ergänzt. Als Magnettongerät wurde die für militärische Propagandazwecke entwickelte „Dora“-Maschine verwendet. Ferner befanden sich im Lager der Ü-Technik noch einige Laufwerke vom Typ „Berta“ und Typ „Cäsar“ aus Wehrmachtsbeständen.

Auch in einem Kali-Bergwerk lagerte eine Anzahl von Geräten aus dem Besitz der Reichsrundfunk-Gesellschaft. Nach mühevoller Suche wurden sie abgeholt und für den Aufbau der Studios und Ü-Wagen verwendet. Teile hiervon und aus anderen Anlagen des Funkhauses mußten jedoch auch als Reparationsleistung abgeliefert werden (HTS mit V 5 und V 7).

In großer Eile betrieb man den Ü-Wagen-Bau, für den die Sowjetarmee die Fahrzeuge bereitgestellt hatte. Reporter waren schon im Sommer 1945 im Stadtgebiet von Berlin unterwegs, um von den ersten Versammlungen der inzwischen zugelassenen demokratischen Parteien zu berichten oder Eindrücke von der Kartoffelversorgung, der Inbetriebnahme der Osthafenmühle und schließlich von der Potsdamer Konferenz zu vermitteln.

Von besonderem Interesse ist noch heute das Prinzipschaltbild des Übertragungswagens Nr. 1, der von 1945 bis 1952 in Betrieb war. Der Aufbaukasten mit den technischen Geräten des Ü 1 wurde später abgewrackt; das Fahrzeug selbst war noch Ende der 60er Jahre als Abschleppwagen der Kfz-Werkstatt Berlin im Einsatz.

Mikrofone waren zu dieser Zeit besonders kostbar. Jeden Abend nach Aufnahmeschluß wurden sie in einem Stahlschrank im Schaltraum eingeschlossen. Hauptsächlich wurde mit Kondensatormikrofonen M 1/1, den sogenannten „Neumann-Flaschen“, gearbeitet. Außerdem wurden einige „scharfe Kapseln“ und Kapseln mit Nieren-Charakteristik des Typs M 7 verwendet.

Den Batteriekoffer B 5 mußte ein Mitarbeiter neben dem Reporter hertragen. Bei der schlechten Ernährungslage bedeutete das Schwerarbeit. Dynamische Mikrofone M 19 gab es nur in geringer Stückzahl. Die Kabeltrommeln waren in rechteckigen Kästen eingebaut, an deren Seite sich eine Kurbel zum Aufhaspeln befand. Das Kabel selbst besaß meist keine Abschirmung und die Einstreuungen bereiteten viel Ärger.

Am 5. Juni 1945 kamen die westlichen Alliierten nach Berlin. Die Vier-Sektoren-Stadt entstand. Mit einem Schlage wurde die Arbeitssituation äußerst kompliziert. Das Funkhaus lag im (westlichen) britischen Sektor, der Sender Tegel im (nördlichen) französischen Sektor und das Verstärkeramt Winterfeldtstraße im (südlichen) amerikanischen Sektor der Stadt.

Ein Schwerpunkt der Arbeit bestand darin, die technischen Voraussetzungen für die Nachrichtenerfassung zu verbessern. In der ersten Zeit hörte der Abhördienst die Sendungen von Moskau, London, Paris usw. und leitete hieraus die politischen Informationen ab. Erst mit Hilfe eines Kurierdienstes zum Magistrat von Groß-Berlin in der Parochialstraße – zunächst zu Fuß oder per Fahrrad – war es allmählich möglich, auch lokale Nachrichten aufzunehmen.

Durch die sich entwickelnde Reporter-Tätigkeit und nach Instandsetzung einiger Telefonleitungen zu den größeren Städten konnte die aktuell-politische Berichterstattung weiter verbessert werden. Es war ein wesentlicher Fortschritt, als es gelang, aus alten Beständen der Nachrichtenagenturen einen Hellschreiber in Betrieb zu nehmen.

Dem Monatsbericht vom Oktober 1945 des Technischen Direktors ist zu entnehmen, daß zur Verbesserung der Situation bei den Reportageverstärkern von der Betriebsüberwachung ein kleiner Batterieverstärker entwickelt und als Muster gebaut worden war. Die Materialien, so wird bescheiden vermerkt, würden noch für zwei weitere Verstärker ausreichen. «

 
 
Ü 1
Blockschaltbild des Übertragungswagens Ü 1 (1945-1952)
 
Matheus Klein
Matheus Klein, Sprecher der Sendung vom 13. Mai 1945, im Jahre 1965
 
Ü-Wagen 1945
Provisorischer Übertragungswagen 1945, beachte das sowjetische Kfz-Kennzeichen
 
Ü-Wagen 1945
Provisorischer Übertragungswagen 1945, hier mit Rundfunktechnik im Anhänger
 
Außenübertragung 1945
Außenübertragung der unmittelbaren Nachkriegszeit mit Mischverstärker V 39 und Wehrmachts-Bandmaschine Dora
 
Michael Wolff
Funkhaus Masurenallee, vermutl. erstes wieder hergerichtetes Studio „Sprecher 1“; Kommentator Michael Wolff
 
Schaltraum Masurenallee
Funkhaus Masurenallee, Schaltraum in den Nachkriegsjahren
 
K-Raum Masurenallee
Funkhaus Masurenallee, Sendekontrollraum in den Nachkriegsjahren

Tag des offenen Denkmals 2018

Tag des offenen Denkmals 2018

Seit 25 Jahren veranstaltet die Deutsche Stiftung Denkmalschutz jeweils am zweiten Sonntag im September den „Tag des offenen Denkmals“. An dieser Stelle sei mit Augenmerk auf den Rundfunk ein Blick in das Programm für den 9. September 2018 geworfen.

Sender Wiederau
Mittelwellensender aus dem Jahre 1939 in Wiederau, 2010 noch mit Senderöhren (Foto: Kai Ludwig)

Nicht unter tag-des-offenen-denkmals.de zu finden ist diesmal die Sendestation in Wiederau bei Leipzig. Weitere Informationen zum Stand der Dinge sind aus der Ferne nicht zu beschaffen.

2013 startete eine Initiative zum musealen Erhalt der alten Mittelwellenanlagen in Wiederau, die zuvor über mehr als ein Jahrzehnt sich selbst überlassen blieben. Tiefpunkt war ein offensichtlich gezielter Einbruch von „Liebhabern“, die sämtliche Senderöhren mitgehen ließen.

 
 
Senderöhre in Wiederau
Eine der gestohlenen Senderöhren in Wiederau (Foto: Kai Ludwig; 2010)
 
Sender Wiederau
Beim Diebstahl der Röhren beschädigter Sender in Wiederau (Foto: Kai Ludwig; 2015)
 
Sender Wiederau
Dieser 1963 eingebaute Sender wurde ebenfalls geplündert. (Foto: Kai Ludwig; 2015)
 

Aus Nauen gibt diese PDF-Datei eine Ankündigung ausdrücklich „außerhalb des offiziellen Programms“: Die Media Broadcast werde am 9. September 2018 zwischen 10.00 und 16.00 Uhr ihre Kurzwellen-Sendestation präsentieren.

 
Sender Nauen
Sendestation Nauen (Foto: Christian Schubert)
 

Keine Möglichkeit zur Besichtigung geben wird es beim Sender Wilsdruff. Als Alternative bietet der hier engagierte Verein an, seinen Stützpunkt in der Dresdner Straße / Rosenstraße zu besuchen (siehe hier).

Im Saarland kann hingegen zwischen 14.00 und 17.00 Uhr die Halle des Langwellensenders Felsberg besichtigt werden. Die dort stehenden Röhrensender waren 2015 durch neue Technik in einem kleinen Neubau abgelöst worden. Den völlig überdimensionierten Altbau übernahm die Gemeinde Überherrn zur musealen Erhaltung.

 
Sender Felsberg
Sendersaal Felsberg, Zustand 2016 (Quelle: SR)
 

Keine Beteiligung am Programm des „Tags des offenen Denkmals“ vorgesehen ist beim Rundfunkgelände in der Berliner Nalepastraße. Hier hatte die Veranstaltung des Jahres 2007 einstige Beteiligte unterschiedlichster Art dazu gebracht, den Ort nach mehr als einem Jahrzehnt erstmals wieder aufzusuchen.

Ein regelmäßiges Besichtigungsprogramm für Interessenten, die das Objekt bislang nicht kennen, wird unter ddr-funkhaustour.de angeboten.

Regelmäßige Führungen gibt es auch im Funkhaus in der Berliner Masurenallee. Dazu siehe das Angebot des rbb-Besucherservice.

 

Autor: Kai Ludwig; Stand vom 25.08.2018

LPAM Eine neue Radiolandschaft in den Niederlanden

Mit der Abschaltung der nationalen Rundfunkstationen bei AM in den Niederlanden sind neue Stimmen erneut für kleine Initiativen für AM.
Es scheint sogar, dass diese Regierung Eventübertragungen über AM möglich machen will.
LPAM in den Niederlanden

Seit 2016 sind LPAM-Übertragungen in den Niederlanden möglich.
Es gibt zwei Arten von Lizenzen: die 1 Watt (PEP) bei 1485 Khz und die 100 Watt (PEP) Lizenzen bei 747, 828, 1035, 1251, 1395 kHz.
Die Berechtigung vom AT ist für alle Anwendungen erforderlich. Die neue Station muss auch bei Urheberrechtsorganisationen wie Buma / Stemra und SENA registriert sein
Regulierung im übrigen Europa

Die Mittelwelle lebt noch

In Deutschland sind alle Mittrelwellensender schon lange ausgeschaltet. Auch die vielen kleinen Truppensender AFN der amerikanischen Truppen sin aus. Es herscht rauschen auf der Mittelwelle. Aber das ist nicht in ganz Europa so. Nachts höert man mit guter Antenne jede Menge Stationen aus England. Auch Spanien hat noch viele Mittelwellensender aktiv. Auch der letzte Mittelwellensender in den Niederlanden wird ende des Jahres ausgeschalten. In Belgien gibt es auch noch was zu hören. Auch in Frankreich sin einige Stationen weg aber auch kleine Sender dazugekommen. Im Südosteuropa gibt es sogar sehr starke Stationen. Die Niederländer sind wie die Engländer durch die Seesender in den 60er Jahren und 70er Jahren stark beeinflust worden Mittelwelle zu hören. In Neuseeland und den USA sieht es eher ganz anders aus. Hier gibt es  so viel Radiostationen das tagsüber die ganze Mittelwellenscala voll ist mit Sendern

Starke Mittelwellensender zu betreiben ist sehr teuer. Es wäre ein Versuch Wert wie in den Niederlanden auch in Deutschland  kleine Sender von 100 bis 1000 Watt zuzulassen. Das würde nicht nur unsere alten Röhrenradios beleben  sondern das Mittelwellenrundfunkband erhalten.

In den Niederlanen ist man diesen Weg schon gegangen

Bei der nächten Reise nach den Niederlanmden ruhig mal über die Mittelwelle drehen. Hier gibt es jede Menge Radiosender auf Mittelwelle.

Diese Sender haben nur wenig Leistung aber beleben in ihrer Stadt die Radiolandschaft. Meist betreiben sie im Internet das gleiche Programm. Dur eine neue Regelung in den Niederlanden kann man hier Liezensen bekommen

Ich habe hier eine Liste von Radiostationen

 

 

Middengolf (MG/AM)

Hoogvermogen vergunningen:

Freq. (kHz)

kW (EiRP)º

Omroep¹

Prov.

Zenderlocatie²

Coördinaten

Foto’s³
1008

100

Groot Nieuws Radio (vergunning tot 1-9-2022)

Fl

Zeewolde

05e25/52n22

1 2 3 4 5
1116

0.501

Radio Bloemendaal (vergunning tot 1-9-2021)

NH

Bloemendaal

04e36/52n24

1 2

1566

1

Vahon Hindustani Radio (vergunning tot 1-9-2022)

ZH

Den Haag

04e248/52n03

1 2
1602

0.501

Cyber Gold Radio (07-19u), Radio Seagull (19-07u) (vergunning tot 1-9-2022)

Fr

Harlingen (zendschip) /
Pietersbierum

05e24/53n10 /
05e28/53n12

1 2 3 4 5 /
1 2 3

Laagvermogen vergunningen:

Freq. (kHz)

kW (PEP)º

Omroep¹

Prov.

Zenderlocatie²

Coördinaten

Foto’s³
675

0.1

HOTRADIO Hits

Ov

Bornerbroek

06e39/52n18

675

0.1

HOTRADIO Classics

Fl

Emmeloord 

05e44/52n41

675

0.1

Radio Nostalgie

Fr

Kollumerzwaag

06e04/53n15

1
675

0.1

Radio Babylona

Gr

Musselkanaal

07e01/52n55

1 2 3 4 5
675

0.1

Unique

Gld

Wijchen 

05e44/51n48

747

0.1

Salland 747 AM

Ov

Deventer    

06e14/52n15

747

0.1

Cupra Radio

Dr

Emmer-Compascuum

07e02/52n48

1
747

0.1

Radio0511 (07-19u),
Radio Seagull (19-07u)

Fr

Harlingen (zendschip)

05e24/53n10

1 2 3 4 5  

747

0.1

Radio Overland

Lb

Maastricht  

05e43/50n50

747

0.05

Different Radio 747 AM

Gld

Nijkerk

05e29/52n11

1 2
747

0.1

Radio 4 Brainport

NB

Waalre

05e28/51n24

1 2 3
747

0.1

Groeistad Radio

ZH

Wassenaar

04e23/52n07

1
828

0.1

Radio Bontekoe

NH

Hoorn

05e02/52n38

1 2 3
828

0.1

HOTRADIO Hits

Gld

Huissen

05e55/51n56

1
828

0.1

Wereldstad Radio Rotterdam AM828

ZH

Rotterdam (Hoogvliet)

04e21/51n51

1 2 3 4
828

0.05

Quality RTV B.V.*

Ut

Utrecht   

05e08/52n04

1
891

0.1

Euregio Radio

Lb

Baexem 

05e52/51n13

1 2 3
891

0.1

Fidelio Radio

Ut

Driebergen-Rijsenburg

05e16/52n03

1 2 3
891

0.05

Radio City International

NB

Zeeland

05e40/51n41

1 2 3 4
1035

0.1

Neverland AM

Lb

Venlo

06e11/51n23

1 2
1224

0.1

Extra AM

NH

Amsterdam

04e49/52n21

1224

0.05

Radio Eldorado

Fr

Damwâld

05e59/53n17

1 2
1224

0.1

Radio Emmeloord

Fl

Emmeloord

05e44/52n43

1
1224

0.1

Radio T-POT

Dr

Gasselternijveen

06e50/52n59

1 2 3 4
1224

0.1

Radio Overland
(deelt de 1224 met De Radio 1224)

Gld

Lunteren

05e37/52n05

1
1224

0.1

Radio 1224
(deelt de 1224 met Radio Overland)

Gld

Lunteren

05e37/52n05

1
1224

0.1

United AM

Gld

Neede

06e36/52n08

1
1224

0.1

Kilrock 1224 AM

ZH

’s-Gravendeel

04e37/51n46

1224

0.1

Nostalgie AM

Gr

Siddeburen

06e51/53n14

1251

0.1

Memories 1251 AM

NB

Geffen

05e27/51n44

1
1332

0.1

Radio Transparant
(deelt de 1332 met
Radio Flandria  uit Hemelum)

Fl

Creil

05e39/52n45

1
1332

0.1

Sterrekijker AM

Dr

Elim

06e34/52n40

1
1332

0.1

Citrus AM
(deelt de 1332 met Witte Bizon)

Gld

Emst

05e58/52n19

1
1332

0.1

Witte Bizon
(deelt de 1332 met Citrus AM)

Gld

Emst

05e58/52n19

1332

0.05

Alfa Radio

Ov

Haaksbergen

06e44/52n09

1332

0.1

Radio Flandria
(deelt de 1332 met
Radio Transparant uit Creil)

Fr

Hemelum

05e27/52n52

1
1332

0.1

Impact AM

ZH

Wassenaar

04e23/52n07

1
1332

0.1

Radio0511 (07-19u),
Radio Seagull (19-07u)

Fr

Ternaard

05e58/53n23

1
1395

0.05

Barkey *

Fl

Almere Buiten

05e16/52n24

1395

0.1

Loostad Radio

Gld

Apeldoorn

05e57/52n13

1 2 3

1395

0.1

Cupra Radio

Dr

Emmer-Compascuum

07e02/52n48

1
1395

0.1

Radio Seabreeze AM

Fr

Grou

05e49/53n05

1 2 3
1395

0.1

Westcoast AM

ZH

Katwijk aan Zee

04e24/52n12

1
1395

0.1

Studio Denakker

Dr

Klazienaveen

06e59/52n43

1 2
1395

0.1

Happy AM

Zld

Middelburg

03e36/51n30

1
1395

0.1

Q-AM 1395

Gld

Waardenburg

05e15/51n50

1
1485

0.001

Columbia AM

Gld

Aalst

05e07/51n46

1
1485

0.001

Radio Jong Europa (vr.-zo.)

ZH

Alphen aan den Rijn  

04e40/52n08

1 2
1485

0.001

Radio Impuls

Ut

Amersfoort 

05e24/52n09

1 2
1485

0.001

AMsterdam 1485

NH

Amsterdam

04e51/52n22

1
1485

0.001

Veluwe Centraal

Gld

Apeldoorn

05e57/52n12

1 2 3
1485

0.001

Flashback 1485 AM

Ut

Baarn

05e16/52n12

1
1485

0.001

Dreamradio AM

Lb

Baexem (gestopt op 22-4-18)

05e52/51n13

1 2
1485

0.001

Radio Beilen

Dr

Beilen

06e31/52n53

1 2
1485

0.001

Radio 220

Fr

Buitenpost

06e09/53n15

1

1485

0.001

Amplivier Radio

Fr

Damwâld

05e59/53n17

1
1485

0.001

Veluwe AM

Gld

Ermelo

05e40/52n16

1485

0.001

Engelen *

Ov

Goor      

1485

0.001

Radio Hoogeveen AM

Dr

Hoogeveen

06e29/52n43

1
1485

0.001

Veluws Genot

Gld

Oldebroek

05e54/52n26

1485

0.001

Radio0511

Gr

Rhederbrug

07e10/53n05

1485

0.001

Wereldstad Radio Rotterdam AM828

ZH

Rotterdam

04e29/51n55

1
1485

0.001

Radio Koekoek

NB

Rijswijk

05e01/51n47

1 2
1485

0.001

Monti Radio

Gld

’s-Heerenberg

06e15/51n52

1

1485

0.001

More Radio

Fr

Sneek

05e40/53n01

1
1485

0.001

EyeRadio

Gld

Tiel

06e09/53n15

1 2 3
1485

0.001

Quality RTV B.V.*

Ut

Utrecht   

05e04/52n07

1 2
1485

0.001

Vintage Music Radio

Zld

Vlissingen

03e33/51n28

1

1485

0.001

Voorburgse Radio Centrale West

ZH

Voorburg

04e20/52n03

1
1485

0.001

Wijkradio

NB

Waalwijk

05e03/51n41

1
1485

0.001

Radio Vrij Zwolle

Ov

Zwolle

06e06/52n30

1 2
1584

0.1

Antenne Domstad

Ut

Utrecht

05e07/52n05

1

 

Toelichting:
º = max. EiRP of PEP waar men mee mag uitzenden volgens vergunning in kiloWatt (kW).
¹ = klik op een omroep om de website van de betreffende omroep te zien.
² = klik op zenderlocatie om deze in Google Maps of Google Earth te zien.
³ = klik op een foto om de zendmast en/of antenne(s) per zendlocatie te zien.
* = naam vergunninghouder
 
Prov. = Provincie Dr = Drenthe Lb = Limburg ZH = Zuid Holland
Fl = Flevoland NB = Noord Brabant Zld = Zeeland
Fr = Friesland NH = Noord Holland  
Gld = Gelderland Ov = Overijssel  
Gr = Groningen Ut = Utrecht  
 
  = Geplande zender en/of gecoördineerde frequentie  = Nieuwe foto van zendmast en/of antenne(s) systeem

Nagenoeg alle EiRP vermogens zijn overgenomen uit informatie van het Antenneregister,
Overzicht omroepvergunningen (Agentschap Telecom) . Doordat deze lijsten qua EiRP vermogens verschillen is niet duidelijk welke lijst klopt. De „oude“ vermogens (uit 2003) zijn terug te vinden in ons zerobase archief.  Wij zijn niet verantwoordelijk voor deze informatie. Wij zijn niet verantwoordelijk voor deze informatie.

Terug naar de startpagina / e-mail: radio_stations@hotmail.com

Niederlande – Radio Bloemendaal beendet Mittelwellensendungen

1116 kHz

Radio Bloemendaal beendet Mittelwellensendungen

Die evangelische Kirchgemeinde in Bloemendaal bei Haarlem betreibt eine der ältesten Rundfunkstationen in den Niederlanden überhaupt. Nach dem Sommer sollen die Ausstrahlungen auf der Mittelwelle 1116 kHz nun ihr Ende finden.

Bloemendaal, voormalige Radiokerk
Andere Quellen bezeichnen das Gebäude als ehemalige Vijverwegkerk | © Open Street Map

Radio Bloemendaal entstand aus der Idee, mit der Funktechnik die Gottesdienste zu den Patienten in Krankenhäusern und Pflegeheimen zu bringen. Entsprechende Sendungen begannen 1924.

Nach dem Krieg wurden die hergebrachten Senderechte der Kirchgemeinde wieder in Kraft gesetzt. 1958/1959 entstand am Vijverweg in Bloemendaal eine neue Kirche, in der auch das Hörfunkstudio seinen Platz fand.

1960 errichtete der staatliche Senderbetreiber Nozema (heute KPN Broadcast) eine neue Mittelwellenanlage auf dem Kopje van Bloemendaal, einem 43 Meter hohen Hügel. Wegen der Begrenzung der Sendeleistung auf 50 Watt blieb der Empfang trotzdem auf das Stadtgebiet beschränkt.

Das änderte sich erst, als 1995 mit der Liberalisierung des niederländischen Rundfunkmarktes die harten Restriktionen für Sendeleistung und Sendezeit entfielen. Seitdem kann Radio Bloemendaal auf 1116 kHz in beliebigem zeitlichen Umfang mit 500 Watt arbeiten.

Hierfür installierte die Nozema einen neuen Transistorsender der Firma Harris (USA). Er strahlt über eine 30 Meter lange T-Antenne, die an zwei wiederum 30 Meter hohen Fachwerkmasten aufgehängt ist.

2015 zwang die Entwidmung der Vijverwegskirche zu einer räumlichen Änderung. Radio Bloemendaal zog in die alte Kirche am Kerkplein um. Die damit verbundene Neuausstattung ermöglichte es, die Gottesdienste nun auch im Bild zu übertragen.

Radio Bloemendaal sendet sonntags von 9.00 bis 21.00 Uhr . Ein Teil der dann ausgestrahlten Programme stammt von der eigenständigen Stiftung Kerk Zonder Grenzen. Dienstags läuft von 12.00 bis 14.00 Uhr eine Übertragung aus der Alle Dag Kerk in Amsterdam.
 

Am 18. Januar 2018 hatte ein Sturm die Sendeantenne von Radio Bloemendaal zerstört. Mit entsprechender Erleichterung aufgenommen wurden die weiteren Aktualisierungen einer einschlägigen Sonderseite:

Die Ausstrahlungen konnten zunächst am 23. Februar über eine provisorische Antenne mit dem alten, zuletzt 1995 genutzten 50-Watt-Sender wieder aufgenommen werden. Seit dem 29. März läuft die Mittelwelle 1116 kHz nun wieder mit voller Leistung.

Nicht zurückgezogen wurde indes eine Mitteilung, die am Tag nach dem Sendeausfall erschien: Man werde die Sendungen auf Mittelwelle einstellen und sich künftig ganz auf das Internet konzentrieren. Die aktuelle Fassung dieser Notiz spricht dazu von einem noch nicht feststehenden Termin nach dem kommenden Sommer.

 

Autor: Kai Ludwig; Stand vom 11.05.2018

Der Mittelwellensender Zeewolde in den Niederlanden sendet nur noch bis Ende 2018

Niederlande

1008 kHz noch bis zum 31.12.2018

Nach dem September 2017 gab es, was die letzte in den Niederlanden verbliebene Großmittelwelle 1008 kHz betrifft, keine weiteren Informationen über neue Sachstände mehr. Damit dürfte der Sender noch bis zum 31. Dezember 2018 in Betrieb bleiben.

Sender Zeewolde
MW-Sender Zeewolde (Foto: Jan Joris Vereijken, CC-BY-SA)

Seit 2016 will Novec, die für Rundfunkmasten in den Niederlanden zuständige staatliche Organisation, den Mittelwellensender Zeewolde aufgeben, nachdem der Erhalt der Anlage immer teurer wird.

Von einer Entscheidung, die Sendestation zum 1. September 2017 stillzulegen, erfuhr das davon noch betroffene Grootnieuws Radio erst aus den Medien. Dieses Vorgehen betrachtete Grootnieuws Radio als inakzeptabel und schaltete die zuständige Regulierungsbehörde ein.

Ergebnis war eine Vereinbarung, den Sendebetrieb mindestens bis zum 1. März aufrechtzuerhalten und darüber hinaus bis zum 31. Dezember 2018 fortzusetzen, falls auch bis dahin nicht noch einmal eine Wartung der Masten erforderlich wäre.

Das wurde so am 23. September bestätigt.

Der Vorgang erinnert daran, wie dem Mitteldeutschen Rundfunk die Sendeanlage der Mittelwelle 882 kHz in Wachenbrunn bei Themar zum 1. Juli 2011 gekündigt wurde, um das Gelände an einen Solarparkbetreiber zu verkaufen. Zu diesem Zeitpunkt wollte auch der MDR den Verbreitungsweg Mittelwelle noch nicht aufgeben.

Stand vom 22.07.2018


 

Zu den Hintergründen der Archivbericht von 2016:
 

Grootnieuws Radio ist ein protestantisches Missionsprogramm, das seit 2007 aus Zeewolde auf 1008 kHz sendet. Es hatte die Frequenz seinerzeit von Radio 10 übernommen, das sein Programm hier ab 2004 verbreitete, die Nutzung dieser Großmittelwelle aber nicht dauerhaft durch Werbeeinnahmen finanzieren konnte.

Auch die Übertragung von Grootnieuws Radio stand 2008 schon auf der Kippe. Über Tage hinweg wurde nur noch ein vom Spendenaufrufen durchsetztes Musikprogramm gesendet.
 

Geschichte des Senders Zeewolde

Der Mittelwellensender Zeewolde war von der damaligen Berliner Firma Telefunken Sendertechnik ausgestattet worden. Er übernahm 1980 den Betrieb der Frequenzen 747 und 1008 kHz, wobei die beiden Masten nicht als Einzelantennen, sondern als gemeinsames, komplexes Zweimast-Richtsystem eingerichtet sind.

Telefunken installierte jeweils 600 kW starke Sender einer damals gerade eingeführten, in den Leistungsstufen noch mit Röhrentechnik arbeitenden Typenreihe mit Pulsdauermodulation. Die originale Sendetechnik soll auf 1008 kHz auch jetzt noch mit stark reduzierter Leistung (über den genauen Wert gibt es nur Gerüchte) im Einsatz sein.

Ursprünglich lief auf 1008 kHz der Vorgänger des heutigen Radio 2. Ab 1983 wurden in das Programm typische Mittelwellen-Sondersendungen eingestreut und ab 1985 hier als eigenständiges fünftes Programm präsentiert.

2003 hatte der öffentlich-rechtliche Rundfunk die Frequenz 1008 kHz zugunsten des kommerziellen Sektors (und damit ab 2004 zunächst Radio 10) zu räumen. Radio 5 wechselte, dies aus Marketinggründen bereits mit einem vorgezogenen Tausch im Jahre 2001, auf die ursprünglich von Radio 1 genutzte Frequenz 747 kHz.

Rückblick: Der VIVA-Radioableger, der nie auf Sendung ging

von Tom Sprenger · Sonntag, 1. Juli 2018

Vergangene Woche wurde von Viacom das endgültige Aus von VIVA bekanntgegeben. Im Januar 2019 wird VIVA, das mit seinen Musiksendungen aktuell noch einige Sendestunden auf dem gemeinsamen Sendeplatz mit Comedy Central füllt, eingestellt.

Fast wäre VIVA vor 18 Jahren auch in den deutschen Radiomarkt eingestiegen. 2000 wollte der damals noch eigenständige Kölner Musiksender einen Radioableger in Nordrhein-Westfalen starten. Für VIVA-Radio hatte man sich mit Radio NRW zusammengetan und sich zwei 1999 ausgeschriebene Mittelwellenfrequenzen in NRW gesichert, um das Bundesland – parallel zur Verbreitung via Internet und Satellit – von Jülich und Nordkirchen aus mit einem Jugendradio unter dem VIVA-Brand zu versorgen.

“Das Jugendradio von radio NRW und VIVA ist bald über Mittelwelle zu hören”, hieß es freudig im August 2000. Die Mittelwelle war auch schon im Jahr 2000 nicht mehr unbedingt State of the Art, doch das VIVA-Projekt musste immerhin sechs Mitbewerber aus dem Feld schlagen. Viele Marktbeobachter zweifelten trotzdem, ob ein Mittelwellenradio wirklich der richtige Weg sei, um die anvisierte junge Zielgruppe zu erreichen. Hoffnungen setzte man nach der Jahrtausendwende in die Digitalisierung der Mittelwelle unter dem Schlagwort DRM. Bei der Ausschreibung von weiteren Mittelwellenfrequenzen in Bayern kam VIVA-Radio 2001 aber nicht zum Zuge. Zwischen den Partnern VIVA und Radio NRW kam es – wie Branchendienste damals berichteten – zu Unstimmigkeiten über die weitere Ausrichtung des Projekts. Der Radioableger des zu diesem Zeitpunkt noch sehr populären Musikkanals ging dann schlussendlich nie auf Sendung.

2004 wurde das zwischenzeitlich bereits auf Eis gelegte Projekt noch einmal kurz wiederbelebt und VIVA-Radio bewarb sich vergeblich um eine UKW-Frequenz in Berlin. Im selben Jahr wurde VIVA von der amerikanischen MTV-Muttergesellschaft Viacom übernommen und der Fernsehsender zog anschließend zu MTV nach Berlin. Und die große Zeit des Musikfernsehens begann sich endgültig ihrem Ende entgegen zu neigen.

DDS AM – MiniSender AM CW 100Khz – 30Mhz

Gersten ist mein Mini-Sender angekommen. Schnell 12 Volt  und eingeschaltet. Das Display im schönen blau leuchtete mit der Frequent 30.000.000 Mhz auf. An dem Drehschalter kam dann die Ernüchterung. Frequenzschritte 1Hz. Da drehste dich doll. Ich habe es dann auf 28MhZ geschafft und mein Kurzwellenfunkgerät auf die Frequenz eingestellt. Modulation habe ich von meinem Handy genommen. Das muste ich allerdings auf volle Pulle stellen. In AM konnten man eine klare Modulation hören. Später stellte ich fest wenn man den Drehschalter drückt kann man die Schritte von 1Hz in vielen Schritten bis 1Mhz umstellen. Das der Kurzwellen Sender für AM Musikempfang nicht genügend breite Filter hat habe ich die Frequenz auf 1440Khz eingestellt. Mein Kofferradio und mein altes Röhrenradio hörste nun endlich einen MW Radiosender. Reichweite mit einen kleinen Stück Draht ist 20m. Das Signal verläßt nicht mein Grundstück. Der Sender ist sehr Stabil und lasst sich wirklich auf 1Hz in Schwebung mit KW Rundfunkstationen bringen. Nun zu CW. Ein Junper der gesteckt ist bringt den Sender auf Dauersendung. Hier kann man anstatt dem Jumper eine Morsetaste anschließen. Es gibt zur Erweiterrung weitere Bausteine. Aber eine 2-5Watt Endstufe ist schnell gebastelt.

Noch ein Hinweis ! Nur Funkamateuer dürfen diesen Sender innerhalb Ihrer Frequenzbereiche betreiben. Für den Betrieb von Rundfunk gibt es in Deutschland auf KW Genehmigungen Auch eine Zeitliche begrenzte Erteilung auf MW ist möglich
In den Niederlanden gibt es feste Frequenzen für Mittelwelle auf denen mit einer Genemigung bis 1Watt gesendet werden kann. Weitere Informationen ennehmen ihr meiner Rubrik MW Radio

MW Sender für Zuhause

Das alte Röhrenradio hört auf Mittelwelletagüber nichts mehr. Es gibt eine Möglichkeit eine kleinen Testsender zu instalieren um dort nur im Raum zu senden. Dieser kleine Steuersender ist so gut das man damit auch die Leistung verstärken kann.  Man findet das kleine Teil unter 

PWM with DDS Class D AM Transmitter

Hier einige Videos

 

Hier noch ein Video mit wewiteren Teilen und die Sendeleistung zur Verstärkung

Das Video zeigt einen 1KW Mittelwellensender im Gehäuse. Das Video hat leider eine etwas schlechte Qualität